Land in Sicht!

Heute, an unserem 17. Tag auf See, hat Nobbi um 13.20 Uhr als erster Fernando de Noronha entdeckt. Jetzt trennen uns noch etwa 20 Meilen von der Ankerbucht, wir rechnen damit sie mit Einbruch der Dunkelheit zu erreichen. Waehrend wir heute noch ankommen, ist die Anna Smile noch 4 Wochen unterwegs. Der Frachter hat uns heute Vormittag mit nur 2 Meilen Abstand passiert und Nobbi hat einen kleinen Schnack mit dem wachhabenden Offizier gehalten. Sie kommen aus New Orleans und sind auf dem Weg nach Singapur.
Nach einer schoenen, sternklaren Nacht wird uns heute ein fantastischer Segeltag geschenkt. Wir sind hoch am Wind unterwegs, liegen also stark auf der Seite und die Segelei ist ungemuetlich, doch wir sind schnell. Die Gischt sprueht und Mari kaempft sich unermuedlich durch die Welle. Seit Sonnenaufgang laufen wir durchgehend mit ueber 6 kn, es scheint als wollte Mari uns zum Ende dieser Etappe nochmal beweisen, dass sie auch schnell segeln kann.
Wir sind gespannt auf die Insel, auf ein neues Land und freuen uns auf eine Nacht mit ausreichend Schlaf.

Atlantik – Tag 15

Um 7.39 Uhr haben wir den Aequator ueberquert. Von der Halbkugel der Eisbaeren auf die Halbkugel der Pinguine. Das Ueberqueren des Aequators wurde natuerlich gefeiert, vor allem haben wir uns bei Neptun bedankt. Er hat es uns nicht leicht gemacht, uespruenglich hatten wir gehofft bereits vor drei Tagen ueber den Aequator zu segeln. Das Kreuzen gegen Wind und Welle ist ungemuetlich und zeitweise frustrierend. Die ’nur noch 300 Meilen bis zum Ziel‘-Marke konnten wir gleich dreimal feiern. An Tag 12 haben wir nur 2 Meilen nach Süden und 40 Meilen nach Osten gut gemacht. Doch jetzt koennen wir unser Ziel fast anliegen. Waehrend wir gestern einen fast gemuetlichen Segeltag hatten, schuettelt uns die Welle heute wieder kraeftig durch, unter Deck fuehlen wir uns wie in der Waschmaschine. Gestern gab es Pfannkuchen zum Fruehstueck, das ist heute voellig undenkbar, schon Kaffeekochen glich einer sportlichen Hoechstleistung. Man muss sich immer festhalten und wir sammeln fleissig blaue Flecken.
Trotz der elenden Am-Wind-Segelei vergehen die Tage schnell. Lesen, essen, schlafen. Heute Nacht hatten wir wieder Vogelbesuch auf dem Bimini, unser Passagier ist abends gelandet und bis zum Sonnenaufgang geblieben. Ansonsten haben wir ein kleines Forschungsprojekt und versuchen zu ergruenden weshalb unser eines Kuechenhandtuch nur quer gefaltet auf der Stange vor dem Herd haengen bleibt, das andere, baugleiche, jedoch nur wenn man es laengs faltet. Seit ein paar Tagen merken wir, dass es kuehler wird. Die Wassertemperatur sinkt langsam aber kontinuierlich und nachts wird es in kurzer Hose und T-shirt frisch, ich decke mich im Cockpit mit einem grossen Handtuch zu.
Langsam beginnen wir zu rechnen, wann wir wohl ankommen und ob es eine Landung bei Tageslicht wird.

Atlantik – Tag 12

Kraah! Was? Ich habe gerade meine Nachtwache angetreten und bin noch ziemlich verschlafen, aber ich habe wirklich was gehoert. Ab und zu gucken ein paar Federn unter dem Bimini hervor. Anscheinend haben wir Vogelbesuch. Ich stelle mich auf die Cockpitbank und richte mich ganz langsam auf, schliesslich will ich unseren Besucher nicht verjagen. Auf dem Bimini sitzt ein 25 cm grosser schwarzer Vogel mit weissen Schwanzfedern und guckt mich an. Er bleibt zwei Stunden und verabschiedet sich dann mit einem Kraah-Kraah in die Nacht. Gestern Nachmittag hatten wir Besuch von einem Seeadler, der versucht hat auf der Saling zu landen, aber mit dem Achterstag kollidiert ist und heute begleitet uns ein junger Toelpel.
Wir sind sehr langsam unterwegs. Unser letztes Etmal, die Strecke die wir in 24 Stunden zwischen Mittag und Mittag zurueckgelegt haben,betraegt nur 83 Meilen. Das Duempeln in der Flaute vor einigen Tagen und die Segelversuche mit dem leichten Wind haben uns weit nach Westen versetzt. Der Wind kommt aus nun Suedost, statt wie erhofft aus Ost. Fuer uns bedeutet das ungemuetliches am Wind segeln. Trotzdem koennen wir unser Ziel nicht anliegen. Wir muessen kreuzen. Der frische Wind hat eine ordentliche Welle aufgebaut, so dass wir nun Wellenberge von zwei bis drei Metern Hoehe erklimmen muessen. Immer wieder stoppen die hohen Wellen das Schiff auf. Die Wellen knallen gegen den Rumpf und schicken Wasser uebers Deck. Doch unsere Mari macht ihre Sache gut, die Windsteueranlage steuert und wir ueben uns in Geduld, Wie schoen waere es nun abzufallen und vor dem Wind dahin zu rauschen, doch dann kommen wir nicht nach Brasilien.
Die taegliche Dusche an Deck verbessert das Wohlbefinden und Pflaumenkompott zum Nachtisch die Laune. Besondere Situationen erfordern besondere Massnahmen, ich habe die staerkeren Lakritz aus den gut versteckten Vorraeten befreit und esse nachts nun Teufelsfinger. Wir hoffen, dass wir morgen den Aequator ueberqueren koennen.

Atlantik – Tag 9

Atlantik ? Tag 9

Wir haben ein Tief. Es sitzt mitten auf uns und macht auch keine Anstalten sich zu bewegen. Die Druckunterschiede sind so gering wie die Wolken riesig. Wir haben wenig bis gar keinen Wind. Mal segeln wir, mal duempeln wir. Gestern hatten wir drei grosse Schauer, die sehr viel Wind im Gepaeck hatten, in Boen 7 bis 8. Das ist insbesondere im Dunkeln unangenehm, weil man sie dann nicht kommen sieht. Heute Nacht haben sich auch einige Schauer angeschlichen, hatten aber nur Regen zu bieten, keine Boen. Der Wechsel aus kein Wind, schlagenden Segeln und minimaler Geschwindigkeit und den Schauerboen zehrt an den Nerven. Wir kommen zu dem Schluss, dass nur so viele Segler ueber den Atlantik segeln, weil man zwischendrin nicht mehr aussteigen kann. Allerdings kann man meistens mit mehr Wind rechnen, wenn man nicht wie wir ueber den Aequator will. Jammern hilft ja nichts und in Wirklichkeit geht es uns gut. Ursel steuert zum Glueck auch bei sehr wenig Wind.Wir futtern uns durch den Tag. Das hilft immer. Heute zum Beispiel. Morgens erst mal Kaffee, dann eine Kanne Tee, zum Fruehstueck Schwarzbrot mit Leberwurst und Zwiebeln, Knaeckebrot mit Kaese, Tomaten, Marmeladenbrot und Joghurt.Jetzt gibt es gleich Schokokuchen mit Pfirsichstueckchen zum Tee, später Orangen. Zum Abendessen, das wir allerdings nachmittags essen gibt es heute Kartoffeln und rote Beete, zum Nachtisch Pflaumenkompott. Nachts stehen verschiedene Dosen in der Pantry bestueckt mit Kuchen, Studentenfutter, Kraeckern und, ganz wichtig, Lakritz.
Ausser einer Colaflasche, die gerade vorbei getrieben ist, haben wir schon seit einiger Zeit keine Zeichen menschlichen Lebens ausmachen koennen. Seit Tagen wuensche ich mir Delfinbesuch, bekommen habe ich springende Thunfische. Das ist ein bisschen, als wenn man sich einen Hund wuenscht und die Eltern einen Hamster kaufen. Springende Thunfische sind aber auch cool, Kurz haben wir ueberlegt, ob wir versuchen wollen einen zu angeln, uns dann aber dagegen entschieden. Ein gern gesehener Besuch sind Cory und Corinna, die beiden Gelbschnabel-Sturmtaucher kommen uns seit Tagen immer wieder besuchen. Da wir uns jetzt schon besser kennen, haben wir den beiden Namen gegeben. Im Englischen heissen sie Cory’s Shearwater, wir waren also nur maessig kreativ.
Der Wetterbericht ist ziemlich eindeutig, es wird die naechsten zwei bis drei Tage flau bleiben. Damit ist auch klar, dass wir die schnellen Boote des Volvo Ocean Race nicht sehen, die werden sicherlich alles tun um so ein windarmes Gebiet zu umfahren. Ohnehin ist ein Aufeinandertreffen hier draussen sehr unwahrscheinlich. Ganz schoen riesig so ein Ozean.

Atlantik – Tag 7

Heute Morgen gab es eine Spa-Behandlung fuer uns drei. Tropical Rain Shower hiess das Programm. Ein kraeftiger Schauer hat unser Schiff gewaschen, in Baechen lief der Staub der Kap Verden an den Wanten hinab. Wir haben die Gelegenheit fuer eine ausgiebige, erfrischende Suesswasserdusche genutzt. Die letzte Nacht war ruhig, aber durch den laufenden Motor auch ziemlich warm unter Deck. Trotzdem haben wir beide gut und tief geschlafen. Seit heute Morgen haben wir wieder Wind und koennen segeln. Der Tag ist schnell vergangen, wir haben gelesen, uns unterhalten und geschlemmt. Vom Streuselkuchen ist noch was da, der schmeckt auch in der Nachtwache, und zum Abendessen gab es Paprika-Haehnchen-Curry mit Mango-Chutney. Um uns herum treiben Algen, die aussehen wie Tannenzweige und mich an Weihnachten erinnern, trotzdem darf ich keine Weihnachtsmusik hoeren. Wir haben Bergfest gefeiert, die Haelfte der Strecke bis nach Fernando de Noronha liegt hinter uns. Nun sind wir gespannt auf die zweite Haelfte.

Atlantik – Tag 6

Unter Deck sind 35 Grad, im Kuehlschrank waren heute morgen 27 Grad. Der Kuehlschrank ist inzwischen kalt, schliesslich motoren wir nach Sueden. Seit heute Nacht um drei haben wir Flaute, zunaechst haben wir versucht irgendwie zu segeln, doch inzwischen ist das Wasser absolut glatt, so glatt dass man sich spiegeln kann. Ein wenig Schwell ist uns erhalten geblieben und wiegt das Schiff auf und ab. Wir haben die Doldrums oder Kalmen erreicht, die Zone wo der Nordostpassat der Nordhalbkugel auf den Suedostpassat der Suedhalbkugel trifft. Hier muss man mit schwachen unbestaendigen Winden rechnen. Wir hoffen bei etwa 5 Grad Nord auf den Suedostpassat zu treffen.Seit zwei Tagen haben wir unvergleichliches Wolkenkino. Hier gibt es die unglaubliche Wolkenformen, riesige hoch reichende aufgetuermte, kleine zarte, flache, lang ausgestreckte. Und sie veraendern sich staendig. Gestern Abend hat es ueberall um uns herum geblitzt, ziemlich unheimlich. Heute Nacht haben zwei Schauer das Schiff gewaschen.
Eigentlich nervt so ein Flautenmotortag, in der Flaute knallen die Segel hin und her, macht man den Motor an heizt sich das Schiff auf und es ist laut. Doch wir hatten heute einen ausgesprochen netten Tag. Um sechs, da war es schon hell, haben wir die Flaute genutzt und ein Bad im tiefblauen Atlantik genommen. Zum Fruehstueck gab es Pfannkuchen mit Apfelmus. Wir haben Wellen und Toelpel fotografiert. Nobbi hat Fotos bearbeitet und mit dem Sextanten unsere Position bestimmt. Ich habe Birnenstreuselkuchen gebacken. Da heute Donnerstag ist, Seemannssonntag, gab es Schweinebraten und gruene Bohnen, zum Nachtisch Wassermelone und Grapefruit. Wir haetten auch einen anderen Grund gefunden.
Gleich geht die Sonne unter, dann gibt es den Sundowner und unser Wachsystem beginnt.

Atlantik-Tag 4

Nach dem Fruehstueck am Samstag geht es schliesslich los. Wir drehen noch eine Runde durchs Feld der Ankerlieger und winken alten und neuen Freunden ?Farewell? . Dann geht es in die Duese zwischen Sao Vicente und San Antao. Die Welle ist kurz und ungemuetlich, der Wind nimmt auf Bft 6 bis 7 zu und wir werden in den offenen Atlantik ausgespuckt. In der Abdeckung der Inseln haben wir zunaechst sehr wenig Wind, doch nach ein paar Stunden setzt der Nordostwind ein.
Die ersten beiden Tage schlagen wir uns so durch, kommen aber ueberraschend gut in unseren Rhythmus. Seit gestern macht die Segelei Spass. Die Tage vergehen schnell mit kochen, essen, duschen, funken, lesen und Wellen angucken. Am ersten Abend hatten wir lange Besuch von einer Delfinschule, die uns ueber zwei Stunden begleitet hat, auch am zweiten Abend wurden wir einige Zeit eskortiert. Gestern kam ein Reiher vorbei, der zu gerne auf der Windsteueranlage gelandet waere. Wir freuen uns wie gut unser Kurzwellenfunk funktioniert. Gestern haben wir mit einer Yacht gesprochen, die 400 Meilen noerdlich der Kap Verden stand und heute freuten wir uns die bekannte Stimme von Federico zu hoeren, der immerhin 1100 Meilen entfernt auf La Palma wohnt. Dank Kurzwelle koennen wir nicht nur grib files (Wetterinformation), sondern auch Wetterfax empfangen und eine Nachricht an unseren Blog schreiben.
Heute haben wir festgestellt, dass eine Kugelschreiberlaenge 300 Meilen auf unserer Atlantikkarte entsprechen. Nobbi macht sich Gedanken ueber die Aequatortaufe und ich sortiere das Obst nach Reifegrad.

Tschau Cabo Verde!

Vor genau fünf Wochen haben wir die Kap Verden erreicht. Mit Sal, Sao Nicolau und Sao Vicente haben wir drei ganz verschiedene Inseln kennengelernt. Für uns hat sich der Aufenthalt gelohnt, nicht nur weil ein Stopp hier eine willkommene Unterbrechung der Atlantiküberquerung darstellt. Das Leben hier ist bunt und fröhlich. Die farbigen Häuser, die schöne Musik und die freundlichen Menschen haben dafür gesorgt, dass wir uns hier sehr wohl gefühlt haben. Insbesondere in den touristisch wenig erschlossenen Orten hatten wir viele nette Begegnungen mit hilfsbereiten Menschen und neugierigen Kindern. Das Motto „No Stress“ passt wunderbar zu unserem Reisetempo. Sicherlich gäbe es noch viel mehr zu sehen. Die Inseln im Süden sollen viel grüner sein. Der Abschied fällt uns nicht leicht, verlassen wir nun immer öfter Orte, zu denen wir vermutlich nicht zurückkehren werden. Doch uns zieht es weiter.
Gestern haben wir die letzten Einkäufe erledigt und unsere Gasflasche gegen eine volle getauscht. Nobbi ist ums Schiff geschwommen und hat den grünen Bart abgekratzt. Heute Vormittag waren wir bei der Polizei und der Immigration und wollten heute Nachmittag eigentlich lossegeln, doch irgendwie waren wir noch nicht ganz fertig. Also haben wir unsere Leinen in der Marina gelöst und uns ins Ankerfeld verholt. Hier haben wir in Ruhe gegessen und Kleinigkeiten erledigt, wie die Vorbereitung des Tagebuchs und Datensicherung, ein paar Nachrichten geschrieben, das Ruder unserer Windsteueranlage angebaut und genießen nun die Ruhe. Als wir geankert haben war es ziemlich windig und wir gar nicht so traurig, dass wir unsere Abreise verschoben haben. Morgen geht es nach einem gemütlichen Frühstück los!

Boa viagem

Diesen hübschen Reisegruß hat uns Mareike geschickt! Ob die Boa viagem eine enge Verwandte der Boa constrictor ist? Während ich darüber nachdenke lerne ich, dass zur Familie der Boas (Riesenschlangen) 13 Gattungen und knapp 60 Arten gehören. Ich habe vor allen Angst, doch die Boa viagem macht einen freundlichen Eindruck.

Was ist grün und tanzt Samba?

Klare Sache. Das Brasilikum. Das ist einer der Lieblingswitze meiner Schwester. Und auch an Bord von Marisol hört man ihn gelegentlich. Im Moment hat das Brasilikum Hochkonjunktur, schließlich wollen wir in seine Heimat. Brasilien ist unser nächstes Ziel.
Zu Brasilien fallen uns Regenwald, Samba, riesige Städte, tropische Früchte und Anakondas ein. Eine wilde Mischung aus Vorfreude, Vorurteilen und Erwartungen. Obwohl wir natürlich einiges gelesen haben, wissen wir immer noch wenig über das riesige Land und freuen uns auf einen ausgiebigen Besuch. Bis vor einigen Tagen lag an unserem Steg eine Yacht mit brasilianischer Flagge. Da habe ich den Skipper natürlich sofort abgefangen und befragt. Er hat uns ein paar Tipps gegeben und uns so begeistert erzählt, dass unsere Vorfreude damit noch einmal sehr gesteigert wurde. Auf unsere Frage wo es am schönsten ist lacht er und empfiehlt uns Bahia als Segelrevier. Das bestärkt uns, genau dort wollen wir hin.
Die Tage hier in Mindelo vergehen schnell. Wir verbringen die Zeit mit kleinen Reisevorbereitungen. Das Schiff wurde innen und außen mit reichlich Süßwasser geputzt, die Wäsche liegt nach ihrem Ausflug in die Wäscherei wieder duftend in den Schränken und die Kontrollen von Motor, Stopfbuchse und Rigg sind zum Glück unspektakulär. Die Nahrungsmittel wurden reisefertig gestaut. Unkomplizierte Lebensmittel sind nun leicht zu erreichen, damit wir bei viel Seegang keine sportlichen Höchstleistungen vollbringen müssen um an Essbares zu kommen. Viele Leckereien sind aus den unterschiedlichen Schapps aufgetaucht, es sieht aus als könnte es eine Schlemmerüberfahrt werden. Heute habe ich Müsliriegel gebacken, Nobbis Lieblingssnack während der Nachtwachen.
Nördlich vom Hafen gibt es einen schönen Strand, den wir gerne als Ziel für kleine Spaziergänge nutzen. Der Markt lockt mit buntem Obst und Gemüse, da macht das Einkaufen Spaß. Und irgendwas gibt es immer zusehen. Eine Gruppe Soldaten joggt singend am Hafen entlang und am Fischmarkt gibt es jeden Morgen einen Menschenauflauf. Es gibt einen Laden, der Kunst von den Kap Verden verkauft, dort gibt es lauter schöne Dinge zu entdecken. In der Galerie wollten wir uns eigentlich nur die Fotographien ansehen und kommen mit einem großen Paket unter dem Arm wieder raus. Die Bilder sind nun sorgfältig verpackt und sollen später unsere Wohnung verschönern. Sonntagmorgen hörten wir Musik und sahen lauter fröhliche Menschen in pinken T-Shirts. Wir folgten dem Zug, lernten neue Teile der Stadt kennen, wie zum Beispiel die Uni, und erfuhren, dass es sich um einem Lauf gegen Krebs handelt. Also eigentlich genau wie an einem Sonntag in Frankfurt.
Anders als auf den anderen Kap-Verden-Inseln treffen wir hier wieder viele deutschsprechende Segler. Gelegentlich trifft man sich in der Floating Bar. Viele der Segler, die wir hier treffen zieht es auch nach Brasilien. Einige, so wie wir, wollen schon bald starten, andere planen zuvor einen Abstecher zum afrikanischen Kontinent oder einen längeren Aufenthalt auf den Kap Verden.
Unsere ToDo-Liste ist so kurz, dass wir schon mit eineinhalb Augen auf den Wetterbericht schielen. Eigentlich kann es losgehen.