Besuchstage sind Urlaubstage

Im Sommer 2017 haben meine Eltern uns auf Teneriffa besucht und uns aus Europa verabschiedet. Nun besuchen sie uns hier erneut und nehmen uns gewissermaßen wieder in Empfang, haben wir doch zumindest politisch gesehen Europa wieder erreicht.
Gemeinsam erkunden wir Santa Cruz und Teneriffa, schlendern über den Markt, fahren mehrfach durch den Teide-Nationalpark, geraten in Orotava in den strömenden Regen, bestaunen die steile Nordküste, freuen uns über blühende Mandelbäume, besuchen mehrere Museen, sehen uns die starke Brandung an, hören ein fantastisches Konzert im Auditorio, entdecken im Palmetum eine äußerst selten blühende Palme (Corypha umbraculifera) und verbringen einfach eine schöne gemeinsame Zeit, die viel zu schnell zu Ende geht.

Ein Weihnachtspäckchen und ein sehr kurzer Winter

Meine beste Freundin hat die Chance genutzt und mir ein Weihnachtspäckchen geschickt. Über das Verschicken von Paketen auf die Kanaren kursieren unterschiedliche Geschichten von „kannst du vergessen, kommt nicht an“, über „überhaupt kein Problem“ bis zu „du brauchst eine Zollnummer, sonst wird das nichts“ ist alles vertreten. Wir sind gespannt. Man sollte ja denken, der Empfang eines Päckchens innerhalb der EU sollte möglich sein. Nun haben die Kanaren seit einigen Jahren abweichende Zollregeln, Sonderstatus usw. Die EU, die Königin der Ausnahmen.
Kurz vor Weihnachten frage ich im Hafenbüro, ob eine Sendung für Marisol angekommen sei. Leider nicht. Ich frage nach Weihnachten, vor Silvester, im neuen Jahr, nach dem sechsten Januar. Irgendwann frage ich nicht mehr jeden Tag, sondern nur noch jeden zweiten oder dritten. Mitte Januar bin ich davon überzeugt, dass die Sendung vergessen auf irgendeinem Stapel liegt und mich nie erreichen wird. Am 21. Januar stehe ich in der Sonne vorm Marinabüro und warte auf Nobbi. Also schlendere ich ins Büro, frage nach Post und möchte mich eigentlich nur ein bisschen unterhalten. Die Mitarbeiterin ist merkwürdig kurzangebunden und drückt mir zwei Briefe vom Zoll in die Hand. Sie enthalten exakt dasselbe Schreiben. Eine Sendung liegt beim Zoll und ich habe zwei Wochen Zeit Unterlagen einzureichen, sonst geht die Sendung zurück nach Deutschland. Datiert sind die Briefe auf den 30. Dezember. Der Posteingang bei der Marina ist handschriftlich auf den Umschlägen festgehalten worden: 2. Januar. In der Zeit war ich mindestens zehn Mal in Büro um mich zu erkundigen, ob es Post für mich gibt. Zunächst frage ich unter angegebenen Emailadresse nach, ob mein Geschenk bereits den Heimweg angetreten habe und erfahre, dass es noch auf Teneriffa sei. Der Aufforderung eine Rechnung einzureichen kann ich nicht nachkommen, schließlich handelt es sich um ein Geschenk. Das erkläre ich in einer Email und bekomme daraufhin ein neues Formular gesendet. Mit Hilfe des Übersetzungsprogramms lerne ich, dass ich eine eidesstattliche Erklärung über den Inhalt abgeben soll. Meine Gedanken zu einer eidesstattlichen Erklärung über den Inhalt eines Päckchens, das ich nicht gepackt habe, behalte ich für mich. Streng genommen bin ich nicht einmal sicher, wer der Absender ist. Auf den Unterlagen steht lediglich eine Nummer. Die (vermutete) Absenderin verrät mir, was im Päckchen steckt. Auf dem Päckchen klebt eine Zollerklärung – es erscheint sinnvoll, dass der Absender den Inhalt erklärt und nicht der Empfänger. Egal, man muss das nicht verstehen. Ich fülle die Erklärung aus und unterschreibe sie. Zusammen mit einer Kopie meines Passes sende ich sie zum Zoll. Am nächsten Tag erhalte ich eine neue Mail mit einem neuen Dokument. Einfach mit meinem Pass könne ich doch kein Päckchen empfangen. Ich benötige eine NIE, eine Zollnummer für Ausländer, oder jemanden, der eine NIE oder einen spanischen Pass hat. Unser französischer Nachbar springt ein. Er unterschreibt, dass er das Päckchen für mich importiert. Nun fehlt noch das Formblatt, auf dem ich bestätige, dass ich im laufenden Monat noch nicht mehr als fünf Kilo Verpackungsmüll importiert habe und, wie angewiesen, schicke ich auch die erste Formularseite zurück, auf der es keinerlei Felder zum Ausfüllen gibt. Zwei Tage später erhalte ich eine E-Mail, dass mein Päckchen die maximale Aufbewahrungszeit überschritten hat und zurück nach Deutschland geschickt wurde. Ich wundere mich nicht und bin auch nicht verärgert. Es passt alles so wunderbar zusammen. Drei Tage später kommt das Päckchen im Marinabüro an. Meine neuen Faultier-Socken trage ich voller Stolz!

Seit knapp drei Wochen haben wir tolles Wetter. Vorbei sind die täglichen Schauer. Der strahlende Sonnenschein sorgt für sommerliche Gefühle, es grünt und blüht. Sollte das der Winter bereits gewesen sein? Meinetwegen kann es jetzt einfach bis Ende Oktober so bleiben.

Urlaubstage

Für drei Tage haben wir ein Auto gemietet. Am Donnerstag fahren wir mit dem Bus zum Autovermieter. Unser Bus ist gerade weggefahren, also stellen wir uns in die Schlage für den nächsten Bus. Die Schlange wird schnell länger. Obwohl dies der Startpunkt der Buslinie ist, wird er so voll, dass nicht alle Wartenden mitfahren können. Wir haben Glück, wir standen so weit vorn in der Schlange, dass wir sogar einen Sitzplatz bekommen haben. So voll haben wir die Busse noch nie erlebt. Dafür geht es beim Autovermieter diesmal schnell und wir sind fix unterwegs zum Teide-Nationalpark. Diesmal ist die Straße nicht gesperrt, unsere Gelegenheit. Wir durchqueren die Insel auf der schönen Straße in der Inselmitte, genießen die Aussicht auf den gewaltigen Vulkankegel und finden einen idyllischen Platz unter Pinien für unser Picknick.
Freitag führt uns unsere Reiseroute zunächst zum Baumarkt. Anschließend fahren wir nach Ifonche im Süden und laufen dort eine kleine Runde. Die Aussicht in die mehrere hundert Meter tiefe atemberaubende „Barranco del Infierno“, die Höllenschlucht ist, höllisch gut. Außerdem sehen wir weit unter uns am Meer die Touristen-Hochburgen mit ihren vielen großen Hotels. Die Bewölkung ist dichter geworden und es sieht aus, als wolle es regnen. Ein guter Grund über die Höhenstrasse oberhalb der Wolkengrenze zurück nach Norden zufahren. Wir nehmen also wieder den Weg, der durch die Inselmitte am Teide vorbeiführt. Wunderschön leuchten die unterschiedlichen Gesteinsfarben im Abendlicht. Mit der Sonne im Rücken ist diese Strecke noch ein bisschen schöner. Sehr schön ist auch der Regenbogen, der das Ende der idyllischen Bedingungen ankündigt. Den zweiten Teil der Strecke fahren wir mit waagerecht einfallenden Regen. Auf 2000 Meter Höhe ist der Wind deutlich stärker, die Straße führt auf einem Bergrücken entlang und wir fühlen uns im kleinen Fiat 500 etwas exponiert. Hinzukommt, dass durch den Regen an zahlreichen Stellen Steine auf die Straße fallen. Die vielen Steinschlag-Warnschilder stehen hier nicht zufällig. Wir verlassen die Höhenstraße und haben bald die Untergrenze der Wolken erreicht. Auf der Ostseite des Höhenzugs regnet es noch nicht. Als wir Santa Cruz wenig später erreichen, beginnt hier gerade der Regen.
Am nächsten Tag zieht es uns an die Nordküste. Meine „entspannte“ Route an die Küste entpuppt sich als schmaler Weg zwischen Bananenplantagen (wenig romantisch zwischen Mauern und Plastikplanen), denen unser kleines Auto eigentlich nicht gewachsen ist. Als wir endlich die Hauptstraße wieder erreichen, sind wir erleichtert. Wir sehen uns die starke Brandung an und laufen ein wenig an der Küste entlang. Dann fahren wir ein paar Kilometer weiter nach Bajamar, trinken einen Kaffee und machen auch hier einen Spaziergang. Es erscheint uns nicht der richtige Ort für unser Picknick zu sein und so entscheiden wir uns durchs Anaga-Gebirge zurück zum Boot zufahren. An dem Aussichtspunkt, an dem wir schließlich essen, ist es zwar sonnig aber mit 13 Grad doch ein bisschen frisch und außerdem recht windig. Einige Aussichtspunkte später ist es nur noch 11 Grad „warm“. Zurück in Santa Cruz wärmen wir uns bei einem Spaziergang in der Sonne wieder auf.
Sonntag geben wir das Auto wieder ab und machen einen Abstecher nach La Laguna. Obwohl praktisch alle Läden, außer den Cafés und Restaurants, geschlossen haben, ist es in der Altstadt voll. Man trifft Freunde, quatscht und genießt das schöne Wetter. Da machen wir mit. Wir besichtigen eine Kirche, laufen durch einen Stadtteil, den wir noch nicht kennen, sitzen vor einer Bar in der Sonne und trinken Mango-Saft und essen beim Inder hervorragend zu Mittag.
Nach diesen „Urlaubstagen“ sind wir wieder bereit für kleine Bootsaufgaben und dann bekommen wir Besuch. Es stehen also noch weitere Urlaubstage an.

Mission Steuersäule

Seit einiger Zeit gibt unsere Steuersäule ein klackendes Geräusch von sich. Wenn gleichmäßiger Druck auf dem Ruder ist, ist Ruhe. Bei wenig Wind oder bei Welle im Hafen oder am Ankerplatz meldet sich das Geräusch zuverlässig. Die Quelle haben wir schnell identifiziert. Das untere Lager hat Spiel in der Lagerschale. Da wir die Lager, aber leider nicht die Lagerschale in Neukaledonien getauscht hatten, kennen wir die Anatomie der Steuersäule in und auswendig. Schon vor Monaten haben wir die nötigen Ersatzteile bestellt. Sie waren in dem legendären Paket, das unseren Horta-Aufenthalt um Wochen verlängert hat. Nun wollen wir das Projekt in Angriff nehmen. Eine Werkstatt, die alles, was wir nicht selber durchführen können, erledigen kann, haben wir bereits gefunden. Vor Weihnachten waren wir bereits dort und haben Erkundigungen eingezogen.
Nobbi will „nur mal kurz ein paar Schrauben lösen“ und schneller als erwartet sind Steuerrad und Autopilot demontiert, die Schaltung gelöst und die Steuersäule vom Cockpitboden getrennt. Dann können wir sie doch auch gleich ganz auseinander-nehmen. Am Anfang läuft es gut. Die beiden Sicherungsstifte, die Nobbi vorher schlaflose Nächte beschert hatten, lassen sich überreden ihren Platz zu räumen. Doch dann kommen wir bald nicht weiter. Da wir ohnehin die Unterstützung der Werkstatt brauchen, beschließen wir die ganze Steuersäule einzupacken und in den Fischereihafen zu bringen. Am nächsten Tag schleppt Nobbi das gute Stück zum Bus. In der Werkstatt verstehen sie sofort was gemacht werden soll. Allerdings haben sie sehr viel zu tun. In spätestens einer Woche sollte es jedoch erledigt sein.
Das Holzpodest, auf dem die Steuersäule normalerweise steht, säubern wir. Die Gelenkstange zum Ruderquadranten wird geschmiert. Die Verbindung zwischen Ruderachse und Steuermimik ist ein wenig rostig, also entrosten, Rostschutzfarbe malen und überlackieren. Das ist schnell gemacht, muss nur leider innerhalb der Backskiste stattfinden. Ich darf mich also zusammenfalten.
Wir haben nun ein etwa 20 cm großes Loch im Cockpitboden, passend dazu beginnt es zu regnen. Wir stülpen einen Eimer über die Öffnung, der das meiste abhält.
Der Regen geht uns zunehmend auf die Nerven, Zeit für einen Museumsbesuch. Die Wahl fällt auf das Museum für Natur und Archäologie. Die Mumien sind natürlich das Highlight der Archäologie-Abteilung, aber auch in der Naturkunde-Ausstellung gefällt es uns wieder sehr. Spanisches Wort des Tages: Pico picapinos – der Buntsprecht.

Nach zwei Tagen meldet sich die Steuersäule, bzw. die Werkstatt. Die Lager sind gewechselt, ob wir vorbeikommen wollen? Also geht’s am nächsten Tag mit dem Bus zur Werkstatt. Interessanterweise haben sie das Problem anders gelöst als Charly in Neukaledonien. Das untere Lager und die Lagerschale sitzen zwischen einer kleinen Pinne und einer Verdickung auf der Achse. Um das Lager zu wechseln hatte Charly in Neukaledonien die Pinne abgetrennt und nach dem Wechseln der Lager wieder angeschweißt. Hier hat der Mechaniker die Verdickung weggenommen und hinterher wieder aufgebracht. Auch eine tolle Lösung. Vielleicht noch viel besser. Wir sind sehr zufrieden und bitten darum, dass die Steuersäule komplett wieder zusammengesetzt wird. Das geht in einer professionellen Werkstatt viel einfacher als in unserem Cockpit. Leider ist Freitag. Wir müssen uns also etwas gedulden.
Der Lack der Bodenplatte der Steuersäule ist an einigen Stelle abgeplatzt. Das sieht nicht schön aus. Als Nobbi mit der Drahtbürste auf der Bohrmaschine die losen Lackreste abbürstet, rutscht er ab und schrubbt mit der Drahtbürste über seinen Oberschenkel. Mir stellen sich die Nackenhaare auf, wenn ich nur daran denke. Er behauptet es sei gar nicht schlimm. Immerhin heilen die Kratzer gut. Die kurze Hose hat den Kontakt mit der Drahtbürste nicht so gut weggesteckt.
Montag holen wir unsere Steuersäule wieder ab. Der Einbau klappt wie geplant. Um Ruder und Steuerrad zueinander auszurichten, muss das Ruder mittschiffs stehen. Also stehe ich auf der Badeleiter im Wasser und sage die Ruderlage an. Die Wassertemperatur ist immer noch angenehm, es wird mal wieder Zeit für ein Bad. Es muss allerdings nicht im Hafenbecken sein. Anschließend lackieren wir noch den Fuß der Steuersäule und der Autopilot wird wieder angeschlossen.
Wir freuen uns diese wichtige Arbeit zufriedenstellend abgeschlossen zu haben. Diese Lager halten nun hoffentlich wieder 35 Jahre.

Kleine Baustellen und Schiffsbesuche

Wir haben einen neuen Seezaun. Die Reeling, oder der Draht, der dafür sorgt, dass man nicht ins Wasser fällt, hatte einige Roststellen. Abgesehen davon, dass wir Sorge hatten, dass er vielleicht irgendwann reißt, störten die Rostflecken, die an Deck auftauchten und noch schlimmer auf der Wäsche, die wir dort aufhängen. Erst bauen wir die Drähte auf der Steuerbordseite ab und bringen sie zum Schiffshändler. Zwei Tage später können wir die neuen abholen. Sie passen perfekt (leider wissen wir, dass das nicht selbstverständlich ist). Ein paar Tage später lassen wir die Drähte an Backbord erneuern. Jetzt wo das so hübsch ist, möchten wir auch noch den Durchstieg am Heck erneuern lassen. Kurz vor Weihnachten geben wir sie ab. Zuerst die Feiertage, das neue Jahr, der Königstag, dann waren wir in Valencia, dann hatte der Laden nicht geöffnet. Nun endlich sind die Drähte fertig und Mari ist glänzend frisch eingezäunt. Eine übersichtliche Baustelle, die sich etwas hinzog, mit der wir aber nicht viel Arbeit hatten. Es gibt jedoch auch winzige Baustellen für die gilt: „kleine Baustelle – großes Chaos“. Im Cockpit haben wir eine uralte Steckdose für eine alte Signallampe, die wir nicht mehr benutzen. Da das Loch nun ohnehin dort ist, könnten wir eine USB-Steckdose einbauen. Die Steckdose, die wir haben passt nicht, aber die über meiner Koje wäre ideal. Also beschließen wir die in meiner Koje zu durch eine neue zu ersetzen. Nobbi fummelt dort einige Zeit rum. Die Kabel sind sehr dünn und entfalten ein Eigenleben. Schließlich ist die neue Steckdose eingebaut, wir testen sie und sie funktioniert nicht. Wir rütteln an den Kabeln und messen diese schließlich durch. Die Verkabelung ist in Ordnung, die Steckdose geht trotzdem nicht. Also baut Nobbi sie wieder aus und wir testen sie, aber sie funktioniert wirklich nicht. Sicherheitshalber prüfen wir die Steckverbindung auch noch mit einer Lampe und stellen dabei fest, dass die 12 V -Dose im Cockpit auch nicht funktioniert. Inzwischen haben wir zwei Werkzeugkästen, die Box mit den Elektroersatzteilen, die Box mit dem Elektrowerkzeug, einige Kabel, Lampen und Stecker im Salon verteilt. Unsere Testvorrichtung ist etwas kompliziert, aber die anderen USB-Steckdosen funktionieren. Nur die nagelneue, die wir einbauen wollen nicht. Als wir sie schon wegwerfen wollen, stellt Nobbi fest, dass sie verpolt ist. Das schwarze Kabel ist das Pluskabel, das rote führt zum Minus. Interessant. Nobbi baut sie wieder ein und endlich besteht sie den Test. Jetzt können wir uns der eigentlichen Baustelle zuwenden, in das bestehende Loch im Cockpit soll die USB-Dose eingepasst werden. Das Loch ist zu klein. Wir finden ein kleines Brett, das wir hinter das GFK legen können, damit wir mit dem Lochbohrer ein größeres Loch sägen können. Dann stellen wir fest, dass uns der Lochbohrer in der richtigen Größe fehlt. Nobbi wechselt die Arbeitskluft gegen saubere Kleidung und macht sich auf den Weg zur „Ferreteria“, zur Eisenwarenhandlung. Glücklicherweise trifft er noch auf dem Steg unseren Nachbarn, der uns den passenden Bohrer leiht. Nobbi zieht sich wieder um, vergrößert das Loch und baut endlich die Steckdose ein. Sie funktioniert. Bleibt noch die 12 V-Dose, die sich schließlich auch wieder zur Arbeit überreden lässt. Sieben Stunden für den Einbau einer USB-Steckdose – und wir fragen uns, was wir eigentlich den ganzen Tag machen.

Als wir nachmittags eine Runde ums südliche Hafenbecken drehen, stellen wir fest, dass dort ein Schiff der spanischen Marine liegt. Das wundert uns erstmal nicht besonders, doch uns fällt auf, dass die Pier schwer bewacht ist. Polizei und Guardia Civil, gepanzerte Fahrzeuge und bewaffnete Wachmänner. Wir interpretieren das so, dass unser neugieriger Besuch nicht geschätzt wird, und setzen unseren Spaziergang in die andere Richtung fort. Am nächsten Tag lesen wir in der Zeitung, dass eine Spezialeingreiftruppe vor den Kanaren einen Frachter mit Drogen an Bord aufgebracht hat. Sieben Tonnen (!) Kokain waren in der Salzladung versteckt. Es sieht aus, als läge das Schiff nun hier an der Pier. Kein Wunder, dass man keinen Wert auf Zuschauer bei der Umladeaktion legte. Vermutlich wurde die Crew hier an Land „untergebracht“ und der Marineversorger hat das Kokain irgendwo aufs Festland gebracht.

Es gibt auch erfreulicheren Besuch. Die “Juan Sebastián de Elcano“ ist ein imposanter Vier-Master, Ausbildungsschiff der spanischen Armada und auf seiner 98. Ausbildungsreise. Das 113 m lange Schiff wurde 1927 in Cadiz gebaut. Die Gelegenheit es zu besichtigen, lassen wir uns nicht entgehen. Die Taklinge auf den Leinen sind in den Farben der spanischen Flagge angemalt. Das schlägt sogar die Rattenbleche in französischen Farben, die wir bei der französischen Marine in Nouméa gesehen haben. Das Schiff ist in hervorragendem Zustand und die Kadetten haben fleißig Messing geputzt. Der Schiffsbesuch hat uns Spaß gemacht, auch weil die junge Crew so begeistert ihr Schiff vorgestellt hat.
Der Namensgeber Juan Sebastián de Elcano ist vergleichsweise unbekannt, gilt er doch als erster Weltumsegler. Er war mit Magellan unterwegs und hat die „Victoria“ nach Hause gebracht, nachdem Magellan 1521 auf den Philippinen ermordet wurde. Der Bordchronist hat ihn nicht einmal erwähnt, was vermutlich daran lag, dass Elcano an der Meuterei im südlichen Südamerika, dem heutigen Argentinien, beteiligt war und danach degradiert wurde. Er selbst hat kein Buch geschrieben.

Letzten Sonntag waren wir waren schon wieder im Konzert. Das BRSO, das Sinfonieorchester des Bayrischen Rundfunks, war zu Gast im Auditorio. Gespielt wurden Mozart und Bruckner. Das haben wir uns nicht entgehen lassen und ein sehr schönes Konzert gehört. Das Publikum war ausgesprochen fachkundig. Das merkt man daran wann, oder eher wann nicht, geklatscht wird und, dass keiner mitgesummt hat. Uns hat es sehr gefallen. Sehr schön ist es auch, wenn man aus dem Konzertsaal tritt und aufs dunkle Meer blickt.

Ein stolzes Schulschiff.
Die Taklinge wurden in spanischen Farben bemalt.
Die Schutzpatronin der Seefahrer: Virgen del Carmen.
Versammlung der Satellitenanlagen. Die Starlink ist im Vergleich zu den Kollegen sehr klein.
Nachts wird sie spanisch beleuchtet!

Ein kleiner Ausflug nach Valencia

Wir unternehmen einen Kurztrip nach Valencia. Als wir unsere Sachen zusammenpacken, konsultieren wir den Wetterbericht und stellen fest: dort ist es ganz schön kalt. Nachttemperaturen um 0 Grad und ein eisiger Wind. Eine Herausforderung ohne Wintermantel und Winterschuhe. Doch wir haben den Reisezeitpunkt nicht nach dem Wetter gewählt, sondern wollen zu einem kleinen Familientreffen. Und, wir haben Glück, nicht nur mit der Familie, auch mit dem Wetter. Wir werden mit strahlendem Sonnenschein verwöhnt. Es ist zwar windig, aber nicht mehr ganz so kalt.
Unser Ausflug ist rundum gelungen. Mit dem Bus zum Flughafen, ein unproblematischer Flug (ohne Bootsersatzteile, kein Übergepäck, sondern nur mit kleinem Rucksack) und in Valencia geht’s flott mit der Metro in die Innenstadt. Unser Hotelzimmer gefällt uns und liegt mitten in der City neben dem Rathaus. Und, das Wichtigste: wir verbrachten viel Zeit mit der Familie.
Valencia ist eine tolle, sehr alte Stadt, mit einer interessanten Bebauung und vielen Sehenswürdigkeiten. Das moderne „Ciutat les Artes i les Ciènces“, der Museums- und Veranstaltungskomplex, der genau wie das Auditorio in Santa Cruz von Santiago Calatrava entworfen wurde, steht im Kontrast zu den historischen Gebäuden der Altstadt. Mir haben es besonders die vielen Türmchen, Wetterfahren, Drachen und Fledermäuse angetan. Die Fledermaus ist Bestandteil des Stadtwappens und findet sich an vielen Fassaden. Einer Legende zufolge warnte eine Fledermaus Jaume I., König von Aragon, vor einem Angriff der Mauren, als dieser wiederum die Stadt zurückerobern wollten. Vielleicht handelte es sich auch um ein Drachensymbol, das als Fledermaus gedeutet wurde. Mir gefällt die Legende mit der Fledermaus, die Geschichte schreibt, allerdings besser. Andere (kleine) Tiere haben in Valencia ebenfalls die Geschichte bestimmt: die Seidenraupen. Davon zeugt noch heute die Seidenbörse aus dem 15. Jahrhundert.
Es gibt noch viel zu entdecken in Valencia und wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch!

Die Seidenbörse:

Ciutat les Artes i les Ciènces:

Unzählige Schmuckstücke verzieren die Gebäude der Altstadt:

Ein durchwachsener Start ins neue Jahr

Das Jahr beginnt durchwachsen. Am Silvesterabend ist es glücklicherweise trocken. In Santa Cruz gibt es eine Festveranstaltung auf der Plaza Candelaria und der Weihnachtsmarkt, gleich gegenüber auf der Plaza España, ist auch geöffnet. Bevor wir uns jedoch ins Getümmel stürzen, binden wir unser Boot richtig gut an und rüsten mit Ruckfendern auf. Wir erwarten stürmisches Wetter zu Jahresbeginn.
Der Jahreswechsel verläuft etwas chaotisch. Das spanische Fernsehen überträgt die Schläge des Glockenturms in Santa Cruz samt Moderation von einer Hotelterrasse. An der Bühne auf dem großen Platz endet aber kurz vor Mitternacht das Konzert einer Salsa-Band und alle warten etwas verloren, wie es weitergeht. Die Weihnachtsmarktbühne zeigt eigentlich das Fernsehprogramm, hat aber Technikprobleme. Irgendwie klappt es dann doch noch. Alle essen beim Countdown ihre zwölf Weintrauben, die zwölf Wünsche repräsentieren, und schon sind wir in 2026 angekommen. Der Brauch mit den zwölf Trauben gefällt mir. Es gibt sie, extra für Silvester im 12er-Pack, nicht nur in Plastik verpackt, sondern auch in kleinen Dosen. Das große Feuerwerk sehen wir uns von der Promenade an, die vielen kleineren privaten Feuerwerke können wir aus dem Cockpit beobachten.
Die ersten Tage des Jahres haben wir Besuch vom Sturm Francis. Das bedeutet Wind, Regen und ein bisschen Bewegung im Hafenbecken. Wind und Welle nehmen bald ab, leider bleibt uns der Regen einige Tage erhalten. Gefühlt werden die Regenpausen immer kürzer und dementsprechend auch die Spaziergänge.
Wir besuchen das Museo de Bellas Artes. Die Fotoausstellung im Erdgeschoss überzeugt uns nicht, doch der Weg in die oberen Stockwerke lohnt sich. Sonst verpasst man nicht nur das Altarbild aus dem 16. Jahrhundert, sondern auch das „Wimmelbild“ von der Plaza Weyler. Ein sehenswertes, kleines Museum!
Unser Nachtisch ist so lecker, dass wir überlegen, ob man Birnen in Rotwein einkochen kann. Die schmecken doch auch nach einem langen Segeltag. Selten war Nobbi so engagiert an einer Einkochaktion beteiligt. Das Ergebnis sind deutlich mehr Glühwein-Birnen als in unsere Gläser passen und so gibt es vier Tage „Glühbirnen“, wie sie nun heißen, hintereinander. Ausgesprochen lecker zu Griesbrei.
Nach dem TO-Stammtischtreffen entdecken wir auf dem Heimweg den Königsumzug. Der Umzug am Vorabend des sechsten Januars, des Dreikönigstags, ist eigentlich ein Highlight, auch wenn sich uns diese ganzen Disney (?)-Figuren nicht so ganz erschließen. Doch es regnet. Gemeinsam mit anderen Seglern stehen wir, samt Pappkrone, im strömenden Regen und treten bald den Rückzug an. Am nächsten Morgen liest Nobbi mir die Nachrichten vor: auf den Kanaren hatten wir den kältesten Dreikönigstag seit 40 Jahren. Ich wäre lieber Zeuge des schönsten Frühlings…

Vorm Jahreswechsel und dem schlechten Wetter nutzen wir einen sonnigen Tag, um unsere neuen Matratzen zuzuschneiden. Als wir ein Auto gemietet hatten, haben wir zwei neue Matratzen für unsere Koje gekauft. Mit einem Brotmesser wird der Schaumstoff in Form gebracht. Wir haben nur eine grobe Vorstellung, wie wir die Bezüge auf diese Form anpassen wollen. Doch dann passen die neuen Matratzen, obwohl 2cm dicker, tatsächlich in die 35 Jahre alten Bezüge. Das spart uns viel Arbeit. Nun schlafen wir wie auf Wolken, das hat sich wirklich gelohnt!
Mit dem Auto fahren wir auch zum Gaswerk im Süden der Insel. Wir haben eine amerikanische Kunststoff-Gasflasche aus Bonaire, leider sind die fünf Jahre Prüfintervall um und sie müsste getestet werden. Inzwischen müssen diese Flaschen erst nach zehn Jahren getestet werden, aber das steht nicht auf der Flasche. Wir gehen davon aus, dass wir sie in Europa nicht gefüllt bekommen. Der Test ist vermutlich teuer. Eines Morgens steht eine nagelneue dänische Kunststoff-Gasflasche auf dem Müllplatz. Einer unserer Gasregler passt. Das nehmen wir als Zeichen und danken für das Geschenk. Am Gaswerk warten wir zwanzig Minuten mit Aussicht auf den Teide, dann ist unsere neue Gasflasche gefüllt.

Die alte Matratze dient als Schablone für die neue.
Die neue Matratze passt in den alten Bezug.
Der Reißverschluss wird zugenäht.

Neben den kleinen Abstechern zum Gaswerk, zu Ikea, Decathlon und einem Aldi mit Tiefgarage, nutzen wir das Auto für Ausflüge. Leider war die Straße durch den Teide-Nationalpark gesperrt. Der Schnee auf dem höchsten Berg Spaniens brachte viele (Einheimische) auf die Idee den Schnee nicht nur anzugucken. Ein unvorstellbares Chaos. Menschen im Schneeanzug mit Surfbrett unterm Arm versuchen möglichst dicht an die Straßensperrung zukommen, um von dort zu laufen. Wir sehen uns das Treiben kurz an und suchen dann das Weite. Obwohl wir Teneriffa schon recht gut kennen, sind wir immer wieder beeindruckt von der tollen Landschaft. Wir fahren um die Insel herum, bestaunen tiefe Schluchten und hohe Wellen, frieren auf 2000 Metern und sonnen uns im Süden der Insel. Es stimmt, die Insel ist voll geworden, trotzdem haben wir immer ein schönes Plätzchen gefunden. Ungern geben wir unseren Mietwagen wieder ab. Mit dem Auto konnte man der Sonne immer leicht hinterherfahren. Wir haben viele interessante Spaziergänge unternommen und immer wieder schöne Picknickplätze gefunden.
Da wir das Auto nördlich von La Laguna zurückgeben und dort auf dem Rückweg mit dem Bus umsteigen müssen, schlendern wir durch die Fußgängerzone der historischen Altstadt. Es ist brechendvoll. Zu den üblichen Touristen kommen viele Einheimische, die die freien Tage für einen Einkaufsbummel oder ein Treffen mit Freunden nutzen. Die ausgelassene, fröhliche Stimmung steckt an. Ungeplant landen wir in einem Museum und ein Apfelstrudel in der Sonne runden den Ausflug ab.

Ein kleiner Jahresrückblick

In den letzten Stunden des Jahres liegt es nahe das vergangene Jahr Revue passieren zulassen. 2025 ist wahnsinnig schnell vergangen. Es scheint noch nicht lange her zu sein, dass wir das Jahr in Durban begonnen haben. Auch wenn wir seitdem sehr viel erlebt haben.

Ein Blick auf die Eckdaten:
8693 Meilen haben wir zurückgelegt. Fast alle Etappen sind wir in der ersten Jahreshälfte gesegelt. Die längste Etappe – von Ascencion nach Mindelo – war 2300 Meilen lang, die kürzeste 26 Meilen kurz von Horta nach Velas.
Wir waren in sechs Ländern: Südafrika, Namibia, Großbritannien (mit St. Helena und Ascension), Cabo Verde, Portugal und Spanien und sind 15 Häfen angelaufen, darin sind Jamestown und Georgetown inkludiert, auch wenn wir dort geankert haben. 12 Nächte haben wir geankert und 80 Nächte auf See verbracht.
Nur in 2019 sind wir mehr Meilen gesegelt, noch nie haben wir an so wenigen Orten angelegt und in keinem anderen Jahr haben wir so wenig geankert. So ist jedes Jahr (und jedes Revier!) anders.

Die entspannteste Segelstrecke waren die 700 Meilen zwischen St. Helena und Ascension. Stabiler Passat, wir rollen fröhlich vor dem Wind, schiften ab und zu das Großsegel und kommen nach sechs Tagen an. Dieses Jahr hatte auch viele anspruchsvolle Segeletappen zu bieten. Die knappen Wetterfenster an der südafrikanischen Küste, Nebel an der namibischen Küste und hunderte (tausende!) Meilen am Wind zwischen dem Äquator und den Azoren.
Die langen Am-Wind-Etappen waren anstrengend, aber besser als gedacht und viel besser als uns prophezeit wurde.
Der doppelte Getriebeschaden (in Kapstadt und Horta) hat uns Nerven, Geld und Zeit gekostet. In Kombination mit dem kaputten Wärmetauscher und dem verspäteten Paket waren wir viel länger in Horta als wir je geplant hatten, rückblickend aber eine schöne Zeit. Auch in Durban waren wir wetterbedingt viel länger als erhofft und haben mit vielen Spieleabenden das Beste aus der Zwangspause gemacht.
Das Jahr hatte viele Highlights wie Kapstadt oder die Postkarten-Ausblicke der Azoren. Mir kommen als ersten die tierischen Höhepunkte ins Gedächtnis: der Orca am Kap Agulhas, die Seebären in Namibia, Walhaie in St. Helena, Schildkröten auf Ascencion und die Wale und Delfine der Azoren. Orte wie St. Helena und Ascension sind so besonders, weil wir dort ohne Boot nie hingekommen wären und eine ganz spezielle Atmosphäre haben.
Am 29. April kreuzen wir unseren Kurs vom November 2017. Wir sind um die Welt gesegelt! Als wir darauf anstoßen sind wir müde und können kaum glauben, dass es dann doch irgendwie einfach war. Immer weitersegeln. Inzwischen ist die Müdigkeit leisem Stolz gewichen.
Nach so vielen Hochseemeilen und den entsprechenden Ankerplätzen (das Geschaukel vor St. Helena wird mir ewig in Erinnerung bleiben), freuen wir uns auf Tagesetappen entlang der Küste. Wer weiß, was 2026 bringt!

Wir wünschen euch einen guten Rutsch und ein schönes, gesundes, spannendes und interessantes neues Jahr 2026!

Weihnachten in Santa Cruz

Weihnachten auf Langfahrt ist immer anders. Anders als zuhause und anders als in den letzten Jahren.
Heiligabend waren wir in der Kirche. Die erste Herausforderung war es, herauszufinden wann der Gottesdienst stattfindet. Für ein wenig Verwirrung sorgte die Erkenntnis, dass die Misa de Gallo, die Mitternachtsmesse in der Heiligen Nacht, um 19 Uhr stattfindet. Nicht überall, aber in einer der nächstgelegenen Kirchen. Ein Gottesdient in einem fremden Land ist immer interessant und außerdem ist es (natürlich) eine katholische Gemeinde. Aufstehen, wieder setzen, aufstehen, knien, usw. Kirchenlieder kann man auch in einer fremden Sprache vom Blatt singen und wir sind erstaunt, dass wir doch das ein oder andere verstehen. Die Engel darstellenden Kinder sind sehr müde und der kleine Joseph weiß nicht, was er mit seinem Stock machen soll. Ein ganz normaler Weihnachtsgottesdient. Waren die Straßen auf dem Weg zum Gottesdienst noch voll, sind sie auf dem Rückweg wie leergefegt.
Dank eines ausgiebigen Weihnachtspicknicks am Nachmittag haben wir abends keinen Hunger und verschieben das Weihnachtsessen. „Love Actually“ und Marzipanstollen sorgen für Weihnachtsflair und dann ist der Heilige Abend auch schon vorbei.
Am ersten Weihnachtsfeiertag ist das 31. Weihnachtskonzert. Praktischerweise unmittelbar neben der Marina. Der Hafen „Puertos de Tenerife“ richtet das Konzert aus. Viele lokale Unternehmen sponsern es, die Eintrittskarten kosten nur fünf Euro und die Einnahmen werden gespendet. Das Symphonieorchester spielte mit einigen Solisten ein abwechslungsreiches Programm zum Thema „Tänze der Welt“. 8500 Zuschauer freuten sich, dass das Wetter mitspielte und es nicht regnete. Wir hatten sicherheitshalber die dünnen Regenhosen in der Jackentasche, typisch Segler. Nobbis Sitznachbarin hat übrigens wieder mitgesungen. Diesmal Carmen. Wieder schief! Es scheint ein spanisches Ding zu sein, dass man sich aktiv ins Konzert einbringt. Die anderen Stücke hat sie zum Glück „nur“ auf den Schenkeln mitgeklatscht. Die Zugabe ging direkt in ein Feuerwerk über! Ein schönes Konzert. Allerdings nicht das einzige des Abends. Kurz entschlossen machen wir einen kleinen Abstecher auf den Weihnachtsmarkt, dort bleiben wir beim Konzert einer fantastischen Soul-Band hängen. Weshalb sich zwei so tolle Konzerte nicht nur zeitlich, sondern auch akustisch überschneiden, müssen wir nicht verstehen.
Bevor wir zum Konzert gegangen sind, haben wir unser Weihnachtsessen, Rinderfilet und grünen Spargel mit Cherry-Tomaten, gegessen. Das war so lecker, dass wir gleich nochmal grünen Spargel gekauft haben und es die Spargel-Tomaten Mischung am nächsten Tag zu Nudeln gab.
Übrigens, wir haben bei der Weihnachtslotterie gewonnen! Nein, nicht „El Gordo“, den dicken Hauptgewinn, wir kaufen kein neues Schiff, doch nach Abzug des Einsatzes ist immerhin ein Restaurantbesuch drin.

Nobbi holt seinen Gewinn ab.