Amazonas Pläne

Ende November haben wir in Recife ein kanadisches Paar getroffen. Wir haben ein paar nette Abende miteinander verbracht, dann sind die beiden zum Amazonas geflogen und wir sind nach Salvador gesegelt. Seit Roberta und John uns von ihren Amazonas-Plänen erzählt haben, sind wir Feuer und Flamme. Wir wollen auch in den Regenwald. Heute Nacht geht es los. Mari bleibt in Salvador, wir fliegen via Sao Paulo nach Manaus. Zwei Wochen werden wir insgesamt unterwegs sein und so lang wird also auch die Blogpause dauern. Wenn wir wieder kommen, haben wir hoffentlich viele tolle Erlebnisse und Fotos im Gepäck.
Mich trennt noch das Abenteuer „packen“ von der Abreise. 14 Tage nur mit Handgepäck, da muss ich genau überlegen was ich mitnehmen möchte. Meine Sonnencreme ist leider in einer 200 ml Flasche, das Taschenmesser darf auch nicht mit und außer Wanderschuhen schaffen es nur FlipFlops auf die Packliste. Nobbi sieht das gelassener „also ich nehme nur mit, was in den Rucksack passt“. Ach nee… Ich habe aber einen Vorteil, ich bin kleiner und meine T-Shirts sind es auch. Ich kann also mehr Teile bei gleichem Volumen einpacken. Vielleicht drehe ich ihm auch noch die Zahnpasta an.

Wir haben es heute geschafft, trotz vieler kräftiger Schauer, unsere Wäsche trocken zu bekommen. Heute Nacht und auch heute Vormittag hat es zum Teil ergiebig geregnet. Die Straßen stehen unter Wasser, die Siele laufen über. Trotzdem konnten wir draußen frühstücken. Nobbi hat den ganzen Vormittag den Schauerwächterposten übernommen und bei einsetzendem Regen die Wäsche abgenommen und sobald es wieder trocken war wieder rausgehängt. Ja, so ist man sinnvoll beschäftigt.

Neue Füße für den Motor

Kurz nach dem Sonntagsfrühstück beschließt Nobbi wir könnten „mal eben“ die Motorfüße tauschen. Aus Deutschland haben wir vier neue Füße mitgebracht, zwei um die kaputten zu ersetzen und zwei für die Ersatzteilkiste. Natürlich ist das nicht ganz so einfach, zum einem steht ja der Motor drauf, zum anderen ist bei Bootsbaustellen ja grundsätzlich kein Platz um das Werkzeug anzusetzen. Mit vereinten Kräften gelingt es uns schließlich den alten Fuß auszubauen und den neuen ein. Leider braucht es ein paar Anläufe bis wir alle Fehler gemacht haben, die sich anbieten. Mal fehlt eine Unterlegscheibe, mal kontern sich die Muttern gegenseitig. Wir stellen fest, dass alle vier Füße kaputt sind und nicht nur zwei. Warum dachten wir eigentlich nur zwei wären hin? Beim Wechsel des zweiten Fußes stellen wir fest, dass wir mit dem kompliziertesten begonnen haben. Nummer zwei geht ganz fix.  Wir bauen Nummer drei aus und wundern uns. Sieht doch heil aus. Er wird entrostet und gefettet (als einziger der Füße sieht er nicht nagelneu aus) und wir bauen ihn wieder ein. Wir tauschen Nummer vier und haben uns unser Mittagessen verdient.

Nach dem Essen folgt der Motortestlauf. Ich habe die Aufgabe den Motor zu beobachten. Ich weiß zwar nicht so genau worauf ich achten soll, aber berichte nach dem Testlauf: wenig Vibration aber Motorlager Nummer drei ist doch kaputt. Die Begeisterung ist grenzenlos. Um bei Nummer drei den hinteren Bolzen zu lösen muss nämlich die Achterkoje wenigstens teilweise geleert werden. Das haben wir gerade schon einmal erledigt. Hilft ja nichts. Unser Motor hat nun vier neue Füße und unsere neue Einkaufsliste ihren ersten Punkt „Ersatz-Motorfüße“.

Das geplante Belohnungseisessen fiel einem kräftigen Regenguss zum Opfer, wird aber nachgeholt. Sonnenuntergang ist um viertel nach fünf, da beginnt für uns die gemütliche Zeit auf der Terrasse des Yachtclubs und an Bord.

Heute ging es zum Zoll. Wir brauchten ein neues TECAT, das Papier was uns schon in Recife auf Trab gehalten hat. Auch diesmal war es nicht ganz einfach, wir saßen drei Stunden beim Zoll, alle halbe Stunde kam die junge Dame vorbei und fragte nach den Pässen oder den Bootspapieren. Schließlich sollten wir eine Zollerklärung am Computer ausfüllen, dabei stürzte der Rechner ab und das Programm verhedderte sich mehrmals, doch letztendlich kam dabei eine Erklärung heraus, laut der wir heute mit dem Flugzeug angekommen sind und Mari im Gepäck hatten. Oder so ähnlich. Nun halten wir das begehrte TECAT in den Händen und haben auch noch ein Papier, das die Aufhebung der temporären Stilllegung unserer Mari bescheinigt.

Zum Mittag wartete ein echtes Highlight auf uns! Wir trafen Walter und Roswitha von der Aloma. Die beiden haben wir zuletzt vor 11 Monaten auf Madeira gesehen. Wir hatten uns viel zu erzählen und haben uns sehr über das unverhoffte Wiedersehen gefreut.

Anschließend waren wir bei der Capitania, dort bekommen wir mit unserem neuen TECAT nun wieder einen Eingangs-Zettel für Bahia. Die Capitania war leider schon geschlossen. Die beiden Wachposten am Tor waren sehr freundlich und hatten viel Spaß dabei ihre Englischkenntnisse an uns zu testen „good afternoon“ „bye bye“. Auf dem Rückweg haben wir herausgefunden, dass ein kleiner Laden ganz in der Nähe unseres Liegeplatzes eine gute Brotauswahl hat und ich habe einen für mich neuen sehr leckeren Saft probiert „Caja“. Heute war es trockener als angesagt. Es ist Regenzeit und es regnet häufig und stark. Wir sind aber nur auf dem Rückweg vom Duschen nass geworden. Dafür aber so nass, dass wir die Kleidung auswringen konnten.

Morgen geht es dann erneut zur Capitania. Es wird nicht langweilig.

 

Wieder im Brasilien

Unsere Anreise verlief wie gewünscht unspektakulär, allerdings blieb der Adrenalinspiegel die ganze Zeit recht hoch. Schon in Bremen hatte unser Flug Verspätung. In Frankfurt sind wir dann eilig quer über den Flughafen zum Anschluss-Gate getrabt, um dort festzustellen, dass auch der Flug nach Lissabon verspätet ist. In Lissabon gießt es in Strömen, die Mitreisenden sind wenig enthusiastisch, kein Wunder, sind in Bremen doch 26 Grad bei strahlendem Sonnenschein. Wir nehmen den kürzesten Weg zum neuen Gate und haben Glück, außer uns will niemand durch die Passkontrolle. Unser knapp-drei-Stunden-Aufenthalt in Lissabon ist auf eine halbe Stunde zusammen geschmolzen. Uns stört das nicht, als wir am Gate ankommen beginnt das Einsteigen und wenig später hebt der Flieger nach Salvador ab, mit uns an Bord.
In Salvador bestätigt sich unser Eindruck, dass fast alle anderen Passagiere Brasilianer sind. Die Touristenschlange bei der Immigration besteht aus 5 Personen, uns eingeschlossen. Dementsprechend schnell verläuft die Einreise. Niemand interessiert sich für das Papier auf dem wir eingetragen haben, dass wir das Land mit SY Marisol verlassen wollen. Auch die vier Zöllner interessieren sich nicht für unsere drei Koffer, sondern weisen uns nur den Weg zum Ausgang.
Um vier Uhr deutscher Zeit sind wir müde und zufrieden wieder an Bord unserer Mari. Mari hat unsere Abwesenheit gut überstand und begrüßt uns fröhlich schaukelnd. Ob sie uns auch vermisst hat?
Gestern haben wir eingekauft und die Koffer ausgepackt. Auspacken hieß vor allem alle Dinge aus den Koffern nehmen und irgendwo ablegen. Heute kam dann das Feintuning. Alle Ersatzteile sind in den entsprechenden Boxen verschwunden, die Bordapotheke ist aufgestockt und die zugehörige Liste aktualisiert, die Kleidung in den Schränken gelandet und die Bücher passten haargenau in den knappen Regalplatz.
Da der Tag mit norddeutschem Sprühregen begann (er ist genauso fein, man wird genauso nass, nur etwas wärmer), passte das Wegsortieren gut in die Tagesplanung. Mittags wurde es dann freundlicher und trocken.
Zum Mittag tappten wir erneut in die Pansenfalle. Erinnert ihr euch, dass wir Anfang des Jahres schon einmal Pansen auf dem Teller hatten, weil wir nicht verstanden hatten, was es zu essen gibt? Wir dachten nun Freitag sei Pansentag und wähnten uns heute in Sicherheit. Leider zu unrecht. Entweder wir haben die Tage verwechselt, oder aber der Pansenrhythmus ist durcheinander. Nun ja, die Bohnen und die Soße waren lecker… . Zum Ausgleich gab es nachmittags noch ein Eis von unserer Lieblingseisdiele. Unsere entleerten Koffer waren wenig Bordkompatibel und fanden regen Anklang bei den Marineros. So war es ja auch von Anfang an geplant.
Am Montag müssen wir zum Zoll und unsere Mari wieder „aktivieren“ damit wir sie wieder bewegen dürfen.
Vielen Dank für eine netten Mails und guten Wünsche zur Weiterreise! Alle die uns nicht geantwortet haben bekommen in Zukunft keine Mail mehr wenn es etwas Neues zu lesen gibt.

Rhabarberschorle und Rapsfelder

In knapp einer Woche geht es für uns wieder nach Brasilien. Unsere Marisol wartet in Salvador auf uns und wir freuen uns auf sie. Die Zeit in Deutschland ist schnell vergangen. Drei Monate „an Land“ erschienen uns vorher sehr lang, rückblickend gingen die Wochen doch sehr fix rum. Wir haben es geschafft ganz viele Freunde zu treffen, unsere Familie (zwischen Kopenhagen und Singapur) besucht und das frühlingshafte Bremen genossen.
Wir freuen uns nicht nur auf unser schwimmendes Zuhause, sondern auch auf Brasilien, das warme Klima und die leckersten Ananas. Die letzten Tage hier gilt es unsere norddeutsche Heimat voll auszukosten, Rhabarberschorle, Spargel, Erdbeeren, Käse, Lakritz und Schokolade mit Kaffeesplittern. Nein, es geht nicht nur ums Essen. Ich war heute Morgen (fast) nackt auf dem windigen Balkon, um das Gefühl zu frieren so richtig auszukosten. Rapsfelder, die so gelb sind, dass sie in den Augen brennen, eine schöne Ausstellung in der Kunsthalle Bremen und Fahrradfahren auf dem Deich, wir nehmen alles mit.
Umso näher der Termin der Abreise rückt umso sicherer sind wir, dass wir irgendetwas Wichtiges vergessen haben. Egal was es sein sollte, nun muss es ohne gehen. Alle Dinge die mit zu Mari sollen bilden einen großen Haufen, der in den nächsten Tagen gesittet in den einen oder anderen Koffer umziehen soll. Ausnahmsweise werden wir nicht erst am Abend vorher packen.
Sobald wir wieder auf Reisen sind, berichten wir hier gewohnt regelmäßig über unsere Erlebnisse. Hoffentlich ist der Blogeintrag über unsere Reise nach Brasilien kurz und nüchtern, wir würden uns über eine ereignislose Anreise freuen.

Hier auf der Seite haben wir einige Dinge verändert. Die Aalgalerie hat ein neues Outfit bekommen, die Rubrik Kurioses haben wir rausgeschmissen, die Beschreibung unserer zurückgelegten Route aktualisiert und die Datenschutzerklärung wird noch angepasst. Den Newsletter haben wir (vorerst) inaktiviert. Wenn ihr weiterhin eine Mail bekommen möchtet, wenn es einen neuen Blogeintrag gibt, schreibt uns eine Mail! (Kleiner Tipp, die Emailadresse findet ihr unter Kontakt, wer hätte das gedacht.)

Website im Umbau

Die Nichterreichbarkeit unseres Blogs hat für so viel Verwirrung gesorgt, dass ich beschlossen habe, die Seite zunächst wieder auftauchen zulassen, auch wenn sich in den nächsten Wochen noch einige Dinge ändern sollen.
Wir freuen uns über allerfeinstes Wetter und leuchtende Rapsfelder, genießen Freunde und Familie und entdecken Bremen neu.
Viele Grüße vom ÄquatoriAal, den wir sicherlich bald treffen.

Urlaub auch für die Website

Unsere Seite macht Urlaub. Allerdings wird es eher ein Arbeitsurlaub als eine Entspannungsreise. Wir möchten einige Dinge ändern und überlegen unseren Blog umzuziehen. In der Umbauphase wird unsere Seite nicht erreichbar sein. Wenn wir Ende Mai zum Boot zurückkehren, gibt es hoffentlich eine schöne neue Seite. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns weiterhin auf unserer Reise begleitet.

Abstecher nach Singapur und Bali

Vergleichsweise spontan ging es für uns nach Singapur, dort lebt und arbeitet meine Schwester samt Mann seit einem dreiviertel Jahr. Höchste Zeit für einen Besuch. Singapur ist eine spannende, sehr moderne Stadt. Neben den vielen (teilweise sehr interessanten) Hochhäusern fällt uns zunächst auf wie gut dieser Stadtstaat organisiert ist. Natürlich haben wir uns das touristische Singapur angesehen, sind mit der MRT (der U-Bahn) gefahren und haben uns die Füße rundgelaufen, Marina Bay, Chinatown und Little India, das Aquarium, alt und neu, Wolkenkratzer und Parks, Moscheen, Tempel und Kirchen auf engstem Raum.

Neben den Hochhäusern (ich bin ein ausgesprochener Hochhausfan) hat uns der botanische Garten besonders gut gefallen. Eine große, grüne Oase mitten in dieser großen Stadt. Noch mehr als das Sightseeing-Singapur, hat uns Lisas Singapur interessiert, wollten wir doch sehen wie sie hier lebt. Und wir haben uns unter ihrer Anleitung durch die Stadt gefuttert. Singapur ist nicht nur die Stadt des Shoppings sondern auch des Essens. Wunderbar!


Insgesamt hatten wir gar nicht so viel Zeit für Singapur, zu dritt haben wir uns auf den Weg nach Bali gemacht. Auf der Götterinsel ging es zunächst nach Ubud, hinterher nach Canggu, dichter an die Küste. Wir haben Tempel besichtigt und heilige Affen besucht, sind mit dem Roller zwischen den Reisfeldern über kleine Straßen gesaust, haben fern der Touristenziele kleine Dörfer gesehen, uns mit vielen anderen Besuchern aus aller Welt abends durch die Läden in Ubud geschoben, sind den langen Strand in Canggu und Seminyak entlang spaziert, haben uns balinesische Massagen gegönnt und haben wunderbar gegessen. Wir kannten Bali alle drei bereits und waren wieder begeistert von der Vielseitigkeit der Insel und der Freundlichkeit der Balinesen.


Singapur hat uns beeindruckt, Bali zu mögen fällt leicht, doch besonders schön war es, dass ich fast zwei Wochen mit meiner kleinen Schwester verbringen durfte.
Seit Montag sind wir zurück in Deutschland, jetzt heißt es wieder Dinge erledigen und Listen abarbeiten. Wir werden täglich einen Spaziergang einschieben, schließlich müssen wir unsere Asienkilos wieder loswerden!

Ersatzteile und Latin Lover

Fast zwei Wochen sind wir schon in Bremen und die Zeit vergeht rasend schnell. Unsere Einkaufslisten werden kürzer. „I need not to need“ – ich hatte mir doch vorgenommen nicht dem Shoppingwahn zu verfallen, doch das ist schwieriger als gedacht. Besonders bei allem was irgendwie mit Boot zu tun hat greift der Kaufreflex. Alles was es in Brasilien nicht gab, liegt hier einfach im Regal. Die Box mit den Dingen die mit nach Brasilien reisen ist bereits gut gefüllt und nachdem viele Punkte schon abgearbeitet sind, ist jetzt langsam Zeit für die Dinge, die richtig Spaß machen. Reiseführer lesen und sich auf die nächste Etappe freuen zum Beispiel.
Gestern haben wir einen perfekten Bremer Samstag verbracht. Zunächst haben wir die Gelegenheit genutzt, dass es so kalt ist und waren mit meinen Eltern Grünkohl essen. Nobbi hatte befürchtet er habe die Grünkohlsaison verpasst (obwohl er gar kein echter Bremer ist liebt er Grünkohl) und freute sich nun besonders über den Kälteeinbruch, so richtig schmeckt der Kohl eben nur wenn es kalt ist.
Abends haben wir Bundesliga geguckt. Nee, kein Fußball, Tanzen! Zum Glück hatte meine Mama in der Zeitung gelesen, dass das Bremer Formationswochenende diesmal in Kombination mit der Deutschen Meisterschaft der Lateintänze stattfindet. Der gemeinsame Besuch von Tanzveranstaltungen ist bei uns schon Tradition und so war es keine Frage, dass wir dort hingehen. Ein toller Abend. Lateinformationen und die Deutsche Meisterschaft der Einzelpaare begeisterten uns im Wechsel, Tanzen auf ganz hohem Niveau bei grandioser Stimmung. Wer denkt, dass Bremer ruhige Brummelköppe sind, die nur gelegentlich ein leises Moin hören lassen, sollte die Fans von Grün-Gold in Aktion erleben.
Noch viel wichtiger als in Deutschland Ersatzteile zu besorgen, ist das Knuddeln von Familie und Freunden. Wir haben uns fest vorgenommen möglichst viele liebe Menschen zu treffen so lange wir hier sind, sind sie doch das Einzige was uns auf unserer Reise gelegentlich fehlt. Deshalb gehen wir morgen schon wieder auf reisen und besuchen meine Schwester samt Lieblingsschwager.

Ein Porteño-Sonntag

Sonntags läuft das Leben in Buenos Aires langsamer. Die Porteños, die Bewohner Buenos Aires´, genießen den freien Tag, Die meisten Läden haben geschlossen. Man trifft sich im Park. Wir schließen uns an, in einem Park, einige U-Bahn-Haltestellen vom Zentrum entfernt, soll die Veranstaltung „Folklore im Park“ stattfinden. Im Park sind viele Familien unterwegs, überall sitzen kleine Gruppen zum Picknick, Hunde werden ausgeführt (Pudel sind beliebt) und eine große Pfadfindergruppe trifft sich. Wir hangeln uns von Parkbank zu Parkbank uns genießen das bunte Treiben um uns herum. Auf den Wiesen wird geturnt, da wird Handstand geübt, an einem an einen Baum geknoteten Tuch geturnt und ein Einhorn (klar, ein echtes…) springt durch einen Reifen. Irgendwann bekommen wir Hunger. Im Park sind lauter Verkäufer unterwegs, Joghurt mit Früchten, Kuchen und Sandwiches kann man bekommen. Wir entscheiden uns trotzdem für das nette Café, das wir auf dem Weg von der U-Bahn-Station gesehen haben. Auch hier geht es gemütlich zu. Wir essen Rindfleisch und Salat und entspannen. An den Nebentischen wird Zeitung gelesen. Eilig hat es heute niemand. Dann machen wir uns wieder auf den Weg in den Park. Inzwischen ist es noch voller geworden, die Pfadfinder sammeln jetzt Plastikflaschen ein und spielen ein anscheinend sehr lustiges Spiel, das wir leider nicht verstehen. Eine kleine Gruppe, die Folklore tanzt sehen wir schließlich auch noch, die Musik gefällt uns.
Abends besuchen wir Mercedes und Ricardo und die beiden laden uns in ein nettes kleines Restaurant ein. Wir essen die leckerste Chorizo und eine Art argentinischen Rinderbraten vom Grill. So geht unsere Zeit in Buenos Aires mit einem sehr schönen Abend zu Ende.
Heute hatten wir kein besonderes Programm, sind durch die Parks in der Nähe unseres Hotels gelaufen, natürlich nicht ohne die eine oder andere Pause, waren noch einmal in einem der vielen Cafés und haben den Tag mit dem größten Filet Mignon ausklingen lassen, dass es je auf meinen Teller geschafft hat. Rindfleisch können die Argentinier und es muss nicht so verbrannt riechen wie auf dem Museumsuferfest, Frankfurter wissen was ich meine…
Morgen fliegen wir nach Deutschland, freuen uns auf unsere Familie und unsere Freunde und darüber, dass ihr das Land ein wenig für uns aufgetaut habt!
Buenos Aires hat uns sehr gefallen. Wieder ein Ort auf der Liste an den wir gerne zurückkehren möchten. Außerdem würden wir gerne mehr von Land sehen, natürlich die südliche Spitze, aber auch das Landesinnere.
Adios Buenos Aires! Wir kommen wieder.