Das erste was ich höre, noch bevor ich richtig wach bin, ist der Regen der aufs Luk prasselt. Meine Aufwachgeschwindigkeit wird vollautomatisch auf die langsamste Stufe runtergeregelt. Bei Regen habe ich es nicht eilig. Nobbi wacht auch auf und der Tag beginnt mit einem Austausch über den Regen. Wir motivieren uns mit optimistischen Regenbetrachtungen „ich glaube das grau wird heller“ und „die Tropfengröße hat deutlich abgenommen“. Das ist ein Vorteil, wenn man im Vorschiff direkt unter dem Luk schläft, man muss sich nicht bewegen, um das Wetter einzuschätzen. Als wir vom Duschen kamen war es fast trocken, auf dem Rückweg vom Brot kaufen, haben wir dann gleich noch eine Dusche bekommen.
Seit drei Tagen sind wir in Muxia. Nach einem sehr gemütlichen Tag am Anker in Corme sind wir hierhergekommen. In Corme hat uns der Kirchturm, der zur halben Stunde die Melodie von Big Ben und zur vollen Stunde eine andere, traurigere Melodie schlägt, unterhalten. Sehr nett. Wir hatten dort einen windigen Tag am Anker, den wir großen Teils mit Buch in der Sonne verbracht haben. Ein 9. Oktober, den man im Bikini verbringt, lässt keine Wünsche offen. Da macht es auch nichts, wenn es abends schnell kühl wird und man sich nach dem Abendessen auf dem Sofa in eine Fleecedecke wickelt. Dank Wind und Sonne waren unsere Batterien schnell geladen und wir hatten am Anker mehr Strom als wir mit der Hilfe des Kühlschranks und dem Laden aller Geräte vernichten konnten. Die Solarpanels machen einen tollen Job. Vom Ankerplatz in der Ria de Corme hierher waren es nicht mal 20 Meilen und wir hatten wenig Wind, dafür viel Sonne.
Dann war zunächst kräftiger Wind aus Süden vorhergesagt, der auch kam. Da waren wir froh, dass wir hier schön geschützt liegen. Gestern war weniger Wind und der drehte wieder auf Nord. Heute wollten wir ursprünglich weiter, doch dann sagte der Wetterbericht für heute ungemütliches Wetter an, das Sturmglas bildete Kristalle, die kalt und stürmisch bedeuten könnten, und Nobbi registrierte ein Barometer das ins Bodenlose fällt (Anmerkung der Redaktion: ein bisschen übertrieben). Heute haben wir tatsächlich eine ganze Menge Wind aus Nord-Ost. Wir bleiben hier. Außerdem macht Segeln im Regen ja wenig Spaß. Man wird zunehmend anspruchsvoll.
Hier haben wir ausgiebig gewaschen, jetzt sind nicht nur alle Klamotten sauber, sondern auch die Handtücher sind vorübergehend salzfrei und die Bettwäsche duftet. Ansonsten verbringen wir die Zeit mit Spaziergängen, der Ort ist nicht so klein wie er zunächst aussieht und es gibt eine nette Kirche direkt am Meer. Muxia ist mitten im Pilgertrubel. Santiago de Compostela ist ja nicht weit und der ein oder andere pilgert dann noch bis ans Cabo Finisterre, optional über Muxia und die Kirche am Meer. Wir sind also auch ein wenig auf dem Camino gelaufen, brauchen wir doch dringend Ersatz für „unseren“ GR34. Gestern wollte eine sehr resolute Spanierin uns unbedingt in ihrem Hostel unterbringen. Nachdem ich ihr erklärt hatte, dass wir keinen Schlafplatz brauchen, weil wir mit dem Boot da sind, wurden wir zum Kulturzentrum geschickt. Muxia liegt auf einer Landzunge, der Yachthafen liegt geschützt auf der Ostseite, an der Westseite kann man wunderbar Wellen gucken, die da beeindruckend und laut auf die Felsen donnern. Trotzdem gibt es hier keine Bürgerinitiative die ein Nachtbrandungsverbot fordert ;-).
Der Hafen ist ziemlich leer. Nur drei Boote sind bewohnt, lustigerweise drei deutsche Boote. Zwischendurch trifft man sich immer mal auf einen Stegplausch. Gerade ist noch ein belgisches Schiff dazu gekommen. Sie hatten zunächst vor dem Hafen geankert, jetzt wo der Wind gedreht hat, ist es wohl zu ungemütlich, außerdem waren sie auf der Suche nach einem Supermarkt.
Auf einem Boot gibt es immer was zu tun. Wir haben die Achterkammer ein bisschen umgestaut, der Hahn für die Dusche im Cockpit ist jetzt festgeschraubt, da hatte es etwas getropft und uns mal wieder einen Wasseralarm beschert, und Nobbi hat gestern mal wieder ausgiebig unseren Motor gestreichelt.
Morgen sieht es ganz gut aus fürs Kap Finisterre und ein Blick auf den Wetterbericht lässt auf spätsommerliche Tage in den südlichen Rias hoffen. Gerade wird das grau heller und der Regen hat aufgehört, beste Bedingungen für eine weitere kleine Wanderung auf dem Camino.
Happy Sailing
8.10.16
Zwar gefällt uns A Coruña, doch wir wollen weiter. Morgens bummeln wir nochmal durch die Stadt, kaufen ein und nehmen Wasser. Die Sonne scheint und es ist, wie vorhergesagt, wenig Wind. Beide sind wir nicht wahnsinnig motiviert 30 Meilen zu motoren, aber mit einem guten Buch im Sonnenschein kein Grund zu jammern. Weil das Boot im Schwell hin und her rollt setzen wir das Segel, als Stützsegel. Nach einer halben Stunde werden wir plötzlich immer schnelle „ich glaube wir können segeln!“ Wir rollen das Vorsegel aus und machen den Motor aus, plötzlich haben wir richtig schönen Segelwind. Ein paar Delfine kommen vorbei und wir genießen den Segelspaß. Doch der Wind wir immer mehr, wir binden ein Reff rein und segeln weiter mit 7 kn. Wenig später brauchen wir ein zweites Reff und verkleinern die Fock. Aus vorhergesagten 2 Windstärken sind 6 geworden, in Böen 7 oder sogar noch mehr. Die Richtig stimmt und wir kommen schnell voran, Mari lässt sich gut steuern und bei Sonnenschein macht das Segeln viel Spaß, doch das Vertrauen in die Wetterberichte ist begrenzt. Andere Segler haben ähnliches berichtet. Die lokalen Effekte hier scheinen sehr stark und schwer vorhersagbar zu sein. Unser Ziel für heute ist die Bucht von Corme, sie ist nach Norden und Osten gut geschützt, nach Westen bietet eine hohe Hafenmole zusätzlich Schutz. Nach kurzer Verwirrung „wo ist die grüne Tonne aus der Karte?“ und „was ist das für ein grüner Turm?“ fällt der Anker zwischen einigen Booten an Moorings und aufgegebenen Fischfarmen, die jetzt von Möwen bewohnt werden. Corme sieht nett aus, im letzten Sonnenlicht sehen wir Palmen auf der Uferpromenade, einen Spielplatz, bunte Häuser und kleine Strände zwischen hohen Felsen. Nachdem Abendessen, Frikadellen, Möhren und Kartoffeln, lesen wir noch ein bisschen bevor wir ins Bett fallen. Der Tag ist mal wieder ganz anders ausgefallen als erwartet, aber schön war es!
A Coruña
7.10.16
In Ria Cedeira haben wir uns einen entspannten Ankertag gegönnt. Morgens haben wir gebadet. Das Wasser wird schon frischer, ich muss zügig die Badeleiter runterklettern, damit ich es mir nicht anders überlege, aber dann war es schön. Die Nächte sind jetzt schon deutlich kühler und das Deck war noch feucht und trocknete nur langsam. Der einzige trockene sonnige Platz war auf dem Vorschiff, also saßen wir den ganzen Morgen dort auf dem Vorschiff. Zunächst haben wir dort unseren Kaffee getrunken und haben die Bucht betrachtet, sind dann zu Tee übergegangen und haben schließlich auch unser Müsli dort gegessen. Wir haben ja Zeit. Mittags sind wir mit dem Schlauchboot an den Strand gefahren. Der Ort Cedeira ist niedlich, mit vielen bunten Häusern und hübschen Gärten. Nach einem Spaziergang durch den Ort sind wir noch einen Pfad zu einer alten Festung hochgeklettert und ein bisschen durch den Fischereihafen geschlendert.
Am nächsten Tag sind wir nach A Coruña gesegelt. Bei schönstem Sonnenschein konnten wir, zeitweise in kurzer Hose, ein ganzes Stück segeln. Hier ist nichts mehr viel los, den ersten anderen Segler haben wir in der Bucht von A Coruña gesehen. Etwas Abwechslung bot ein Fischer, der dicht vor uns vorbeifuhr und bei flotter Fahrt sein Netz raus warf. Gespannt warteten wir darauf nun im Netz hängen zu bleiben, es passierte jedoch nichts. Nachdem wir abends nur ein paar Kleinigkeiten eingekauft hatten und einen kleinen Spaziergang gemacht hatten, wollten wir uns die Stadt heute genauer ansehen. Zunächst sind wir zum Torre de Hercules gelaufen, dem ältesten Leuchtturm der Welt, der noch immer in Betrieb ist. Die Strandpromenade und die Anlage um den Turm sind schön und wir hatten tolles Wetter. Nach einer Pause auf einer Bank in der Sonne haben wir uns auf dem Rückweg gemacht und auf einem belebten Platz war zufällig gerade ein Tisch an einer Pizzeria frei den wir sofort zwecks Einnahme eines Mittagessens besetzten. Anschließend wollten wir Einkaufen. Erst jetzt haben wir gemerkt, dass alle Geschäfte geschlossen haben. Hier ist anscheinend heute Feiertag, auch wenn wir bisher nicht verstanden haben was für einer. Nachmittags wollten wir unser Schiff neu anbinden. In der letzten Nacht hatten unsere Leinen etwas geknatscht. Die gesamte Steganlage ist vom Schwell immer in Bewegung und die Schiffe fahren ununterbrochen am Steg auf und ab. Also haben wir unsere Leinen getauscht und dabei ist uns eine Leine ins Wasser gefallen. Eigentlich nicht weiter schlimm. Holt man sie halt wieder raus. Allerdings ist das Wasser an unserem Liegeplatz ganze 14 m tief! Auch mit der Taucherbrille kann man den Grund nicht sehen. Schließlich haben wir den Anker fürs Beiboot an eine lange Leine geknotet und damit versucht unsere Leine vom Grund zu fischen. Die Fangvorrichtung wurde schließlich noch mit einem Gewicht ausgestattet, das den Anker besser in Position bringt. Die Aktion hat uns eine Stunde beschäftigt, doch unsere Hartnäckigkeit wurde schließlich belohnt, wir haben unsere Leine tatsächlich rausgefischt. Abends sind wir nochmal durch die Altstadt gebummelt und haben uns über die Haupteinkaufsstrasse treiben lassen. Trotz geschlossener Geschäfte war viel los, wir sind in eine Trauerfeier geraten, auf ein Fest mit Live-Musik und Kinderkarussell und auf dem Rathausplatz standen die Oldtimer, die morgen an einer Rally teilnehmen.
Warnung von Neptun und Rasmus
Die Tage in Ribadeo haben wir sehr genossen, verschiedene kleine Wanderungen entlang der Küste gemacht und den Trubel in der Fußgängerzone beobachtet. An der Küste entlang gab es einen sehr schönen Weg zum Leuchtturm, vorbei an Befestigungsmauern und an einer alten Ladestelle, wo Schiffe mit Schüttgut beladen wurden, die heute als Aussichtsplattform dient. Unsere Banane hat wieder auf sich aufmerksam gemacht. „I think it’s a boat“ was das erste was ich von unseren englischen Nachbarn gehört habe, als sie vor unserem Boot auf dem Steg standen und überlegt haben, was wir da an die Reling gebunden haben.
Gestern ging es bei schwachem Wind nach Viveiro. Die Fahrt war angenehm ereignislos, ein paar Delfine, ein paar Fischer, Sonnenschein, im Cockpit sitzen und lesen. Wunderbar. Die Marina in Viveiro ist nicht kuschelig, aber sie ist ganz zentral gelegen und das Personal ist sehr nett. Ein riesiger Supermarkt vor der Tür und wir brauchen gar nichts.
Heute wollten wir weiter, eine nette Tagesetappe 30 Meilen die Küste lang. Nach dem Frühstück ging es los, vorausgesagt war Nordwind, später Ostwind. Wir waren wieder auf eine Kaffeefahrt eingestellt, ich war in Gedanken bei meinem Buch, während Nobbi sich schon das Beiboot aufblasen sah. Entsprechend sorglos und entspannt sind wir rausgefahren und wurden prompt daran erinnert wer auf See die Regeln macht. Kaum waren wir richtig unterwegs kam ein Schauer der wenig Regen, dafür umso mehr Wind im Gepäck hatte. Statt der erwarteten 2-3, hatten wir 5-6, natürlich aus West, also von vorne. So verlief der Tag ganz anders als wir uns das heute Morgen vorgestellt hatten. Wir beide im Ölzeug, das 2. Reff im Groß, wurden wir den ganzen Tag geschüttelt, die See war sehr unruhig und man musste sich irgendwie verkeilen um nicht hin und her zu rutschen. Statt Kaffee und Kuchen gab es Äpfel und Cracker. Zwischendurch habe ich Nobbi gefragt, ob wir nicht besser mit einem Wohnmobil reisen könnten. Und das von jemandem der nicht gerne Auto fährt, aber dafür umso lieber segelt. Wenn wir das heute Morgen gewusst hätten wären wir Wandern gegangen. Dann lägen wir jetzt aber auch nicht in der Ria Cedeira einer schönen, geschützten Bucht vor Anker, hätten hier nicht gebadet und hier auch nicht die Abendsonne genossen.
Biskaya – Wir sind in Spanien!
Die Biskaya-Überquerung ist bei Seglern ja ein viel diskutiertes Thema, auch wir wurden immer wieder gefragt, wann wir denn „rüber“ wollen. Letzte Woche haben wir begonnen das Wetter auf der Biskaya mal ganz unverbindlich im Auge zu behalten. Am Montag haben wir das erst Mal darüber gesprochen, dass wir gegen Ende der Woche über die Biskaya gehen könnten, wenn wir vor der nächsten großen Tiefdruckfamilie rüber wollen oder eben später. Montagabend haben wir uns überlegt, das Donnerstag vielleicht ein guter Tag wäre, oder Mittwoch. Dienstagmorgen haben wir uns mal wieder umentschieden. Es hat genieselt, kein schönes Wetter für einen Inselbesuch, der eigentlich geplant war, warum segeln wir nicht gleich los? Also haben wir zwei Baguettes gekauft, gemütlich gefrühstückt und schon ging es los. Durch den abrupten Aufbruch blieb keine Zeit für Biskaya-Nervosität.
Von Concarneau sind wir ganz dicht an den Glenans vorbei gesegelt, haben die berühmte Segelschule mit dem Fernglas betrachtet und ein Mondfisch hat uns zum Abschied zugewinkt.
Zunächst konnten wir sehr schön segeln und hatten unglaubliche Delfinbegegnungen. Schon häufiger habe ich von den Delfinen auf der Biskaya gelesen, aber nicht im Traum mit so etwas gerechnet, sechs Stunden lang wurden wir immer wieder von großen Gruppen begleitet.
In der ersten Nacht haben Delfine die mit Mari im Rudel gejagt, sie haben sich die Fische geschnappt, die unter Maris Bauch zur Seite gesprungen sind. Ein tolles Schauspiel, also für uns, für die Beutefische wohl weniger. Durch das Meeresleuchten waren die Delfine in einen grünen Schweif gehüllt. Überirdisch schön.
Das Schlafen in der ersten Nacht war schwierig, zu viele ungewohnte Geräusche und noch nicht die richtige Position gefunden. In vielen Segelbüchern steht so etwas wie „nach zwei Tage hatten wir uns an den Bordleben gewöhnt und konnten das Leben genießen“. Wir wissen jetzt was das heißt, beide haben wir zwischendurch mit Seekrankheit gekämpft und erst mal schlecht geschlafen.
Zweite Hälfte der Reise sind wir mit Stützsegel motort, es war einfach zu wenig Wind. Zwischendurch haben sich die Sterne auf dem Wasser gespiegelt. Der Wind kam aus Osten, die lange Dünung aus Westen, nicht sehr gemütlich. Diese Dünung ist beeindruckend. Haushoch, da wir wenig Wind hatten, meistens eher in der Höhe von Gartenhäusern, dann zwischendurch aber auch mal in der Höhe des Einfamilienhauses meiner Eltern, durch die Länge aber immer ganz angenehm. Und das Meer ist unendlich blau, da kann man stundenlang Wellen gucken.
Die zweite Nacht war dann viel besser. Wenn man das Leesegel in der Koje hochklappt (bei uns ein Brett), sein richtiges Kopfkissen optimal positioniert und entsprechend müde ist, schläft es sich ausgezeichnet in unseren Salonkojen. Nobbi hat ungefähr 3 Stunden 59 Minuten seiner vier Stunden Freiwache geschlafen. Am dritten Morgen waren unsere Lebensgeister wieder voll da. Es wurde an Deck mit dem Eimer geduscht, Haare gewaschen und vernünftig gegessen. Wir versuchen spanisch zu lernen, ich lese „spanisch kulinarisch“, Nobbi liest die abstrusesten Vokabeln aus dem Miniwörterbuch vor.
Leider war es über weitgehend recht grau. Fast hätten wir Spanien nicht gefunden, es war in einer riesigen Wolke versteckt. Doch nun liegen wir in Ribadeo, das ist auf der Grenze von Asturien und Galicia. Die Einfahrt in die Flussmündung und den Hafen ist einfach, wir werden mit einem „Aqui, Aqui“ zu unserem Liegeplatz gelotst und melden uns im Hafenbüro an. Dabei geben wir nicht nur unsere Passnummern, sondern auch die Motornummer an. Was die wohl mit all diesen Daten machen? Und dann merken wir wie müde wir sind. Abendessen, ein winziger Spaziergang, dreieinhalb Seiten gelesen und ab ins Bett.
Nach zwölf Stunden Schlaf sind wir heute wieder fit. Reizüberflutung im Supermarkt (was für ein Angebot!), Stadtspaziergang, ein wenig Bastelei (AIS und Computer bekommen einen eigenen Schalter in der Schalttafel) und schon ist der erste Tag in Spanien um. Nobbi überlegt gerade ob er mit dem Nachbarn das Schiff tauschen möchte, falls dieser mitmacht. Ein sehr schöner Schoner, keine Frage, aber ich möchte unsere „Marisol“ nicht hergeben, nicht mal für die „Ocean Melody“.
Au revoir France!
Fünf Wochen waren wir, unseren Ausflug auf die Kanalinseln mitgerechnet, in Frankreich. Uns hat es sehr gut gefallen. Zweifellos sind der Kanal und die Bretagne anspruchsvolle Reviere mit großem Tidenhub und starken Strömungen, doch eben auch mit unglaublich schöner Landschaft. Und wenn man das erst mal so richtig verstanden hat, sind diese schiebenden Strömungen ja auch sehr brauchbar.
Uns hat es eigentlich überall gefallen, die Hafenbüros waren überall sehr nett und haben überraschend gut Englisch gesprochen. Überhaupt hatten wir viele nette Begegnungen, ob im Supermarkt, mit der Frisörin, mit der Nobbi sich so nett unterhalten hat, oder mit der fröhlichen Hafenmeisterin in L’Aber Wrac’h. Das Essen ist ohne Frage grandios, was ja keine Überraschung war, Käse, Langustinen und Wein. Was war nun das Highlight? Schwer zu sagen: Benodet? Douarnenez? St. Malo? Oder „unser“ GR34- Wanderweg, den wir immer wieder getroffen haben? Jeder Tag, insbesondere in der Bretagne hat es sich gelohnt und wir hätten noch viel mehr Zeit dort verbringen können, doch jetzt wollen wir uns von Galizien genauso begeistern lassen.
Concarneau
Unsere Zeit in Benodet haben wir sehr genossen, der Ort ist wirklich wunderschön. Wir sind wieder auf dem GR34 Wanderweg gewandert, einmal nach Süden in Richtung Concarneau und am Tag zuvor über den Fluss L‘Odet und dann am Flussufer entlang. Da wir an jedem Hafen auf diesen Weg mit seiner rot- weißen Markierung stoßen, habe ich mal nachgeschaut. Der Weg führt von St. Malo bis nach St. Nazaire über 2.000 km die ganze Bretagne immer an der Küste entlang.
In Benodet hatten wir eine Gruppe Fische, die gerne zwischen Boot und Steg an der Oberfläche herum geschwommen sind und für reichlich Unterhaltung an Bord der Marisol gesorgt haben. Nobbi behauptet, dass sie nachts mit dem Schwanz gegen das Schiff geschlagen haben, als sie sich erschreckt haben. Andere Crewmitglieder wollen das einfach nicht glauben. Oder wusstet ihr, dass Fische nur in der zehnfachen Wassertiefe ihrer Körpergröße schwimmen dürfen, sonst brauchen sie ein besonderes Zertifikat?
Heute hatten wir fantastisches Segelwetter, frischer Wind von raumschots, die Sonne glitzerte auf dem Wasser, wir segelten mit sieben Knoten und eine angenehme Welle schob uns sanft voran. Nur leider war unsere Segeldistanz recht kurz, mit ab- und anlegen waren wir keine drei Stunden unterwegs. Solches Segelwetter würden wir dann gerne für die Biskaya bestellen…
Nun liegen wir hier im Yachthafen von Concarneau. Unsere etwas angetüddelten Nachbarn hatten nach der Ankunft viel Spaß mit uns. Wir sind aus Deutschland? Obwohl wir die belgische Flagge führen? Belgien und Deutschland haben (fast) die gleiche Flagge, einmal quer, einmal längs gestreift? Verrückt! Und sehr lustig! Französische Segler erkennt man nicht an ihrer Flagge, also irgendwie schon, denn die meisten Franzosen führen keine Flagge. Aber wenn dann gerne eine ganz große mit Sternen im blauen Streifen, oder lieber gleich eine bretonische oder eine europäische.
Bei einem Spaziergang durch Concarneau konnten wir alte und neue Boote bewundern, in viele kleine nette Läden gucken und uns schon mal eine Bäckerei für morgenfrüh aussuchen. In einer Conserverie haben wir Fischdosen mit Sammelmotiv gesehen, die kosten dann allerdings auch ab vier Euro das Stück. Übrigens, den „L’Amiral“ (Lieblings-Restaurant von Kommissar Dupin) gibt es wirklich am Hafen von Concarneau!
Mondfisch am Point du Raz
Nachdem wir Vorgestern einen entspannten Tag mit Spaziergang durch Treboul, lesen, Abstecher auf die Ile Tristan und mit Langustinen in Douarnenez verbracht haben, wollten wir gestern weiter ziehen.
Ein Blick in den Tidenkalender zeigte, dass wir entweder morgens früh oder abends um den Point de Raz, das ist die Enge zwischen dem Festland und der Ile de Sein, fahren könnten, der „Reeds“ empfiehlt die Passage eine Stunde vor Hochwasser Brest. Also wollten wir uns abends in eine Bucht in der Nähe des Point du Raz verlegen, die Nacht vor Anker verbringen und morgens von dort aufbrechen. Da wir Douarnenez erst nachmittags verlassen wollten, reichte die Zeit noch für einen Abstecher ins Schifffahrtsmuseum, der sich sehr gelohnt hat.
Als wir aus dem Museum kamen, schien die Sonne und bei bestem Wetter haben wir den Hafen verlassen und hatten, anders als auf der Fahrt in die Bucht, die Gelegenheit die spektakuläre Küste anzusehen. Zwischendurch haben wir einen Kringel gedreht, weil wir einen Mondfisch gesehen haben. Zwei Tage vorher hatten wir schon einmal einen Fisch gesehen, der knapp unter der Oberfläche schwimmt, dessen Flosse so weit aus dem Wasser schaut und der merkwürdig damit paddelt, hatten aber nicht umgedreht. Nachdem wir drauf gekommen sind, dass es sich um einen Mondfisch handeln könnte haben wir uns geärgert, dass uns das nun entgangen sein könnte. Gestern sind wir das Vieh nun beinahe über den Haufen gefahren, nochmal umgedreht und haben ihn uns genau angeschaut.
Die auserkorene Ankerbucht war dann doch nicht einladend, der 2 Meter hohe Schwell aus Westen lief in die Bucht und brach sich an den Felswänden, also musste Plan B in Aktion treten: Abends um den Point du Raz. Leider waren wir nun plötzlich viel zu früh und sind so langsam wir konnten auf die Durchfahrt zugefahren und dann etwas vor der empfohlenen Zeit schließlich durch. Dadurch hatten wir diesmal Gegenstrom, was aber vielleicht gar nicht so schlecht war, da auch der Wind von vorne kam, so konnten wir eine Wind-gegen-Strom-Situation vermeiden. Nach dem Kap Sizun, dessen Rundung natürlich wieder zelebriert wurde, schob uns der Strom die Küste entlang und es wurde dunkel. Der nächste Hafen, Audierne, liegt in einem Fluss, ist nur bei Hochwasser erreichbar und schien uns zu gewagt im Dunkeln, deshalb wollten wir gegenüber bei Ste. Evette ankern. Dort gibt es eine Kaimauer, die nicht nur Schutz bietet, sondern auch befeuert ist, so dass man den Platz im Dunkeln anlaufen kann. Die Einfahrt klappte problemlos, neben einer anderen Yacht fanden wir einen Platz wo wir ankern wollten, doch unser Anker hielt nicht. Zum ersten Mal nach so vielen Ankermanövern mit unserem Bügelanker rutschte der über den steinigen Grund. Da wir inzwischen festgestellt hatten, dass die Festmacherbojen, die wir zuvor nicht gefunden hatten, nur wenige Meter neben dem ausgewählte Platz lagen, beschlossen wir auf ein neues Ankermanöver zu verzichten und an eine Boje umzuziehen.
An der Boje hatten wir eine wunderbar ruhige Nacht. In der Nacht zuvor bin ich fast verrückt geworden, weil der Schwell den Platz in Douarnenez so unruhig gemacht hat und eine unserer Leinen furchtbar geknatscht hat. Auch Nobbi ist nachts an Deck gewesen, hat die Leinen verändert und dabei beobachtet, dass die Besitzer der Yacht vor uns ebenfalls mitten in der Nacht an Deck unterwegs waren.
Heute Morgen wurde erst mal ausgiebig gebadet. Zwar wird das Wasser langsam kühler, aber es ist so wunderbar klar. Unterwegs haben wir mehrfach Delfine gesehen, Delfinsichtungen sind immer etwas Besonderes. Mich muntern sich immer auf, was beim Segeln im Sonnenschein heute aber nicht nötig gewesen wäre. Zurzeit können wir hier noch eine biologische Besonderheit beobachten, macht man nachts das Licht auf der Toilette das Licht aus, kann man beim Spülen das Meeresleuchten bewundern.
Jetzt liegen wir in Benodet, im Fluss L’Odet. Unsere Ankunft passte wunderbar zur der Tide, es war gerade Niedrigwasser und so hatten wir kaum Strömung als wir uns hier einen Platz gesucht haben. Eigentlich braucht der Fluss gar keine Fahrwassertonnen, im Fluss liegen hunderte kleine und große Boote an Bojen, so dass man ohnehin nur in der Mitte fahren kann. Der Ort ist sehr hübsch, ein erster Spaziergang hat Lust auf mehr gemacht und so bleiben wir morgen hier.
Nobbi prüft fortwährend den neuen Dupin-Krimi (Bretonische Krimis, Jean-Luc Bannalec) auf Plausibilität, schließlich spielt der in Douarnenez und auf der Ile de Sein. Die Fähre von Audierne auf die Insel haben wir heute Morgen gesehen. Sollten wir jetzt nach Concarneau oder auf die Glenans segeln bewegen wir uns geographisch eher im Bereich der ersten beiden Bände …
Nach Camaret und Douarnenez – Fische und Fischdosen
Von L’Aber Wrac’h an der Nordküste in Richtung Brest geht es durch den Chenal du Four, das ist die Enge zwischen dem bretonischen Festland und Ile d‘Oussant. Das Rechnen ging also wieder los, wann losfahren, damit man da den Strom aus der richtigen Richtung hat. Wir mussten erst nachmittags aus L’Aber Wrac’h auslaufen, den Vormittag haben wir lesend verbracht, der längste Spaziergang brachte uns zum Hafenmeistergebäude und zurück, es hat den ganzen Vormittag geregnet. Nachmittags wurde es heller und wir haben im Trocknen abgelegt. Der Wetterbericht sagte NW5, das stimmte nicht, die meiste Zeit hatten wir unter 2 Bft. Als wir am Leuchtturm La Four waren begannen wir uns zu wundern, wir waren da, der Strom aber nicht, zumindest nicht aus der gewünschten Richtung. Wir hatten noch eine ganze Zeit 2 kn Gegenstrom. Aber dann kenterte der Strom und es ging ab. Mit bis zu 10 kn sind wir auf die Bucht von Brest zu gefahren. Hier haben wir auch den Point de Corsen, den westlichsten Punkt des französischen Festlands gerundet. (Wir haben gelernt, dass das quasi der westlichste Punkt Europas ist, da ist eben nur noch ein bisschen Spanien und Portugal, aber das zählt ja nicht so richtig). Wieder ein Grund zum Feiern. Kurz vor der Bucht von Brest sahen wir plötzlich eine brechende Welle, die letzten Meter waren dann etwas unruhig, da wo der Strom endet bildet sich eine steile kurze Welle, Mari wurde nochmal richtig nass, dann war es vorbei, der Strom war komplett weg und wir sind nach Camaret sur Mer gefahren, wo wir im Dunkeln einen guten Liegeplatz gefunden haben.
Den nächsten Tag haben wir mit Getüddel verbracht. Kaffee trinken im Cockpit, andere Segler beobachten, Einkaufen, Waschen, Spazieren gehen. Nachmittags gab es Crevetten mit Knoblauch-Majonaise satt und abends haben wir mit anderen Seglern, die jetzt über die Biskaya gesegelt sind, ein nettes Bier getrunken. Außerdem hatten wir Besuch von Zoll. Zu viert waren sie bei uns an Bord, wollten die Bootspapiere sehen und unsere Pässe, einer hat sich unter Deck umgesehen und wir haben ein hübsches gelbes Protokoll bekommen.
Am Samstag haben wir zuerst einen Spaziergang auf das Kap gemacht und den Blick über die Bucht von Brest und bis nach Oussant genossen. Auch hier führte wieder der GR34 Wanderweg entlang. Nachmittags wollten wir ganz gemütlich nach Brest segeln. So gemütlich war es dann doch nicht, weil wir wieder Strom von hinten hatten und viel zu schnell da waren. Wahnsinn was an einem Samstag vor Brest los ist. Jollenregatten aller Klassen, Surfkurse, Wochenendsegler, Stand up Paddler, Kanus,… und die meisten waren in der Einfahrt zum Yachthafen unterwegs.
Der Grund für unseren Umweg nach Brest war das Aquarium Oceanopolis, unser Programm für Sonntag. Fast fünf Stunden haben wir dort verbracht. Es war toll und fast leer! Häufig waren wir alleine in den Räumen, das hatten wir an einem Sonntag nicht erwartet. Es gibt einen tropischen Bereich, einen der sich dem Polarmeer widmet und einen dritten, in dem es um Fische hier vor der Tür geht. Toll was es hier alles gibt, ich überlege ernsthaft schnorcheln zu gehen. Natürlich sind die vielen Haiarten toll, die Pinguine, Robben und bunte Fische, aber besonders schön fand ich die Kaltwasseranemonen und die vielen verschiedenen Korallen in den Aquarien. Es gibt sogar ein kleines Becken mit Tieren aus 1700m Tiefe, die in einem Spezialbecken bei einem Wasserdruck von 180 bar (!) leben. Abends sind wir in eine der nächsten Buchten gesegelt und haben dort geankert. Sehr schön und sehr ruhig. Während wir in Dänemark fast immer geankert haben, war das dieses Jahr unsere erste Nacht vor Anker. Auf fast 12 m Wassertiefe bei Hochwasser (Tidenhub von 9 Metern!) lagen wir mit 40 m Kette.
Gestern Morgen haben wir erst mal in Ruhe gebadet. Das ist am Anker ja doch schöner als im Hafen. Nach dem Frühstück haben wir uns auf den Weg nach Douarnenez gemacht. Wieder gab es eine spannende Passage, am Point de Toulinguet haben wir eine Abkürzung zwischen den Felsen hindurch genommen, eine tolle Perspektive. Leider hat es später angefangen zu nieseln und die Sicht war sehr schlecht, so dass wir das Cap de la Chevre nur im Nebel gesehen haben und sonst nur gelegentlich ein Felsen aus dem Nebel aufgetaucht ist. In Douarnenez wollten wir uns eigentlich nur beim Hafenmeister anmelden und haben dann noch einen kleinen Spaziergang gemacht. Im Fischereihafen sind gerade die Kutter ausgelaufen und ein Trawler hat ein neues Netz an Bord bekommen. Das war sehr interessant und so sind wir da hängen geblieben, haben aber auf dem Rückweg 10 min vor Ladenschluss noch zwei Doradenfilets gefangen. Unser Liegeplatz hier ist sehr schön, direkt gegenüber der Ile de Tristan, doch leider etwas unruhig. Der Schwell läuft ungehindert in den Hafen und so schaukelt unsere Mari etwas. Dem Segler hinter uns ist die Vorleine gerissen, das scheint ihn jedoch nicht zu stören. Dafür grillt er im Cockpit mit Holzkohle, gut dass wir vor ihm liegen und nicht dahinter. Heute wollen wir uns Douarnenez samt Schifffahrtsmuseum genauer ansehen. Hier gibt es einen Sardinenpfad, da kann man auf den Spuren der Dosensardine durch die Stadt wandern, schließlich hat Douarnenez eine große Vergangenheit in der Geschichte der Fischdose. Wenn das nicht zu einer Crew passt, die zum Mittag am liebsten eine Fischdose isst, dann weiß ich auch nicht!
L`Aber Wrac`h
Gestern haben wir uns ein paar Meilen nach Westen verholt und sind jetzt in L`Aber Wrac`h (spricht sich Laber Wrak). Morgens wurde das Aufstehen durch fröhlich aufs Deck prasselnden Regen erschwert. Kaum waren wir auf, gewittert es auch noch. Also gefrühstückt, Gewitter abgewartet, Ölzeug angezogen und schon ging‘s los. Das Wetter war dann zunächst gar nicht so schlecht, der Regen hörte auf und die Sonne kam durch, doch während ihr in Deutschland bei hochsommerlichen Temperaturen schwitzt, sind wir in Ölzeug gesegelt, es war merklich kühler als die letzten Tage. Kurz bevor wir an unserer Tonne waren, die die Einfahrt markiert wurde es immer diesiger. Der Schwell, der auf See lang und gemütlich war, brach sich auf beiden Seiten der Einfahrt an spitzen Felsen. Kaum waren wir hinter den ersten Felsen, hatten wir keinen Seegang mehr, dafür aber auch kaum noch Sicht. Plötzlich war es nebelig, unter einer Meile Sicht. Woher wir das so genau wissen? Eine Tonne die 1 Meile hinter der letzten lag haben wir nicht gesehen. Mit elektronischer Karte und Radar haben wir den Hafen aber trotzdem gefunden. Kurz vor dem Hafen lagen zwei Dreimaster mitten im Fahrwasser, das stelle ich mir im Dunkeln spannend vor. Der Ort ist klein und jetzt in der Nachsaison sehr ruhig, hier hat der Herbst schon begonnen. Es gibt es ein traumhaftes Hotel, in dem wir sofort eingecheckt hätten, wenn wir unser Haus nicht dabei hätten. Der netteste Empfangsbereich eines Hotels, den man sich vorstellen kann, und eine Hotelbar mit plüschigen Sesseln und Panoramablick auf die Küste. Ansonsten steht hier alles im Zeichen des Wassersports, Segeltraining für Kinder und Erwachsende, Surfer, Kajaks, Kanus und Kites.
Nach einem gemütlichen Baguette-Frühstück waren wir heute einkaufen. Sind wir vor kurzem noch auf dem Nachhauseweg durch den Supermarkt gerast, ist das jetzt ein Event. Insbesondere wenn es im Ort keinen Supermarkt gibt. Wir hatten Zeit und wollten was sehen, also haben wir beschlossen nach Lannilis zu laufen. Wir sind auf dem GR34 Wanderweg (ehemaliger Patrouillenweg der Zollbeamten, denn der Reichtum der Bretagne wurde im 17. Jhd. zum großen Teil auf Schmuggel begründet), der hier die Küste entlang führt, gestartet. Der Weg war fantastisch gekennzeichnet und führte am Aber Wrac`h (so heißt der Fluss) entlang, zum Teil Weg, zum Teil Pfad, mal im Wald und mal durch Felder. Kleine Highlights waren die tollen Ausblicke aufs Meer und auf den Fluss, eine kleine Werft, durch die der Weg führte, und die Brombeeren. Auf den bretonischen Knicks zwischen den Feldern wachsen nicht wie in Norddeutschland unterschiedliche Gehölze, sondern auf der Schattenseite Farne und Brennnesseln und auf der Sonnenseite Brombeeren. Wunderbar, ich hab mich durch die Landschaft gefuttert. Als der Wanderweg über den Fluss führte mussten wir ihn leider verlassen und die Landstraße entlang nach Lannilis laufen. Den Leclerc, den wir gesucht haben, haben wir nicht gefunden, dafür einen Aldi. Beim bretonischen Aldi gab es Jakobsmuscheln und Langustinen, bretonische Kekse, eine Käseauswahl, von der Karstadt träumt, und Wein. Trotzdem, wir haben uns etwas zurück gehalten, da wir ja alles im Rucksack zurück tragen mussten. Auf dem Rückweg sind wir einem ausgeschilderten Fahrradweg gefolgt, der uns über Feldwege abseits vom Straßenverkehr auf direktem Weg zum Boot zurück gebracht hat und trotzdem noch 6 km lang war. Da überlegt man sich was man einkauft.









