Rebak Marina und Schrödingers Schaltung

Putzen, reparieren, packen, planen und messen. So lassen sich unsere Tage auf Rebak zusammenfassen. Die Marina, in der Mari bleiben wird, liegt auf der Insel Rebak. Diese Insel ist nur wenige Fährminuten von der Insel Langkawi entfernt. Außer der Marina gibt es auf der Insel nur noch eine Resort-Hotelanlage. Marina-Bewohner dürfen den Pool benutzen und bekommen Rabatt im Restaurant. Am späten Nachmittag kann man uns, wie viele andere Segler, also im Pool treffen.
Die Tage vergehen schnell, kleine Arbeiten brauchen viel mehr Zeit als erhofft und jedes Mal wenn wir etwas von der Liste streichen können, fügen wir neue Punkte hinzu. Ganz normaler Langfahrer-Wahnsinn.
Unsere Schaltung ist heil oder kaputt, bis wir sie öffnen. Nun ist sie kaputt. So ein Mist, leider teurer Mist. So etwas passiert leider auch. Kaputt repariert. Erfolgreich, aber sehr mühsam ist es unsere Polsterbezüge zu waschen. Die Bezüge wieder auf den Schaumstoff zuziehen ist harte Arbeit und das Einziehen der Knöpfe setzt eine ausgefeilte Technik voraus.
Neben den normalen Putz- und Wartungsarbeiten stehen auch einige größere Anschaffungen auf unserer Liste. Auf der anderen Seite von Langkawi sehen wir uns ein Schlauchboot an. So kommen wir zu einem kleinen Ausflug. Mit der Fähre geht es auf die Hauptinsel, mit dem Grab zum Schlauchboot-Fritzen. Unsere Fahrerin hat Zweifel, dass wir wirklich richtig sind, lässt sich aber überzeugen, wartet auf uns und fährt uns anschließend zum Baumarkt. Das Boot gefällt uns ganz gut, ist uns aber eigentlich zu schwer. Ursprünglich wollten wir ein Schlauchboot bestellen und liefern lassen, stellen jetzt aber fest, dass die Lieferung per Spedition (also von Dingen die nicht in ein normales Paket passen) nicht ganz unkompliziert zu sein scheint.
Für Abwechslung sorgen neben dem täglichen Plantschen im Pool Spaziergänge auf der Insel. Es gibt schöne schattige Wege durchs Unterholz, die man zur kleinen Wanderung ausdehnen kann. Auf der Insel gibt es nicht nur tolle Vögel, sogar Seeotter wurden gesichtet.
Der Hotel bietet zweimal pro Woche einen geführten „Nature Walk“ an. Uns ist der Ausflug ein bisschen zu esoterisch („be your own guru“), aber wir lernen einen neuen Rundweg und einige Pflanzen kennen.

Endlich ein Foto vom roten Adler.
Ein kleiner Strand auf Rebak.
Schöne schattige Wege laden zum Spaziergang ein.
Verlassene Gebäude gibt es auch hier auf der Insel.
Wer hat die schönsten Schwanzfedern?
Der schöne Pool ist eine willkommene Abwechslung.
Abends in der Marina

Schöne Buchten in Langkawis Süden

Langkawi ist eine Inselgruppe. Der Archipel besteht aus 99 Inseln: der Hauptinsel, einigen kleineren und ganz vielen noch kleineren Inselchen. Um auf 99 Inseln zukommen muss man aber vermutlich auch große Steine mitzählen. Auf jeden Fall ist Langkawi eine besonders schöne Ecke Malaysias.
Der Name Langkawi setzt sich aus den malaiischen Worten helang Adler und kawi rötlich zusammen. Natürlich gibt es auch verschiedene Legenden, wir sehen auf jeden Fall viele Adler.

In Malaysia muss man (leider) in jeden Hafen ein- und aus-checken. Deshalb fahren wir in die Marina des Royal Langkawi Yachtclubs in Kuah. Die Fahrt zwischen den hohen Inseln und grünen Inselchen ist sehr schön. Das Einchecken geht schnell, alle Behörden sitzen im gleichen Gebäude. Bei uns dauert es nur ein wenig länger, weil wir natürlich Bekannte treffen und uns festquatschen. Wir kaufen ausgiebig ein, genießen ein frisch gezapftes Bier mit Blick über die Bucht und legen am nächsten Morgen wieder ab. Ein paar Tage haben wir noch, bevor wir einen Platz in einer anderen Marina gebucht haben, und die wollen wir lieber am Anker verbringen.
Im Süden Langkawis bummeln wir von Bucht zu Bucht. Ankern, baden, lesen und Ruhe genießen. In den schönsten Ankerbuchten gibt es kein Mobilfunknetz, dafür Adler und viele andere tolle Vögel.
An einem Platz kommen ab und zu Gruppen von Jetskis auf ihrem Ausflug vorbei, machen Fotos, bestaunen das Echo, baden und sind wieder weg. Wir dürfen diesen schönen Ort genießen so lange wir wollen.
Die hohen Inseln bieten eine tolle Kulisse und die steilen Hänge sorgen dafür, dass niemand auf die Idee gekommen ist den Regenwald abzuholzen. Für uns Segler ist es sehr schön, dass es meist tief genug ist und, dass alle Ankerbuchten in denen wir lagen hervorragenden Ankergrund hatten. Uns gefällt es hier richtig gut und die schönen Tage entschädigen für den mühsamen und nicht sehr schönen Törn von Puteri hierher.

Am 15. Januar müssen wir leider Abschied nehmen von der Einsamkeit und der Privatsphäre am Anker, wir ziehen in die Marina um. An diesem Morgen zeigt uns Langkawi, dass es nicht immer nur gemütlich ist. Fallböen finden ihren Weg an unserem Ankerplatz und sorgen dafür, dass Mari sich ordentlich auf die Seite legt.
Mit einer kurzen unspektakulären Fahrt zur Pulau Rebak geht eine abwechslungsreiche Saison zu Ende. Mari wird hier auf uns warten, während wir der Heimat einen Besuch abstatten.

Langkawi ist schön.
Ein Wrack mit eigener Tonne.
Eine schöne Route zwischen den Inseln.
Wer die schönen Inseln im Süden ansehen will braucht ein Boot.
Ein merkwürdiger Turm in Kuah, nachts wird er bunt angestrahlt.
Luxusyacht mit Tanker, Tankertanker und ???
Marisol in Kuah in der Marina des RLYC.
RLYC Marina. Tuggy erinnert an Dänemark.
Sundowner am RLYC in Kuah.
Jetskis im Anflug.
Erst im Vergleich sieht man wie hoch die Felsen sind.
Fischer auf dem Nachhauseweg.
Imposante Felsen
Interessante Durchfahrten
Abendstimmung
Ein Hornbill sitzt am Ufer im Baum.
Bunter Vogel.
Auch in Langkawi gibt es Marsianer.
Schöne, kleine, weiße Strände

Von Pangkor nach Langkawi

Pulau Talang, Pulau Kendi und Pulau Bidan. Diese drei kleinen unbewohnten Inselchen leisten uns jeweils eine Nacht Gesellschaft. Der Ankerplatz bei Pulau Talang gefällt uns besonders gut. Die Insel und das nahe Festland sind dunkelgrün bewachsen. Viele Adler kreisen über uns und machen Jagd auf Fische. Fische scheint es hier viele zu geben, einige springen bei uns an Deck. Auf dem offenen Ozean sind fliegende Fische, die sich an Deck verirren keine Seltenheit, aber Fische die am Ankerplatz bei uns auf dem Schiff landen, sind doch eine Rarität. Überhaupt herrscht hier eine gewisse Neugierde der Unterwasserwelt auf das Leben über der Wasseroberfläche, ein kleiner Oktopus kommt mit der Ankerkette aufs Boot. Nobbi befördert ihn zurück ins Wasser und stellt sich vor wie dieser nun seinen Enkeln erzählt „einmal war ich an Bord einer Segelyacht…“.
An zwei Abenden trifft uns wieder ein heftiges Gewitter und wir sind sehr froh, dass wir den jeweiligen Ankerplatz schon erreicht haben. Der Himmel öffnet sich und ein regelrechter Wasserfall ergießt sich auf uns. Das Wasser kann gar nicht schnell genug abfließen und steht Zentimeter hoch an Deck.
Von unserem Ankerplatz bei Pulau Kendi sehen wir die Lichter der Hochhäuser auf Penang. Die Insel Penang hat eine lange und interessante Geschichte, wir hoffen, dass wir noch Gelegenheit haben mehr als einen Blick auf diese Insel zu werfen, entscheiden uns diesmal aber den Weg nach Norden fortzusetzen.

Mal fahren wir stundenlang zwischen Fähnchen, die Netze markieren, hin und her, mal ist die Reise eher ereignislos. Manchmal sind duzende Fischer in unserer Nähe unterwegs. Hier gibt es auch Boote die mit Netzen fischen, die direkt an der Wasseroberfläche gezogen werden. Wir versuchen uns von ihnen fern zu halten. Wir haben kein kritisches Zusammentreffen mit einem der vielen Fischerboote, aber es ist schon etwas anstrengend, dass viele gerne genau auf uns zu fahren und erst kurz vor uns erkennen lassen, dass sie dicht hinter oder vor uns passieren werden. Wirklich nervend ist die, anscheinend tolerierte Praxis, AIS-Notsignale als Netzmarkierung zu verwenden. Im nördlichen Teil der Malakka-Straße zeigt unser AIS (und auch das aller anderen Schiffe in der Region) immer wieder ein Notsignal (manchmal als Test markiert, meistens nicht). Glücklicherweise hatten wir von dieser fragwürdigen Praxis gehört, sonst hätten wir wohlmöglich versucht Hilfe zu leisten.

Die Etappe zur Insel Bidan war mühsam und wir sind froh als wir den Anker neben dem Inselchen ins Wasser schmeißen können. Bald ankert ein Fischerboot dicht neben uns, zwei Frauen und zwei Männer sitzen im offenen Boot. Es beginnt zu nieseln und wir sind froh, dass das Bimini uns Schutz bietet. Unsere Nachbarn ziehen sich Plastiksäcke über, luxuriös oder romantisch geht es dort an Bord nicht zu. Bei Einbruch der Dunkelheit geht der Generator an, der den Strom für das grüne Licht liefert. Die Marsianer sind gelandet. In der Umgebung sind duzende von grünen Lampen zu sehen. In dieser Nacht brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, dass uns ein flotter Fischer über den Haufen fährt. Unsere Nachbarn beleuchten unser Boot hervorragend. Der Generator läuft tatsächlich die ganze Nacht, nur um diese eine sehr helle grüne Lampe mit Strom zu versorgen. Neben den Fischen, die das grüne Licht anziehen soll, zieht es auch Insekten an, die wiederum die Fledermäuse auf den Plan rufen. Hunderte von Fledermäusen kreisen über dem kleinen Boot mit den beiden Paaren, die auf den großen Fang warten.
Zwischen Bidan und Langkawi stehen viele Fischfallen. Lange Bambusstangen ragen aus dem Wasser. Manchmal machen bunte Flaggen auf diese Hindernisse aufmerksam, oft sind sie nicht markiert und man sieht sie erst spät. Diese Fischfallen scheinen sich zu lohnen, wir haben sie in Wassertiefen bis zu 25m angetroffen und stellen uns vor, dass es relativ aufwendig ist sie aufzustellen.
Tote Fische, tausende tote Fische. Wir können nicht zuordnen von welchem der Fischerboote sie kommen. Die toten Fische, an denen wir vorbeisegeln, sind ziemlich klein, die meisten wohl unter zehn Zentimeter. Nun werden sie auch nie groß. Ist das alles „Beifang“ und lässt das nicht auf eine ziemlich kleine Maschengröße schließen?

Endlich kommt Langkawi in Sicht. Die erste Nacht verbringen wir in einer schönen Bucht im Süden der kleinen Inselgruppe. Hohe Felsen ragen neben den Ankerplatz auf, der weiße Strand wird von hohen grünen Bäumen gesäumt und die ganze Bucht ist mit dunklen Felsen eingerahmt. Wir beobachten die Affen, die über den Strand rennen und die vielen Adler, die über uns kreisen. Pünktlich zum Sundowner, mit dem wir die Ankunft in Langkawi und die glückliche Passage von Puteri feiern, kommt eine große Schule Delfine vorbei uns verwöhnt uns mit kühnen Sprüngen. Sehr kitschig, aber sehr schön!

Immer wieder beobachten wir viel Flugverkehr.
Nobbi hat einen schattigen Platz gefunden.
Von Pulau Kendi können wir Penang sehen.
Immer wieder empfangen wir einen Alarm.
Hier wird mit Netzen gefischt, die bis an die Oberfläche reichen.
Unsere Nachbarn beleuchten uns in die ganze Nacht.
Ein Fischer liegt an einer Fischfalle.
Endlich können wir mal wieder segeln! Langkawi kommt in Sicht,
Nobbi freut sich über die Delfine.
Teluk Chawi gefällt uns sehr.
Die Affen klettern an den Felsen nahe der Wasserlinie herum.
Das Empfangskomitee in Langkawi.
Ein außergewöhnlich schöner Sonnenuntergang. Meistens ist es abends bewölkt.

Von Pulau Besar nach Pulau Pangkor

Eine Szene aus einem Roman. Ein heruntergekommenes Hotel am Meer. Über dem Pool kreisen Krähen. Die Krähen landen in den Palmen, die sich im Wind biegen. Die Gäste wirken ein wenig verkrampft. Sie versuchen den Abend trotz der merkwürdigen Atmosphäre zu genießen. Auf den Stufen vorm Hotel macht eine malaiische Familie in aufeinander abgestimmten Outfits Selfies. Zwei Frauen fotografieren sich an der Balustrade. Hier gibt es eine Schaukel fürs perfekte Urlaubsfoto, die nur aussieht als könne sie schaukeln. Der Sitzholm ist am Gerüst angenagelt. Der Pool ist gut besucht. Eine Gruppe Singapur-Chinesen, die sich gegenseitig Schwimmunterricht geben, deutsche Touristen, die einen Abstecher ans Meer machen wollten bevor sie wieder nach Hause fliegen, und zwei Segler, die auf eine schöne Dusche gehofft hatten.
Die Admiral Marina in Port Dickson hat schon bessere Zeiten gesehen. Das Hauptgebäude, in dem das Restaurant und das Marina-Büro sind, ist in ganz passablen Zustand. Das Hotel ist sieht deutlich schlechter aus. Neben der Anlage ist ein Komplex mit Ferienwohnungen von denen nur wenige belegt sind und rund um die Marina werden lauter Ferienhäuser gebaut. In der Marina sind schon einige Pfähle umgefallen, wir bekommen aber einen guten Platz für unsere Mari. Und wir werden außerordentlich freundlich empfangen. Sechs (!) Männer wollen unsere Leinen annehmen. Die Marina hat einen neuen hochmotovierten Manager, der uns sehr freundlich willkommen heißt.
Im Restaurant essen wir ungewöhnlich schlecht und vergessen das lieber schnell. Am zweiten Abend besuchen wir die etwas angestaubte, aber gemütliche Bar. Hier ist die Stimmung gut und es gibt sogar Live-Musik.
Unseren Pausentag nutzen wir um den Dieseltank zu füllen und uns die Füße zu vertreten. Wir lassen uns zu einem kleinen Waldgebiet am Leuchtturm bringen. Hier gibt es schöne, schattige Wanderwege zwischen tollen Bäumen. Diese Urwaldbäume begeistern uns immer wieder und ihr Schatten ist in der Mittagshitze sehr willkommen. Es tut gut sich zu bewegen und wir sehen viele tolle Vögel und viele Affen. Die Makaken sind damit beschäftigt die Mülleimer zu plündern und ziemlich frech. Uns gefallen die Südlichen Brillenlanguren, die hellgrauen Affen mit ihren hübschen Gesichtern und langem Schwanz. Der Hauptweg führt zum Leuchtturm auf dem Kap Rachado. Den Leuchtturm, der 1863 erbaut wurde, konnten wir von See allerdings besser bewundern.
Von einem Aussichtpunkt schauen wir aufs Meer und sehen in der Ferne eine Segelyacht. Von dort haben wir gestern mit dem Fernglas diesen Aussichtspunkt entdeckt. Die Aussichtsplattform ist nagelneu und aus Glas, was uns sinnlos erscheint, ist sie doch nur einen Meter über dem Waldboden. Der Taxifahrer auf dem Rückweg erzählt uns von leerstehenden Hotels, beliebten Stränden und den touristischen Highlights. Er gibt sich wirklich Mühe, doch wir lehnen sein Angebot uns an Malaysias größter Kaninchen-Streichel-Farm abzusetzen ab und gehen doch wie geplant in den Supermarkt.

Die Fahrt zur Admiral Marina war entspannt. Wir hatten richtig schönes Wetter, ausnahmsweise gab es keine drohenden Gewitter, und zweitweise sogar Wind, so dass die Genua uns ordentlich gezogen hat. Vor Malakka liegen lauter große Schiffe vor Anker und wir haben wieder etwas zu gucken. Gerade werden zwei Tanker ins Päckchen gelegt und ein Bagger überholt uns. Wir haben noch nie so viele Bagger gesehen wie in den letzten Tagen, das liegt wohl dran, dass in dieser Region so viel Landgewinnung betrieben wird. Irgendwo muss der ganze Sand herkommen.

Wir verlassen die Marina früh, wollen wir es doch mindestens bis zur Einfahrt nach Port Klang schaffen. Die Fahrt ist lang und eintönig, der Wind kommt genau von vorne und eine unangenehme Welle lässt uns nur langsam vorankommen. Auch vor Port Klang liegen viele große Schiffe vor Anker, wir kennen das langsam und freuen uns über Abwechslung.
Port Klang liegt geschützt hinter einigen Inseln im Mündungsgebiet eines Flusses und wir haben uns entschlossen hinter den Inseln durch zufahren, also praktisch durch den Hafen. Als wir die Einfahrt erreichen schiebt uns der Strom, wir entschließen uns noch nicht zu ankern, sondern den Schwung zu nutzen und ein bisschen weiterzufahren. Das erste Containerschiff überholt uns in der Einfahrt, das zweite zu Anfang der drei Meilen langen Pier. Mir ist das alles ein bisschen zu eng und ich hege Fluchtgedanken, doch Nobbi blüht erst so richtig auf. Wir überholen das zweite Schiff als bei ihm die Schlepper andocken und es drehen, um es an die Pier zu bringen. Dank des starken Stroms haben wir eine flotte Reise, wir lassen die Gas-Pier, das Kreuzfahrtterminal und den Marinehafen hinter uns. Zwei kleine Tanker kommen aus einem Seitenarm, gegenüber der zweiten Containerpier (auch über zwei Meilen lang) schlängeln wir uns zwischen den Ankerliegern durch und finden einen guten Ankerplatz nahe der Mangroven. Port Klang ist Malaysias größter Hafen und der 13. größte Hafen der Welt. Das besagt zumindest irgendeine Statistik. Wie auch immer, auf jeden Fall werden hier sehr viele Container umgeschlagen und es gibt viel Schiffsverkehr, auch wenn der Hafen für die ganz großen Schiffe zu klein und zu flach sein dürfte. Eine interessante Kulisse, Schiffe legen ab oder kommen ins Ankerfeld. Unser Nachbar, ein Schiff mit Heimathafen Ulan Bator, wird betankt. Ein Waran schwimmt vorbei und ein paar kleine Fischerboote sind am Mangrovensaum unterwegs.

Die nächste Etappe ist wieder lang und es gibt keinen guten Ankerplatz. Ein paar Stunden darf die Genua uns ziehen, dann ist der Wind wieder komplett weg. Wir fahren durch den größten Müllteppich unserer gesamten Reise. Acht Meilen lang: Blumentöpfe, Kanister, Plastiktüten, eine rostige Gasflasche, Styropor und eine unendliche Anzahl Plastikflaschen. Nur knapp verfehlen wir ein riesiges Knäul aus kaputten Netzen. Ich möchte mir gar nicht vorstellen was passiert, wenn unser Propeller in so etwas hängenbleibt.
Die Nacht verbringen wir beim Stelzenhaus. Dieses merkwürdige Haus, was weit vor der Küste liegt ist anscheinend ungenutzter Teil einer Freizeitanlage und bekannt unter Seglern. Mehrere unserer Bekannten haben die Nacht in Sichtweite dieses mäßig beleuchteten Hauses verbracht. Wir liegen erstaunlich ruhig dafür, dass wir drei Meilen von der Küste entfernt sind. Aber so richtig wohl fühlen wir uns nicht. Das liegt auch an den vielen Fischern, die hier nachts unterwegs sind.

Der nächste Ankerplatz an der Insel Pangkor ist eine erfreuliche Abwechslung, nicht nur eine Notlösung zum Übernachten, sondern eine richtig schöne Bucht. Ein langer Strand säumt Bucht, grüne Hügel bieten eine schöne Szenerie. Hinter uns auf der Insel Pangkor Laut liegt ein Luxusresort, vor uns auf der Insel Pangkor gibt es kleinere Hotels und das ganz normale Leben.

Wir legen wieder einen Pausentag ein, waschen Wäsche und tüddeln an Bord rum. Nachmittags bricht ein heftiges Gewitter über uns herein, dass uns Sintflut artigen Regen bringt. Als die ersten Böen unser Zuhause auf die Seite legen, zieht Nobbi sich die Badehose an und sieht im Cockpit nach dem rechten. Er gibt Entwarnung, es gab nur wenige starke Böen, dann nimmt der Wind ab. Wir nutzen die Gelegenheit und duschen ausgiebig im Gewitterschauer. Mir sind diese heftigen Gewitter unheimlich, über die frisch gewaschenen Haare freue ich mich trotzdem.

Admiral Marina in Port Dickson.
Vom Pool sieht man die Ausfahrt der Admiral Marina.
Nobbi am Aussichtspunkt.
Große „Grashalme“!
Die Languren gefallen uns sehr. Sie haben eine schöne Zeichnung und ein sympathisches Gesicht.
Der Leuchtturm von 1863.
Der Leuchtturm am Kap Rachado.
Kein Wind, kein Horizont.
Eine Möwe auf einem Eisberg, der leider aus Styropor ist.
Interessante Schiffe auf der Reede vor Melakka.
Zwei Tanker werden ins Päckchen gelegt.
Melakka sehen wir nur vom Wasser.
Drei Meilen ist diese Containerpier von Port Klang lang.
Die fröhliche Crew winkt uns.
Was das wohl kostet, wenn ich das an einer Fahrwassertonne auf der Elbe mache…
Fischer so weit das Auge reicht.
Viele Fischerboote sind kunterbunt.
Die Einfahrt zur Ankerbucht vor Pangkor.
Die Ankerbucht von Pangkor wird von einem langen Strand gesäumt.

Zum Jahresende von Puteri nach Pulau Besar

Ein FlipFlop, eine Wasserflasche, eine Styroporbox, eine Palette, ein Eimer. So geht es immer weiter. Am Ausgang der Johor-Straße, die Malaysia und Singapur trennt, fahren wir nicht nur durchs Ankerfeld der großen Frachter, sondern auch durch einen riesigen Müllteppich. Wir haben die Marina verlassen und sind auf dem Weg in den Norden Malaysias.

Nach einem schönen Weihnachtsfest mit der Familie in Singapur fahren wir am 27. Dezember wieder nach Malaysia zu unserer Mari. Am nächsten Tag bereiten wir unsere Weiterreise vor. Die Crew eines der Motorboote erklärt sich bereit tauchend unser Unterwasserschiff zu reinigen. Diese Arbeit ist nicht beliebter geworden seit ein ausgewachsenes Krokodil im Hafenbecken gesichtet wurde.
Wir füllen den Wassertank, kaufen ein und gehen ein letztes Mal in einem der Restaurants an der Marina essen. Abends können wir unsere Papiere abholen und die Marina-Rechnung bezahlen.
Unsere Marisol lag über zwei Monate hier in der Puteri Harbour Marina, ein sicherer und günstiger Platz. Wir waren immer nur ein paar Tage an Bord. Obwohl wir zwischendurch ziemlich krank waren, haben wir einiges an Bord erledigt, auch wenn die ToDo Liste nicht so kurz geworden ist wie erhofft.
Ein erfahrender, kompetenter Mechaniker hat unseren Motor gecheckt und die Kompression gemessen. Unser Verdacht hat sich bestätigt, der zweite Zylinder hatte keine mehr. Zum Glück war die Ursache nur ein schlecht eingestelltes Ventil. Uns fällt mehr als ein Stein vom Herzen und der Motor läuft nun ruhiger als zuvor.
Unsere Ankerkette wurde um ein paar rostige Glieder gekürzt, das Mittelluk hat einen neuen Vorhang bekommen und die Comfort-Seats haben nun (provisorische) Bezüge. In einer Patenthalse auf der Arafura-See haben wir uns eine Relingstütze verbogen, die Nobbi wieder richtet. Ein Schäkel wird gängig gemacht, eine Leine getauscht. Kleinigkeiten, die man besser gleich erledigt und sie nicht erst auf die Liste setzt. Der kleine Außenborder, der in Vanuatu den Dienst eingestellt hat, konnte repariert werden. Der Praxistest steht allerdings noch aus. Für das Polster am Navi-Tisch haben wir einen neuen Bezug nähen lassen. Das war schon lange nötig, aber das Nähprojekt wurde immer wieder verschoben, weil so es kompliziert schien. Kurz vor Weihnachten kam endlich unser Paket aus Deutschland, das einen sechswöchigen Urlaub beim malaysischen Zoll gemacht hatte, an. Nun haben wir einen neuen Wasserhahn und ein neues Display, das die Wassertiefe anzeigt.

Alle anderen Aufgaben verschieben wir, denn wir wollen zügig nach Langkawi im Norden Malaysias segeln bzw. fahren (mit Wind ist leider nicht zu rechnen). Am 29. Dezember geht’s los. Die erste Etappe führt uns durch den Müll in der Johor-Straße und durch Felder mit vielen großen Ankerliegern. Containerschiffer, Bulkcarrier und vor allem Tanker. Wir lernen, dass es riesige Tankstellenschiffe gibt, die kleinere Tankstellenschiffe betanken, die dann wiederum andere Schiffe betanken. Die Etappe beenden wir an der Pulau Pisang. Der Ankerplatz an dieser kleinen Insel mit Blick auf das Verkehrstrennungsgebiet der Straße von Melakka ist schön. Dies ist eine der am stärksten befahrenen Wasserstraßen der Welt, hier schiebt sich der Welthandel durchs asiatische Nadelöhr. Obwohl die Sicht eher schlecht ist, sehen wir oft 30 und mehr vorbei fahrende Schiffe, Schlepper und Fischer nicht mitgezählt. Im AIS kann man Informationen zu den Schiffen abrufen, sie sind unterwegs zum Suezkanal, nach Panama, Brasilien oder Rotterdam.
Wir verbringen eine ruhige Nacht an der kleinen bewaldeten Insel und fahren am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang weiter.
Gegen Mittag wird es immer dunkler und beginnt kräftig zu gießen. Wir entscheiden uns auf die Küste zuzuhalten und dort irgendwo zu ankern. Plötzlich tauchen überall Bojen auf, anscheinend sind wir zwischen die Netze geraten. Wir drehen einen Kringel und ankern. Inzwischen regnet es so stark, dass wir kaum die Augen offenhalten können. Sichtweite wenige Meter. Als der Regen nachlässt braust ein aufgebrachter Fischer auf uns zu, wir sollen verschwinden, er hat Angst, dass sein Netz in unseren Anker treibt. Wir holen den Anker auf, es hängt kein Netz daran. Viele Schlangenlinien müssen wir zwischen den Bojen fahren. Wir lernen, dass es unmöglich ist die lagen Netze zu umfahren und dass wir zwischen den Bojen hindurch fahren können. Hier hat es funktioniert, die Netze hingen tief genug. Wir finden einen Ankerplatz ohne Netze, in der Nähe eines Fischergestells und verbringen eine ruhige Nacht etwa 2 Meilen vor der Küste.
Als ich mich nachts draußen umsehe entdecke ich einen Waran auf der Windsteueranlage am Heck, er macht bei uns Pause. Wieder in der Koje, bin ich schon fast eingeschlafen, als ich mir der Gedanke kommt, dass er leicht in Cockpit klettern könnte. Wie verscheucht man einen Waran? Morgens ist er weg.
Eine unspektakuläre Etappe bringt uns zur Pulau Besar, einer Insel kurz vor Melakka. Hier verbringen wir die letzte Nacht des Jahres. Oder die erste des neuen?
Am Strand der Insel wird gebadet und gezeltet. Auf dem Festland gibt es den ganzen Abend immer wieder Feuerwerk. Wir sehen einen Krimi und genießen, dass ein leichter Wind durchs Boot streicht und für Abkühlung sorgt. Ich verschlafe den Jahreswechsel und das Feuerwerk, Nobbi wirft noch einen müden Blick aus dem Vorluk.

Wir lassen Puteri Harbour hinter uns
Wieder fahren wir unter der Brücke nach Singapur hindurch. Auf der Brücke ist wieder einmal Stau.
Viele große Schiffe liegen auf der Reede.
Tankerkuscheln. Ein Tanker, der an einem Tanker tankt.

Fröhliche Weihnachten und ein wunderbares 2024

Wir wünschen euch ein schönes und friedliches Weihnachtsfest, entspannte Tage zwischen den Jahren und einen guten Start in ein wunderbares neues Jahr.
Übrigens, die Krippe mit Schattenspiel-Figuren haben wir im Museum in Jogjakarta entdeckt. Wir feiern dieses Jahr in Singapur, was leicht an unserer Weihnachtskarte zu sehen ist.

Eine Stippvisite in Ho-Chi-Minh City

Nach unserer Reise nach Indonesien hat es uns gesundheitlich erwischt, nacheinander liegen wir flach. Nach ein paar Tagen geht es uns etwas besser, auch wenn wir uns beide sehr schlapp fühlen.
Obwohl wir noch nicht wieder richtig fit sind, entschließen wir uns, unseren gebuchten Flug nach Ho-Chi-Minh City anzutreten. Für eine Vietnam-Rundreise haben wir leider nicht genügend Zeit, aber eine Städtereise passt in den Plan. Ho-Chi-Minh City hat über neun Millionen Einwohner und ist die größte Stadt Vietnams. HCMC umfasst ein recht großes Gebiet, das keine geschlossene Stadt darstellt und jenseits des Stadtzentrums zum Teil dörflichen Charakter hat. Die Stadt Saigon wurde 1976 nach der Wiedervereinigung in Ho-Chi-Minh City umbenannt. Ho-Chi-Minh war ein Revolutionär, Politiker und Präsident Nordvietnams. Umgangssprachlich wird er „Uncle Ho“ genannt und wir werden tatsächlich mehrfach gefragt, ob wir Uncle Ho schon besucht hätten. Haben wir natürlich, sein Denkmal steht vorm sehr schönen Rathaus.
Der Name Saigon wird besonders fürs Stadtzentrum benutzt, gelegentlich auch für die ganze Stadt und ist Namenbestandteil unzähliger Attraktionen, Hotels und Firmen. Nobbi war zuletzt 1994 im damals noch sehr kommunistisch geprägten Saigon und stellt, nicht überrascht fest, dass die Stadt sich sehr verändert hat.

Noch etwas angeschlagen, lassen wir es eher ruhig angehen und sind ausnahmsweise eher im Schleichtempo als im Stechschritt unterwegs.
Wir haben ein Zimmer in einem netten Hostel gebucht, von dem wir das Stadtzentrum gut zu Fuß erreichen können. Es gibt einige schöne Gebäude aus der Kolonialzeit, die inzwischen renoviert sind. Besonders gut gefällt uns das Postamt. Die Oper sehen wir uns an, als wir eine die Vorstellung einer Artistengruppe besuchen. Zu traditioneller Musik mit riesigen Reiskörben und Bambusstangen werden viele schöne Bilder dargestellt.
Während einer Stadtrundfahrt bekommen wir einen guten Überblick, außerdem ist diese Art des Stadtentdeckens nicht so anstrengend. Das kommt uns bei der Wärme entgegen.
Von der Aussichtsplattform des Bitexco Towers genießen wir die Aussicht über die Stadt. Unseren Besuch haben wir absichtlich auf einen klaren Morgen gelegt und können weit sehen. Viertel mit großen Hochhäusern und Viertel mit kleinen Häusern und einem unübersichtlichen Gewirr kleiner Straßen wechseln sich ab. Und wir haben einen schönen Blick auf den Saigon, so heißt auch der Fluss. Einen kleinen Eindruck vom Saigon bekommen wir auch, als wir einige Stationen mit dem Waterbus, einer Fähre, fahren. Hier sehen wir sehr luxuriöse Anwesen, viele Luxusyachten und auch ärmere Viertel. Und wir sehen viele Schiffe, Bargen und Schleppverbände die auf dem Fluss unterwegs sind.
Auf einem gemütlichen Spaziergang erkunden wir den botanischen Garten, in dem auch der Zoo liegt. Die großen alten Bäume sind toll, auch die Orchideen Sammlung und mehrere kleine Gärten gefallen uns. Die Tiergehege mögen wir nicht alle, einige sind überbelegt und das Reptilienhaus ist sehr unheimlich. Es hat die Ausstrahlung eines „lost place“, nur dass es eben bewohnt ist, von sehr vielen Pythons und leicht aggressiven Leguanen. Mir gefällt, dass ich Auge in Auge mit einer Giraffe sprechen kann, Nobbis Liebling ist das riesige weiße Nashorn.
Wer Vietnam besucht und sich mit seiner Geschichte beschäftigt, kommt am Vietnamkrieg (hier Amerikanischer Krieg genannt) nicht vorbei. Wir besuchen das Kriegsmuseum, dessen Kernstück eine Ausstellung mit Fotos verschiedener, getöteter Kriegsreporter ist. Es ist traurig, bedrückend und aufrüttelnd. Zwischendurch nehmen wir uns Zeit mit Hilfe von Wikipedia Wissenslücken zu schließen.
Uns beeindruckt, dass es sehr voll ist. Viele Touristen sind interessiert, viele junge Menschen sind im Museum. Wir treffen gleich eine ganze Reihe unserer Hostel-Bewohner. Was mich hingegen abstößt, ist die Begeisterung für Selfies mit Waffen, nachdem man sich gerade die grausamsten Kriegsverbrechen in allen Details angesehen hat.

Natürlich hatten wir auch Gelegenheit durch kleine Gassen zu streichen und ausgiebig zu essen. Neben einigen schönen Gebäuden, ist Bánh mì das beste Resultat der französischen Kolonialisierung (meiner überhaupt nicht maßgeblichen Meinung nach). Das Baguette, das wunderbar gefüllt wird, zum Beispiel mit Fleischklößchen, Chilisauce, eingelegten Gemüse und Koriander, schmeckt wunderbar. Eigentlich wollen wir nur kurz sitzen und entscheiden uns in eine schmale Straße abzubiegen und dort eine Tasse Kaffee zu trinken. Als wir uns setzten wollen, erklären uns zwei Frauen, dass es zwar Kaffee gibt, wir aber lieber zwei Häuser weiter eine Tasse trinken sollen. Wir wundern uns etwas, dass wir zu einem Floristen geschickt werden und bekommen dort nicht nur einen Kaffee sondern ein Kunstwerk. Auf Tisch landet eine Glasbox in dem nicht nur eine Insel mit unserem Kaffee liegt, sondern sich auch ein hübsches Blumengesteck befindet. Der Kaffee schmeckt super und wir haben auch gleich Familienanschluss, inklusive Katze. Aus Versehen essen wir mittags auch die allerbeste Pizza (seit Jahren?) in einem Restaurant im zweiten Hinterhof. Umwege lohnen sich!
Die Abende lassen wir auf der Dachterrasse unseres Hostels ausklingen, wo wir den Altersschnitt deutlich anheben, aber trotzdem willkommen sind. Im leichten Abendwind, bei einem leckeren Saigon-Bier ist schnell vergessen, dass die Tage sehr warm sind.

Und dann treffen wir auch noch andere Segler. Diesmal nicht zufällig, sondern absichtlich. Sie sind die einzigen vietnamesischen Langfahrtsegler, die wir kennen. Wir verbringen einen schönen Abend zusammen und kommen in den Genuss eines tollen Abendessens bei einem Meeresfrüchte-Restaurants, vor dem wir auf der Straße sitzend („Street Food“) gegessen haben. So haben wir die Gelegenheit lauter Dinge zu kosten, die wir niemals bestellt hätten, ganz verschiedene Meeresschnecken, Muscheln, Krebse und Pastete. Tatsächlich hat mir alles sehr gut geschmeckt.

Saigon hat uns sehr gefallen und noch neugieriger auf (mehr) vielleicht etwas ländlicheres Vietnam gemacht.

Das Rathaus.
Der Markt.
Das Postgebäude.
Das Opernhaus.
Im Continental hat Nobbi `94 gewohnt, seitdem hat sich viel verändert.
Es gibt viele kleine interessante Gassen.
Im Tempel wird gebetet und renoviert.
Eine Stadt voller Pagoden.
Der Wiedervereinigungspalast.
Ein buddhistischer Tempel.
Im Botanischen Garten gefällt es uns.
Gut beschirmt im Botanischen Garten.
Eine Schönheit.
Auge in Auge mit einem Giraffenmann.
Vom Bitexco Tower hat man einen tollen Ausblick.
Saigon von oben.
Saigon liegt am Saigon-Fluss.
Wir fahren mit dem Waterbus.
Saigon vom Wasser.
Erstaunlich viele Luxusyachten.
Saigon vom Wasser.
Lauter schwimmende Inseln.
Eine Straße voller Buchläden.
Spiegeltransport.
So können nur Profis schlafen.
Eine Kokosnussverkäuferin
Ein Laden für Hamsterbedarf.
Der Traum jeden Elektrikers. Wem gehört welches Kabel?
Nicht nur Kaffee, sondern ein Kunstwerk.
Ein Hahn mitten in der Innenstadt.
Nobbi auf der Dachterrasse – sehr schön: die Lampe im Hintergrund.

Bildergalerie Bali

Hier kommen nun endlich einige der unzähligen Fotos, die wir auf Bali aufgenommen haben.

Guter oder böser Geist?
Eine außergewöhnlich schöne Unterkunft.
Nobbi kutschiert mich über die Insel.
Nachmittags schwimmen wir eine Runde im Pool.

Eine kleine Wanderung bringt uns zu zwei schönen Wasserfällen, einen dritten sehen wir aus der Ferne.

Gegenverkehr auf schmalen Straßen.
Überall werden die Götter bedacht.
Opfergaben vor einem Laden.
Auf einem Roller kann man sehr viel transportieren.
Manche Wege sind ziemlich schmal
Dunkle Wolken über Kutas breitem Strand
Sonnenuntergang in Kuta.

Ein Bali-Urlaub ohne Tempelbesuch ist undenkbar. Uns gefällt sowohl der Pura Taman Ayun mit seinen vielen Pagoden, als auch der Pura Ulun Danu, der am Seeufer liegt.

Wunderbares Verkehrschaos.
Zufällig geraten wir in eine Zeremonie vor einem Tempel

Ein grüner Klassiker: Reisfelder, die gute Laune machen.

Bali – immer wieder schön

Unser Bali Aufenthalt verläuft etwas anders, als wir es uns es vorgestellt hatten. Erst bin ich krank, dann fällt das geplante Familientreffen wegen Krankheit aus. Wir lassen es also ruhig angehen. Da wir schon auf Bali waren, kennen wir bereits einige der tausend Tempel und touristischen Highlights.
Wir bummeln durch Ubud, kaufen Souvenirs, gehen grandios essen und legen nachmittags eine Lesestunde am Pool ein.
Bali ist ganz anders als andere Teile Indonesiens. Das liegt sicherlich daran, dass die meisten Balinesen Hindus sind. Tempel und Opfergaben sind allgegenwärtig. Außerdem ist Bali touristischer als die meisten Orte an denen wir zuletzt waren. Wie viele Orte, hat Bali zum Teil ein regelrechtes Touristen-Problem. Junge Männer mit nacktem Oberkörper, Frauen im Bikini auf dem Roller, das gefällt vielen Balinesen nicht. Und „Instagrammer“ ohne Ende. „Einmalige“ Fotos auf der Schaukel im Reisfeld, vorm Tempel und unterm Wasserfall. In jedem Restaurant und an jeder Straßenecke wird gefilmt und sich selbst fotografiert. So extrem wie hier haben wir es noch nirgends erlebt.
In Ubud, im Zentrum der Insel, kommt es uns voller vor als bei unserem letzten Besuch vor fünf Jahren. Doch man versichert uns, dass Nebensaison sei und eigentlich zu wenige Touristen angereist seien. Aber wie so häufig findet man auch viel ruhigere Ecken, wenn man möchte.
Natürlich steht ein kurzer Besuch des Ubud Palace und des Marktes an. Beim Sonntagsspaziergang durch den Monkey-Forest ist es sehr voll. Es sind nicht nur sehr viele Besucher unterwegs, die Affen haben hier definitiv ein Überbevölkerungsproblem und werden gelegentlich zudringlich.
Wir sind mit dem Roller unterwegs. Nobbi hat seinen Spaß und ich sterbe. Wir sind ein eingespieltes Rollerteam. Während Nobbi fährt, navigiere ich. Das hat den Nachteil, dass ich auch schuld bin, wenn wir wieder eine besonders schmale Straße finden oder uns enge Serpentinen in eine schmale Schlucht bringen. Steil bergabfahren ist etwas, dass ich nicht besonders schätze. Trotz meines ambivalenten Verhältnisses zum Rollerfahren genießen wir die Touren sehr. Man ist unabhängig, sieht viel und kann jederzeit anhalten.
Kaum etwas ist so unglaublich grün wie junge Reispflanzen. Nicht zu Unrecht gehören die Reisterrassen zu Balis beliebtesten Fotomotiven. Auch uns gefallen die Reisfelder. Wir düsen mit dem Roller auf schmalen, sich schlängelnder Straßen durch die Felder, sitzen im Café mit Reisfeldblick und wandern auf einem schmalen Weg zwischen den Reisterrassen entlang. Meine Lieblinge sind die Enten, die lustige Geräusche machen, wenn sie zwischen den gefluteten Pflanzen nach Nahrung suchen.
Die Heuschrecken (oder sind es Reisschrecken?) auf den Reisähren sind größer, als die hübschen kleinen Vögel, die sich ebenfalls ihren Anteil an der Reisernte genehmigen. Abends tanzen tausende kleine Glühwürmchen über dem Reisfeld neben unserem Hotel und erfreuen uns mit ihrem Geblinke.

Wir sehen uns zwei Tempel an, die wir noch nicht kennen. Den Pura Taman Ayun im Süden der Insel und den Pura Ulun Danu am Beratan See. Sie sind ganz verschieden und beide schön. Den ersten Tempel haben wir zunächst tatsächlich ganz für uns, weil wir so früh dort sind. An dem hochgelegenen See ist es schön kühl und die Luft wunderbar klar.
Eine kurze Wanderung bringt uns zu zwei Wasserfällen. Die beiden Wasserfälle Sekumpul und „hidden waterfall“ befinden sich im Norden der Insel. Der Weg ist nicht weit, hat aber sehr viele Stufen. Wir verzichten darauf unterhalb des Wasserfalls zu schwimmen, genießen es aber die Füße im kalten Wasser abzukühlen.
Noch mehr Spaß als die Wasserfälle, macht uns aber die Fahrt dorthin. Eine schmale Straße schlängelt sich durch kleine abgelegene Orte in Balis bergigem Zentrum. Als dann ein Auto vor uns liegen bleibt, kommt sogar unser tiefenentspannter Fahrer ein bisschen ins Schwitzen.

Nach fünf Tagen in Ubud und vier Tagen in der Nähe von Ubud, verbringen wir die letzten beiden Nächte in Kuta, ganz im Süden Balis. So haben wir nur eine kleine Strecke zum Flughafen zurückzulegen. Hatte Kuta früher den Ruf hoffnungslos überlaufen zu sein, empfanden wir es jetzt als vergleichsweise leer. Die Party steigt nun wohl in Canggu wird uns berichtet.
Wir spazieren am Strand und auf der Strandpromenade entlang, verstecken uns vor einem Schauer im Shoppingcenter, finden ein tolles vietnamesisches Restaurant und trinken abends ein Sonnenuntergangsbier am Strand.

Mit einem kleinen Zwischenstopp in Singapur kehren wir zurück nach Malaysia zu unserer Mari. Sie ist ein wenig staubig, aber ansonsten sieht man ihr unsere Abwesenheit nicht an.
Jetzt liegen unsere Pläne wieder auf Eis (irgendwie unpassend bei 30 Grad), wir sind beide krank und deshalb passiert hier gerade nicht viel.

Jogja – eine Bildergeschichte

In den letzten Beitrag über Singapur habe ich noch einige Bilder eingefügt. In Jogja haben wir so viele Fotos gemacht, dass es einen eigenen Beitrag gibt. Um euch zu motivieren bis nach ganz unten zu scrollen, verrate ich, dass mein Lieblingsbild den Abschluss bildet.

Das kleine Gästehaus ist ein Glückstreffer!

Der Palast des Sultans:

Das kleine Wasserschloß war Teil einer Parkanlage:

Borobodur, der größte buddhistische Tempel der Welt:

Während mich Borobodur sehr angesprochen hat, hat Nobbi die hinduistische Tempelanlage Prambanan vielleicht noch besser gefallen:

Die Darstellungen sind wunderschön und detailreich. Dieses großohrige Tier hätte ich gerne getroffen.

In unmittelbarer Nähe liegen die buddhistischen Tempel Bubrah und Sewu:

Die Gereja Ayam, die Hühner-Kirche , die eine Taube ist…

Immer wieder werden wir angesprochen, ob wir zu einem gemeinsamen Foto bereit wären oder ein Interview geben könnten:

Am Merapi machen wir eine Jeep-Tour, was wir eigentlich gar nicht wollten.

Das UllenSentalu-Museum, das die Geschichte der Herrschaftsfamilien aufbereitet, hat uns sehr gefallen:

Straßenszenen, das Schönste am Reisen: einfach das richtige Leben beobachten:

Sie ist einfach müde.
Streetart indonesisch.
Die Viertel mit ihren kleinen Wegen haben einen dörflichen Charakter.
Eine mobile Nähwerkstatt.
Hier können wir beim Kaffeetrinken das Treiben beobachten.
Die Schattenspielfiguren werden mit der Hand bemalt.
Er freut sich übers Trinkgeld – wir darüber, dass wir aussteigen können.
Safety first! Gastransport auf indonesisch. Ich liebe es!