Endlich unter Segeln

Es ist windstill als wir heute Morgen die Boje loswerfen und mit ablaufenden Wasser losfahren. Und es ist frisch. Bei 12 Grad erinnern wir uns daran, dass wir im Mai auf der Ostsee meistens auch eine Mütze getragen haben. Also kommen bei mir Segelstiefel und Wollpulli zum Einsatz. Bald kommt die Sonne raus und später bekommen wir auch etwas Wind, so dass wir endlich mal wieder segeln. Das ist der erste Einsatz unseres neuen Segels. In Wirklichkeit passt das Segel nicht, darüber haben wir uns gestern sehr geärgert. Dem Ärger segeln wir jetzt davon. Es muss so gehen.
Auch der Anker möchte mal wieder zum Einsatz kommen. Mittags ankern wir in einer schönen Bucht mit klarem Wasser. Trotz des sonnigen Samstags sind nur wenige Boote unterwegs, es ist eben Winter und für hiesige Verhältnisse kühl. Wir freuen uns, dass wir die Bucht ganz für uns allein
haben und gehen baden. Das Bad fällt bei 15 Grad Wassertemperatur eher kurz aus, macht aber trotzdem glücklich. Nachmittags segeln wir zurück, der Wind frischt auf satte fünf Windstärken auf und die Boje ist schneller wieder erreicht als uns lieb ist.
Der Ausflug unter Segeln war dringend nötig. Die Stimmung an Bord konnte nach Sturm, Regen, Ärger, Enttäuschungen und wieder Regen gut eine Aufhellung gebrauchen. Außerdem haben wir das Boot mal ein wenig geschüttelt, alle Systeme haben funktioniert und wir konnten feststellen, dass wir noch segeln können und dass es nirgends so schön ist wie am Anker.

Segeln mit Mütze und Wollpulli…
… baden ohne Mütze
Ein schöner Ankerplatz vor Motuarohia
Ein schöner Tag geht zuende