Ausflüge nach Paradise Beach und Sandy Island

Zunächst fahren wir mit dem Bus nach Hillsborough. Das Busfahren funktioniert genau wie auf Grenada. Kaum sind wir an der Straße angekommen hält ein Bus, wir stoppen an einem kleinen Laden, der Fahrer hat Durst, dann an einem anderen Laden wo wir eine Kiste abholen und schon sind wir auf dem Weg in den Hauptort. Wir sehen uns etwas um und wollen nun zum Paradise Beach laufen. Die wenig befahrene Straße liegt oft im Schatten, so macht das Laufen Spaß. Am Flughafen kommen wir nicht weiter, wir wechseln an den Strand. Unser Revierführer behauptet man würde hier nasse Füße bekommen, könne aber zum nächsten Strand laufen. Wir finden zwar einen kleinen Weg durch die Mangroven, doch der endet schließlich am Wasser. Weiter ginge es nur durch die Brandung über das Riffdach, das gefällt weder dem Riff noch uns, wir kehren um.
Nach einer kleinen Pause in einer netten Bar erreichen wir wieder Hillsborough, von hier wollen wir den Bus zum Paradise Beach nehmen, wir sind auf der Hinfahrt bereits daran vorbei gefahren. Kaum sind wir an der Hauptstraße, kommt ein Bus. Da einer der Fahrgäste auf der Ostseite wohnt kommen wir unerwartet zu einer Inselrundfahrt. Carriacou gefällt uns, die Häuser sind bunt und gepflegt. Überall sind Ziegen, Schafe, Kühe, Esel und natürlich Hühner unterwegs. Die meisten laufen frei rum, wenige sind angeleint. Als wir schließlich aus dem Bus aussteigen fängt es an zu Regnen. Zum Glück regnet es nun wenige Minuten. Am Strand essen wir in einem kleinen Restaurant das Tagesmenü mit Fisch, Kartoffeln, Reis und Salat. Anschließend laufen wir zurück zu Carriacou Marine, wo unser Beiboot am Steg auf uns wartet. Bevor es zurück an Bord geht wollen wir noch Tanken, die Kanister liegen bereits im Beiboot. Wir erfahren, dass der zuständige Mitarbeiter in der Mittagspause ist und um 17h wiederkommt. Also warten wir eine dreiviertel Stunde bis wir unsere Kanister gefüllt bekommen. Nach einem schönen und langen Abend sind wir um halb sechs wieder an Bord.
Heute stand ein Tagesausflug nach Sandy Island auf dem Programm. Es ist ganz schön windig (Bft. 6) und entsprechend hat sich eine kleine Welle aufgebaut. Nur drei andere Boote haben sich diesen Spot ausgesucht und wir können uns eine der freien Bojen aussuchen. Kaum sind wir angekommen hält ein kleines Boot auf uns zu. Ein junger Mann erzählt, dass er sonst Hummer verkauft, heute aber nur Tomaten oder Zitronen im Angebot hat. Wir freuen uns über die Tomaten, ist es doch gar nicht so einfach hier an schönes Gemüse zukommen.
Sandy Island ist ein kleines Inselchen. Ein paar Palmen säumen einen weißen Sandstreifen. Pelikane stürzen sich ins Wasser. Wir gehen ausgiebig schnorcheln, das Wasser ist schön klar und wird von vielen Fischen bewohnt. Schwärme kleiner silberner Fischchen glitzern knapp unter der Oberfläche, ein großer Igelfisch schwimmt knapp über dem Grund und ein Rochen liegt auf dem Sand. Erst als uns richtig kalt ist kommen wir wieder aus dem Wasser.
Später landen wir mit dem Dinghi auf der Insel an, werden bei der Überfahrt ziemlich nass und gehen auf der lütten Insel spazieren und Pelikane angucken. Es gibt einen kleinen Salzwasserpool in dem eine Gruppe Engländer ein Picknick macht. Nachmittags gehen wir Anker auf und sind nach 40 min wieder auf unserem alten Ankerplatz in der Tyrell Bay.