Bootsausstellung und Einkaufsbummel

Die Marina Las Palmas ist riesig und recht voll. Hier gibt es fast alles zu sehen was schwimmt, kleine Angelboote und schicke Yachten, Serienschiffe und Selbstbauten, hässliche Kisten und Traumschiffe, Schiffe die morgen zum Südpol aufbrechen könnten und solche bei denen nicht sicher ist, ob sie hier jemals wieder weg kommen. Unser Favorit ist ein Boot, das vom offenen Boot zum Hochseefischer umgebaut wurde und dessen Innenraum fast komplett vom Motor ausgefüllt wird. Außerdem gibt es eine ganze Reihe trauriger Schiffe deren Reise hier endet, die von der Polizei festgesetzt wurden, wo lange alles abgebaut wurde, das etwas wert ist. Winschen und Instrumente fehlen, bei vielen sogar der Motor. Bei manchen wundert man sich, dass sie es hierher geschafften haben.
Hier in Las Palmas gibt es alles zu kaufen, was das Herz begehrt. Ob Schuhe, Klamotten oder Bootskrempel, Läden gibt es hier genug. Eines Tages werden wir uns nach diesem Angebot sehnen, doch jetzt brauchen wir gar nichts. Gestern habe ich doch tatsächlich gesagt ich bräuchte keine neuen Schuhe. Unglaublich. Da wir morgen vermutlich weiter segeln wollen, waren wir dann heute doch noch mal bei den Bootsausrüstern, haben aber nur ein paar Schäkel, Ösen und Filter gekauft. Dabei haben wir festgestellt, dass es sich doch sehr lohnt ein paar Meter weiter zu laufen. Der Platzhirsch unter den Bootsausrüstern verkauft den Filter den wir suchten für 15 Euro, der Laden in der Mitte der Ladenzeile für 4 Euro. Bei den Schäkeln war die Preisgestaltung ähnlich. Beim Bummeln durch die Bootsläden stellt man auch fest wie viele große Yachten hier unterwegs sind. Da werden Stopfbuchsen für armdicke Wellen verkauft und riesige Blöcke für 1300 Euro (nein, keine Null zu viel!).
Nachmittags sind wir noch einmal durch die Altstadt gebummelt und haben auf dem Weg dorthin einen Blick auf die Bauhausarchitektur geworfen, zu der wir einen interessanten Flyer im Tourismusbüro gefunden hatten. Nun sind die Segel wieder ausgepackt, die Schoten angeschlagen, die Tanks gefüllt und die Eier segelfertig gestaut. Es kann morgen weiter gehen.