Die ersten Tage in Neukaledonien

Wir sind in Frankreich. Neukaledonien ist Französisch, gehört aber nicht zur EU. Es ist etwa 18000 km2 groß, weil man sich darunter nichts vorstellen kann, habe ich nach einer etwa gleichgroßen Fläche gesucht und festgestellt, dass Neukaledonien und Sachsen etwa die gleiche Größe haben.
Die Hauptinsel Grande Terre ist ungefähr 400km lang und 50 bis 60 km breit. Längs über die Insel verläuft eine Bergkette, der höchste Berg ist der Mont Panié mit 1628 m. Die Insel ist umgeben von einem riesigen Barriere Riff, das als eins der größten Korallenriffe gilt. Zu Neukaledonien gehören außerdem die Loyalitätsinseln und die Ile des Pins, sowie weitere Riffe und Inseln.
Die Benennung als Neuschottland erfolgte, wie sollte es auch anders sein, durch James Cook. 1774 war er als erster Europäer hier unterwegs, sein Aufenthalt dauerte nur neun Tage. Überraschend kurz, finde ich.

Bezahlt wird hier mit dem Pazifik Franc (XPF), der direkt an den Euro gebunden ist. Wir kennen die bunten Scheine schon. Der Franc ist auch Zahlungsmittel in Französisch Polynesien (und in Wallis und Futuna). Eine Seite der Scheine ist mit Motiven aus Französisch Polynesien gestaltet, die andere mit denen aus Neukaledonien.
Woher stammt das Geld? Der Tourismus ist weniger entwickelt als in den Nachbarländern wie den Cook Inseln oder Vanuatu. Der größte Arbeitgeber ist die Société de Nickel. Neukaledonien verfügt über große Nickelvorkommen. Je nach Quelle ist von 10 bis 25 % des weltweiten Vorkommens die Rede. Die großen Abweichungen der verschiedenen Zahlen kommen wohl dadurch zustande, dass unterschiedliche Vorkommen betrachtet werden. Das Zeug liegt nur selten rein, also elementar vor, sondern meistens in Form von Erzen, so auch hier. Das Nickelschmelzwerk liegt quasi in der Hauptstadt Nouméa. Wir haben es schon gesehen. Neukaledonien ist hochverschuldet und von finanziellen Zuschüssen des französischen Mutterlands, sowie von Krediten des französischen Staats abhängig.
Neukaledonien hat einen Sonderstatus unter den Auslandterritorien Frankreichs und verfügt seit 1988 über weitreichende Autonomie, das ist nicht zuletzt Tjibaous Verdienst. Trotzdem gibt es wieder eine Unabhängigkeitsbewegung. Bereits dreimal wurde über eine Unabhängigkeit von Frankreich abgestimmt. 2018 und 2020 stimmte jeweils nur die knappe Mehrheit für den Verbleib. Beim dritten Referendum stimmten über 95 % gegen eine Unabhängigkeit, dieses Referendum gilt jedoch als Umstritten, da die Corona-Pandemie den Wahlkampf erschwert hatte, es Boykottaufrufe und eine geringer Wahlbeteiligung gab.

In der Hauptstadt Nouméa leben 180.000 der 270.000 Einwohner. Damit ist Nouméa nicht nur die größte sondern auch die einzige „richtige“ Stadt und das Zentrum Neukaledoniens. Die Marina in der unsere Mari liegt, liegt mitten in der Stadt und ist ein toller Ausgangspunkt um die Stadt zu erkunden.
Wir finden eine geschlossene Kathedrale, ein Stück der Berliner Mauer, eine Bibliothek, die als Pavillon auf der Weltausstellung 1900 diente, und ein Museum im Rohbau. Das Museum Neukaledoniens wird leider gerade neugebaut. Die Pläne für das neue Museum sehen toll aus, sehr modern. Doch wir können jetzt eben nur die Baustelle besichtigen. Der zentrale Platz ist schön begrünt und lädt zu einer Pause ein. Die Bebauung ist eine wilde Mischung. Regierungsgebäude, Rathaus und Supermärkte, viele kleine Läden und sehr viele geschlossene Läden. Geschlossene metallene Rolltore. Überall sehen wir „A Louer“ – zu vermieten. Ob das schon lange so ist? Oder erst durch die Pandemie? Zwischen der Zweckbebauung aus Beton finden sich echte Perlen. Ältere, schöne Gebäude mit Fensterläden und neue Bauten mit gewagten Dachkonstruktionen.
Wir kaufen erste Souvenirs, eine SIM Karte und Seekrankheitsmittel. Dabei probieren wir unser Französisch aus und sind überrascht, die Neukaledonier sprechen nicht nur bereitwillig, sondern auch gut Englisch.

Mit dem Bus fahren wir zum Tjibaou Kulturzentrum. Busfahren ist sehr einfach. Es gibt viele Buslinien, übersichtliche Fahrpläne und Fahrkarten gibt es beim Fahrer oder am Automaten.
Jean Marie Tjibaou war Politiker und Anführer der kanakischen Unabhängigkeitsbewegung. Kanaken heißen die melanesischen Urbewohner Neukaledoniens. Die Kanaken sind mit 45 % die größte Bevölkerungsgruppe. Das Kulturzentrum zeigt kanakische Kunst. Es gibt Dauerausstellungen mit Schnitzereien, eine Sammlung zeitgenössischer Kunst und wechselnde Ausstellungen, außerdem Konferenzräume, eine Bibliothek und ein Archiv. Das Kulturzentrum wurde von italienischen Architekten Renzo Piano entworfen und ist architektonisch sehr sehenswert. Auf dem Gelände kann man außerdem Hütten aus verschiedenen Teilen des Landes ansehen und es gibt den Kanaken Pfad, einen Weg, der die Verbindung der Menschen zu ihrem Land und die Verwendung der Pflanzen erklärt. Dass Geister wichtig sind, auch wenn wir ihre Bedeutung nicht verstehen, aber vielleicht wenigstens eine Ahnung ihrer Wichtigkeit bekommen, beginnen wir schon an der Kasse zu verstehen. Der Kassierer nimmt sich zeit und erklärt uns ausführlich, was wir auf dem Gelände alles sehen können und in welcher Reihenfolge wir die Ausstellungen besuchen sollen. Das Museum steht im südlichen Distrikt, also sollen wir die Hütte des Südens zuerst besuchen, eine Frage des Respekts. Hinterher können wir dann ruhig die Hütten der anderen Landesteile ansehen. Abschließend bekommen wir noch Tipps welche Statuen wir anfassen sollen, das bringt Glück. Natürlich halten wir uns an seine Empfehlungen, wir wollen keine Geister verärgern und Glück können wir doch immer gebrauchen.

Den Bus nehmen wir auch am nächsten Tag um zum Parc Forestier zu kommen. Im weitläufigen Park lernen wir viele einheimische Tiere und Pflanzen kennen. In der großen Anlage gibt es verschiedene Wege, auf denen man die unterschiedlichen Waldformen Neukaledoniens kennenlernt und viel über die endemischen Arten lernt. Der Anteil endemischer, also nur hier vorkommender Arten, ist mit 77% ungewöhnlich hoch.
Wir lernen den Kagu kennen, den Nationalvogel, einen blau-grauen, flugunfähigen Vogel, der etwa so groß ist wie ein Huhn und lustige Geräusche macht. Klar, auch er kommt nur in Neukaledonien vor. Genau wie die Cook Kiefer, die keine Kiefer ist sondern eine Araukaria nämlich Araucaria columnaris und es aufs Wappen geschafft hat. Von den 19 Aukarienarten gibt es 13 nur in Neukaledonien, einige von ihnen nur in ganz begrenzten Gebieten. Insgesamt werden etwa 3.000 Arten zur einheimischen Flora gezählt, das ist viel im Hinblick auf die geringe Landmasse. Neukaledonien ist also ein richtiges Botaniker-Paradies. Die Böden hier sind kompliziert, zum Teil sehr trocken, ultrabasisch und reich an Schwermetallen, dies dürfte zum hohen Maß der Endemie beigetragen haben, genauso wie die relative Abgeschiedenheit.
Aus einem Parkspaziergang wird eine ausgedehnte Wanderung, es gibt einfach so viel zu entdecken und neben uns sind nur eine Handvoll andere Besucher unterwegs. Neben den einheimischen Tieren und Pflanzen gibt es noch eine kleine Afrika Abteilung mit einem Strauß und einigen Affen, Papageien aus den verschiedenen Ecken des Planeten und einen kleinen „Bauernhof“ mit Schwein, Hirschen, Eseln und Kühen.

Uns scheint, wir sind in einem extrem interessanten Teil der Erde gelandet. Auch wenn wir davon nur einen winzigen Teil erkunden werden, freuen wir uns schon sehr darauf.

Ankunft in Noumea

Am Samstag sind wir nach sieben Tagen und sieben Stunden in Noumea angekommen. Rückblickend hatten wir eine sehr gute Überfahrt. Das Wetterfenster war ideal, wir sind nur in der ersten Nacht einige Meilen motort und konnten Opua – Noumea auf direktem Weg segeln. Unterwegs fühlte es sich nicht immer so ideal an. Wir hatten zwei Tage recht ruppigen Seegang, einen Tag eine Welle von gut vier Metern die uns ordentlich durchgeschüttelt hat. Wenn man in der Koje abhebt schläft es sich nicht so gut. Die 20 kn Wind in Böen, die vorausgesagt waren, waren doch oft 30kn. Immerhin immer aus der richtigen Richtung. Mich hat die Seekrankheit diesmal ziemlich arg erwischt, den dritten Tag habe ich bereits verdrängt, sonst würde ich nie wieder Hochseesegeln. Das Wetter hat es gut mit uns gemeint, wir hatten nur wenige Schauer und meistens haben sie nur ein paar Minuten gedauert. Jeden Tag wurde es etwas wärmer und der Kleiderberg, den wir uns zu Wachbeginn angezogen haben etwas kleiner. Nachdem einige unserer Bekannten grausames Wetter bei ihrer Überfahrt hatten, haben wir es wirklich gut getroffen. Dafür sind wir sehr dankbar. Es hat sich gelohnt, dass wir so lange gewartet haben.
Die Highlights der Reise waren (mal wieder) tierischer Natur. In der Bay of Islands sahen wir ein letztes Mal die niedlichen Pinguine. Fast ununterbrochen wurden wir von dunkelbraunen Sturmvögeln begleitet, die dicht übers Wasser gleiten und in hoher Geschwindigkeit neugierig ums Boot fliegen, ohne dass wir sie je mit den Flügeln schlagen sehen. Am ersten Tag sehen wir einen riesigen Albatros auf dem Wasser sitzen, an den folgen Tagen dürfen wir die großen Vögel stundenlang beobachten. Ein Pärchen fliegt synchron immer wieder Kringel um uns. Wunderschön. Was für ein Privileg, dass wir so lange Gelegenheit haben sie zu beobachten. Die Bestimmung der Art ist nicht ganz einfach, mehrere kommen in Frage. Wie bei vielen Vogelarten sehen jugendliche Albatrosse anders aus, als ihre ausgewachsenen Verwandten. Das macht es nicht einfacher. Um ganz sicher so sein, hätten wir uns den Schnabel aus der Nähe ansehen müssen, sagt unser Vogelbuch. Letztlich spielt es für uns jedoch keine Rolle. Mir macht es einfach Spaß im Vogelbuch zu blättern, Merkmale und Verbreitungskarten zu vergleichen. Albatrosse sind beeindruckende Tiere. Sie verbringen den Großteil ihres Lebens in der Luft, fliegen tausende Meilen am Stück und sind sehr flott unterwegs. Die großen und schweren Vögel sind zwar schnell erschöpft wenn sie ihre langen Flügel einsetzen müssen, sind aber perfekte Segelflieger.
Als wir uns dem Pass nähern, der uns in Neukaledoniens große Lagune bringen soll, sehen wir wie sich die See auf beiden Seiten auf den Riffen bricht. Gischt fliegt durch die Luft. Doch was ist das? Ein Wal? Dicht vor uns sehen wir den Blas. Und dann nochmal. Er, oder wahrscheinlich sie, tut uns den Gefallen und bleibt noch ein wenig an der Wasseroberfläche. Durch den frischen Wind ist die Wasseroberfläche rau und wir können sie nicht so gut sehen, doch wir sind recht sicher, dass wir eine Buckelwal Mutter mit ihrem Nachwuchs getroffen haben. Ein tolles Empfangskomitee. Und als Zugabe gibt es dann auch noch eine große Schildköte mitten im Pass, sowie drei weitere auf dem Weg nach Noumea. Ein vielversprechender Anfang.


Wir würden gerne in die Marina fahren und rufen sie über Funk, doch unsere Rufe bleiben unbeantwortet. Als wir uns schließlich einen Platz zum Ankern in der Nähe des Hafens ausgeguckt haben, ruft Nobbi die Marina ein letztes Mal und als Antwort kommt ein Krächzen aus dem Funkgerät. Die Kommunikation ist erst etwas mühsam, aber dann bekommen wir Bescheid. „Ich habe einen Platz für euch. Ihr könnt mit Steuerbordseite anlegen. Ich winke euch.“ Der nette Marinero heißt uns willkommen und ruft die Offiziellen an. Nach nicht einmal einer Stunde ist die Dame von der Biosecurity da. Sie nimmt unseren Müll und unsere Kartoffeln mit. Unsere Zwiebeln durften wir behalten. Nachdem Nobbi ihr erklärt hat wie traurig er sei, dass sie seine geliebten Kartoffeln mitnimmt, hatte sie Mitleid und hat bei den Zwiebeln ein Auge zugedrückt. Die fröhliche junge Frau verrät uns, dass ihre Kollegen vom Zoll nicht mehr kommen und wir direkt losziehen können. Fürs Partyvergnügen sind wir viel zu müde. Wir trinken ein Glas Wein im Cockpit, genießen das Ankommen, lauschen den Geräuschen und stellen fest, dass das neue Land interessant riecht.
Heute hat das Marinabüro unsere Unterlagen zum Zoll geschickt und wir waren bei der Immigration. Nun sind wir offiziell eingereist und dürfen bleiben so lange wir wollen. Das war alles sehr einfach, kostenlos und ausgesprochen nett.
Nachdem wir Mari am Sonntag bereits vom Salz befreit, Wäsche gewaschen und heute ein wenig eingekauft haben, sind die meisten Pflichten bereits erfüllt und wir können uns den wichtigen Dingen widmen. Ein neues Land will entdeckt werden. Der erste Eindruck ist sehr vielversprechend!

Marisol 2. Staffel – Abschied von Neuseeland

Endlich! Die Wettervorhersage ist vielversprechend. Wir hoffen, dass das Wetter sich an die Vorhersage hält und werden morgen lossegeln. Neukaledonien ist unser Ziel. Falls wir nicht zu viele Schlangenlinien segeln, sind es 900 Meilen. Wir rechnen mit acht bis zehn Tagen Reisezeit.
Für uns ist die Zeit des Abschieds gekommen. Der letzte Sonnenuntergang an der Boje, das letzte Mal die Boje loswerfen, der letzte Einkauf im General Store und natürlich der Abschied von all den Menschen, die wir hier kennengelernt haben. Wir sind in die Marina umgezogen, das Dinghi liegt verpackt an Deck, die Wäsche ist gewaschen und das Ruder der Windsteueranlage angebaut. Wie immer fühlt sich der Abschied merkwürdig an, vermutlich werden wir nicht wiederkommen.
Es gäbe noch viel zu sehen in Neuseeland, doch wir sind froh, dass wir jetzt aufbrechen können. Die letzten Wochen waren sehr nass, der Regen hat das Leben an Bord ungemütlich gestaltet und viele Arbeiten an Bord unmöglich gemacht. Außerdem wird es Zeit, dass wir nach der langen Zwangspause endlich unsere Reise fortsetzen können. Es beginnt sozusagen die zweite Staffel. Wir freuen uns darauf wieder auf Reisen zu sein, in Bewegung, auf dem Weg zu neuen wunderbaren, aufregenden und schönen Plätzen.
Statt langweilige Fotos von den Vorbereitungen gibt es heute welche von den gefiederten Kollegen.

Sturmtage

Die letzten Tage hat es hier ausgiebig gestürmt. Wir haben ein bisschen gehadert, so gerne wären wir auf dem Weg nach Norden. Doch noch nie hat uns eine Wettervorhersage so deutlich gezeigt, dass wir jetzt nicht lossegeln wollen. Eine imposante Front zwischen Neukaledonien und Neuseeland hätte uns auf jeden Fall erwischt.
Am Dienstag hat es schon ganz ordentlich geweht und auch etwas geregnet. Wir sind mit dem Bus nach Kerikeri gefahren und Nobbi war beim Friseur. Der Rückweg mit dem Beiboot an Bord war schon recht feucht. Die kurzen steilen Wellen spritzten uns ziemlich nass.
Mittwoch und Donnerstag machen wir es uns an Bord gemütlich. Es stürmt und regnet heftig. Der Sturm kommt aus Nordosten und wir liegen hier gut geschützt. Die Böen pfeifen ganz ordentlich im Rigg. Wie unruhig es ist hängt von der Tide ab, bei „Wind gegen Strom“ knallen kleine Schwabbelwellen gegen das Heck. Am Donnerstag sehen wir am merkwürdigen Wellenbild, dass sich draußen hoher Schwell aufgebaut haben muss. Sieben Meter sollen es bei Cape Brett sein. Wie gut, dass wir hier drinnen sind und nicht auf See!
Der viele Regen sorgt dafür, dass das Wasser der Bucht wieder schlammig braun ist und nicht mehr dunkelgrün.

Winterstürme sind hier nichts Besonderes, sie gehören zum neuseeländischen Winterwetter. Doch dieser hat nicht nur uns Segler auf Trab gehalten. Die Nachrichten berichten von überfluteten Straßen. So war zum Beispiel der äußerste Norden der Nordinsel abgeschnitten, beide Zufahrtsstraßen standen unter Wasser. Viele Haushalte in der Region hatten am Donnerstag keinen Strom, genau wie hier in Opua. Aber auch die Südinsel hat ordentlich was abbekommen. Überflutete und abgerutschte Straßen und von der Außerwelt abgeschnittene Orte, außerdem wurden 500 Menschen evakuiert.
In 24 Stunden hat es mehr geregnet als sonst im ganzen Monat. Und das, nachdem schon der Juli der nasseste Juli seit Beginn der Aufzeichnung war. Außerdem lernen wir, dass die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die wärmste Augustnacht war, die jemals auf der Nordinsel gemessen wurde. Die Tiefsttemperatur lag bei 15 Grad und damit höher als die Tageshöchsttemperatur an vielen Tagen in der vorigen Woche. Wir hätten ja lieber den schönsten Winter aller Zeiten in Neuseeland verbracht. Leider hat das Wetter uns nicht gefragt.

Das Wetter am Donnerstag aus Windy.com. Windy zeigt ganz toll Druckgebilde und Winde an, deshalb benutzen wir es gerne. Diese Front sieht beeindruckend aus. Segeln will man da auf keinen Fall.

In den Nachrichten haben wir heute auch gelernt, dass in Kopenhagen kein Wind war. Insgesamt fallen die Nachrichten bei den meisten Radiosendern eher kurz aus. Ein paar neuseeländische Meldungen (hier geht es wilder zu als gedacht, schon wieder eine Leiche), Wetter und Sport. Nur selten tauchen internationale Meldungen auf und noch seltener beschäftigen sie sich mit Politik. Und wie kommt nun Kopenhagen in die Nachrichten? Dort ist SailGP, ein Segelwettbewerb der Extraklasse mit 15m langen foilenden Kats. Segeln ist hier so wichtig, dass die Absage von Wettfahrten es hier in die Nachrichten schafft.

Heute ist es wieder schön. Dank Sprühregen bei Sonnenschein haben zeigen sich viele Regenbögen.

Urupukapuka Bay

Samstag sollte eigentlich ein grauer Tag werden. Doch wir werden von der Sonne geweckt. Manchmal ist es auch schön, wenn der Wetterbericht Unrecht hat. Wir sind auf den Geschmack gekommen, die kleinen Inseln in der Bay of Islands gefallen uns. Also machen wir es wie an den Tagen zuvor und suchen uns einen Tagesankerplatz in einer schönen Bucht. Die Wahl fällt auf die Urupukapuka Bay auf der gleichnamigen Insel. Am Mittwoch waren wir auch auf Urupukapuka, aber in einer Bucht auf der Westseite der Insel. Die Bucht ist schön groß, aber ziemlich flach. Da wir mittags Niedrigwasser haben und gerade Vollmond ist, das Niedrigwasser ist also noch etwas niedriger, müssen wir ein bisschen vorsichtig sein.
Im Sommer ist in der Bucht ein Campingplatz. Jetzt wird der Rasen von vierbeinigen Rasenmähern gepflegt. Überall treffen wir auf Schafe, sowohl auf den Campingplatzflächen, als auch auf den dahinter liegenden Weiden. Viele Mutterschafe haben kleine Lämmer dabei. Sie beäugen uns interessiert und verstecken sich dann doch lieber hinter der Mutter.
Erstmal geht es rauf auf den Hügel und wieder gibt es tolle Ausblicke. Es gibt verschiedene Wege, wir machen eine schöne Runde und treffen auf eine Gruppe Tagesausflügler. Sie sind mit der Fähre in der Nachbarbucht angekommen und alle dick eingepackt. Außerdem treffen wir unsere Bojen-Nachbarn aus Opua am Strand, sie sammeln Algen, der Geheimtipp für den Garten. Leider weht der Südwest-Wind in die nach Süden offene Bucht und so entscheiden wir, wie an den vorigen Tagen auch, im Sinne einer entspannten Nacht umzuziehen.

Am Sonntag ist es grau und unsere Obstvorräte gehen zur Neige. Also fahren wir nach Russel um dort einzukaufen. Vor dem Ort ist ein Bojenfeld, in dem weniger als die Hälfte der Bojen besetzt sind. Da wir annehmen, dass alle Bojen privat sind, ankern wir außerhalb. Nach unserem Einkauf beschließen wir uns einen schöneren Platz für die Nacht zu suchen. Hier ist es etwas unruhig. Mitten in der Bay of Islands fällt uns auf, dass der Schwell der vom Pazifik kommt zugenommen hat und unser anvisierter Platz ungemütlich werden könnte. Wir ändern den gerade gefassten Plan schon wieder und beschließen wieder in der Bucht von Moturohia zu ankern, die uns neulich schon gut gefallen hatte. Diese Planänderung der Planänderung verschafft uns das Vergnügen von fast 2 Stunden wunderschönem Segeln, bis zu unserem Ankerplatz. Endlich.

Montagmorgen ist es grau und es nieselt. Wir machen uns auf den Rückweg nach Opua. Den angesagten Sturm wollen wir an der Boje verbringen. Außer uns ist am diesem grauen Wochentag niemand unterwegs, wir tuckern gemächlich dahin, wieder nichts mit Segeln, und sind äußerst zufrieden mit unserem schönen Ausflug. Wir haben einen schönen Eindruck von der Bay of Islands bekommen. An acht Plätzen haben wir in sechs Tagen geankert, hatten immer guten Ankergrund und einen schönen Ausblick.

Moturua – Waiwhapuku Bay

Freitagmorgen scheint die Sonne. Wir frühstücken im Cockpit, graben den Anker aus und machen uns auf den Weg zum nur 3 Meilen entfernten Ankerplatz in der Waiwhapuku Bay, im Nordosten der Insel Moturua.
Die Inseln gehören zum Teil dem Department of Conservation bzw. werden von diesem verwaltet. Unser Glück, denn hier dürfen wir spazieren gehen. Am „Festland“ ist das meiste Land in Privatbesitz und zahlreiche „Private Property“ Schilder weisen darauf hin, dass wir hier nicht erwünscht sind.
Auf Moturua finden wir genau wie auf Urupukapuka schöne Wege vor. Wir folgen dem Weg den Hügel hinauf und genießen den Ausblick über die Bay of Islands. Es gibt mehrere schöne Aussichtspunkte. Die grünen Inseln mit hellen Ständen und dunklen Felsen in leuchtend blauem Wasser, am blauen Himmel einige hingetupfte flauschige weiße Wolken. Unglaublich kitschig und sehr schön.
Zurück am Ufer klettern wir ein bisschen zwischen den Steinen am Stand umher. Es ist Niedrigwasser, in den kleinen Becken, die die Flut zurück gelassen hat beobachten wir kleine Fisch, Krebse und Krabben. Endlich wieder barfuß laufen, die Kiwis können das das ganze Jahr. Hier gefällt es uns auch.
Auf der Insel herumzuspazieren macht Spaß, doch die Temperatur ist grenzwertig. Sobald wir im Schatten sind oder stehenbleiben fangen wir an zu frieren. Zurück an Bord gibt es Kaffee im sonnigen Cockpit. Die Nacht wollen wir wieder in einer geschützteren Bucht verbringen, bei Süd bis Südwestwind liegen wir hier etwas unruhig. Bei der nur 2 Meilen langen Überfahrt bläst es plötzlich ordentlich mit 6 bis 7 Bft. Mal wieder werden wir daran erinnert, dass wir Winter haben. Plötzlich ist es kalt und die sommerlichen Gefühle werden weggepustet. Kurz nach Sonnenuntergang schläft der Wind ein und wir genießen eine sehr ruhige Vollmondnacht am Anker.

Urupukapuka – Paradise Bay

Mittwochmorgen ist der Nebel so dicht, dass wir die Nachbarboote nur schemenhaft ausmachen können. Es sieht gespenstisch aus.
Wir teilen dem Zoll mit, dass wir nicht wie geplant am Donnerstag ausklarieren wollen. Für die nächsten Tage verspricht das Wetter einen guten Start für die geplante Überfahrt. Doch dann bildet sich eine Front die von Neuseeland bis nach Neukaledonien reicht und in die wir nicht geraten wollen. Alles rechnen hilft nichts, vorher schaffen wir es nicht. Wir müssen warten bis das schlechte Wetter durchgezogen ist.
Noch zehn Tage (oder noch länger) in Opua, das erscheint uns zu langweilig. Als der Nebel sich lichtet und die Sonne durchkommt werfen wir die Boje los und fahren hinaus um die Bay of Islands zu erkunden. An Segeln ist nicht zu denken, das Wasser ist spiegelglatt. Wir nutzen die Chance und lassen den Wassermacher laufen. Das glatte Wasser hat auch Vorteile, sonst hätten wir die kleinen Pinguine wohl nicht entdeckt. Die niedlichen Vögel sind in Zweier und Dreigrüppchen unterwegs und tauchen ab, wenn man ihnen zu nahe kommt. Zwergpinguine sind die kleinste Pinguinart und werden nur etwa 35 cm groß, fressen hauptsächlich Fisch und tauchen bis zu 70 m tief. Nachdem wir die putzigen Tiere nun einmal gesehen haben, sichten wir sie in den nächsten Tagen immer wieder und freuen uns jedes Mal. Nur mit dem Fotografieren klappt es nicht so gut.

Im Nebel erahnen wir die Nachbarboote
Das Pinguin-Beweisfoto. Kein Fall für National Geographic.

Wir ankern an der Insel Urupukapuka in der Paradise Bay. Schon der Name Urupukapuka klingt verheißungsvoll. Ein bisschen nach Takatuka-Land. Die Bucht ist wirklich sehr schön und wir haben sie für uns allein. An Land gibt es schöne Wanderwege. Auf dem Weg der ins Inselinnere führt kehren wir bald wieder um, hier ist es uns zu matschig, wir ziehen den Küstenweg vor. Noch nie haben wir in Neuseeland so viele verschiedene Vögel gesehen und gehört. Uns gefällt besonders ein Vogel, den wir als Nordinsel-Sattelvogel bestimmen. Er ist schwarz mit einem roten Sattelartigen Flecken auf dem Rücken, roten Hautlappen neben dem Schnabel und pfeift eine richtige Melodie. Die Lappenvögel, die diese Hautlappen am Schnabel haben, wie die Sattelvögel und weitere Arten waren in Neuseeland weitverbreitet. Einige Arten sind heute ausgestorben, andere gelten als gefährdet. Die Vögel brüten bodennah und die Jungvögel hüpfen am Boden herum, sie sind ein leichtes Fressen für die eingeführten Raubtiere, wie Marder, Ratten und Fuchskudu. Auf Urupukapuka sind Haustiere streng verboten und Fallen sorgen dafür, dass sich Ratten und andere Räuber, die hier als ausgerottet gelten nicht wieder etablieren können. Die Sattelvögel wurden hier angesiedelt. Das alles wussten wir auf unserem Spaziergang noch nicht, uns gefällt der lebhafte Vogel, der so viel Krach macht. Deshalb recherchieren wie später, weshalb wir ihn sonst noch nie gesehen haben.
In der Nachbarbucht stoßen wir auf eine Kolonie brütender Kormorane (Elsterscharben – Phalacrocorax varius). Sie haben ihre Nester in den Bäumen. Die Jungtiere sind fast so groß wie ihre Eltern und sehr fordernd, außerdem gibt es Streit um die besten Plätze. Dementsprechend laut ist es. Diese Kormoran-Art ist besonders hübsch. Die Tiere haben einen weißen Bauch und einen schwarzen Rücken. Die Augen sind blauumrandet, was besonders gut zur Geltung kommt weil sie davor einen gelben Fleck haben. Wie die meisten anderen Vertreter ihrer Familie sieht man sie häufig mit gespreizten Flügeln das Gefieder trocknen.

Auch wenn wir gerne in der schönen Bucht bleiben würden, entschließen wir uns für die Nacht in eine geschütztere Bucht umzuziehen. Die Strecke in die Omakiwi Bucht beträgt gerade einmal zweieinhalb Meilen, da fällt die Entscheidung nicht schwer.
Am Donnerstag ist es sehr windig und morgens regnet es. Wir verbringen einen gemütlichen Tag in der Ankerbucht. Ich backe einen Zimtkringel, wir beobachten einen Hubschrauber, der auf dem Nachbargrundstück landet und lesen im Cockpit.

Wanderung von Okiato nach Russell

Nachdem uns schlechtes Wetter am Sonntag an Bord festgehalten hatte und wir den Montag mit einem Ausflug mit Mari in die Marina, um den Wassertank zu füllen, Wäsche waschen, Magnum Pfefferminz und anderen Nichtigkeiten um die Ecke gebracht hatten, wurde es dringend Zeit für ein wenig Abwechslung.
Am Dienstag stellen wir uns den Wecker, ausnahmsweise haben wir einen Zeitplan. Als wir aufstehen ist der Nebel so dicht, dass wir den Hafen nicht sehen können. Wir fahren trotzdem mit dem Schlauchboot dorthin. Weil es so kalt ist, lassen wir die Regenhosen zunächst an und laufen zur Fähre, die uns nach Okiato übersetzt. Die Fährpreise haben sich verdoppelt, aber mit zwei Dollar pro Person ist die Fahrt trotzdem weiterhin erschwinglich. Von Okiato laufen wir nach Russell. Diese Wanderung hatten wir im Sommer, bevor wir Neuseeland verlassen haben, schon gemacht und sie hatte uns gefallen.
Die Stimmung ist wunderschön. Erste Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg durch den Nebel, der über dem ursprünglichen Wald liegt. Ich mag diese Vegetation, die uns so vertraut vorkommt. Viele Pflanzen kennen wir aus den heimischen Wäldern und dazwischen die uns fremden Bäume und die viele Baumfarne, bei denen ich immer an Dinosaurier denke.
Wir sind froh, dass wir ausnahmsweise früher losgekommen sind als geplant. Der Weg ist durch den Regen der vorangegangenen Tage sehr rutschig und wir müssen auf jeden Schritt achten. Schließlich kommt die Sonne durch und es wird richtig warm. Wir wandern im T-Shirt und freuen uns über die vielen Vögel, die auch in Frühlingsstimmung sind.
Eigentlich wollten wir noch etwas Zeit in Russell verbringen, der kleine Ort ist sehr sympathisch und hat einige kleine nette Läden, doch die Zeit bis die Fähre fährt wird etwas knapp. Das macht nichts, in Russel sind heute ohnehin fast alle Läden geschlossen, sogar der Supermarkt – Stromausfall!
Als wir mit der kleinen Fähre nach Paihia übersetzten, türmen sich dunkle Wolken auf und es wird kühl. In Paihia essen wir noch etwas und kaufen ein, bevor wir mit dem Bus zurück nach Opua fahren. Kaum sitzen wir im Bus, beginnt es zu regnen. Im strömenden Regen laufen wir zum Marina Büro und von dort zum Dinghy-Steg. Nun folgt ein Langfahrt-Klassiker. Wir wollen mit unseren Einkäufen schnell zurück an Bord fahren, doch der Außenborder springt nicht an. Schließlich baut Nobbi im strömenden Regen die Zündkerze aus, pustet sie trocken, ruckelt am Kerzenstecker. Der Motor springt an uns wir tuckern zurück zu Mari. Die Aktion hat uns über eine Stunde im heftigen Regen gekostet. Wir legen uns trocken und während wir uns mit heißem Tee aufwärmen, hört es auf zu regnen. Die Wanderung war wieder sehr schön, aber die ausgiebige Dusche danach wäre nicht unbedingt nötig gewesen.

Großsegel, Wanderungen und Wetter

Gerade als wir das den Blick über die Ankerbucht von Motuarohia vom Aussichtspunkt genossen, kam eine Nachricht vom Segelmacher, wir sollen das Segel so schnell wie möglich vorbeibringen. Also fahren wir am nächsten Tag (am Mittwoch) zurück nach Opua. Während ich steuere schlägt Nobbi das Segel ab und bindet es zu einer langen Wurst zusammen. Wir machen einen kurzen Zwischenstopp in der Marina und tragen das Segel zum Segelmacher. Das ist definitiv ein Vorteil bei einem kleineren Boot, wir können unser Segel zu zweit gut transportieren.
Wir waren ziemlich enttäuscht, dass das neue Segel nicht gut passte und hatten wenig Hoffnung, dass wir da noch etwas ändern können. Das Segel hatten wir 2019 bestellt, 2020 bezahlt und jetzt eben erst abholen können. So waren wir positiv überrascht, dass der Segelmacher sich Montagmorgen von Nobbi mit dem Schlauchboot abholen und zu Mari an der Boje bringen ließ. Er sah sich das Problem an und versprach unser Segel zu ändern.
Freitagmittag können wir es wieder abholen und Nobbi bringt es mit dem Dinghi zurück zu Mari. Die Segellatten binden wir am Schlauchboot fest, die zu versenken wäre sehr ärgerlich. Abends schlagen wir das geänderte Segel an. Es sitzt nicht perfekt, aber viel besser als vorher. So nimmt die Großsegelgeschichte ein viel besseres Ende als wir zu hoffen gewagt hatten. Mal sehen wie es sich auf den nächsten Meilen schlägt.
Die Wartezeit verbringen wir mit kleinen Wanderungen. Am Donnerstag suchen wir in Paihia erfolglos nach einem Frisör für Nobbi und laufen dann nach Waitangi, essen im Café, füllen unseren Benzinkanister und kaufen etwas Obst. Am Freitag geht es bei schönem Frühlingswetter nochmal die Omorahoe Road entlang in den Wald, diesmal kehren wir aber um und machen nicht wieder die lange Tour über Paihia. Am Samstag ist es meist grau, der Küstenwanderweg ist trotzdem schön und am Aussichtspunkt wurden die Bäume beschnitten, so dass es dort auch wieder eine Aussicht gibt.
Da unser Segel nun wieder an Bord ist sind wir bereit Neuseeland zu verlassen. Nun warten wir passendes Segelwetter. Bis gestern Abend sah es aus, als könnten wir uns Mitte der Woche auf den Weg machen. Seit heute Morgen beschleicht uns das Gefühl, dass wir wohl noch mindestens zehn Tage in Neuseeland bleiben werden. Das Gefühl entspringt einem Blick auf die Wettervorhersage, doch da kann sich noch einiges ändern. Es bleibt spannend.

Landgang auf Motuarohia

Anfang der Woche versprach der Wetterbericht ruhiges Wetter. Uns zieht es wieder raus in die Bucht, wir wollen unseren Wassermacher wieder in Betrieb nehmen und freuen uns auf eine Auszeit am Anker. Unter der Woche sind nur wenige Boote unterwegs, auch wenn die Touristensaison ganz langsam anläuft. Ein Tourboot überholt uns und ein Boot zieht zwei Leute an einem Fallschirm in großen Kreisen durch die Bucht vor Paihia.
Der Wassermacher bekommt neue Filter und nimmt seinen Dienst auf. Das produzierte Wasser wird zunächst verworfen, so wird zunächst die Membran gesäubert. Bevor wir Mari 2020 in Neuseeland zurückgelassen haben, haben wir die Membran konserviert. Als wir das Wasser schließlich probieren sind wir überrascht, dass es wirklich gut schmeckt. Anscheinend hat der Wassermacher unsere Abwesenheit gut überstanden, mal sehen ob es bei diesem Urteil bleibt.
Wir lassen den Anker auf der Südseite von Motuarohia fallen, in der gleichen Bucht wie beim letzten Mal. Unser Schlauchboot bringt uns an den langen Sandstrand. Auf der Nordseite der Insel gibt es große natürliche Becken, die bei Hochwasser volllaufen und es gibt einen gut ausgebauten Weg zu einem schönen Aussichtspunkt. Im Sommer ist hier sicherlich viel los, jetzt sitzen wir alleine auf der Holzfläche und genießen den fantastischen Ausblick.
Die Insel ist nicht nur ein touristisches Highlight, sondern hat auch eine geschichtsträchtige Vergangenheit. Liebevolle Hinweisschilder erklären, dass James Cook 1769 mit seiner Endeavour südlich der Insel geankert hat und hier auf 200 Maori traf.
Die Tierwelt verwöhnt uns, vom Aussichtspunkt sehen wir einen Seebären, der im flachen Wasser spielt und abends können wir lange eine Gruppe Delfine beobachten die ihr Abendbrot jagt.