Wir sind noch immer in Cádiz. Einer der Gründe, weshalb wir noch hier sind ist der berühmte Karneval von Cádiz. Seit Wochen wird hier geprobt und vorbereitet, die Straßen sind geschmückt und im Theater läuft seit Tagen jeden Abend der Karnevalswettbewerb, wo verschiedene Gruppen mit ihren Liedern gegeneinander antreten. Morgen ist es so weit und der Karneval in den Straßen beginnt. Wir sind gespannt, mein Karnevalsbedürfnis ist normalerweise nicht sehr ausgeprägt, aber jetzt wollen wir es vor Ort erleben.
Heute war eigentlich ein unspektakulärer Tag, an dem wir trotzdem viel erlebt haben. Im Hafen erlebten wir die Kontrolle von zwei Anglern durch die Guardia Civil, sie hatten viel mehr Fische raus geholt als erlaubt. Also konnten sie sich 5 kg Fisch pro Person aussuchen, den Rest mussten sie abgeben. Es folgte eine Belehrung, jede Menge Ärger und anscheinend ein Bußgeld. Mittags wollten wir ganz in Ruhe die Gemüsevorräte auffüllen und waren überrascht, dass es nicht nur in den Einkaufsstraßen, sondern auch im Supermarkt brechend voll war. Wir hörten schließlich im Supermarkt, dass die Läden am Sonntag und Montag wegen Karneval und am Dienstag wegen des „Dia del Andalucia“ geschlossen haben, morgen sind einige Läden vormittags geöffnet. Da hat sich das Spanisch lernen doch gelohnt, wir haben ein Brot mehr gekauft und brauchen bis auf weiteres nicht einkaufen. Im Supermarkt war es also sehr voll, die Spanier jedoch erfrischend entspannt. Man wartet also eine halbe Stunde an der Kasse, kein Problem sicherlich trifft man jemandem mit dem man sich unterhalten kann. Dann klappte auch noch eine alte Dame im Eingangsbereich zusammen, kein Problem, da wurde ein Stuhl organisiert, eine Wasserflasche besorgt, getröstet und als es Omi wieder gut ging, ging es auch an der Kasse langsam weiter. Ich finde das prima, wenn ich die Leute um mich herum belausche (zum Beispiel in der Schlange an der Kasse) rede ich mir ein, dass ich nicht neugierig bin, sondern nur mein Spanisch verbessern möchte…
Nachdem es die ersten Tage hier im Hafen sehr ruhig war, sind jetzt mehr Schiffe bewohnt, verschiedene Motorboote wurden ins Wasser gebracht und heute sind einige Segler reingekommen, die anscheinend mit dem Boot zum Karneval anreisen. Vorgestern ist ein finnisches Boot morgens ausgelaufen, gestern haben wir sie wieder getroffen, leider ist der Mast von oben gekommen und sie mussten wieder zurückkehren. Die Frau an Bord hat sich beim Fallen des Mastes den Arm gebrochen und ist heute nach Hause geflogen. Nach einigen Missverständnissen haben wir festgestellt, dass „Zuhause“ Russland ist und nicht wie von uns angenommen Finnland. Die beiden kommen aus Russland, segeln aber ein Boot mit finnischer Flagge und finnischem Heimathafen. Der Mann versucht das Boot wieder flott zu machen. Wir waren heute Morgen bei den beiden, um Ihnen unsere Hilfe anzubieten, der Mast hing noch immer auf halb acht an der Bordwand. Doch sie wollten unsere Hilfe nicht in Anspruch nehmen, oder haben uns nicht verstanden, auf jeden Fall hat die Werft heute Nachmittag den Mast mit dem Kran vom Boot gehoben und ihn an Land gelegt.
Morgen stürzen wir uns ins Karnevalsgetümmel und Anfang der Woche könnte es dann langsam weitergehen.
Schönes Cádiz
Cádiz gefällt uns, die touristischen Highlights haben wir abgehakt und nun haben Zeit die kleinen, netten Dinge zu entdecken. Da gibt es Häuser, die von außen langweilig aussehen, deren Eingänge aber auf schöne Innenhöfe hinweisen, oder das Denkmal des Dichters, der nicht auf dem Sockel stehen möchte, die schönen gekachelten Bänke und das (wie wir finden sehr gelungene) Denkmal zur Meinungs- und Pressefreiheit. Und deshalb findet ihr hier einfach noch ein paar Fotos!
Tanzende Pferde
Heute Morgen klingelte mal wieder der Wecker, wir hatten also einen Termin! Diesmal ging es nach Jerez de la Frontera, dort befindet sich die „Real Escuela Andaluza del Arte Equestre“, die Königlich- Andalusische Reitschule.
Zunächst wartete an Deck eine Überraschung auf uns, unser Schiff war mit rötlich braunem Matsch bedeckt. Diese Überraschung hatte sich angekündigt, die letzten Tage hatten wir sehr viel Wind, der Sand aus der Sahara im Gepäck hatte. Bei jedem Spaziergang bekam man ein leichtes Peeling, vor dem Wäsche aufhängen musste man dringend den Seezaun abwischen und wenn man zu viel gelacht oder geredet hat, hatte man später Sand zwischen den Zähnen. Gestern Nacht hat es etwas geregnet und den Sand schön an Deck fixiert. Das dreckige Boot musste warten, wir wollten schließlich unseren Zug bekommen.
Diesmal haben wir den Vorortszug genommen. Laut Nobbi bekommt man da mehr Stopps für sein Geld. Dank der netten Dame bei der Touristeninformation hatten wir einen Stadtplan von Jerez de la Frontera dabei und haben den Weg vom Bahnhof zur Reitschule problemlos gefunden. Interessant war allerdings schon, dass es zwar unendlich viele Hinweisschilder gab, jedoch vorzugsweise zu Restaurants und nicht zur Reitschule. Als wir die Reitschule gefunden hatten waren wir auch bereits bei den Ställen, bevor wir festgestellt haben, dass dies nicht der offizielle Besuchereingang war… Die Anlage ist wirklich hübsch, leider war das Wetter nicht so toll. Pünktlich zum Beginn der Vorstellung begann es zu regnen, da die Show in der Halle stattfand war das nicht weiter schlimm. Amüsiert waren wir, dass zum Auftakt alle anwesenden Schulklassen (heute gefühlt/gehört 2/3 der Besucher) namentlich begrüßt wurden und wir dann gemeinsam die andalusische Hymne gesungen haben. Auch meine weniger pferdeaffine Begleitung war von den schönen vierbeinigen Huftieren und der wirklich ästhetischen Darbietung begeistert. Wir sind uns einig, dass dieser Ausflug sich sehr gelohnt hat!
Im Anschluss haben wir uns ein nettes Restaurant gesucht, lecker Mittag gegessen und einen Spaziergang durch Jerez unternommen. Zurück in Cádiz waren wir noch bei Carrefour, denn dort gibt es neben dem extrem günstigen Tonic für unseren Sun-Downer auch diese wunderbaren Oliven, die nicht in Dosen, sondern in Plastikbeuteln vakuum-verpackt sind, und sich damit sehr gut in der Bilge stauen lassen. Schon wieder eine Eichhörnchen Tätigkeit.
Sevilla
Gestern hat der Wecker zeitig geklingelt, zumindest Nobbis. Meiner hat dafür gar nicht geweckt, wurde heute aber mit der Hilfe von Wetprotect wiederbelebt, ein weiteres Korrosionsopfer.
Auf dem Weg zum Bahnhof haben wir eine ganze Menge Partygänger getroffen, die auf dem Weg nach Hause waren. Unter der Hafenmole befinden sich ein Theater, Diskos und Bars und nachts wird hier ausgiebig gefeiert, was man morgens auch an den unglaublichen Mengen Müll auf der Straße sieht. Vormittags kommt die Straßenreinigung, zurück bleiben nur die Glasscherben auf der Mole.
Während der Bahnfahrt haben wir gefrühstückt und hatten Gelegenheit uns die Landschaft anzusehen. Das Land ist hier so platt wie in Dittmarschen, erst kurz vor Sevilla wird es ein bisschen hügeliger. Wenn man den Bereich nahe der Küste, wo noch immer Landgewinnung betrieben wird (Cádiz war mal eine Insel, eigentlich sogar zwei!), verlassen hat, sieht man wie trocken es hier im Sommer ist. Bäume und Sträucher gibt es fast ausschließlich auf Plantagen oder in unmittelbarer Nähe zu Häusern und obwohl wir Februar haben ist die Landschaft eher braun als grün.
In Sevilla angekommen geht’s zuerst zur Plaza España, der Platz samt umstehender Gebäude wurde für eine Ausstellung 1929 angelegt. Geländer, Bänke und Bordüren, alles ist gefliest. Sehr hübsch. Besonderen Spaß macht es den Spaniern dabei zuzusehen wie sie sich in Gruppen vor dem Wappen ihrer Heimat-Provinz fotografieren. Um den Platz sind die Wappen aller 48 spanischen Provinzen samt Landkarten abgebildet. Gefallen hat uns, dass das Halbrund des Gebäudes, das den Platz einfasst, die Umarmung der südamerikanischen Kolonien durch Spanien symbolisieren soll. Über diese Umarmung haben die Kolonien sich sicher sehr gefreut… .
Anschließend laufen wir am Ufer des Guadalquivir entlang, vorbei am Torre del Oro, einem Wachturm aus dem 13. Jahrhundert. Außen um die Stierkampfarena geht es zur Kathedrale. Die Schlange vor der Kathedrale ist kürzer als befürchtet und wir brauchen nur gute 10 Minuten anstehen bis wir in der gigantischen Kirche sind. Sie ist eine der größten Kirchen der Welt und beeindruckt durch die Ausmaße und den unglaublichen Reichtum. Im 12. Jahrhundert wurde hier eine Moschee gebaut, von der nur noch der Orangenhof und der Turm erhalten sind, im 14. Jahrhundert wurde dann an die gleiche Stelle die riesige gotische Kathedrale gesetzt. In der Kirche gibt es unzählige wertvolle Gemälde, Seitenkapellen, Kirchenschätze, einen gigantischen goldenen Hauptaltar, eine sehr große Orgel und das Grab von Christoph Kolumbus. Der Mann ist rumgekommen, er hat post mortem noch zweimal den Atlantik überquert und wurde 1902 schließlich in Sevilla untergebracht. Zum Abschluss der Besichtigung der Kathedrale besteigen wir den Turm und sehen uns die Stadt von oben an.
Nach einem lecken Mittagessen in der Sonne in einem Straßen-Restaurant laufen wir noch ein bisschen kreuz und quer durch Sevilla, vorbei am Alcázar Palast und dem Columbus Denkmal und enden schließlich im sehr belebten Viertel Santa Cruz.
Überall in der Stadt sieht man den Schriftzug „NO8DO“, nicht nur im Wappen der Stadt, sondern auch auf Straßenschildern, Laternen und in der Werbung es für Sevilla. Die Geschichte dazu ist hübsch: die 8 soll ein Wollknäul darstellen, was auf Spanisch madeja heißt. Trennt man das entstenadene „No madeja do“ nun geschickt entsteht (fast) „No me ha dejado“, was „Sie hat mich nicht verlassen“ bedeutet und vermutlich auf Alfons den 10. (nicht den Viertel vor 12ten) zurückgeht. Dieser hat nach seiner Absetzung in Sevilla im Exil gelebt. Ob Alfons nun Schuld ist oder nicht ist nicht gesichert, sicher ist das N08DO überall ist.
Abends geht es mit der Bahn wieder nach Hause. Im Gegensatz zur wundervollen Altstadt hat Sevilla in der jüngeren Vergangenheit kein so gutes Händchen in Sachen Stadtplanung. So gibt ein Olympiastadion, obwohl, richtig es gab nie Olympische Spiele in Sevilla, und der Bahnhof wirkt mehr als nur etwas überdimensioniert.
Sevilla hat uns sehr gefallen, so sehr dass wir überlegen, ob wir nochmal hinfahren!
Mit L’Oréaal gibt es schon wieder einen neuen Aal! Da das Aalthema zum Dauerbrenner wird ist die Aal Galerie umgezogen, ihr findet sie nun im Hauptmenü.
Cádiz, die Stadt die lächelt
„Hallo! Ich will nach Amerika, also Festlandamerika, aber ich hab kein Geld“ sprach uns gerade ein junger Mann im Hafen an, der Name „Puerto America“ hatte ihm wohl Mut gemacht, dass es hier auf Schiffe treffen könnte die nach Amerika fahren. Allerdings sieht es nicht gut aus, im Hafen liegen derzeit abgesehen von uns noch zwei andere bewohnte Boote, die Finnen sind heute Morgen ausgelaufen (nicht nach Amerika)… vielleicht findet er ja eine andere Möglichkeit oder ein neues Reiseziel.
Wir genießen weiterhin Cádiz, nicht mehr im Regen sondern bei wunderbarem sonnigem Wetter. Nur windig ist es, sehr windig. Die letzten Tage haben wir immer wieder 6 Windstärken aus Ost mit kräftigen Böen der Stärke 8, laut unserer Stadtführerin ist das das typische Wetter für Cádiz. Mittwoch stand ganz im Zeichen der Stadtbesichtigung. Mittags haben wir eine Führung durch den ältesten Teil der 3000 Jahre alten Stadt gemacht, nachmittags eine Führung durch die westlichen Teile der Altstadt. Natürlich haben wir während der Führungen viel über Cádiz gelernt, und haben zusätzlich noch einige Tipps bekommen, was wir noch besichtigen könnten und hatten Gelegenheit Fragen zu stellen. Hier haben wir auch gelernt, dass Cádiz die Stadt ist, die lächelt. Und es stimmt! Zwischen den beiden Führungen waren wir in der Kathedrale, ein Besuch der sich sehr gelohnt hat. Das Ticket für den Besuch der Kathedrale schließt die Besichtigung der riesigen Krypta mit erstaunlicher Akustik und den Aufstieg auf den 40 m hohen Turm mit ein, außerdem bekommt man einen Audio-Guide und kann sich so alles ganz genau erklären lassen. Nach der beeindruckenden Kathedrale haben wir den Ausblick vom Turm über die Stadt genossen und dabei festgestellt, dass das unscheinbare Hotel am Marktplatz einen Pool mit gläserner Vorderseite auf dem Dach hat. Am Donnerstag haben wir unser Sightseeing-Programm fortgesetzt und vormittags eine Bustour gemacht, die uns an den Fuß der neuen, erst 2015 eröffneten, Festlands-Brücke und in die Neustadt gebracht hat. Nachmittags haben wir die beiden Forts San Sebastian und Santa Catalina besichtigt.
Heute sind wir bei tollem Wetter den langen Strand-Spaziergang zur Neustadt entlang gewandert, die 8 km, die der Strand lang ist haben wir nicht ganz geschafft, obwohl wir uns mit ausreichend Proviant eingedeckt hatten. Gestern haben wir nämlich eine kleine Bäckerei entdeckt, die leckere Empanadas und wunderbaren Kuchen verkauft, seither ist unsere Mittagsverpflegung gesichert.
Auch auf Marisol hat sich einiges getan. Der Wassermacher wurde komplettiert und erstmalig in Betrieb genommen, wir machen jetzt also aus Seewasser unser eigenes Trinkwasser. Ein bisschen überrascht waren wir schon, dass es bei den vielen Anschlüssen nicht mal ein kleines Leck gab. Das nenne ich perfekte Vorbereitung. Das Plexiglas-Steckschott passt nun auch wieder, als wir es das letzte Mal benutzt haben, haben wir das Schiebeluk zwar mit Schwung zu bekommen, dann aber nicht wieder auf… Wie gut, dass wir den Multimaster dabei haben, er kommt regelmäßig zum Einsatz. Nicht nur Mari wird gepflegt, Nobbi war beim Frisör. Allerdings ist er nicht so ganz glücklich mit seiner neuen Frisur, es ist doch sehr kurz geworden, falls ihr ihn also nicht auf Fotos seht, ihr wisst Bescheid. Ich hatte mehr Spaß, ich habe wieder spanische Klatschzeitschriften gelesen (es wird absolut alles eingespanischt nicht nur principe Guillermo, Prinz William, sondern auch el gran manzana, big apple New York).
Wenn man aus Portugal kommt muss man sich zunächst wieder an spanische Öffnungszeiten gewöhnen. In Portugal gibt es entweder gar keine Mittagspause, oder aber ein bis eineinhalb Stunden Pause zwischen eins und drei. Ganz anders in Spanien. Hier wird ausgiebig Siesta gemacht. Unser Supermarkt schließt zum Beispiel von Viertel nach zwei bis viertel vor sechs (im Winter), der Laden daneben öffnet sogar erst um halb sieben wieder. Noch einen anderen Unterschied zwischen Portugal und Spanien haben wir heute bemerkt, hier sind Turnbeutel extrem angesagt. Man trägt ihn entweder lässig in der Hand oder auf dem Rücken. Das Spektrum reicht vom öko Leinenturnbeutel bis zum knallbunten aus Plastik, das Alter der Turnbeutelnutzer reicht von 6 bis 75, auch wenn die meisten zwischen 15 und 30 sind. In Portugal ist die Turnbeutelmode noch nicht angekommen. Ich überlege ob ich den Beutel, in dem meine Duschsachen transportiere ab sofort als Handtasche verwende.
Unseren Liegeplatz findet ihr in dem Bild vom Hafen hinter dem roten Containerschiff und in der Aalgalerie gibt es einen echten Notfaal.
Cádiz im Regen
Die letzten beiden Tage haben wir in der Schiffswaschanlage verbracht. Mit anderen Worten es hat geregnet. Insbesondere gestern war das Wetter grausam, es hat gegossen und ziemlich geweht. Wir liegen hier in Cádiz gut und sicher. Der Yachthafen Puerto America ist sehr geschützt und liegt dicht an der Stadt.
Am Samstag waren wir zunächst einkaufen und haben unsere spanische SIM-Karte wieder aktiviert. Dabei bekommen wir gleich mehrfach Gelegenheit Spanisch zu üben, im Supermarkt kauft man Obst und Gemüse an der Theke, genau wie Käse und Wurst und hat so Gelegenheit neue Vokabeln zu lernen, der Verkäufer bei Vodafone spricht zwar kein Englisch, versteht aber unsere mühsamen Spanischversuche und schickt uns auf die andere Straßenseite zum Aufladen unseres Guthabens. Nachmittags machen wir dann noch einen Sightseeing-Spaziergang, besorgen uns einen Stadtplan und trocknen uns danach an Bord. Abends sehen wir „James Bond – Die another day“, da wir gelernt haben, dass Halle Berry gar nicht in Havanna, sondern in Cádiz aus dem Wasser steigt. Das mussten wir natürlich überprüfen.
Gestern waren wir im Museo de Cádiz. Im Untergeschoss befindet sich die archäologische Ausstellung, dort sind nicht nur Werkzeuge ausgestellt, die die Menschen vor 20000 Jahren angefertigt haben, sondern auch Exponate aus der Zeit der Phönizier und Römer. Cádiz ist eine der ältesten Städte des Abendlandes, so ganz ist es wohl nicht klar wann die Phönizier sich hier niedergelassen haben, irgendwann vor etwa 3000 Jahren. Der Schmuck aus der Zeit der Phönizier ist beeindruckend aktuell, hübsche Perlen und goldene Ohrringe, würde ich sofort tragen. Im Museum gab aus außerdem noch Gemäldesammlungen und eine Fotoausstellung. Die Fotos von José María Mellado haben uns sehr gefallen, lauter eigentlich alltägliche Szenen in Lateinamerika, aber auch zum Beispiel auf Island, die aus einem besonderen Blickwinkel aufgenommen wurden oder durch tolle Farben besonders wirken. Anschließend waren wir noch in einem sehr lebendigen Restaurant Pizza essen und haben uns dann an Bord verkrochen, um uns wieder zu trocknen. Zum Trost und zur Erheiterung gab es dann abends gleich 3 Folgen der französischen Krimi-Serie „Candice Renoir“.
Heute war das Wetter wieder schön. Abgesehen von einem Schauer, der die Wäsche noch mal etwas angefeuchtet hat, kaum hing sie auf der Leine, war es heute trocken und sonnig. Neben Bootsgetüddel wie Matratzenlüften und Stopfbuchse anziehen (damit ist das Thema jetzt hoffentlich vom Tisch und wird nur noch beobachtet), stand natürlich auch wieder ein Spaziergang durch die Stadt inklusive Pausenbier in der Sonne beim Castillo de San Sebastian auf dem Programm. Jetzt gibt es gleich Kartoffel-Porree-Auflauf und anschließend wieder „Candice Renoir“.
Es sieht nicht aus, als ob wir so schnell von hier wegkommen, denn in der nächsten Woche kommt eine Menge Wind aus Osten. Aber eigentlich treibt uns auch nichts so schnell weg aus Cádiz und es gibt noch viel zu entdecken.
Aalfreunde finden eine neuen Aal in der Galerie, Joachim hat eine neue Gattung entdeckt.
Wieder in Spanien!
Mittwoch ging es von Vila Real de Santo Antonio nach Mazagón. Hochwasser war um halb eins, also hatten wir Zeit und sind morgens nochmal durch den Ort geschlendert, haben kurzentschlossen doch noch Portugalandenken gekauft und sind schließlich gegen halb zwölf ausgelaufen. Kurz nach dem Auslaufen stand der Grenzübertritt nach Spanien an, ihr ahnt es, ein Grund zum Feiern. Also spanische Gastlandflagge gesetzt, Uhrzeit umgestellt! und angestoßen. Erfreulicherweise hat auch unser GPS mitgefeiert. Nachdem es in Vilamoura irgendwann nicht mehr wusste wo es ist und sich nicht berappeln wollte, ist es pünktlich zu den Feierlichkeiten wieder erwacht. Da es nicht unser einziges GPS ist und nicht mit der elektronischen Karte verbunden ist, ist es nicht dramatisch wenn es ausfällt, aber es stört schon. Mich, weil ich da gerne drauf schaue und Nobbi, weil es ihn einfach stört wenn irgendwas nicht funktioniert. Leider wurde der Wind pünktlich zu unserem Ablegen abgeschaltet. Als wir vom Einkaufen kamen wehte es noch heftig, wir überlegten wie wir am besten vom Steg weg kommen und auf dem Fluss waren kleine Schaumkronen zu sehen. Als wir unsere Einkäufe verstaut hatten war der Wind plötzlich weg. Zwar haben wir hochmotiviert Segel gesetzt, als wir dann aber immer langsamer wurden, sind wir eben nach Mazagón motort. Da es sonnig und warm war, fanden wir es nicht so schlimm im T-Shirt in der Sonne zu sitzen und zu lesen. Mazagón liegt in der Einfahrt nach Huelva, so dass wir mal wieder einige große Schiffe gesehen haben. Von Mazagón haben wir leider nichts gesehen, wir kamen abends an und sind nur einmal über das Hafengelände gelaufen. Anders als in Portugal sprach in der Marina niemand Englisch, so habe ich beim Einchecken mein jämmerliches Spanisch aktiviert. Jetzt habe ich ja wieder einen Grund mal ein paar Vokabeln zu lernen.
Donnerstag ging es weiter nach Chipiona, diesmal mit viel Wind. Die ersten Stunden hatten wir 5 bis 6 Beaufort und sind ein schnelles Zickzack um die Fischerbojen gesegelt. Erst kurz vor dem Hafen nahm der Wind ab und drehte sogar in die richtige Richtung, so dass wir bis vor die Einfahrt segeln konnten. Ich hab fast die gesamten 5 Stunden von Hand gesteuert, es hat viel Spaß gemacht und wir waren schnell! In Chipiona wurden wir eingecheckt wie in einem 5-Sterne Hotel. Ich habe mir nicht nur den Liegeplatz aussuchen dürfen, nein, es gab noch ein paar Prospekte, Informationen über den Ort, die Erklärung wo ich den Supermarkt finde und eine Karte der Region Cadíz. Unglaublich was für eine Bürokratie, ich glaube es wurden 14 Seiten gedruckt und fotokopiert. Und alles damit wir eine Nacht bleiben und 14,90 Euro bezahlen. Der Ort sah vom Wasser aus eigentlich ganz interessant aus mit seinem Leuchtturm und der Kirche direkt am Strand, doch von Chipiona haben wir noch weniger gesehen als von Mazagón. Wir hatten noch nicht an unserem Liegeplatz festgemacht, da haben wir Lisa und Wolfgang von der Lotta getroffen. Deshalb sind wir gar nicht mehr spazieren gegangen, sondern haben mit den beiden einen netten Abend verbracht. Im Moment sind kaum andere Segler unterwegs, da ist es schön wenn man jemanden trifft, schon ganz und gar wenn man sich bereits kennt! Außerdem haben wir ein paar Informationen ausgetauscht, während wir nach Osten unterwegs sind, sind die beiden schon wieder auf dem Weg nach Westen und konnten uns so einige Tipps geben. Wir sind gespannt wo wir die beiden wieder treffen, denn für uns ging es heute gleich weiter nach Cadíz.
Heute hatten wir keinen besonders gemütlichen Tag. Die nächsten Tage, darauf wurden wir schon in den letzten Häfen wiederholt hingewiesen, soll das Wetter schlecht werden, da wollten wir gerne in einer relativ großen Stadt sein. In Cadíz könnten wir bei Regenwetter vielleicht mal ein Museum besuchen. Der Wind kam genau aus Süden, da wo wir hin wollten und schickte uns auch eine unangenehme kurze Welle, die uns immer wieder aufgestoppt hat, zusätzlich kam 2 m hoher Schwell aus Westen, der uns ordentlich durchgeschüttelt hat. Nichts schlimmes, aber ungemütlich. Immerhin sind wir trocken geblieben. Obwohl der Himmel dunkelgrau gedroht hat, sind die Schauer an uns vorbei gezogen. Das erste Mal seit Langem hatte ich komplettes Ölzeug an und habe Nobbi dabei beobachtet, wie der Segelunterwäsche untergezogen hat. Es war also kalt (16 Grad). Aber wer im Herbst auf der Ostsee segeln kann, lässt sich doch von einem kalten Tag in Andalusien nicht schrecken. Immerhin konnte ich endlich meine neuen Segelstiefel, ein Weihnachtsgeschenk, testen. Wundervoll! Hier in Cadíz haben wir einen gut geschützten Platz gefunden und freuen uns nach unserem ersten Spaziergang über die historische Strandpromenade schon sehr darauf diese Stadt in den nächsten Tagen ausgiebig zu erkunden. Der erste Eindruck ist schon mal super!
Schon fast in Spanien – Vila Real de Santo Antonio
Dienstagmorgen klingelt der Wecker um 4.30 h. Nicht unsere Lieblingsaufstehzeit, doch wir wollen in den Ria Guadiana den Grenzfluss zwischen Portugal und Spanien. Der Fluss hat eine 2m flache Barre, deshalb wollen wir dort mit Hochwasser ankommen und haben uns entschlossen die Lagune von Faro bei Niedrigwasser zu verlassen.
Wir wecken uns mit Kaffee, um fünf ist der Anker an Deck und es geht los. Der Morgen ist ganz ruhig, es ist fast windstill und sternenklar. Nur ab und zu fliegt eine Möwe auf, die wir beim Schlafen stören. Um halb sechs, genau bei Niedrigwasser, passieren wir die Ausfahrt. Hier fällt der Meeresboden innerhalb weniger Meter von 12m auf über 60m ab, hier wohnen die Fische und dementsprechend sind viele Fischer unterwegs. So sind wir beschäftigt, wir beobachten die Fischer und wir fahren Slalom um Fischerbojen und Schwimmer von Netzen. Die hellen Strahler mit denen die Fischer ihr Deck beleuchten überstrahlen die Positionslichter, so dass wir häufig erst mal nicht erkennen können, ob sie in die gleiche Richtung fahren oder ob sie entgegen kommen. Pünktlich zu Sonnenaufgang bekommen wir Besuch von Delfinen, die uns ein Stück begleiten. Fast zu kitschig, aber wunderschön. Den ganzen Morgen ist es völlig windstill, so dass wir die gesamte Strecke motoren, trotzdem ist es ein toller Tag. Es hat richtig Spaß gemacht mal wieder im Dunkeln unterwegs zu sein, unter dem Sternenhimmel, mit den vielen Lichtern und einem schönen Sonnenaufgang.
Vor der Flussmündung erwarten uns unglaublich viele Fischerfähnchen. So viele Bojen haben wir noch nirgends gesehen. Wir waren etwas schneller als gedacht und sind eineinhalb Stunden vor Hochwasser am Ziel. Es ist aber bereits genügend Wasser über der Barre, wir messen nirgends weniger als 4,7 m. Wir entscheiden uns Vila Real de Santo Antonio, den Ort auf der portugiesischen Seite anzulaufen. Im Hafen versetzt uns der Strom, aber wir waren darauf vorbereitet und machen gleich neben der Einfahrt am Empfangssteg fest. Zunächst dachte ich es gäbe im Hafen Papageien, doch das wilde Gezwitscher stammt aus der Möwenabschreckungsanlage.
Nachmittags machen wir einen langen Spaziergang durch den Ort an den Strand. Der Ort ist hübsch und für Portugal ungewöhnlich flach bebaut. Die meisten Häuser haben nur 2-3 Stockwerke. Der ursprüngliche Ort wurde 1755 vom Erdbeben zerstört und 1774 wurde die Stadt auf dem Reißbrett geplant und in nur 5 Monaten wieder aufgebaut. Viele hübsche Häuser sind erhalten, das Pflaster der Fußgängerzone ist sehr schön und im Ort herrscht eine fröhliche Atmosphäre. Zum Abschied von Portugal essen wir in einem netten Café noch einmal Pasteis de Nata.
Ilha da Culatra
Am Sonntag haben wir Vilamoura wieder verlassen, wir hatten nur einen kurzen Törn in die Lagune von Faro vor uns. Wir haben uns über den schönen Wind gefreut und konnten die ganze Strecke segeln. Beim Auslaufen aus Vilamoura dachten wir noch, dass wir vielleicht zu wenig Wind haben würden, später haben wir sogar ein Reff ins Groß gebunden. Wir waren etwas unsicher, weil wir gelesen hatten, dass in der Einfahrt zur Lagune erhebliche Strömungen vorkommen können und hatten unsere Ankunft deshalb zu Niedrigwasser geplant. Die Einfahrt war dann trotz des zunehmenden Windes problemlos und wir ankerten hinter der Ilha Culatra. Einige Boote lagen hier bereits vor Anker, doch dort ist viel Platz, da kommt man sich nicht in die Quere, zumindest nicht im Februar, im August sieht es hier vermutlich ganz anders aus. Endlich mal wieder Ankern! Das Gefühl am Anker ist eben doch ein anderes als im Hafen, man sitzt in seiner ganz eigenen Welt und beobachtet was an Land vor sich geht.
Montagmorgen haben wir erst mal gebadet und dann beschlossen einen Inseltag einzulegen. Wir sind mit Donkey (unserem Banana Boat) zur Ilha Culatra, der Düne, die die Lagune vom Meer trennt, gerudert. Genauer gesagt hat Nobbi gerudert, ich habe lediglich die Richtung angesagt. Auf Culatra sollen etwa 1000 Menschen wohnen. Jetzt im Winter wirkt die Insel verschlafen und entspannt, es gibt keine Autos, nur einen Trecker und es sind nur wenige Tagestouristen unterwegs. Die Häuser stehen im Sand, auf den Wegen zwischen den Häusern liegen Betonplatten oder Fliesen, es gibt eine Schule, eine beachtliche Anzahl von Kindern, einen Laden und mehrere Cafés und Restaurants. Nachdem wir durch den Ort spaziert sind, sind wir am Strand entlang gewandert bis zum Leuchtturm in der Einfahrt. Der Februar hat uns einen warmen Tag geschenkt und wir genießen das T-Shirt-Wetter. Abends testen wir dann endlich unseren Omina-Backofen, eine Art Topf mit Loch die man auf den Gasherd stellt. Das Kartoffelgratin ist sehr lecker und der Omina darf dauerhaft an Bord bleiben. Die Kriterien für einen dauerhaften Platz an Bord sind streng. Seit unsere Nachbarn in Lagos beschlossen hatten ihr Schiff um mindestens 100 kg zu erleichtern, ist Gewicht immer wieder ein Thema an Bord. Mit dürfen nur Dinge die gebraucht werden, doch was braucht man wirklich? Im Sinne der Gewichtsreduzierung lesen wir gerade zunächst unsere „Papierbücher“, die können anschließend bei nächster Gelegenheit nach Bremen reisen oder werden ausgesetzt. Eine andere Möglichkeit das Schiff leichter zu machen ist das Auffuttern oder Austrinken von Vorräten, auch nicht unangenehm.
Vilamoura
Schon Vorgestern, also Mittwoch sind wir von Albufeira nach Vilamoura umgezogen. Die Reise war mit 8 Meilen relativ übersichtlich, da lohnte es sich ja kaum die Fender weg zu stauen. Navigatorisch war es sehr einfach, Vilamoura konnte man bereits von Albufeira gut erkennen, einfach auf diesen Berg aus Hotelhochhäusern zufahren.
Hört sich nicht sehr romantisch an? Ist es auch nicht. Ein großes Hotel steht neben dem anderen und der Hafen ist umgeben von Geschäften, Bars und Restaurants. Anders als in Albufeira sind die meisten Läden aber geöffnet, oder werden gerade renoviert. Neben Unnützesachenläden, kann auch Designermode gekauft werden, es gibt einen Schiffshändler, die obligatorischen Makler, einen Sexshop und mehrere Alkoholfachgeschäfte. Wir dachten zunächst wir hätten einen Supermarkt gefunden, aber der Laden führt tatsächlich nur Alkoholika. Supermärkte gibt es in der dritten Reihe. Die Hotels in der ersten Reihe sind in top Zustand, Bauruinen haben hier keinen Meerblick, sondern befinden sich in der dritten Reihe. Die Marina ist riesig, es soll die größte in Portugal sein. Gestern waren wir beim Marina Office um uns Münzen für die Waschmaschine zu besorgen, da ist man schon ne knappe halbe Stunde unterwegs (ein Weg!). Anscheinend ist es auch nicht unbedingt vorgesehen zu Fuß zur Rezeption zu gehen, wir hatten nur gerade die Autoschlüssel verlegt. Wir gehören hier nicht zu den typischen Kunden, auch wenn uns gleich ein Liegeplatz für fünf oder mehr Jahre ans Herz gelegt wurde, der Durchschnittskunde hat eine 50 Fuss Motoryacht. Eine Box für einen 40m langen Schoner ist hier genauso wenig ein Problem wie für das 80 Fuss Motorboot. Wer sich „nur“ eine 60 Fuss lange Yacht leisten kann muss schon ziemlich weit in den Hafen hineinfahren, mit so einem kleinen Boot schafft man es nicht in die erste Reihe. Hier liegen auch noch ein paar andere Segler, die sind aber deutlich in der Unterzahl. So lernen wir einiges in Sachen Motoryachten z.B. dass eine Pershing 70 doch sehr an gleichnamige Rakete erinnert und dass richtig hippe Leute nicht nur ihr Auto (einen Hummer) sondern auch ihr Boot (Brutus, ca 80 Fuss) mattschwarz bekleben. Auffällig ist ja doch, dass diese Yachten in wunderbaren Orten registriert sind: Jersey, Britisch Virgin Islands, Gibraltar… . Die riesen Yachten haben drei Satellitenanlagen und können so vermutlich alle europäischen Fernsehsender auf einmal empfangen. Auf den Stegen mit den etwas kleineren Booten (immer noch deutlich größer als wir) hat man die Satellitenschüsseln einfach klein an die Dalben geschraubt. Sehr schön. Besonders teuer ist es hier nicht. In der Nebensaison kostet es 20 Euro die Nacht, das ist etwa portugiesischer Durchschnitt. In der Hauptsaison wird’s teuer, da müssten wir schmerzhafte 60 Euro zahlen. Wir freuen uns, dass wir hier einen belebten und sicheren Hafen gefunden haben, da auf dem Atlantik ein riesiges Tief unterwegs war, das uns zwar nicht viel Wind gebracht, aber seinen Schwell hier her geschickt hat.
Heute war es grau aber trocken. Wir haben eine lange Wanderung am Strand entlang unternommen, vorbei am Ort Quarteira (Hotels, Hotels, Hotels) bis zu einer Lagune. Zum Glück haben wir einen kleinen Weg gefunden, der uns um die Lagune herum führte. Die Lagune ist fest in der Hand von Enten, Kormoranen, Möwen und Reihern. Wir sind entlang kleiner Gärten mit Obst und Gemüse, Hühnern und Puten, Katzen und Hunden gewandert und hatten eine sehr nette Begegnung mit einer Ziegenherde. Ich konnte mich zusammenreißen und habe die Ziegen nicht gestreichelt, bei dem Pferd konnte ich dann aber nicht mehr widerstehen. Mitten in der Walachei steht, zwischen Kakteen und Büschen, ein Schild von „Engel und Völkers“. Anscheinend soll dieses Grundstück gekauft werden.
Morgen soll es regnen und Sonntag könnte es dann weiter nach Osten gehen. Wohin wissen wir noch nicht genau, in jeden Fall wird die Etappe länger als die letzte.
Nicht verpassen, schon wieder Nachwuchs bei den Aalen!









