Ankunft in Suriname

Kurz nach unserer Ankunft in Domburg pumpen wir unser Schlauchboot auf und machen uns auf den Weg an Land. Was für eine dumme Idee. Wir sind viel zu müde. Schnell fahren wir zurück an Bord und fallen in unsere Koje.
Sonntagmorgen sieht die Welt viel besser aus. Wir melden uns in der Marina an und gehen Einkaufen. Geld abheben gestaltet sich nicht ganz so einfach, wir probieren viele verschiedene Karten an zwei unterschiedlichen Geldautomaten aus und bekommen schließlich eine kleine Summe. Nachmittags wird gegrillt, es gilt einen vierten Geburtstag zu feiern. Für uns eine tolle Gelegenheit Freunde und Bekannte wieder zutreffen, Neuigkeiten auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
Montagmorgen werden wir von Arwin abgeholt, der uns zum Einklarieren begleitet. Der viele Verkehr sorgt für eine lange Anfahrt in das Centrum von Paramaribo. Die Straßen sind verstopft, der Bus hält mitten auf dem Highway. Das geordnete Chaos wird nur selten durch Ampeln gestört, doch die Stimmung ist entspannt, kein Hupen, kein Schimpfen. Bei der MAS liefern wir einen Packen Papiere ab, die wir zuvor an Bord ausgefüllt hatten. Da wir die Touristencard bereits in Saint Laurent gekauft hatten, müssen wir nur noch zur Immigration. Bei der Militärpolizei werden unsere Pässe gestempelt. Der nette Herr möchte sich dann noch etwas unterhalten. Wie ist es zu zweit an Bord? Habt ihr keine Angst? Wo wart ihr vorher? Was seid ihr von Beruf? Warum bekommen Menschen Krebs? Was kann man dagegen tun?
Auf dem Rückweg kaufen wir eine surinamische SIM Karte samt Datenpaket. Arwin ist ein netter Begleiter. Er unterhält sich die ganze Fahrt mit uns, beantwortet unsere Fragen, gibt uns Tipps und macht kleine Umwege, um uns interessante Gebäude zu zeigen. Wir schließen Suriname sofort ins Herz. Die Häuser sind bunt, die Gärten gepflegt. Mangobäume und Lotusblüten am Wegrand, neben dem südamerikanischen Müll. Hinduistische Tempel, Synagogen, Moscheen und Kirchen. Verzierte Zäune, abenteuerliche Hauskonstruktionen und wunderschöne Holzhäuser. Wir fühlen uns an Indonesien erinnert, in Südamerika mit holländischer Sprache.
Nachmittags baden wir ausgiebig im Pool. Das Wasser des Suriname River ist gerade ziemlich schlammig und es strömt stark, da ist das türkise Badewasser des Pools sehr willkommen. Außerdem ist der Pool nachmittags ein beliebter Treffpunkt. Die Segler hängen im Wasser, unterhalten sich und träumen von türkisem Wasser ums Boot.

 

Kurz bevor wir hier ankamen landete ein Schiff, das lange Zeit an der Boje lag, am Ufer. Nobbi überlegte schon, ob man es dort nicht bei Ebbe mit unserer Motorpumpe lenzen und bei Flut abbergen könnte, ich hatte Angst, dass wir hier plötzlich zwei Schiffe haben. Anfang der Woche wurde es leer gepumpt und von dem privaten Grundstück, auf der es lag, heruntergezogen und an Pfähle flussaufwärts gebunden. Dort sank es wenige Stunden später. Auch wenn das Boot schon etwas heruntergekommen war, so ist es doch sehr traurig ein Schiff sinken zu sehen.

Kleiner Nachtrag: Karte unserer Tour durch die Criques

Besonders gut hat es uns in den Criques östlich vom Maroni gefallen. Obwohl man in den Criques nur wenige Meilen von Saint-Laurent und vom Fluss entfernt ist, haben wir in der Woche keinen Menschen getroffen, dafür Vögel, Affen und Schmetterlinge. Auf der Karte habe ich eingezeichnet wo wir entlang gefahren sind. Es gibt viele andere mögliche Routen und weitere Crique-Kilometer zu entdecken. An vielen Stellen hätten wir gerne noch um die nächste Ecke geguckt oder wären gern noch in einen anderen Abzweig hineingefahren.

Abschied von Französisch Guyana

Am Mittwoch gehen wir wieder auf den Markt und freuen uns noch einmal über die leckere Suppe. Nachmittags geht es für uns zur Polizei an der Fähre, dort bekommen wir unseren Ausreisestempel. Samuel fährt uns mit dem Auto und, weil wir gerade unterwegs sind, zeigt er uns noch einige Dinge in der Umgebung und fährt mit uns durch ein Dorf, in dem indianische Bevölkerung nach ihren Regeln lebt. Dort wird das Land noch vom Chef des Stammes verteilt. Die Marina hat den Zollbesuch für uns bereits erledigt, wir bekommen das entsprechende Formular ausgehändigt und brauchen selbst nicht mehr zum Zoll.
Nachmittag sehen wir dem regen Verkehr der Schulboote zu. Die Piroggen, das sind Einbäume mit erhöhtem Schanzkleid, sind das Verkehrsmittel über den Maroni. Die langen, schlanken Boote knattern den ganzen Tag mit ihren Außenbordern über den Fluss. Nachts ist das Überqueren der Grenze jetzt verboten, was allerdings nicht heißt, das der ein oder andere die Überfahrt im Dunkeln nicht trotzdem wagt. Viele Kinder kommen mit dem Boot nach Saint Laurent zur Schule, nachmittags werden die Kinder dann wieder auf ihre Boote sortiert und manch einer muss ganz schön rennen, damit das Boot nicht ohne ihn ablegt.
Am Donnerstag verabschieden wir uns, kaufen noch einmal Baguette und fahren mit der ablaufenden Ebbe flussabwärts. Wir ankern in der Einfahrt zum Coswine Crique, sehen einen wunderschönen Sonnenuntergang und lauschen Brüllaffen und hunderten Papageien. Wir genießen den Abend im Cockpit und sind versucht einfach wieder in die Criques abzubiegen.
Doch wir entschließen uns Suriname eine Chance zu geben, wir wollen das Nachbarland kennenlernen. Außerdem sind wir ja bereits ausgereist. Wir nehmen die Gastlandflagge Französisch Guyanas runter. Unsere is,t mit einer halben Ausnahme (nur noch halb vorhanden und falschrum gesetzt,) die einzige Flagge Französisch Guyanas die wir in den sechs Wochen gesehen haben. Überall hängt die Tricolore, man ist schließlich in Frankreich. Bretonische Flaggen haben wir übrigens einige gesehen, an Booten, Häusern und Autos.
Freitagmorgen packe ich das Großsegel aus und stehe plötzlich in einer Wolke von Wespen (?) oder Bienen (?). Die Insekten hatten sich ein Nest unter der Persenning gebaut, mit dem wir unser Segel einpacken wenn wir länger irgendwo liegen. Wir tasten wir uns bei Niedrigwasser aus dem Crique und lassen uns von dem Maroni aufs Meer tragen. Noch lange werden wir von den Insekten begleitet, die ihr Nest suchen. Zum Glück sind die Viecher nicht aggressiv. Die Ausfahrt zieht sich, das Meer ist milchig hellgrün, viele kleine Fischerboote liegen in der Einfahrt, ab und zu springt ein gelber Fisch.
Zunächst müssen wir motoren, kein Wind, doch später können wir zum Glück segeln. Wir hatten mit Strom entlang der Küste gerechnet, der uns eine schnelle Reise beschert und erwartet, etwas zu früh in Suriname anzukommen. Doch der Strom enttäuscht uns, wir werden nicht geschoben und haben zeitweise sogar einen leichten Gegenstrom.
Bei Sonnenuntergang werden wir von einem Frachter überholt, die Nacht ist schön, der Sternenhimmel präsentiert sich in seiner ganzen Schönheit und wir zählen Sternschnuppen. Ich kann zwar nicht schlafen, ruhe mich aber während meiner Freiwache aus und freue mich über die gemütliche Koje. Als ich um zehn die Wache übernehme sagt Nobbi ich solle mein Fernglas mitbringen, wir bräuchten jeder eins zur Übergabe. Als ich an Deck komme wird mir klar weshalb. Ich bin geschockt, Fischer überall. Es sind keine kleinen Boote, wie wir sie in Brasilien gesehen haben, sondern ausgewachsene Trawler. Überall um uns herum tauchen Lichter auf, dazwischen blinken die Bojen, die die Enden der Netze markieren. Segler müssen Fischern ausweichen. Wir müssen uns also unseren Weg durch dieses Gewusel bahnen, ohne die hier ihren harten Beruf ausübenden Fischer zu behindern. Manchmal ist es schwer die Entfernungen abzuschätzen, außerdem weiß man nie so genau wie lang die Netze sind, die geschleppt werden. Die surinamische Fischerflotte beschert uns eine kurzweilige Nacht, gelegentlich hilft das Radar den Überblick zu behalten. Letztlich klappt es sehr gut, wir kommen niemandem zu nahe und die Fischer haben sicherlich auch keine Lust auf zu enge Begegnungen mit Seglern. Lediglich ein kleines unbeleuchtetes Boot, das aus der Nacht auftaucht, kurz hinter uns durch fährt und in der Dunkelheit verschwindet, erschreckt mich sehr.
In den Morgenstunden verschwindet der Wind, wir müssen wieder motoren und erreichen die Ansteuerung des Suriname Rivers pünktlich mit Niedrigwasser. Die Einfahrt in den Fluss wird uns lang, das Wasser ist schlammig braun, wir haben 36 Grad und kaum Wind. Der Strom schiebt uns später als gedacht, so kommen wir erst nur langsam voran.
Die MAS, die Maritime Authority Suriname, kommt mit einem kleinen Motorboot Längsseite und kontrolliert unsere Bootspapiere und Pässe. Die Beamten sind mit den laminierten Kopien die wir ihnen rüberreichen zufrieden, ungern wollen wir unser Pässe von einem Boot zum nächsten weitergeben.
In der Umgebung Paramaribos (der Hauptstadt) sehen wir die Fischtrawler liegen, denen wir nachts begegnet sind. Eine so große Fischereiflotte haben wir lange nicht gesehen. Dazu kommen noch Containerschiffe, Tanker und jede Menge kleiner Schlepper mit Bargen im Anhang.
Um 15 Uhr erreichen wir ziemlich müde unser Ziel Domburg. Hier liegen bereits zehn Yachten, einige kennen wir bereits aus Brasilien. Wir schnappen uns eine freie Boje und sind froh angekommen zu sein.

Bordalltag in Saint-Laurent du Maroni

Saint-Laurent gefällt uns. Die Stimmung im Ort ist fröhlich und es gibt einige ganz nette Gebäude. Der Fluss ist erfreulich sauber, wir tunken uns mehrmals täglich ein und waschen auch die Handwäsche mit Flusswasser.
Das heutige Highlight war das Einkaufen mit Einkaufswagen. Samuel, der eigentlich gar nicht mehr für die Marina arbeitet, hat heute den Einkauf erledigt und uns mit dem Auto mitgenommen. Wir haben ihn ausgequetscht und er hat all unsere Fragen nett und ausführlich beantwortet. Die Marina bietet diesen Einkaufsservice an und wir haben beschlossen uns eine Autofahrt zu gönnen, so konnten wir Wasser, Wein, Bier, Milch und Saft kaufen ohne darüber nachzudenken, ob wir die Sachen auch zum Boot getragen bekommen. Mein Französisch hat sich nicht besonders verbessert in unserer Zeit hier, doch die wirklich wichtigen Dinge schnappt man auf. Dank Haribo weiß ich jetzt was Schlümpfe heißt – Schtroumpfs! Hier gibt es fast alles zu kaufen von dem Kühlschrank und Magen träumen. Nur kein Lakritz. In Sachen Lakritz setze ich auf Suriname. Ich hoffe, dass die holländische Vergangenheit zu Lakritz-Liebe geführt hat. Wir sind ziemlich unterlakritzt (Fachwort für einen Zustand zu geringer Lakritz-Zufuhr). Natürlich haben ich eine Lakritz-Notration an Bord, die ist aber gut versteckt (Nobbi hofft darauf, dass ich hier jetzt schreibe wo… nix da!) Übrigens, ein Verkaufsschlager sind eingelegte Schweineschwänze, die gibt es in riesigen Gebinden. Uns sprechen sie nicht so an.
Ansonsten schwitzen wir bei 35 Grad und tüddeln uns durch den Bootsalltag. Wir haben einiges erledigt, allerdings hauptsächlich Dinge, die gar nicht auf der Liste standen. Die Tür zum Elektro- und Handtuchschrank geht jetzt anders herum auf. Warum haben wir das nicht viel eher gemacht? Die ganze Aktion hat eine halbe Stunde gedauert und es macht das Leben so viel einfacher.
Nobbi hat unsere Getriebe-Schaltung auseinander gebaut, geschmiert und wieder zusammen gebaut, das war gar nicht so einfach und auch nicht mal eben erledigt, doch nun können wir die Maschine wieder in den Leerlauf schalten. Ich habe in der Zeit Senfgurken eingekocht, das war eine super Idee bei 35 Grad…
Gestern waren wir mit unserer Sackkarre (ein kleines Klappding, quasi Hackenporsche für Männer) bei der Autowerkstatt und haben uns eine neue Starterbatterie gekauft, dort fand man es super lustig, dass wir die zu Fuß mitgenommen haben. Die alte Batterie haben wir strategisch günstig geparkt, als wir das nächste Mal dort vorbeikam hatte sie bereits einen neuen Eigner, bzw. war verschwunden. Der Einbau war schnell erledigt, der Motor sprang gleich an. Das war doch mal eine nette Baustelle. Wir versuchen immer noch einen O-Ring für den Außenborderstecker zu bekommen, das Unternehmen verläuft erfolglos, beschert uns aber viele nette Kontakte. Bei Würth ist man sehr hilfsbereit, wir haben nun eine Nummer für Rückfragen per WhatsApp.
Weniger kommunikativ verlief unser Besuch auf dem surinamischen Konsulat. Der Herr hat nicht so richtig mit uns gesprochen, aber das Ausstellen der Tourist Card hat ungefähr 3 Minuten gedauert. Die Tourist Card braucht man für die Einreise nach Suriname, im Prinzip ist es einfach eine Steuer. Man zahlt 37 Euro und bekommt einen Zettel.
Es gibt ja immer irgendwas Interessantes zu entdecken. Einer der großen Antennenmasten ist als Palme getarnt, das haben wir uns mal aus der Nähe angeguckt. Warum haben große Biotechunternehmen hier am Ende der Welt eine Niederlassung? Steuervorteile, Erforschung von Tropenkrankheiten oder Erprobung von Medikamenten am Ende der Welt? Vielleicht habe ich einfach zu viel Phantasie.
An der Tankstelle hängen Vogelkäfige mit kleinen Singvögeln. Ob das Sensorvögel sind? Wenn der Vogel von der Stange fällt ist die Gaskonzentration zu groß? Vermutlich sind es einfach Haustiere. Kein besonders schönes Vogelleben. Vögel sind hier sehr beliebt. Erwachsene Männer fahren gerne mit ihrem Vogel am Lenker auf dem Fahrrad durch die Gegend. Zum Piepen.
Morgen ist Mittwoch, da ist wieder Markttag. Damit steht das Programm: Obst- und Gemüseeinkauf und hinterher eine Suppe. Mal sehen ob wir da unsere Batterie wiedertreffen. Wie wir gelernt haben, werden sie gerne verwendet um Marktstände zu beschweren…

Ein Wrack als Insel

Das Highlight des Bojenfelds hier ist die Insel in der Mitte, die gar keine Insel ist. Der Dampfer Edith Cavell ist im November 1924 hier auf eine Sandbank aufgelaufen und wenige Wochen später zerbrochen. Seitdem liegt der Dampfer hier und bildet eine nett bewachsene Insel. Sehr schönes Detail: die gelben Kreuze, die die Gefahrenstelle markieren, werden von den Pflanzen als Rankhilfe akzeptiert und sind komplett eingewachsen. Am Strand liegen weitere Wracks. Kurioserweise tragen alle Wracks die Tricolore, obwohl die Edith Cavell ein englisches Schiff ist.

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St. Laurent du Maroni

St. Laurent hat eine wenig erbauliche Geschichte. Hier kamen die Schiffe mit dem Ziel Strafkolonie Franz. Guyana an. Im Camp de la Transportation wurden die Gefangenen verwaltet, aufgeteilt und von hier aus weiter geschickt in verschiedene andere Camps. Gefangene, die schon einen Fluchtversuch hinter sich hatten, als besonders gefährlich galten und politische Gefangene kamen auf die Iles du Salut. Weitere Gefangenenlager gab es in unterschiedlichen Teilen des Landes. Das Camp de la Transportation wurde 1858 gegründet, alle Gebäude wurden von Gefangenen errichtet. Der Ort St. Laurent wurde erst 1880 gegründet.
Der Gefängniskomplex ist weitgehend erhalten und kann besichtigt werden. Wir fragen beim Tourismusbüro nach einer Führung und haben Glück. Freitagnachmittag gibt es eine Englische Tour. Ronny führt unsere kleine Gruppe durch das Lager. Wir finden wir es erschreckend, wieviel Mühe man sich gemacht hat, um die Gefangenen zu quälen. Es gab Einzelhaft, angekettet im Liegen, harte Strafen und die Todesstrafe durch die Guillotine. Die Bedingungen in St. Laurent galten als vergleichsweise gut. Gefangene, die als friedlich galten und weniger schlimmer Verbrechen schuldig gesprochen worden waren, konnten „Glück haben“ und im Krankenhaus oder in der Verwaltung in St. Laurent eingesetzt werden.
Wer tatsächlich seine Strafe in Franz Guyana abgesessen hatte, musste anschließend noch länger im Land bleiben, in der Regel genauso lange wie die Haftstrafe. Hinzu kam, dass die Schiffspassage zurück nach Frankreich so teuer war, dass sie kaum jemand bezahlen konnte.

Heute ist St. Laurent ein netter Ort. Abends trifft man sich am Wasser. Familien mit kleinen Kindern machen den Spielplatz unsicher, Erwachsene sitzen an der kleinen Bar mit Blick auf den Ankerplatz und die Jugendlichen belagern den kleinen Anleger. Freitagvormittag haben wir bereits eine Autowerkstatt gefunden, in der wir am Montag eine neue Batterie kaufen können, und waren beim Super U. Super U ist der große Supermarkt hier, dort gibt es fast alles. Wir haben uns zunächst mit Lebenswichtigem eingedeckt, mit Camembert und Bordeaux. Der Weg ist nicht weit, aber bei 35 Grad war mir der Rückweg definitiv zu lang.
Heute Morgen war, wie jeden Samstag, Markt. Wir haben unsere Obst- und Gemüsevorräte aufgefüllt und eine leckere vietnamesische Suppe zum Frühstück gegessen. Der Markt hat uns gefallen, das Obst und Gemüse ist in netten Häufchen aufgebaut, die jeweils ein oder zwei Euro kosten. Außerdem gibt es einige Essensstände, Blumen und natürlich die Billigklamotten, die nirgendwo fehlen dürfen. Auf dem Rückweg haben wir in einer netten Bäckerei das Baguette für heute Abend gekauft. Wir haben inzwischen 2 Bäckereien und mehrere kleine Supermärkte gefunden, die alle Baguette verkaufen. Wo kauft wohl der junge Mann aus dem Marina Büro ein?

Regenwaldrundfahrt und Ankunft in St. Laurent

Der Tag beginnt hervorragend. Wir beschließen die letzten beiden Eier in Form vom Pfannkuchen zu frühstücken. Als wir bei Pfannkuchen mit Mangomus im Cockpit sitzen wird das Frühstück gleich zweimal unterbrochen. Erst hören wir eine Alarmanlage. Es gibt tatsächlich Insekten (?!), die das Geräusch einer Alarmanlage machen (oder machen Alarmanlagen ein Insektenlaut?). Kurz darauf schüttelt sich der Baum neben uns. Affen zum Frühstück! Fröhliche Totenkopfäffchen toben durch den Baum.
Nach dem Frühstück paddeln wir nacheinander mit dem Dingi um Mari, sehen uns das Ufer genauer an, lassen uns treiben und machen ein paar Fotos. Als ich zurück an Bord klettere, beginnt es zu regnen. Schnell die Fotoapparate, Ferngläser und Bücher unter Deck bringen und die Luken schließen. Ein heftiger Schauer wäscht das Boot und uns. Wir nutzen die Chance auf eine ausgiebige Dusche. Nobbi wäscht sich die Haare unter dem Wasser, das vom Bimini läuft. Es gießt so ausgiebig, dass ich versuche das Wasser mit einem Eimer aufzufangen, bis Nobbi mich darauf aufmerksam macht, dass das Wasser im Beiboot 20 cm hoch steht. Ich setze mich als ins Dingi, spüle mir ausgiebig die Haare und dann auch noch die Cockpitkissen.
Mittags nieselt es noch ein bisschen, wir freuen uns, dass es bei bedecktem Himmel vergleichsweise kühl ist. Nachmittags setzen wir unsere Fahrt fort. Abgesehen von einer flachen Stelle kurz hinter unserem Ankerplatz ist es überall tief. Es macht Spaß durch die schmalen gewundenen Kanäle zu fahren. Wir werden von einer Truppe blau-grauer Reiher begleitet und sehen Fledermäuse. Schließlich gelangen wir in den breiteren Crique Vache. Da dieser ziemlich tief ist, entscheiden wir uns in einen Nebenarm zu fahren und dort nach einem Ankerplatz zu suchen. Hier ist es zwar nicht so tief, nur 6 bis 10m, aber der Lauf wird immer schmaler, wir drehen lieber um. Ich schwitze ganz schön bei dem Manöver in dem engen Arm, mit dem Strom der uns immer weiter hinein schiebt. Nobbi sieht alles eher entspannt und findet, dass ich auch wieder rausfahren muss, weil ich die Idee hatte in den Seitenarm hineinzufahren. Schließlich ankern wir in einer Kurve, hier ist das Wasser nur 10 m tief, das gefällt uns.
Kurz nach dem der Mond aufgegangen ist, sehe ich in zweites Licht am Himmel. Da fällt uns ein, dass heute doch wieder ein Raketenstart ist! Leider verdeckt eine Wolke die Sicht auf die steigende Ariane-Rakete, wir sehen sie nur ab und zu durch Wolkenlöcher. Minutenspäter hören wir das laute Rumpeln des Starts. Sozusagen hautnah erleben wir den Unterschied zwischen Licht- und Schallgeschwindigkeit.
Mittwochmorgen gibt es zwar keine Affen zum Frühstück, aber selbstgebackenes Weißbrot, Rosinenschnecken und große leuchtend blaue Schmetterlinge. Die großen Falter haben wir vereinzelt schon vorher gesehen, aber noch nie so viele wie hier. Solche Schmetterlinge kennen wir aus den Schubladen im Naturkundemuseum und jetzt flattern sie um unser Boot.
Nachmittags wollen wir wieder weiterfahren. Der Motor hüstelt einmal und sagt dann nichts mehr. Wir hatten bereits die Befürchtung, dass unsere Motorstarterbatterie hinüber ist, nun wissen wir es. Der Motor wird gestreichelt, doch hier ist alles in Ordnung, es muss an der Batterie liegen. Unser Batteriemessgerät kommt zum Einsatz, die Batterie hat nur noch 53 %. Wir starten den Motor mit den Bordnetzbatterien und setzen unseren Weg durch die Criques fort. Zeitweise ist es so schmal, dass wir die Mangroven am Ufer anfassen können. Wir erreichen den Criques Lamentin, der immer breiter wird. Wir entscheiden uns für einen Ankerplatz nur eine lange Kurve von der Mündung in den Maroni entfernt. Bei 35 Grad ist Kochen Schwerstarbeit. Wir schwitzen vor uns hin und kühlen uns gelegentlich mit Flusswasser ab.
Abends sitzen wir unter unserem Moskitonetz im Cockpit und lesen. Es ist sehr dunkel, der Mond ist noch nicht aufgegangen und wir haben unsere Petroleumlampe noch nicht eingeschaltet. Es raschelt im Gebüsch und ich erschrecke mich fürchterlich, sehe ich doch zwei Lichter aus dem Unterholz auftauchen. Nach kurzer Zeit wird klar, meine Schreckhaftigkeit hat mir mal wieder einen Streich gespielt (meine Schwester wird sich kaputt lachen), es sind nicht etwa Jäger mit Taschenlampe im Wald, sondern Glühwürmchen! Aber was für welche, richtige Scheinwerfer-Glühwürmchen. Jetzt, wo wir darauf achten sehen wir sie überall, bis eine Stunde später der Mond aufgeht und es zu hell wird.

Heute sind wir nach St. Laurent weiter gezogen, die letzten Meilen auf dem Crique Lamentin und dann etwa 5 Meilen den Maroni hoch. Auch das letzte Stück auf den Criques genießen wir, dieser Abstecher hat sich wirklich gelohnt. Leider hören wir die Brüllaffen nur, genau wie in den vergangenen Tagen, sie zeigen sich nicht.
Auf dem Maroni kommen wir nun schleppend voran, das Wasser läuft immer noch ab. Erst kurz bevor wir St. Laurent erreichen kentert die Tide. Da wir mit Niedrigwasser ankommen, legen wir die letzte Meile bis zum Bojenfeld ganz langsam zurück. Es ist verdammt flach hier. Wir funken die Marina an, da sich niemand meldet fischen wir uns einfach eine Boje. Etwas verwundert schauen wir uns um, wir hatten erwartet hier ein paar Segler zu treffen, doch die wenigen anderen Boote machen den Eindruck als würden sie hier längere Zeit auf ihre Crew warten. Wir fahren mit dem Dinghi an Land und wollen uns anmelden. Wir können unsere Wasserkanister füllen und werden unseren Müll los, für alles andere sollen wir morgen wieder kommen. Wir fragen nach einem Laden in dem wir Baguette kaufen können und bekommen zu hören, dass es so einen Laden hier nicht gibt. Irgendwie können wir uns das nicht vorstellen, wir werden morgen die nähere Umgebung erkunden. Am Wasser findet sich ein netter Stand bei dem wir Fleischspieße zum Abendessen kaufen und diese mit Blick auf unsere Mari verspeisen.
Erstaunlicherweise liegen wir hier so unruhig wie schon lange nicht mehr. Gerade klatscht die Welle von hinten gegen das Schiff, die Boje rumst gegen den Bug. Mal sehen ob wir in den nächsten Tagen noch einen ruhigeren Platz finden, so hatten wir uns das nicht vorgestellt.

Ein neuer Ankerplatz im Gruenen

Als ich Montagmorgen auf der Badeleiter stehe, bis zu den Oberschenkeln im Wasser und mir meine morgendliche Dusche genehmigen moechte, meldet Nobbi mir ein Kielwasser achteraus, das direkt auf mich zusteuert. Es ist windstill, die Wasseroberflaeche ganz glatt und so sehen wir umso deutlicher, das etwas zielstrebig auf mich zuhaelt. Ich klettere erst einmal aus dem Wasser, man weiss ja nie, nachher gibt es doch Krokodile. Das vermeidliche Croc entpuppt sich als schwarz gelb gestreifter Fisch mit der Form eines Kofferfisches, hoechstens 20 cm lang. Kurz vor Mari stoppt er auf, dreht mit hoher Geschwindigkeit ein paar Kringel und verschwindet. Faszinierend, mit seinen kleinen Flossen dreht er auf der Stelle, das sieht lustig aus. Bei Schiffen heisst das glaube ich Pod-Antrieb.
Nach 4 Naechten am gleichen Ankerplatz beschliessen wir uns einen neuen Ankerplatz zu suchen. Bevor wir den Motor starten und den Anker ausgraben suchen wir unsere Ankerboje. Die Idee, die Ankerboje zu setzen war gut, sorgt sie doch fuer Unterhaltung. Man wundert sich wo der Anker liegt. Die Ankerboje lag in den vier Tagen mal hinter und mal neben uns, selten auch, wie erwartet vor uns. Jetzt gilt es sie wieder einzufangen, bevor wir sie uns in den Propeller wickeln.
Da es gerade schoen ruhig ist beschliessen wir den Autopilot zu kalibrieren und fahren dazu zwei Kringel. Dann soll es endlich losgehen. Doch unsere Motoranzeige ist tot, keine Drehzahl, keine Tankanzeige, keine OEltemperatur. Wir beschliessen wieder zu ankern um den Motor neu zu starten. Nach einem neuen Motorstart funktioniert alles wie gewoehnt und wir koennen endlich weiterfahren. Wir fahren den Crique Coswine, den wir gekommen sind, ein Stueck zurueck und biegen in einen noch schmaleren Seitenkanal ab, der zum Crique Vaches fuehrt. In dem schmalen Fluss laeuft die Stroemung mit und schiebt uns schnell voran. Endlich sehen wir Affen, leider sind wir viel zu schnell an ihnen vorbei. Wir finden einen tollen Ankerplatz. Hier ist die Pflanzenwelt vielfaeltiger als an unserem vorherigen und es gibt sehr viele Voegel. Wir liegen in der Mitte des knapp 50 m breiten Laufs und beobachten blau schwarze Papageien, die im Unterholz direkt neben Mari ihre Streitigkeiten austragen. Ein riesiger Greifvogel, den wir noch nicht kennen und unbedingt bestimmen muessen, zieht seine Kreise ueber uns. Bei Sonnenuntergang sitzen wir auf dem Vorschiff und lauschen dem Vogelkonzert, bevor wir uns unter unseren Moskitonetzen abschotten.
Vielleicht fahren wir heute wieder ein Stueckchen weiter, es gibt viel zu entdecken und unser Wasservorrat neigt sich irgendwann dem Ende zu.

Ueberfahrt zum Maroni

Mittwochnachmittag gehen wir Anker auf. Im Westen der Iles du Salut ist das Wasser sehr kabbelig und wir sind froh, als wir endlich in tieferes Wasser kommen und die Wellen laenger und gleichmaessiger werden. Wir freuen uns, dass wir segeln koennen, hatten wir doch befuerchtet die ganze Strecke motoren zu muessen. Leider sind wir viel zu schnell. Normalerweise freuen wir uns, wenn es gut voran geht, doch diesmal haben wir einen Zeitplan, wir wollen bei aufflaufend Wasser und mit Tageslicht in den Maroni einfahren. Wir versuchen zu bremsen und segeln mit dem Gross im 2. Reff und gereffter Genua. Erst funktioniert es ganz gut, dann laesst der Wind nach. Durch den starken Strom sind wir schnell genug, doch das Boot schaukelt wild.
Ansonsten ist die Nacht ganz gut. Wir gehen unsere gewohnten Wachen, die Schauer entschliessen sich nicht ueber uns abzuregnen und wir sehen weder grosse Schiff noch Fischer. Der Mond erhellt die Nacht bis um vier, das ist sehr angenehm, dann gibt es noch ein bisschen Sternenhimmel zu sehen bis die Sonne aufgeht. Gegen Morgen werden wir zu langsam wir starten den Motor und aendern Kurs auf die Muendung des Fleuve Maroni. Nun zieht es sich, der Strom schiebt weiter die Kueste entlang nach Suriname, davon merken wir wenig. Schliesslich erreichen wir die Ansteuerungstonne, von hieran ist die Einfahrt gut ausgetonnt. Das Fahrwasser verlaeuft nun anders als die der Seekarte. Die Sandbaenke in der Einfahrt veraendern haeufig ihre Position, so dass dann auch das Fahrwasser verlegt wird.
Uns gefaellt die Muendung des Maroni. Am rechten Ufer sehen wir Suriname, das naechste Land, das wir besuchen wollen. Doch noch bleiben wir in Franzoesisch Guyana. Hunderte von Schmetterlingen begruessen uns, das ist bestimmt ein gutes Omen, nachdem uns in Kourou Delfine verabschiedet haben.
Wir biegen kurz nach der Einfahrt in den Fluss nach links in den Crique Coswine ab. Der kleine Nebenarm schlaengelt sich durch bewaldetes Gebiet. Wir haben keine Karte, doch der Revierfuehrer sagt, es sei hier ueberall tief genug. Wir passieren ein Dorf und wollen hinter naechsten Biegung ankern. Unser Anker sitzt nicht so gut und wir beschliessen noch etwas weiter zufahren und es woanders zu versuchen. Letztendlich haelt der Anker erst beim sechsten Versuch, der Flussarm hat einen felsigen Grund. Nur an dem ersten Platz, mit dem wir nicht zufrieden waren, und an dem Platz an dem wir schliesslich liegen, finden wir besseren Grund. Auf unserer Ankerplatz suche fahren wir immer weiter, gucken doch noch um die naechste Biegung und um noch eine. Nun liegen wir hier an einer schoenen Stelle und haben ausnahmsweise eine Ankerboje gesetzt. Falls der Anker sich verhakt will Nobbi hier nicht tauchen, er hat Angst, dass es Krokodile und Piranhas geben koennte.
Das Wasser ist kaum salzig und ziemlich klar. Den Liegeplatz in fast-Suesswasser kosten wir aus. Wir duschen ausgiebig mit dem Eimer, putzen das Cockpit und waschen unsere Leinen. Einige Festmacher waren aus Jacare noch immer sehr schmutzig, wir hatten sie nur notduerftig gespuelt. Nun haben wir sie eine Nacht ins Wasser gehaengt und sie sehen wesentlich besser aus.
Unsere Positionslichter sind auf dem Weg hierher ausgegangen. Erst flackerte die Lampe noch, dann war sie dunkel. Ein Kabel ist korrodiert. Wir haben aus Deutschland eine neue Lampe mitgebracht, die alte war schon etwas angeschlagen. Also ziehen wir ein neues Kabel und bauen die neue Lampe an. Auf einem Boot ist ja nichts einfach. Um das Kabel durch zuziehen duerfen wir beide abwechselnd ueber Kopf in den Ankerkasten. Ich finde es sieht lustig aus, wenn von Nobbi nur noch die Beine rausgucken. Aber wie bekomme ich ihn da heraus wenn er sich einen Hexenschuss holt?
Das Moskitonetz fuer den Niedergang hat mal wieder ein Upgrade erhalten. An den Raendern, an denen es auflag, drohte es sich aufzuloesen. Jetzt hat es einen neuen Rand aus einem weissen Laken mit gruenen Blumen bekommen. Das Laken, das mit Sicherheit aelter ist als ich, war als Putz- und Bastellappen-Spender an Bord, wer haette gedacht, dass es noch einen grossen Auftritt bekommt. Unser Moskitonetz fuers Cockpit, Projektname das Brautkleid, kommt jeden Abend zum Einsatz. Es ist eine ziemlich haessliche aber sehr effektive Bastelloesung, die uns stoerungsfreie Abende im Cockpit ermoeglicht. Es gibt hier eine Menge interessierter Fluginsekten, die bei Einbruch der Nacht Hunger bekommen. In Kourou habe ich bereits ein Moskitonetz fuer den Zugang zum Vorschiff, also zu unserem Schlafzimmer genaeht. Ein Moskito, das es abends bis zu unserer Koje schaffen will muss nun also drei Huerden ueberwinden. Ausserdem haben wir noch Moskito-Coils im Angebot. Nein, Muecken sind keine Freunde. Wir wollen weder die juckenden Stiche, noch Malaria, Chikungunya, Dengue und was es da noch alles so gibt.

Abschied von Kourou

Wenn man beim Einkaufen mit Handschlag begrüßt wird und die (4-jährige) Tochter des Bäckers einen adoptiert, ist es Zeit weiterzuziehen. Am Sonntag gehen wir ein letztes Mal zum Supermarkt und verabschieden uns von „unserem“ Bäcker. Abschiedsfotos werden geschossen und die besten Wünsche ausgetauscht.
Gestern, also Montag, ging es los. Morgens um elf war Hochwasser, wir holen den Anker hoch und verlassen Kourou. In der Fahrrinne treffen wir den Bagger, der die Fahrrinne freihält und eigentlich gar kein Bagger ist, sondern ein Spüler. An seinem Heck hat er eine Rohrkonstruktion durch die Wasser strömt. Das Wasser tritt durch viele Löcher aus, so dass hinter dem Schiff eine Art Regenvorhang entsteht, nur eben unter Wasser. Das Ganze erinnert an einen Rasensprenger oder eine Saatmaschine. Die Arbeit des „Spülers“ ist wichtig, ist die Fahrrinne doch ganz schön flach und neigt zum Versanden. Der starke Strom entlang der Küste schiebt immer wieder Sand in die Rinne. Der Sand hier an der Küste hat übrigens eine lange Reise hinter sich, er kommt aus dem Anden, ist den Amazonas hinunter getragen worden und wird nun entlang der Nordküste Südamerikas weiterverteilt.
An der Insel ist es ruhig, wir sind das einzige Segelboot, aber hier ankert noch ein Tanker. Zunächst finden wir ihn sympathisch, auf Dauer ist er aber ganz schön laut. Im Gegensatz zu uns klappt er halt keine Solarpanels auf, bei ihm läuft natürlich der Generator. Kurz vor Sonnenuntergang geht er Anker auf und macht sich auf den Weg nach Dégrad de Cannes, wir sind nicht traurig darüber und verbringen eine sehr ruhige Nacht.
Heute sollte es eigentlich in den Maroni gehen, das ist der Fluss an der Grenze zu Suriname. Doch dann haben wir gebadet und beschlossen noch einen Tag hier zu bleiben. Zum Mittagessen waren wir an Land und haben uns ein Essen in dem Restaurant auf der Insel gegönnt. Auf dem Rückweg haben wir die Manöver der Fremdenlegion beobachtet. Zwei kleine LKWs wurden auf ein Schiff verladen, das direkt auf die Rampe an der Insel fährt.
Morgen soll es wirklich weiter gehen. Wenn alles klappt erreichen wir Donnerstagmorgen die Ansteuerung zum Maroni.