Zunächst fahren wir mit dem Bus nach Hillsborough. Das Busfahren funktioniert genau wie auf Grenada. Kaum sind wir an der Straße angekommen hält ein Bus, wir stoppen an einem kleinen Laden, der Fahrer hat Durst, dann an einem anderen Laden wo wir eine Kiste abholen und schon sind wir auf dem Weg in den Hauptort. Wir sehen uns etwas um und wollen nun zum Paradise Beach laufen. Die wenig befahrene Straße liegt oft im Schatten, so macht das Laufen Spaß. Am Flughafen kommen wir nicht weiter, wir wechseln an den Strand. Unser Revierführer behauptet man würde hier nasse Füße bekommen, könne aber zum nächsten Strand laufen. Wir finden zwar einen kleinen Weg durch die Mangroven, doch der endet schließlich am Wasser. Weiter ginge es nur durch die Brandung über das Riffdach, das gefällt weder dem Riff noch uns, wir kehren um.
Nach einer kleinen Pause in einer netten Bar erreichen wir wieder Hillsborough, von hier wollen wir den Bus zum Paradise Beach nehmen, wir sind auf der Hinfahrt bereits daran vorbei gefahren. Kaum sind wir an der Hauptstraße, kommt ein Bus. Da einer der Fahrgäste auf der Ostseite wohnt kommen wir unerwartet zu einer Inselrundfahrt. Carriacou gefällt uns, die Häuser sind bunt und gepflegt. Überall sind Ziegen, Schafe, Kühe, Esel und natürlich Hühner unterwegs. Die meisten laufen frei rum, wenige sind angeleint. Als wir schließlich aus dem Bus aussteigen fängt es an zu Regnen. Zum Glück regnet es nun wenige Minuten. Am Strand essen wir in einem kleinen Restaurant das Tagesmenü mit Fisch, Kartoffeln, Reis und Salat. Anschließend laufen wir zurück zu Carriacou Marine, wo unser Beiboot am Steg auf uns wartet. Bevor es zurück an Bord geht wollen wir noch Tanken, die Kanister liegen bereits im Beiboot. Wir erfahren, dass der zuständige Mitarbeiter in der Mittagspause ist und um 17h wiederkommt. Also warten wir eine dreiviertel Stunde bis wir unsere Kanister gefüllt bekommen. Nach einem schönen und langen Abend sind wir um halb sechs wieder an Bord.
Heute stand ein Tagesausflug nach Sandy Island auf dem Programm. Es ist ganz schön windig (Bft. 6) und entsprechend hat sich eine kleine Welle aufgebaut. Nur drei andere Boote haben sich diesen Spot ausgesucht und wir können uns eine der freien Bojen aussuchen. Kaum sind wir angekommen hält ein kleines Boot auf uns zu. Ein junger Mann erzählt, dass er sonst Hummer verkauft, heute aber nur Tomaten oder Zitronen im Angebot hat. Wir freuen uns über die Tomaten, ist es doch gar nicht so einfach hier an schönes Gemüse zukommen.
Sandy Island ist ein kleines Inselchen. Ein paar Palmen säumen einen weißen Sandstreifen. Pelikane stürzen sich ins Wasser. Wir gehen ausgiebig schnorcheln, das Wasser ist schön klar und wird von vielen Fischen bewohnt. Schwärme kleiner silberner Fischchen glitzern knapp unter der Oberfläche, ein großer Igelfisch schwimmt knapp über dem Grund und ein Rochen liegt auf dem Sand. Erst als uns richtig kalt ist kommen wir wieder aus dem Wasser.
Später landen wir mit dem Dinghi auf der Insel an, werden bei der Überfahrt ziemlich nass und gehen auf der lütten Insel spazieren und Pelikane angucken. Es gibt einen kleinen Salzwasserpool in dem eine Gruppe Engländer ein Picknick macht. Nachmittags gehen wir Anker auf und sind nach 40 min wieder auf unserem alten Ankerplatz in der Tyrell Bay.
Carriacou
Donnerstag (gestern) verlassen wir Grenada. Im Windschatten der Insel haben wir zunächst wenig Wind und motoren nach Norden. Hinter der Insel können wir segeln, doch der Wind kommt sehr spitz, also sehr weit von vorne und ein starker Strom versetzt uns nach Westen. Das Segeln ist zunächst mühsam, die Welle stoppt uns immer wieder auf. Umso länger wir unterwegs sind, umso besser wird das Segeln und so rauschen wir schließlich auf Carriacou zu. Das Wetter ist schön, die Sonne scheint und das Meer leuchtet tiefblau. Unterwegs sehen wir endlich mal wieder Mondfische, die sich sonnen, außerdem Tropikvögel mit ihren langen Schwanzfedern und viele Tölpel.
Als wir nach 30 Meilen die Tyrell Bay erreichen, bin ich zunächst mäßig begeistert. So viele Boote! Dass es hier nicht leer ist war mir klar, aber so voll? Nobbi ist mit dem Ankerplatz den ich ausgesucht habe zufrieden, wir haben eine schöne Lücke gefunden, und als eine große Schildkröte auftaucht bin auch ich versöhnt. Wir sehen viele bekannte Boote, darunter gleich drei Schiffe, die wir aus Suriname kennen. Eine nette Überraschung. Ich habe während des Segelns etwas zu viel Sonne bekommen, bin sehr müde und schlafe daher noch eher als sonst.
Heute Morgen macht Nobbi mich darauf aufmerksam, dass der erste Dezember unmittelbar bevorsteht. Er möchte, dass vor dem ersten Advent dekoriert wird. Die Weihnachtsbox ist natürlich ganz hinten in der Achterkammer, schließlich braucht man sie nicht so häufig. Nachdem ich die Weihnachtskugeln aufgehängt habe, sieht es so leer aus, also packe ich auch die Lichterkette aus, obwohl sie auf 220 V läuft. Wir können doch jetzt nicht jeden Abend den Inverter betreiben, nur für die Lichterkette? Aber schön sieht es aus. Nachdem dekorieren lese ich Nobbi vor, dass der Trafo der Lichterkette eine Ausgangsspannung von 4,5 V hat, das ist doch fast USB, können wir da nicht was machen? Nachmittags bastelt Nobbi mir aus einem alten Handy-Ladegerät einen USB-Stecker für die Lichterkette. Jetzt leuchtet jede zweite LED, die sind mit wechselnder Polarität zusammen getüddelt, das macht ja auch Sinn, deshalb kann man mit dem original Trafo „Twinkling“ oder „Pulse“ auswählen. Wir könnten jetzt alle nicht leuchtenden LEDs umdrehen, aber das lassen wir mal…
Mittags machen wir einen Spaziergang an Land, kaufen Obst und Gemüse und essen lecker in einem kleinen Restaurant. Tauchbasen, kleine Läden und Restaurants säumen den Strand. Es gibt ein Bier als Lazy Pelican heißt, sehr lecker, und in der Bucht fischen die Pelikane. Carriacou ist sehr entspannt und ruhig. Uns gefällt es hier.
Nachmittags besucht Nobbi schnorchelnd den Anker und trifft einen Barakuda unter unserem Boot. Kein Wunder, dass die kleinen Fische immer aus dem Wasser springen.
Morgen ist der erste Dezember, da dürfen wir das erste Türchen öffnen. Außerdem ist ab morgen an Bord Weihnachtsmusik erlaubt. Vielleicht gibt es am Sonntag zum ersten Advent sogar den ersten Spekulatius?
Entspannte Tage in der Grand Mal Bay
Die Nacht zu Dienstag war etwas schwellig, aber gemütlich. Der Morgen ist es nicht. Ein großes Kreuzfahrtschiff ist angekommen, einer der beliebteren Ausflüge scheint der zu Grand Anse, einem sehr schönen Strand, zu sein. Die Wassertaxis, stark überladene Motorboote, preschen durchs Feld der Ankerlieger, zum Teil so dicht, dass wir sie anfassen könnten. Ihre Wellen schütteln uns durch. Wir wollen nicht warten bis sie alle wieder zurückkommen und gehen Anker auf. Irgendwo weiter im Norden wollen wir uns einen ruhigeren Ankerplatz suchen.
Wir schnappen uns eine von drei Bojen an der Südseite des Marineparks, weit sind wir nicht gekommen, etwa zwei Meilen und wir können St. George’s und das Kreuzfahrtterminal noch sehen, doch der Platz gefällt uns, warum sollten wir weitersuchen.
Nachmittags schnorcheln wir ausgiebig vom Boot aus. Mari liegt an der Riffkante, unter ihrem Heck ist es 25m, unter ihrem Bug 15m tief. Schwimmt man 50m richtig Küste wird es flacher. Die Korallen sind ziemlich kaputt, doch es gibt viele nette Fische zu sehen. Die Mooringleine ist sehr schön bewachsen. Zwei ausgiebige Schnorcheltouren machen uns müde und nach einem gemütlichen Abend geht es früh ins Bett.
Heute Morgen nutzen wir die Windstille und wechseln von unserer Genua auf die kleinere Fock. Der anstrengendste Teil ist das Zusammenlegen der großen Genua an Deck noch vor dem Frühstück. Vormittags fahren wir mit dem Dinghi um die Ecke zum Moliniere Point. Dort gibt es einen Unterwasser-Skulpturen-Park, den wollen wir uns ansehen. Wir binden unser Schlauchboot an eine der Bojen für die Ausflugsschiffe und machen uns schnorchelnd auf den Weg. Die Sicht ist gut und bald sehen wir die ersten Statuen, überall auf den Sandflächen stehen sie. Wir entdecken z.B. eine Meerjungfrau, einige Gesichter, kleine und größere Gruppen von Menschen die im Kreis stehen und eine Frau die auf einer Bank sitzt. Viele der Statuen sind leider kaputt, doch trotzdem gibt es noch genug zusehen. Es sind viele Fische unterwegs: Doktorfische, Papageifische, Sepias, ein Barakuda, eine riesige Languste, eine Muräne… Wir sind zufrieden und wiederholen unsere Tour am Nachmittag. Der Platz ist sehr beliebt. Schnorchel-Gruppen und Tauchboote kommen und gehen. Da wir quasi in der ersten Reihe liegen, konnten wir einen Zeitpunkt abpassen wo wir den Platz für uns alleine haben.
Der Rest des Tages vergeht mit Vögel beobachten, Baden und Lesen. Ein richtiger Urlaubstag. Morgen segeln wir weiter Richtung Norden, so ist zumindest der Plan.
Ein überraschendes Treffen
Gestern wurde es ganz dringend Zeit für einen Ankerplatzwechsel, wir mochten nicht mehr an unserem schaukligen Platz in der Prickly Bay bleiben. Unser Ziel, der Ankerplatz vor St. George‘s ist nur 7 Meilen entfernt auf der anderen Seite der Insel. Wir nehmen den Außenborder vom Dinghi und verstauen ihn an Deck, unser Schlauchboot ziehen wir hinterher. Als wir die Bucht verlassen empfangen uns die Atlantikwelle und satte sechs Windstärken. Das Segeln auf dem leuchtend blauen Wasser macht Spaß und schnell haben wir Grenadas Südspitze erreicht. Nun haben wir Landschutz, die Welle wird kleiner, dafür kommt der Wind fast von vorn. Nur langsam nähern wir uns Saint- George´s. Wir haben Gegenstrom, wo kommt der jetzt wieder her?
Der Ankerplatz ist nicht so voll, wir finden einen schönen Spot. Das Wasser ist ganz klar, wir können den Grund sehen. Natürlichen gehen wir erstmal ausgiebig baden. Nobbi besucht schnorchelnd unseren Anker und stellt fest, dass sich einige Kofferfische für ihn interessieren. Hoffentlich richten sie sich nicht zu wohnlich ein, den Anker nehmen wir wieder mit.
Eigentlich wollten wir heute Morgen weiter, doch als wir nach dem Baden unsere Telefone einschalten wartet eine Überraschung auf uns, ein ehemaliger Kollege von Nobbi besucht heute gemeinsam mit seiner Frau Grenada. Die beiden sind auf Kreuzfahrt auf der „Star Flyer“ und haben heute in St. George’s Landgang. Ein Treffen klappt spontan, wir gehen zusammen Kaffeetrinken. Laut unserer kanadischen Freunde ist es übrigens merkwürdig, dass die Deutschen, Franzosen und Holländer „ständig“ Kaffee trinken wollen. Finden wir nicht.
Als wir wieder an Bord sind überlegen wir kurz, ob wir noch eine Bucht weiter ziehen wollen, beschließen dann aber zu bleiben. Nobbi putzt schnorchelnd das Unterwasserschiff, ich den Wasserpass.
Dann sehen wir der „Star Flyer“ beim Ablegen zu. Es handelt sich nicht um irgendein Schiff, sondern um einen schönen Viermaster. Leider dauert es etwas bis alle Segel stehen. Die Rahsegel sehen wir nur noch durchs Fernglas im Sonnenuntergang leuchten. Im Dunkeln sind die Segel angeleuchtet und wir sehen das schöne Schiff nach Westen verschwinden. Es nimmt ungefähr unsere geplante Route, westwärts zu den ABC-Inseln. Wir werden ihm demnächst etwas langsamer hinterher segeln.
St. George‘s
Zeit für etwas Sightseeing. Eigentlich wollten wir uns gestern etwas auf der Insel umsehen, aber dann verging der Tag viel zu schnell mit dem Abschluss der Reparatur unserer Schaltung, dem Aufräumen und Putzen eines Teils des Achterschiffs und den nötigen Computerupdates im Marina Café.
Der heutige Tag begann ausgezeichnet für mich. Beim morgendlichen Bad guckte nur wenige Meter neben mir eine Schildkröte aus dem Wasser. Nach dem Frühstück, mit selbstgebackenen Franzbrötchen (!), ging es los. Wir sind mit dem Bus gefahren. Das Bussystem ist günstig und sehr effizient. Die kleinen Busse haben neben dem Fahrer einen Schaffner, der die Fahrgäste akquiriert. Kaum ist man auf einer größeren Straße hört man den „Bus?“ –Ruf. Nach ungefähr einer Minute Wartezeit sind wir unterwegs in Richtung St-George’s, der Hauptstadt. Wir steigen etwas eher aus, besuchen einen großen Bootsausrüster, und laufen dann am Wasser entlang zum Fort George. Wir kommen an der Luxus-Marina vorbei, am Container-Hafen und beschließen dann, dass es Zeit ist eine Kokosnuss zu trinken. An dem kleinen Stand gibt es einen Fisch, der in trübem Wasser in einem Wasserkanister schwimmt. Der arme! Auf dem Feld nebenan wird Cricket gespielt, da schlägt die englische Vergangenheit durch. Grenada war bis 1974 britische Kronkolonie, war im 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts aber unter französischer Kontrolle. 1762 eroberte England Grenada, die Franzosen gaben sich zunächst nicht geschlagen, also ging es ein wenig hin und her, aber ab 1795 gehörte es den Engländern. Wir setzten unseren Weg um die Bucht fort und erklimmen das Fort George. Von hier hat man einen fantastischen Blick auf die bunten Häuser, den Hafen, die Kreuzfahrerpier, den Ankerplatz der Yachten und auf die grünen Berge. Wir bummeln durch die überraschend hübsche Stadt, über den Markt und sind auf der Suche nach einem Restaurant. Wir werden nicht so recht fündig und enden im Schokoladenhaus. Hier bekommen wir erklärt wie Schokolade gemacht wird und essen leckeren Schokoladenkuchen aus Schokolade von der Insel. Wir laufen noch ein wenig durch die hügelige Stadt, es geht immer hoch und runter, und suchen uns dann einen Supermarkt. Kaum stehen wir mit unseren Einkäufen wieder auf der Straße hält neben uns der Bus um uns zurück zu Spice Island Marine zu bringen, wo wir unser Dinghi vertäut haben.
Arbeitsreiche Tage auf Grenada
Grenada liegt im Süden der kleinen Antillen und gehört zu den Inseln über dem Winde. Hier in der Karibik gibt es lauter nette Bezeichnungen für die Inselgruppen, die zu allerlei Verwirrung führen. Die Insel Grenada gehört zum gleichnamigen Staat, zu dem außerdem noch Carriacou und ein paar sehr kleine Inseln gehören.
Die Insel ist grün, in den Bergen hängen immer tiefe Wolken. Sie ist vulkanischen Ursprungs und gilt als sehr fruchtbar. Grenada ist die Gewürzinsel, hier werden Zimt, Nelken, Ingwer und Muskatnuss angebaut.
Leider haben wir von Grenada bisher kaum etwas gesehen. Am Tag nach unserer Ankunft haben wir zunächst Geld abgeholt, eine Kokosnuss getrunken und einklariert. Die Einklarierungsprozedur ging sehr fix, maximal drei Monate dürfen wir nun hier bleiben. Danach mussten wir leider unseren Ankerplatz wechseln, der Amerikaner hinter uns, hat uns wenig freundlich darauf aufmerksam gemacht, dass wir stören. Wir hatten keine Lust uns zu streiten und sind umgezogen.
Zum Glück haben wir unsere Dieselbaustelle in den Griff bekommen. Viele Stunden haben wir damit verbracht den Tank soweit es geht zu leeren und ihn mit gefiltertem Diesel zu waschen. Nun ist der Tank mit frischen Diesel gefüllt und diese Episode damit hoffentlich beendet. Die Dieselbaustelle sorgte für nervige Putzarbeiten und lange Aufenthalte in der Backskiste. Wir haben nun einen neuen Einlass dessen Deckel wir nicht verlieren können und da der Motorraum ohnehin offen war, haben wir den Aquaalarm (der den Kühlwasserfluss misst) nun hinter dem Wasserfilter eingebaut und ein paar Schläuche ersetzt.
Zwischendurch haben wir allerhand Kleinkram erledigt, ein paar Takel- und Verschönerungsarbeiten durchgeführt und ein neues Großfall eingezogen. Das Großfall war teurer als gedacht, dass der Preis in Dollar pro Fuss angegeben ist und nicht in Dollar pro Meter dämmerte uns erst als wir bereits 105 Fuss geordert hatten… Ohnehin haben wir genug Geld beim Schiffsausrüster gelassen. Wir sind nicht Schuld sollte er pleitegehen.
Zum Glück kommt das soziale Leben nicht zu kurz. Wir hatten ein glückliches Händchen mit der Wahl unseres neuen Ankerplatzes- Wir haben sympathische Nachbarn, die uns zum Einkaufen mitschnacken, uns mit Informationen versorgen und mit denen wir sehr nette Stunden bei dem ein oder anderen Bier verbringen. Außerdem haben wir Freunde wieder getroffen, die wir zuletzt auf den Kanaren getroffen haben.
Heute Morgen wollte Nobbi sich nur noch kurz die Schaltung ansehen, während ich unsere schon ziemlich verschlissene Sprayhood genäht habe. Beim letzten Manöver hatte ich mich beschwert, dass ich nun noch „digital“ fahren kann, also Gas oder kein Gas, und dass es nicht mehr möglich ist wenig Gas zu geben.
Nobbi stellt leider fest, dass in der Schaltung ein Teil gebrochen ist. Wir sind ein wenig ratlos. Das unspektakuläre Metall-Teil kostet in England zwölf Pfund recherchieren wir, aber England ist weit weg. Jetzt sind wir also vorübergehend antriebslos und deprimiert. Da taucht direkt hinter unserem Heck eine Schildkröte auf. Bestimmt will sie uns Mut machen.
Wir düsen also mal wieder mit dem Dingi zum Schiffsausrüster. Dort kann man uns nicht helfen (aber natürlich finden wir etwas anderes, das wir brauchen können), also machen wir uns auf den Weg zu einer Automerkstatt, bei der wir auch ein Yanmar/Perkins Schild gesehen haben. Anscheinend kennt man sich dort auch mit Bootsmotoren aus. Ein fröhlicher Mitarbeiter erklärt uns, dass er nicht glaubt, dass wir das Teil auf Grenada bekommen. Aber vielleicht könnte man das Ding nachbauen? Stimmt, Nobbi überlegt bereits, ob wir das Ding nicht aus Alu biegen können, da verrät uns der nette Mitarbeiter wen wir auf der Werft fragen müssen. Also laufen wir zur Werft. Dort ist gerade Mittagspause, wir sollen später wieder kommen. Nun haben wir über zwei Stunden Zeit und unternehmen eine kleine Wanderung. Zunächst geht es durch eine sehr wohlhabende Wohngegend, später durch einen Naturpark. Die Wanderung ist nicht spektakulär, aber die meiste Zeit im Schatten. Trotzdem kommen wir ordentlich ins Schwitzen. Die interessanteste tierische Begegnung hatten wir mit drei Ziegen.
Als wir wieder auf der Werft auftauchen hat sich noch nichts getan, zwanzig Minuten schauen wir uns Schiffe an, dann ist das kleine Teil geschweißt. Die einfache Reparatur erspart uns eine Menge Ärger. Nobbi bastelt die Schaltung wiederzusammen und legt vorsichtig Vorwärts- und Rückwärtsgang ein, bevor es zum Thanksgiving Dinner fahren. Das haben wir uns verdient und dankbar sind wir auch!
Eine ereignisreiche Überfahrt nach Grenada
Diese Überfahrt bot uns eine Art komprimierte Form der Vor- und Nachteile des Fahrtenseglerlebens. Die ganze Bandbreite an Aspekten durften wir in wenigen Tagen erleben. Es war schön, anstrengend, ruhig, aufregend, verlangte uns manchmal mehr ab, als wir zu geben bereit waren und endete glücklich. Hier findet ihr die Zusammenfassung. Wie immer habe ich schon kurz nach der Ankunft vergessen wie müde ich war, wie nass ich geworden bin und dass Segeln ziemlich doof sein kann. Ich erinnere mich an wunderschöne Nächte und leuchtend blaues Wasser.
Wir frühstücken zeitig, die Tide kentert und für uns geht es los. Ein letzter Blick auf Domburg, Abschied von Suriname. Mit dem ablaufenden Wasser geht es vorbei an Paramaribo hinaus aufs Meer. Der Strom schiebt uns, wir kommen flott voran und laufen mehr als 8 Knoten. Im Fluss sehen wir Delfine, die im schlammig braunen Wasser vor unserem Bug spielen.
An der vorletzten Tonne des Fahrwassers geht plötzlich unser Motor aus. Während Nobbi unter Deck verschwindet, entlüftet und den Filter wechselt, segle ich hoch am Wind aus der Mündung des Suriname River. Was hätten wir gemacht wenn der Motor etwas eher ausgegangen wäre? Vor der Küste liegen große Sandbänke und das Wasser ist flach. Wir sind froh, als wir es endlich ins tiefere Wasser geschafft haben.
Nobbi taucht wieder auf. Der Filter war sauber, Luft ist auch nicht in den Leitungen. Diese Feststellung ist der Beginn einer Dieselbaustelle, die uns die nächsten drei Tage immer wieder auf Trab hält. Schließlich können wir das Problem einkreisen. Wir scheinen verunreinigten Diesel getankt zu haben. Wir lassen den Motor mit Diesel aus dem Kanister laufen. Mit dem Diesel den wir zuletzt getankt haben läuft der Motor, mit dem den wir zuvor getankt haben (anderer Kanister) läuft er nicht. Mit der Mischung aus dem Tank läuft er bis er warm wird, dann nicht mehr. Macht das Sinn? Und weshalb ist er zu Beginn fast fünf Stunden gelaufen? Wir stellen Thesen auf, schlafen drüber, testen…
Schon lauert das nächste Problem. Während der Motor läuft, mit „gutem“ Diesel aus dem Kanister, überlegen wir wieviel Diesel eigentlich über die Rücklaufleitung in den Tank läuft. Da geht der Motor aus. Der Kanister ist halb leer. Wir lernen, es geht sehr viel mehr Diesel zurück in den Tank, als wir dachten. Wir haben so also unseren „guten“ Diesel über den Rücklauf in den Tank mit dem „schlechten“ Diesel laufen lassen. Das war nicht so schlau.
Der neue Versuchsaufbau hat zwei Kanister, einen aus dem der Diesel kommt, einen in den er laufen soll. Das funktioniert super, bis der Schlauch als dem Kanister rutscht und der Diesel im Salon landet. Was für eine Sauerei. Wir beschließen den Diesel aus dem Tank in die leeren Kanister abzupumpen, das ist mühsam, funktioniert aber ganz gut. Am nächsten Tag stellen wir fest, dass wir ein neues Problem verursacht haben, durch unser Gepumpe haben wir irgendwelche Partikel im Tank gelöst, diese verstopfen nun die Dieselleitung vom Tank zum Motor. Leider haben wir ja bereits einen Teil unseres guten Diesels in den Tank gekippt…
Schließlich baut Nobbi baut eine neue Kanisterlösung. Mit einem Stück Kupferrohr werden zwei Schläuche verbunden und so die Rücklaufleitung so weit verlängert, dass der Diesel nun in den Kanister, aus dem er kommt, zurückfließt.
Dieses Schlamassel wieder aufzulösen ist unsere Aufgabe für die nächsten Tage. Hinzu kommt die Beseitigung der Kollateralschäden. Leider ist der Diesel durchs halbe Schiff nach vorne geschwappt und in der Bilge unter dem Salon unter den Lack gelaufen. Wie auch immer das geht. Jetzt haben wir mit Diesel gefüllt Blasen unterm Lack. Leider ist bei der ganzen Aktion auch der Tankdeckel über Bord gegangen, wir werden also eine neue Tankzuleitung samt Deckel einbauen.
Weitere technische Unannehmlichkeiten waren der Ausstieg unseres Navigationsprogramms und eine stark tropfende Stopfbuchse. Die Stopfbuchse hat Nobbi auf See nachgezogen, das war kein Problem, die Lösung für unser Problem mit dem Navi-Programm kennen wir. Leider braucht man dafür eine Internetverbindung. Extrem praktisch auf See. Wie gut, dass wir die ein oder andere Backuplösung hatten.
Ansonsten sind wir wunderbar gesegelt. Nach den schlammigen Flüssen haben wir uns am Morgen des zweiten Tages sehr über das blaue Atlantikwasser gefreut. Am zweiten und dritten Tag hatten wir wenig Wind und sind entsprechend langsam, aber auch sehr gemütlich gesegelt. Die Nächte waren sternenklar und wunderschön. Zeit zum Nachdenken und Lesen. Wann hat man so viel Zeit seinen Gedanken nachzuhängen, wie in einer ruhigen Nacht auf See.
Am Montag nahm der Wind zu, wir kamen schneller voran, wurden aber auch immer wieder von fiesen Böen auf Trab gehalten. Viele schnelle Reff-Manöver waren nötig. Die Nächte waren nun nicht mehr entspannt, sondern nass. Immer wieder zogen Gewitter durch, es blitzte immer wieder. Zunächst fand ich die Gewitter sehr unheimlich, doch sogar daran gewöhnt man sich. Irgendwann hat es mich nur noch geärgert, wenn es wieder angefangen hat zu regnen. Nasse Klamotten können wir unter Deck nicht auch noch brauchen, wer im Regen draußen bleibt muss sich schnell ausziehen oder die Öljacke überziehen. Zum Glück lässt unsere Mari sich von dem wilden Wetter nicht beeindrucken und unsere Windsteueranlage steuert gewohnt unbeeindruckt ihren Kurs.
Unterwegs haben wir die 10.000ste Meile seit Bremen gefeiert. Wir waren vorbereitet, hatten eingekauft und haben den „Sprudel“ mit Neptun geteilt.
Dienstagabend sehen wir endlich Tobago, unser Ziel. Das Wetter wird immer unangenehmer. Heftige Schauer mit starken Böen halten uns in Atem. Ab und zu kommt ein Gewitter hinzu. Es ist lange dunkel als wir Tobagos Nordspitze runden, der Strom schiebt uns nach Westen. Im Dunkeln fällt die Orientierung schwer, wegen des starken Stroms müssen wir 50 Grad vorhalten und kommen und der Bucht in der wir ankern wollen nur sehr langsam näher. Dann erreicht uns der nächste Schauer. Bei diesen Bedingungen wollen wir die unbekannte Bucht nicht ansteuern, zumal wir auf über 20 m Wassertiefe hätten ankern müssen. Wir beschließen eine weitere Nacht auf See zu verbringen und nach Grenada weiter zu segeln.
Der letzte Schauer stellt sich als viel weniger spektakulär heraus als die vorherigen und der Wind lässt bald etwas nach. Während ich noch mit mir ringe, ob wir vielleicht doch hätten warten sollen und versuchen sollen Tobago anzulaufen, macht Nobbi sofort seinen Frieden mit der Entscheidung.
Gegen Morgen kehrt der Wind zurück, wir rauschen bei 3 m hoher achterlicher See in Richtung Grenada. Es ist dunkelgrau, die Luft, das Wasser, die Wolken. Das ist also die Karibik. Irgendwie hatten wir uns das anders vorgestellt.
Grenada taucht nachmittags endlich aus dunklen Wolken auf. Noch ein heftiger Schauer und dann wartet ein Kulturschock auf uns. Wir sehen hunderte von Masten. Ende der Einsamkeit.
Nach fünf Tagen und neun Stunden fällt unser Anker in der Prickly Bay. Aufräumen, Lüften, Ankommen. Wir pumpen unser Beiboot auf, entscheiden aber nicht mehr an Land zu fahren. Zur Feier des Tages gibt es Knipp mit Kartoffeln und Apfelmus.
Wir sind angekommen. Nach fast genau einem Jahr in Südamerika sind wir gespannt auf die Karibik.
Abschied aus Suriname
In den letzten Tagen haben wir unsere Weiterreise vorbereitet und einige kleinere Dinge erledigt. Wir haben einen größeren Einkauf gemacht und uns mit Dingen versorgt von denen wir befürchten, dass sie an den nächsten Destinationen sehr viel teurer sein könnten, unsere Dieselkanister und unsere Gasflaschen gefüllt.
Nobbi war im Mast und hat unser Rigg kontrolliert, ich hab Nobbis Hose repariert, wir haben gewaschen, nicht nur unsere Wäsche, sondern auch einige Leinen, die Halterung unserer Rettungsschlinge hat neue Klettverschlüsse bekommen und unser „Grabbag“ (der Beutel den wir mit in die Rettungsinsel nehmen, falls wir keine andere Wahl haben) hat ein Update bekommen und viele andere Dinge von der stetig wachsenden Liste haben wir abgehakt. Oft sind es die kleinen ungeplanten Dinge, die einen mit Arbeit versorgen. Ein paar ausgelaufene Batterien im Grabbag, die alles eingesaut haben, oder eine Naht am Bimini, die gerissen ist als wir es „nur mal eben“ wieder aufziehen wollten nachdem wir es gewaschen haben, haben uns ausreichend beschäftigt. Nun sind wir so weit, dass es weitergehen kann und soll.
Irgendetwas Interessantes passiert auch um uns herum immer. Einen Tag fand ein Schwimmwettbewerb im Fluss statt und wir saßen bei uns an Bord quasi in der ersten Reihe. Am Sonntag fand nach der Kirche eine Taufe im Pool der Marina statt. So etwas sieht man auch nicht alle Tage. Wir baden also in geweihtem Wasser. Das bringt sicherlich Glück. Außerdem haben wir gelernt „Caribbean Dominos“ zu spielen. Eine fortgeschrittene Dominovariante mit Steinen bis 15 Punkte und allerlei speziellen Regeln. Jackie und Gary sind begeisterte Spieler und haben es geschafft uns anzustecken. Nach dem Bad im Pool am späten Nachmittag treffen wir uns nun häufig zu einer Partie Dominos. Laut Jackie sind wir nun perfekt auf die Segelsaison in der Karibik vorbereitet.
Suriname hat uns gefallen, ein lohnenswerter Stopp. Ein friedliches, vielfältiges Land, mit netten Bewohnern, der Möglichkeit einiges anzusehen und der Option mit dem eigenen Boot in den Regenwald zu fahren. Mein ganz persönliches Highlight sind die vielen Papageien-Pärchen, die schnatternd zu ihren Schlafbäumen fliegen.
Heute Morgen waren wir bei der Polizei und haben ausgecheckt. Eigentlich wollten wir das bereits gestern erledigen, doch gestern war Feiertag. Diwali, das Lichterfest der Hindus wurde gefeiert. Wir haben erst am Abend vorher durch Zufall erfahren, dass Feiertag ist und mussten unsere Planung kurzfristig ändern. Jetzt hoffen wir, dass wir unsere gefüllte Gasflasche heute noch wiederbekommen, dann sind wir bereit zur Abfahrt.
Morgenfrüh soll es losgehen Die ablaufende Tide wird uns aufs Meer hinausschieben und dann hoffen wir auf Segelwind. Nächster Stopp voraussichtlich Tobago. Wir freuen uns nun auf türkises Badewasser!
Einige Neuigkeiten gibt es auch im Blog, die Seiten „Revierinfos“ und „Tipps und Tricks“ sind hinzugekommen und wollen in Zukunft mit Leben gefüllt werden.
Topfgucker
Wir verbringen die Tage mit kleinen Erledigungen, Bürokram und Vorbereitungen der Weiterreise. Also nichts besonders Interessantes.
Mit Joana hab ich vor Wochen darüber gesprochen, welche Lebensmittel wir vermissen und was bei uns so auf den Tisch kommt. In jedem Land gibt es andere interessante Lebensmittel und dafür andere Dinge nicht. In Brasilien zum Beispiel hatten wir Probleme schwarzen Tee zu kaufen, in Suriname gibt es lange nicht überall Kaffee (Nescafé aber schon).
Was wir essen, setzt sich also aus dem zusammen was wir vor Ort kaufen können, und was wir in unseren Vorräten finden. Unsere Vorräte sind nicht unendlich, reichen aber eine ganze Weile. Bei uns kommt hinzu, dass unser Kühlschrank ja zurzeit nicht funktioniert. Frische Sachen sind also nur sehr kurz haltbar. Das gilt insbesondere für Käse und Wurst. Im Moment kaufen wir jeden Tag einen Beutel Eis und kühlen damit unsere Aufschnitt Vorräte runter, nicht dass die leckere Salami schlecht wird bevor wir hier wegfahren.
In Brasilien haben wir in Obst geschwelgt. Ananas, Mangos, Äpfel, Pflaumen, Maracujas, sehr günstig und sehr lecker. Dafür war es dort ein Highlight ungesüßtes Brot zu finden. In Frankreich, also in Französisch Guyana, gab es fast alles. Also gab es an Bord Entenbrust und Dorade. Dafür war Obst dort vergleichsweise teuer, da haben wir genauer überlegt wieviel wir essen möchten.
Insgesamt haben sich unsere Prioritäten beim Obst- und Gemüseeinkauf verschoben. Wir schätzen Obst und Gemüse, das sich bei diesen Temperaturen länger hält. Statt Blattsalat erfreut sich Kohl großer Beliebtheit, außerdem sind Gurken der Renner bei uns an Bord. Diese Landgurken mit der dicken Schale halten sich wirklich lange. Bei uns gibt es sie als Schmorgurken, mit Kartoffeln, oder als Gurkensalat. Durch einen „Kochunfall“ ist ein Gurkensalat aus Pampelmuse und Gurke mit einem Dressing aus Sojasoße, Honig und Zitronensaft entstanden. Sehr lecker, den gibt es nun häufiger! Der Kohl wird zu Krautsalat, auch sehr lecker aus Rotkohl, oder landet in der Pfanne, zum Beispiel mit Corned Beef.
Vor ein paar Tagen gab es bei uns Eier mit Senfsoße, also einen deutschen Klassiker. Überhaupt gibt es häufig Eier. Auf See ist Rührei mit Kartoffeln die beliebteste Kombination. Eier gibt es überall, sie halten sich lange und sie schmecken als Spiegelei, Rührei oder Pfannkuchen.
Wir essen sehr häufig Curry. Größere Mengen Currypaste verstecken sich im Gewürzschapp, traurige Gemüsereste haben einen letzten glamourösen Auftritt und es schmeckt mit oder ohne Fleisch.
Neben dem Angebot spielt auch die Kochzeit eine große Rolle. Zum einen weil langes Kochen Gas kostet und Gasflaschenfüllen häufig eine langwierige Aufgabe ist. Viel wichtiger ist aber, dass wir hier in Suriname häufig Temperaturen jenseits der 35 Grad unter Deck haben. Da habe ich noch weniger Motivation als sonst mein Süppchen eine Stunde köcheln zu lassen… Übrigens, wenn es kalt ist, ist das auch nicht lustig, dann muss man nämlich die ganze Feuchtigkeit wieder aus dem Boot bekommen.
Die Klassiker aus der Backskiste, also wenn frisches Gemüse verbraucht ist, sind Nudeln mit Thunfisch, Reis mit Estragonsoße (aus Corned Beef und Sahne/Kondensmilch) und Kartoffelklöße mit Pilzsoße. Ab und zu öffnen wir eins unserer selbsteingekochten Gläser. Dann gibt es Gulasch, Rindercurry, Schweinefilet Tandoori oder Pflaumenkompott, Senfgurken, Kürbis, Papayachutney oder Apfelmus.
Ganz wichtig ist Nachtisch an Bord. Häufig wartet die vom Frühstücksmüsli übrig gebliebene Milch auf zeitnahe Weiterverarbeitung. Die Klassiker Vanillepudding, Milchreis und Grießbrei, gerne in Kombination mit frischem Obst oder Kompott, erfreuen sich größter Beliebtheit.
Ich backe gerne Kuchen, Muffins oder Franzbrötchen. Brot backe ich nur sehr ungern, das macht mir einfach keinen Spaß. Kuchen gibt es also häufiger einfach weil ich Lust habe einen zu backen, selbstgebackenes Brot nur bei äußerst schlechter Versorgungslage.
Was ich vermisse? Schwarzbrot mit Fleischsalat. Nobbi träumt von Grünkohl, aber der schmeckt nicht bei tropischen Temperaturen.
Manchmal vermisse ich „meinen“ Supermarkt in dem ich mich auskenne und ruckzuck eingekauft habe. Meistens macht es uns aber Spaß uns in neuen Geschäften umzugucken und neue Dinge auszuprobieren. Für Fälle besonders schlimmes Nahrungsmittelheimweh haben wir noch zwei sorgsam gehütete Dosen Knipp.
Jetzt habe ich Hunger. Ich weiß noch nicht was ich heute koche. Zum Nachtisch gibt es auf jeden Fall Griesbrei.








