Die Las Perlas sind eine kleine Inselgruppe im Golf von Panama. Diese Inseln wollen wir noch sehen bevor wir Panama endgültig verlassen und uns auf den weiten Weg nach Französisch Polynesien machen.
Als wir losfahren spiegeln sich die Wolken im Wasser. Es weht kein Lüftchen. Schlechte Bedingungen zum Segeln, hervorragende zum Tiere beobachten. Wir haben Glück, wir sehen sehr viele Vögel. Pelikane, Fregattvögel und Tölpel sind in großen Gruppen unterwegs. Riesige Fischschwärme bringen die ansonsten spiegelglatte Wasserfläche zum Kochen. Wir beobachten Delfine bei der Jagd und bei tollkühnen Sprüngen. Eine kleine Abordnung kommt neugierig ganz dicht ans Boot. Eine Gruppe Pilotwale zieht vorbei und in der Ferne springt ein großer Wal aus dem Wasser. Was für ein tierisches Willkommen im Pazifik!
Das Kinoprogramm endet nicht bei Einbruch der Dunkelheit. Das Meer leuchtet. Zuerst sehen wir es in den Speigatten (das sind die Ausflüsse, die Wasser von Deck ableiten). Es leuchtet grün. Wir setzten uns mit baumelnden Beinen an die Kante und genießen das Spektakel. Das Meer glitzert als würden Millionen kleiner Diamanten darin schwimmen. Die kleinen Fische ziehen eine leuchtende Spur hinter sich her, wenn sie neben uns auf und ab schwimmen. Nähert sich ein größerer Jäger spritzen die kleinen Fische auseinander, alle mit einem leuchtenden Schweif. Feuerwerk unter Wasser. Magisch und wunderschön.
Dabei fing unser Trip auf die Las Perlas gar nicht so gut an. Vorgestern waren wir schön über zwei Stunden unterwegs, als wir feststellten, dass wir Wasser im Schiff haben. Nicht viel, aber zu viel um es zu ignorieren. Wir stoppen den Motor, suchen nach der Stelle wo es hineinkommt und entscheiden uns umzukehren. Nachmittags fällt der Anker in La Playita vor Panama. Drei Meilen vom Balboa Yachtclub, wo wir morgens gestartet sind. Wir liegen einfach zu tief im Wasser. Mari ist überladen. Wir trimmen sie um, finden die undichte Stelle und dichten sie ab.
Gestern wagen wir einen neuen Versuch. Maris Bilge ist knochentrocken und wir sind zufrieden.
Pazifikvorbereitungen – der Endspurt
Wir sind soweit. Wir sind tatsächlich fertig. Irgendwie kommt es für uns unerwartet, wir haben heute den letzten Punkt auf unserer ToDo-Liste abgehakt. Nun heißt es lossegeln, bevor neue Posten auf der Liste auftauchen.
Die letzten Tage haben wir eingekauft, aufgeräumt, weggestaut und gewaschen. Wir haben Übung im Taxifahren, inzwischen fahren wir zum halben Preis. Am Sonntag landen wir auf der Suche nach einem Supermarkt in einem Shoppingcenter. Später lernen wir, dass dies eine der größten Malls Amerikas ist. Sehr praktisch wenn man eigentlich nur einen Supermarkt sucht. Hier gibt es alles und wir brauchen nichts. Wir kaufen einen Badeanzug und eine Badehose, essen Steaks und finden schließlich auch einen Supermarkt. Montag waren wir auf der Suche nach Obst und Gemüse und haben auf dem Weg zum Markt einige kleine Stände entdeckt. Auf dem Markt sind wir deshalb nie angekommen. Nicht alles läuft so unkompliziert. Als wir Montagmorgen mit unserer schmutzigen Wäsche vor der Waschmaschine stehen, erfahren wir, dass diese seit Sonntag kaputt ist. Prima. Nun stehen wir mit der schmutzigen Wäsche, aber ohne Taschen und Schuhe auf der Pier. Wir fragen nach einem Waschsalon. Allgemeines Kopfschütteln. Schließlich bringen wir die Wäsche auf dem Weg zum Einkaufen in eine Wäscherei und ich gehe mit einer angebrochenen Waschmittelflasche im Gepäck einkaufen. Dienstag können wir die Wäsche wieder abholen. Wir sind in einem Viertel, in dem Touristen besser nicht im Dunkeln unterwegs sind und finden hier die beste Gemüseauswahl. Sehr günstig kaufen wir Brokkoli, Rotkohl, Ananas, Melonen und Bananen. Nun ist das Boot voll und wir werden nicht verhungern. Wir sind gespannt wie lange die Paprikas durchhalten und ob alle Mangos gleichzeitig reif werden.
Wir haben genügend frischen Lesestoff und die MP3 Player sind mit Musik und Podcasts gefüttert. Gestern saßen wir lange an der Bar und haben das schnelle Internet ausgiebig genutzt um Dinge nachzusehen, Emails zu schreiben und zu telefonieren. Abends haben wir uns gefreut Freunde von der Atlantikseite zu treffen, die erst gestern durch den Kanal gekommen sind.
Heute Morgen mussten wir feststellen, dass wir einen Bananendieb an Bord haben. Nobbi hat ihn auf frischer Tat ertappt. Ein frecher schwarzer Vogel hat Löcher in unsere Bananen gepickt. Unser Rumgewedel, mit dem wir ihn verscheuchen wollten, hat ihn kaum gestört. Er hat eine Pause am Mast gemacht und ist nur widerwillig aufs Nachbarboot umgezogen. Die Zahl unserer Bananen wurde drastisch reduziert. Dann essen wir eben Mango und Ananas.
Anschließend hatten wir einen Grundkurs in Entschleunigung. Gleich morgens wollten wir ausklarieren und uns anschließend auf den Weg zu den Las Perlas machen. Im Hafenbüro gab es jedoch ein kleines Problem. Das Passwort der Mitarbeiterin war abgelaufen, deshalb konnte sie sich leider nicht im System anmelden. Wir haben erst einige Zeit in der Halle gewartet und später einem Beamten beim Ausschneiden von Etiketten zugesehen. Nach gut zwei Stunden wurden wir dann noch einmal gefragt wie unser Boot heißt. Schließlich gab es doch eine „Zarpe“ für uns. Die Zarpe ist das Papier, das bestätigt, dass wir Panama mit Ziel Marquesas verlassen. Bei der Immigration ging es ganz schnell. Zack hatten wir unseren Ausreisestempel im Pass. Mittags waren wir wieder am Balboa Yacht Club. Zu spät um die 40 Meilen zu den Las Perlas im Hellen zurückzulegen. Kurzentschlossen haben wir unsere Abfahrt auf morgenfrüh verschoben.
Es wurde Beschwerde eingereicht, weshalb unsere Leser nicht, wie auf dem Weg zu den Kap Verden, unsere Ankunftszeit tippen dürfen. Ihr dürft.
Hier gibt es also die Informationen die ihr für eure detaillieren Berechnungen benötigt. Wir starten von den Las Perlas, Panama. Unser Ziel sind die Marquesas in Französisch Polynesien, unser Landfall wird vermutlich auf Hiva Oa sein. Die Strecke ist fast 4000 Meilen lang und wir werden die Galapagosinseln wahrscheinlich südlich passieren. Da wir noch ein bis zwei Nächte am Anker auf den Las Perlas verbringen wollen, sind wir noch nicht sicher, wann wir lossegeln. Gebt den Ankunftstag in Hiva Oa und die Uhrzeit (Ortszeit!), basierend auf der Abfahrt am Samstag den 6. April 10 Uhr morgens (Ortszeit Panama), an. Sollten wir später oder früher absegeln, werden eure Berechnungen berichtigt. Falls wir kurz entschlossen irgendwo anders hinsegeln, werden die Angaben mit einer geheimen Formel korrigiert. Schickt uns eure Tipps per Mail (gewertet werden nur Schätzungen, die bis zum 14. April eingehen), die genausten Vorhersagen werden mit einer Postkarte belohnt.
Panama City
Nach der Kanalpassage liegen wir im Balboa Yacht Club an der Boje. Das hört sich edel an, ist aber der Platz an dem die Arbeitsboote liegen. Hier ist ein ständiges Kommen und Gehen. Die Boote der Agenten fahren zu den großen Schiffen, die auf der Reede fahren. Ersatzteile und Gemüse werden geliefert. Die Lotsenboote bringen den Lotsen zu den großen Schiffen oder holen sie wieder ab. Urlauber werden mit dem Motorboote zu den vorgelagerten Inseln gebracht. Außerdem liegen wir unmittelbar an der Einfahrt zum Kanal und zum Hafen. Die großen Schiffe fahren so dicht vorbei, dass man das Gefühl hat sie anfassen zu können. Während die Großen nur leise brummen, machen die kleinen Boote der Agenten viel Lärm und noch mehr Welle. Immer wieder müssen wir uns und unsere Tassen festhalten. Uns gefällt es trotzdem. Hier gibt es so viel zu sehen, eigentlich können wir einfach im Cockpit sitzen bleiben und das Leben um uns herum beobachten.
Natürlich wollen wir Panama City erkunden. Das Taxiboot bringt uns an Land und auch wieder zurück zum Boot. Tag und Nacht. Ein „Moie-Moie, Marisol“ auf Kanal 6 reicht und schon kommt das Boot angerauscht.
Wir besuchen das Besucherzentrum auf den Miraflores Schleusen und beobachten das Schleusen von der Dachterrasse aus. Wir haben Glück, ein Kreuzfahrer wird geschleust, der gerade in die Kammer passt. Das ist spannend. Wir sehen den Lotsen auf der Brücke hin und her laufen und das Personal des Kreuzfahrers, das Zeit für eine Zigarette findet oder die Gelegenheit nutzt sich zu sonnen. Ein Autotransporter und kleinere Containerschiffe folgen. In der Ferne sehen wir große Neo-Panamax Schiffe durch die neue Schleuse gehen. Die Gastanker und großen Containerschiffe passen nicht in die Miraflores Schleuse. Wir freuen uns, dass auch drei Segelboote, so wie wir, im Päckchen geschleust werden.
Die Altstadt Panamas ist schön. Ein Teil wurde bereits renoviert, es gibt jedoch noch viele Projekte. Zum Teil stehen nur noch die Außenmauernder ehemals schöner Häuser. Wir bummeln durch die Straßen, Essen auf schattigen Plätzen und genießen den Ausblick auf das moderne Panama beim Einbruch der Dunkelheit von einer Bar auf einer Dachterrasse. In der Altstadt befindet sich auch das Kanalmuseum, das unser Kanal-Erlebnis abrundet. Wir erfahren viel über die Geschichte Panamas, den Kanalbau, das Leben innerhalb der US-Kanalzone, die Übergabe des Kanals an Panama und die Erweiterung des Kanals. Das Museum ist informativ, modern und befindet sich in einem sehr schönen Haus.
Im Parque Natural Metropolitano hoffen wir ein Faultier zu sehen. Wir machen eine kleine Wanderung durch den Park, genießen den Ausblick auf die Stadt und entdecken tatsächlich ein Faultier, ein Agouti und einen Nasenbären. Den anderen Tieren ist es wohl zu heiß. Uns auch.
Wir sind bei unserer panamaischen Verwandtschaft eingeladen und verbringen gemeinsam einen sehr schönen Abend mit dem besten Ceviche der Reise.
Zwischendurch haben wir kleineres Bootsgetüddel erledigt, irgendwas ist immer. Meine USB-Steckdose hat jetzt wieder Strom und der Kasten für die Gasflaschen ist wieder dicht. Während unserer Kanalfahrt ist dort Wasser eingedrungen. Diese Schwachstelle ist uns erst jetzt aufgefallen, als wir im Kanal mit 6 Personen im Cockpit und Full-Speed das Heck 30 cm tiefer gelegt hatten.
Gestern haben wir Otti verabschiedet. Nun sind wir wieder zu zweit an Bord, damit beginnt für uns der Endspurt der Vorbereitungen für unsere Pazifikbesegelung.
In den Schleusen
Wir sind total begeistert wie viele nette Menschen in Deutschland am Computer ausgeharrt haben und unsere Durchfahrt beobachtet haben. Vielen Dank für die tollen Fotos.
Philipp hat uns diesen tollen Film gebastelt, der die Fahrt durch die Miraflores Schleuse zeigt. Philipp und Mareike machen tolle Törns mit ihrem Boot „Müggele“ und bringen von ihren Reise schöne Videos mit. Reinschauen lohnt sich: http://www.Müggele.de .





Panamakanal – der Transit
Am Sonntag bekommen wir Besuch. Wir haben Verwandte in Panama, die die Chance nutzen und unser Boot anschauen möchten. Gemeinsam besuchen wir Fort San Lorenzo am Rio Chagres und verbringen einen schönen Tag zusammen.
Sonntag kommt auch Cara an Bord. Sie hat einen Aushang am schwarzen Brett gemacht, wir haben ihr eine Nachricht geschrieben, sie am Mittwoch getroffen und nach ein paar Minuten beschlossen, dass sie als Linehandlerin mitkommt. Für sie ist es bereits die dritte Kanaldurchfahrt.
Montagmorgen sollen unsere Leinen und Fender an Bord kommen. Sie kommen spät und wir werden nervös. Mit etwas Verspätung, aber immer noch rechtzeitig treffen sie ein.
Thomas aus Schweden macht unsere Crew komplett, wir haben uns im Shoppingbus auf dem Weg nach Colon kennengelernt. Nun sind wir zu fünft.
Während wir noch am Steg liegen kommt via Funk die Ansage, dass der Lotse um viertel nach drei an Bord kommt, wir brauchen uns also nicht zu beeilen. Wir essen belegtes Baguette, fahren aus dem Hafen und legen uns an den Anker. Es ist immer noch früh und schaukelt ordentlich. Wir verkürzen die Wartezeit mit Kaffee und Kuchen. Wir verstehen uns gut und die Zeit vergeht schnell. Wir lernen, dass Thomas mit einem Eisbären reist (kein echter) und machen Eisbärenfotos für die Familie. Der Eisbär ist eine Art familiärer Wanderpokal und wurde ihm von seiner Schwester ins Gepäck geschmuggelt. Tatsächlich kommt Julio um kurz nach halb vier an Bord und schon geht es los. Julio ist „Advisor“. Kleine Boote, wie wir, bekommen keinen echten Lotsen, sondern einen Advisor. Angestellte der Kanalbehörde haben die Möglichkeit in ihrer Freizeit als Advisor zu arbeiten und so zusätzlich Geld zu verdienen.
Mit uns reisen zwei weitere Segelboote. Vor der ersten Schleuse sollen wir ein Päckchen bilden und die Boote zusammenbinden. Eigentlich keine komplizierte Aufgabe, doch die Situation ist einigermaßen chaotisch. Schließlich fahren wir hinter einem großen Schiff und einem Schlepper in der Schleusenkammer. Nun werden wir drei Stufen hinauf in den Gatunsee geschleust. Die Aufgabe der Linehandler ist es, die Leinen gleichmäßig stramm zuhalten und Boote so in der Mitte der Schleuse zu halten.
Kurz hinter der Schleuse mache ich im Eiltempo Abendessen. Thomas springt ein. Er brät das Fleisch während ich ans Ruder gehe, wir sollen direkt hinter den Schleusen ankern. Das kommt plötzlich. Julio bekommt etwas zu essen (Couscous mit Tomaten dazu Rinderfilet) und schon wird er abgeholt. Wir trinken zunächst ein Ankunftsbier, essen, sitzen noch etwas im Cockpit und gehen bald ins Bett. Uns fehlt eine Koje. Zwei schlafen im Vorschiff, zwei im Salon, das Achterschiff ins vollgestaut. Deshalb macht Nobbi es sich im Cockpit gemütlich. Kaum liegen wir alle im Bett beginnt es zu regnen, Nobbi zieht auf den Fußboden im Salon um. Die Nacht ist für uns alle unruhig und um halb sechs zu Ende. Um viertel vor sechs sollen wir uns melden und erfahren wann es weiter geht. Niemand meldet sich. Nobbi geht baden und putzt den Log-Geber. Wir trinken Kaffee und essen das beste Bananabread. Wir haben es von Spencer bekommen, nachdem Rainer ihm verraten hat, dass wir es so sehr mögen. Sehr lecker. Wir warten. Wir essen Rührei und warten. Um viertel nach neun kommt schließlich unser Advisor Luis an Bord. Fast 30 Meilen bis zu den Schleusen auf der Pazifikseite. Die Landschaft ist schön und ab und zu kommt ein interessantes Schiff vorbei. Mittags gibt es Gulasch. Ich bin froh, dass ich am Montagmorgen vorgekocht habe. Unter Deck ist es sehr heiß.
Wir verlieren den Anschluss an die beiden anderen Yachten, sie sind größer und schneller. Unsere arme Mari liegt tiefer im Wasser als je zuvor. Sechs Personen an Bord, zusätzlich Gepäck, Leinen und Fender, Proviant für den Pazifik und das alles in Süßwasser. Die anderen Boote müssen schließlich warten, dass der Gegenverkehr die Engstelle Gaillard Cut passiert hat und wir schließen auf. Wieder verbinden wir uns zu einem dreier Päckchen, wieder ist es chaotisch. Auf dem mittleren Boot kann anscheinend niemand eine Leine belegen oder einen Knoten machen. In der Pedro Miguel Schleuse werden wir eine Stufe abwärts geschleust, eine Meile später in der Miraflores Schleuse geht es in zwei Stufen hinab. Um kurz nach vier öffnet sich schließlich das letzte Schleusentor und damit das Tor zum Pazifik.
Am Balboa Yacht Club geben wir unsere gemieteten Leinen und Fender an ein kleines Boot ab und machen unsere Mari an einer Boje fest. Wir freuen uns über die glückliche Ankunft und darüber, dass wir Glück hatten mit unseren Linehandlern. Cara und Thomas werden vom Taxiboot abgeholt.
Wir setzen uns ins Cockpit, trinken Sekt, stoßen auf die Ankunft im Pazifik an und fallen reichlich angetüddelt und sehr müde in die Koje.
Zum letzten Beitrag sind noch einige Fotos hinzugekommen.
Wir bedanken uns bei Joachim, Martin, Rolf, Frauke, Mareike, Philipp und Nicola für die tollen Fotos aus dem Schleusen. Sobald wir all die Bilder heruntergeladen haben reichen wir sie nach.
Der Panamakanal
Wann geht ihr durch? Das ist die beherrschende Frage. Gemeint ist der Panamakanal. Die meisten Segler die hier liegen warten auf ihren Transit durch den Kanal.
Hat man einen Termin, wird es Zeit sich um die Planung zu kümmern. Jedes Boot braucht zusätzlich zum Captain vier Linehandler. Da wir im Moment zu dritt an Bord sind, mein Vater Otti besucht uns, brauchen wir nur noch zwei weitere Linehandler. Außerdem muss man sich über die Proviantierung Gedanken machen. Der Advisor, der Lotse der an Bord kommt, hat Anrecht auf eine warme Mahlzeit und die Crew hat auch Hunger. Es gilt also sechs Personen zwei Tage zu bekochen.
Unser Termin ist am Montag den 25. März, eingekauft haben wir am Freitag, zwei Linehandler sind gefunden und morgen werden die vorgeschriebenen Leinen und Fender gebracht. Wir sind bereit.
Der Kanal ist die Abkürzung vom Atlantik in den Pazifik. Schiffe die nicht durch den Kanal fahren wollen, müssen den Umweg um Südamerika herum machen und durch die Magellanstraße fahren. Der Kanal verbindet den Atlantik bzw. die Karibik im Osten mit dem Pazifik im Westen. Er verläuft aber von Nord nach Süd und der Eingang auf der Atlantikseite liegt sogar westlicher als Ausgang auf der Pazifikseite. Verwirrt? Da hilft nur ein Blick auf die Karte.
Die Arbeiten am Kanal begannen 1881 unter Ferdinand de Lesseps. Der Erbauer des Suezkanals wollte einen schleusenlosen Kanal bauen, beim Suezkanal hatte es schließlich gut funktioniert. Dieses Unterfangen ging furchtbar schief und endete in einem finanziellen Fiasko. Bis 1889, als der Bau gestoppt wurde, starben 22.000 Menschen vor allem an Gelbfieber und Malaria. 1902 wurde das gesamte Projekt an die USA verkauft. 1914 wurde der Kanal mit dem aufgestauten Gatunsee und Schleusen schließlich fertiggestellt. Auch in dieser zweiten Bausphase starben mehr als 5000 Menschen. Ende des Jahres 1999 wurden der Kanal und die Kanalzone an Panama zurückgegeben. Seitdem verwaltet die Kanalgesellschaft den Kanal.
Natürlich kann man das Treiben in den Schleusen via Webcam verfolgen: http://www.pancanal.com und dann unter dem Punkt Multimedia. Wenn uns jemand dort zufällig entdeckt macht bitte einen Screenshot. Wir würden und sehr über Bilder freuen. Nach jetzigem Zeitplan sind wir am Montagabend, also nach deutscher Zeit mitten in der Nacht, in der Gatun-Schleuse und am Dienstagnachmittag, in Deutschland also abends, in der Miraflores-Schleuse.
Wir haben letzte Kleinigkeiten erledigt und machen nun, gemeinsam mit Otti, Urlaub. Wir haben mehrere kleine Streifzüge durch den angrenzenden Regenwald unternommen und sind begeistert von der Tierwelt. Der Coati, der Nasenbär, hat sich heute Morgen wieder gezeigt, wir haben Blattschneideameisen beobachtet und haben viele Affen gesehen und gehört. Die Brüllaffen sind so klein und so laut. Das Krokodil im Hafenbecken hat auch wieder für Aufregung gesorgt und vom Strand aus haben wir eine Schildkröte gesichtet.
Schwalben, Affen und Shoppingtouren
Im Auspuff des Nachbarbootes haben Schwalben ihr Nest gebaut, wir beobachten die Eltern seit einiger Zeit. Seit zwei Tagen sind die kleinen Schwalben unterwegs, haben das Auspuff-Nest verlassen und unternehmen Ausflüge aufs Vorschiff. Während Mama-Schwalbe die Flugversuche des Nachwuchses beaufsichtigt, baut Papa-Schwalbe am neuen Nest. Diesmal möchte er im Baum wohnen, vielleicht war es doch etwas dunkel im Auspuff?
Heute Morgen haben wir am „Nature Walk“ teilgenommen und sind positiv überrascht. Wir waren nicht nur eine nette Gruppe, wir haben auch viele Tiere gesehen. Ein neugieriges Coati, Kapuziner- und Brüllaffen, einen leuchtend blauen Schmetterling, Fledermäuse und viele interessante Vögel. Die Brüllaffen haben direkt neben uns aus voller Kehle gebrüllt, wirklich beeindruckend. Leider war heute Morgen der nasseste Morgen seit wir in Panama sind, es heißt nicht umsonst Regenwald.
Wir sind jetzt seit einer Woche wieder im Wasser und waren fleißig. Der neue (alt, aber für uns neu) Außenborder hängt an seiner neuen Halterung und hat eine Hülle bekommen, die Kiste für die Gasflaschen hat einen neuen Deckel, die neue Windanzeige im Mast zeigt Windstärke und Richtung, der Plotten hat einen Platz im Cockpit gefunden und empfängt AIS-Daten, der Motorleerlauf ist eingestellt und auf dem Bord-PC laufen fast alle benötigten Programme. Wie immer steckt der Teufel im Detail, den Windmesser im Mast anzubauen war gar nicht so schwierig, aber das Kabel in der Mastnut zu verlegen war eine größere Aufgabe, die Nobbi viele Stunden im Mast beschert hat.
Wir haben den ersten größeren Einkauf bereits hinter uns. Am Freitag war es besonders lustig im Bus. Eine Stimmung wie auf Klassenfahrt, alle Segler haben einen Großeinkauf gemacht und auf dem Rückweg wurde es kuschelig zwischen den ganzen Taschen. Außerdem war die Fahrt besonders interessant, wir haben Affen und Faultiere gesehen und in der Schleuse war viel Betrieb. Zwei Kreuzfahrer fuhren gerade in die alte Schleuse ein und großes Hamburg-Süd-Schiff in die neue. Heute Nachmittag gehen wir wieder einkaufen. Es gilt Proviant für die Überquerung des Pazifiks zu kaufen. Natürlich können wir nicht alles was wir im nächsten halben Jahr essen wollen einkaufen, dafür haben wir gar nicht genügend Platz, doch an vielen Orten die wir besuchen wollen kann man nur sehr limitiert einkaufen, oder aber sehr teuer. Also werden Maris Schränke vollgestopft mit Müsli, Kaffee und Co.
Abends genießen wir das Marina-Leben. Jetzt in der Hauptsaison sind hier viele Segler auf dem Weg nach Westen oder Norden und man kommt man immer mit einigen netten Leuten in Kontakt. Abends treffen wir uns in fester Besetzung zum Schwimmen und Quatschen im Pool. Gestern gab es sogar einen „Floating Sundowner“, d.h. Gin-Tonic am Beckenrand.
Zweifaches Splash!
Der ruhige Sonntag gestaltete sich ziemlich unruhig. Erneut wurde das Tankboot via Tankwagen unmittelbar neben uns betankt. Leider stundenlang mit laufendem Dieselgedröhne. Diesmal fanden wir es sehr viel weniger lustig als noch am Tag zuvor. Späten Nachmittag waren wir beide einigermaßen genervt, es ist doch sehr anstrengend sich den halben Tag gegenseitig anzuschreien. Wir kühlen uns im Pool ab und freuen uns auf das Sonntags-Grillen mit der Seglergemeinde.
Für allgemeine Aufregung sorgt die Sichtung eines Krokodils im Hafenbecken. Angeblich handelt es sich bei diesem Exemplar um „das Kleine“. Wir sind gespannt auf das Große. Das Kleine ist mindestens 2,5 m lang und schwimmt unbeeindruckt zwischen den Booten durch. Ob es wirklich keine Segler frisst, die ihr Unterwasserschiff putzen oder nach verloren gegangenen Werkzeugen tauchen? Die kleine weiße Katze wurde jetzt schon einige Tage nicht mehr gesehen…
Montag ist Splash. Mit anderen Worten, Mari kommt wieder ins Wasser. Grummel, so nennen wir den Chef der Travellift-Gang wegen seiner etwas unzugänglichen Art, ist böse auf seine Kollegen. Sie haben dort, wo unser Boot auf den Stützen steht kein Antifouling gemalt, das wollten sie machen wenn Mari den Gurten hängt. Nun stehen die Stützen aber genau dort wo die Gurte liegen werden. Grummel hat recht. Alle Stützen werden versetzt und die fehlenden Stellen gemalt. Nobbi nimmt sich auch einen Pinsel und malt den Propellerschaft. Nun ist der Ehrgeiz der Antifouling-Maler geweckt. Als Mari schon in den Gurten des Travellifts hängt schleifen sie die Kielunterseite an um auch noch die letzten Milliliter Antifouling auf unserem Schiff zu verteilen. Immerhin hat uns jede Dose Antifouling $ 365 gekostet! Mittags schwimmen wir wieder und verholen an unseren Platz. Mari scheint zufrieden. Ob Boote sich genauso leicht fühlen, wenn sie ins Wasser eintauchen, wie wir wenn wir uns in den Pool fallen lassen?
Leider war dies nicht der einzige Splash des Tages. Mein Handy ist gleich hinterher gesprungen. Mein Mann ist wiederum heldenhaft meinem Telefon hinterher gesprungen und hat es wieder rausgeholt. Im Moment liegt es in Reis, die Hoffnung auf Wiedergeburt schwindet jedoch. Zum Glück habe ich dank Nobbis heldenhaften Einsatzes (Krokodil?!) meine SIM Karte wieder.
Heute haben wir den Vormittags-Bus zum Einkaufen genommen, um Viertel vor acht ging es los, um zwölf waren wir wieder hier. Zweieinhalb Stunden in einem Einkaufszentrum, in dem zunächst nur der Supermarkt geöffnet hat, sind eigentlich zu lang. Wir haben uns die Zeit mit zwei Kaffeepausen vertrieben. Ein Becher Kaffee vor dem Einkaufen, ein Kaffee und ein Stückchen Kuchen nach dem Einkaufen. So kann man es aushalten. Ich habe nun ein neues Telefon.
Am Nachmittag hat Nobbi an unserer neuen Außenborderhalterung gebastelt und ich habe Rinderhack eingekocht. Es geht voran. Auch wenn die berühmte Liste noch ziemlich lang ist. Die Aussicht auf die Pazifiksaison setzt Kräfte frei und macht entschlussfreudig.

Zurück in Panama und schon an Land
Die Zeit in Bremen ist verflogen. Dieser Heimatbesuch war richtig stressig, wir sind kaum zur Ruhe gekommen. Aber wir konnten ganz viele Dinge erledigen. Dank unseres netten Zahnarztes und einer sehr engagiertes Krankenkassenmitarbeiterin hat Nobbi in Rekordzeit eine neue Brücke bekommen, wir haben einige Impfungen aufgefrischt und die jährlichen Arzttermine abgehakt. Einiger Papierkram wollte abgearbeitet und viele Ersatzteile konnten beschafft werden. Die meisten Firmen waren schnell und unkompliziert, doch bei anderen haben wir mehrfach hinterher telefoniert, bis die bestellten Dinge tatsächlich in die Post gegangen sind. Am Ende wurde es noch einmal richtig spannend. Ein Paket kam am letzten, eines am vorletzten Tag vor der Abreise. Zwei Dinge sind gar nicht angekommen. Unsere Backstagen haben eine kuschelige Woche in Frankfurt in der Packstation verbracht, wohin sie fälschlicherweise geschickt wurden, und mein Tauchcomputer kam mit leerer Batterie vom Batteriewechsel und musste die Reise deshalb ein weiteres Mal antreten.
Sehr gefreut hat es uns, dass wir viel mehr Freunde und Familienmitglieder getroffen haben, als erhofft!
Am Mittwoch ging es zurück zum Boot. Die Reise nach Panama verlief wohltuend unspektakulär, die Flüge waren pünktlich, das Essen lecker, in Sachen Kinofilme bin ich wieder auf dem neusten Stand und das Gepäck ist auch angekommen. Spannend wurde die Reise vom Flughafen Panama City zur Shelter Bay Marina. Das Taxi hatte nur spärliche Beleuchtung, auf der Autobahn ging es noch, danach wurde es immer abenteuerlicher. Wir donnerten durch manches Schlagloch und hatten auch Probleme die Beschilderung zu lesen. Wie froh waren wir, als wir in der Dunkelheit den Kanal erreichten. Doch als wir über die Schleusen fahren wollten, kam der Verkehr zum Erliegen. Ein Bus war von der schmalen Spur abgekommen und hing in der einspurigen Straße auf dem Schleusentor fest. Da sich die Schleuse nun nicht mehr öffnen ließ, lag eine Lösung des Problems nicht nur in unserem Interesse. Schließlich wurde der Bus von einer der Loks, die die Schiffe durch die Schleusenkammern ziehen, zurück auf die Straße gezogen. Und wir konnten weiterfahren. Die Straße auf den letzten Kilometern bis zur Marina ist sehr schlecht. Schlagloch an Schlagloch. Genau das richtige für ein uraltes Taxi, das kaum Licht hat, beladen mit drei Personen und Gepäck. Wir waren sehr erleichtert, als wir heil angekommen waren und freuten uns unsere Mari fröhlich schwimmend an ihrem Platz vorzufinden.
Der Donnerstag verging flott. Taschen auspacken, Boot waschen, Slip-Termin vom Marina-Office bestätigen lassen, reparierte Sprayhood vom Segelmacher abholen und anbauen, neue Getriebeschaltung einbauen und natürlich Freunde und Bekannte wieder treffen.
Freitagmorgen um acht ging es für Mari aus dem Wasser. Einige Arbeiten lassen sich nur auf dem Trockenen erledigen. Life is hard on the hard. Auf einem Boot wohnen, das an Land, also „on the hard“ steht, macht keinen Spaß. Einige wenige gehen darin auf und gönnen sich und ihrem Boot lange Werftaufenthalte, die meisten sind froh wenn der Kahn wieder schwimmt. Ich gehöre definitiv zur zweiten Gruppe. Heute Nacht habe ich gezählt, es sind 500 Schritte zur Toilette. Das ist ganz schön weit. Wir haben den Platz direkt neben dem Slip bekommen, der am weitesten entfernt von allem ist, dafür ist es schön windig und wir haben eine top Aussicht. Heute haben wir ein Capybara gesehen, es trabte an unseren Boot vorbei. Sonst gibt es hier noch kommunikative Hühner, die ihre Eier auch mal in einem der hier abgestellten Wracks legen. Wir stehen direkt neben dem Travellift, der die Boote aus dem Wasser hebt und bekommen einiges geboten. Heute Mittag zum Beispiel wurden wir von 2 Tankwagen zugeparkt, die das Tankschiff betankt haben (das dafür unterm Travellift lag). Das Tankschiff verholt dann an einen anderen Steg und die Segler können dort wiederum tanken.
Kaum waren wir gestern aus dem Wasser, wurde fleißig geschliffen. Wir brauchen neues Antifouling, die Unterwasserfarbe, die gesellige Meeresbewohner davon abhalten soll auf uns zu siedeln. Diesen Job lassen wir die Werft machen. Heute wurde morgens der Primer aufgebracht und nachmittags Antifouling gemalt. Das ging ja fix!
Wir kümmern uns in der Zwischenzeit um den Kleinkram, der Propeller ist abgeschmiert und poliert, ein blauer Streifen vom Rumpf verschwunden, der Log-Impeller ist sauber und diesmal richtig eingebaut. Morgen ist Sonntag, da haben wir Zeit für viele kleine Arbeiten, die Werft arbeitet nicht, es wird also ruhiger.
Ursprünglich sollten wir bis Donnerstag an Land stehen, doch nun wurde unser „Splash-Termin“ auf Montag vorverlegt. Das freut uns sehr. Die Aussicht darauf schon am Montag wieder zu schwimmen motiviert und sorgt für noch flotteres Arbeiten.
Reisepause in Bremen
Zwei Wochen sind seit dem letzten Post vergangen. Viel zu lange. Mari liegt in der Shelter Bay Marina, in Panama, und wartet dort auf uns. Wir sind inzwischen heil in Bremen angekommen.
Vor unserer Abreise haben wir noch einen Werfttermin vereinbart, gleich wenn wir wieder in Panama sind wird unsere Mari an Land gestellt. Außerdem war der Vermesser an Bord. Jedes Boot, das durch den Panamakanal fahren möchte muss vermessen werden. Wir wissen nun, dass unsere Mari vom Anker bis zur Windsteueranlage 36,75 Fuss misst. Die Kanalpassage haben wir bereits bezahlt, kein Schnäppchen, und den 25. März als Termin für die Passage festgelegt.
Auf der Rückreise haben wir eine Nacht in Panama City verbracht und sind durch die schöne Altstadt gebummelt. Etwas merkwürdig war es schon, Jeans und Lederschuhe zu tragen. Ich habe mir prompt Blasen in meinen Segelschuhen gelaufen, die ich nie zum Segeln trage. Wir waren also in einem riesigen Supermarkt und haben dort FlipFlops gekauft. Die Altstadt Panamas hat uns positiv überrascht, wir freuen uns schon darauf sie noch ausgiebiger zu erkunden.
Gut eine Woche sind wir hier und haben schon erfreulich viele nette Menschen getroffen. Den Rest der Zeit verbringen wir mit einkaufen und bestellen. Wir geben viel Geld aus. Jackies Ratschlag ich solle nicht in Euro rechnen, sondern in Boat Units (1 Boat Unit gleich 1000 Dollar) kommt mir in den Sinn. Da ist was dran.
Die Gastlandflaggen für die Länder, die wir als nächstes besuchen wollen, liegen auf dem „Einpacken“-Stapel, zusammen mit Ersatzteilen für den Außenborder, kleinen Spezialschrauben, Dichtungen, Zahnbürsten und Medikamenten. Neben der „Bestellen“-Liste und der „Einkaufen“-Liste, gibt es inzwischen eine Liste mit Paketen, auf die wir warten. Die bestellten Seekarten müssten in den nächsten Tagen aus England kommen. Darauf freue ich mich. Viel Freude hat uns auch das Paket mit den Revierführern für die Südsee bereitet.
Die Dinge, für die man einfach nur kaufen, seine Kreditkarte angeben oder sein PayPal-Passwort eintippen muss, sind erledigt. Übrig bleiben die schwierigen Fälle. Wir hoffen, dass unser Bord-PC wieder zum Leben erweckt werden kann und haben uns noch immer nicht für Navigationssoftware entschieden. Damit verknüpft ist die Frage, ob wir doch einen kleinen Plotter haben möchten.
Wir waren beide bereits beim Arzt, haben eine Impfung aufgefrischt und unsere Bord-Apotheke auf den neusten Stand gebracht. Nobbi ist jetzt im Besitz eines internationalen Führerscheins.
Jetzt, da wir die meisten Punkte unserer Liste bereits abgeharkt haben, ist mehr Zeit für die richtig wichtigen Dinge: Zeit mit Familie und Freunden verbringen, auf dem Deich spazieren gehen, Grünkohl essen… Bremen zeigt sich erfreulicherweise von seiner sonnigsten Seite.








