Kleine Baustellen und Schiffsbesuche

Wir haben einen neuen Seezaun. Die Reeling, oder der Draht, der dafür sorgt, dass man nicht ins Wasser fällt, hatte einige Roststellen. Abgesehen davon, dass wir Sorge hatten, dass er vielleicht irgendwann reißt, störten die Rostflecken, die an Deck auftauchten und noch schlimmer auf der Wäsche, die wir dort aufhängen. Erst bauen wir die Drähte auf der Steuerbordseite ab und bringen sie zum Schiffshändler. Zwei Tage später können wir die neuen abholen. Sie passen perfekt (leider wissen wir, dass das nicht selbstverständlich ist). Ein paar Tage später lassen wir die Drähte an Backbord erneuern. Jetzt wo das so hübsch ist, möchten wir auch noch den Durchstieg am Heck erneuern lassen. Kurz vor Weihnachten geben wir sie ab. Zuerst die Feiertage, das neue Jahr, der Königstag, dann waren wir in Valencia, dann hatte der Laden nicht geöffnet. Nun endlich sind die Drähte fertig und Mari ist glänzend frisch eingezäunt. Eine übersichtliche Baustelle, die sich etwas hinzog, mit der wir aber nicht viel Arbeit hatten. Es gibt jedoch auch winzige Baustellen für die gilt: „kleine Baustelle – großes Chaos“. Im Cockpit haben wir eine uralte Steckdose für eine alte Signallampe, die wir nicht mehr benutzen. Da das Loch nun ohnehin dort ist, könnten wir eine USB-Steckdose einbauen. Die Steckdose, die wir haben passt nicht, aber die über meiner Koje wäre ideal. Also beschließen wir die in meiner Koje zu durch eine neue zu ersetzen. Nobbi fummelt dort einige Zeit rum. Die Kabel sind sehr dünn und entfalten ein Eigenleben. Schließlich ist die neue Steckdose eingebaut, wir testen sie und sie funktioniert nicht. Wir rütteln an den Kabeln und messen diese schließlich durch. Die Verkabelung ist in Ordnung, die Steckdose geht trotzdem nicht. Also baut Nobbi sie wieder aus und wir testen sie, aber sie funktioniert wirklich nicht. Sicherheitshalber prüfen wir die Steckverbindung auch noch mit einer Lampe und stellen dabei fest, dass die 12 V -Dose im Cockpit auch nicht funktioniert. Inzwischen haben wir zwei Werkzeugkästen, die Box mit den Elektroersatzteilen, die Box mit dem Elektrowerkzeug, einige Kabel, Lampen und Stecker im Salon verteilt. Unsere Testvorrichtung ist etwas kompliziert, aber die anderen USB-Steckdosen funktionieren. Nur die nagelneue, die wir einbauen wollen nicht. Als wir sie schon wegwerfen wollen, stellt Nobbi fest, dass sie verpolt ist. Das schwarze Kabel ist das Pluskabel, das rote führt zum Minus. Interessant. Nobbi baut sie wieder ein und endlich besteht sie den Test. Jetzt können wir uns der eigentlichen Baustelle zuwenden, in das bestehende Loch im Cockpit soll die USB-Dose eingepasst werden. Das Loch ist zu klein. Wir finden ein kleines Brett, das wir hinter das GFK legen können, damit wir mit dem Lochbohrer ein größeres Loch sägen können. Dann stellen wir fest, dass uns der Lochbohrer in der richtigen Größe fehlt. Nobbi wechselt die Arbeitskluft gegen saubere Kleidung und macht sich auf den Weg zur „Ferreteria“, zur Eisenwarenhandlung. Glücklicherweise trifft er noch auf dem Steg unseren Nachbarn, der uns den passenden Bohrer leiht. Nobbi zieht sich wieder um, vergrößert das Loch und baut endlich die Steckdose ein. Sie funktioniert. Bleibt noch die 12 V-Dose, die sich schließlich auch wieder zur Arbeit überreden lässt. Sieben Stunden für den Einbau einer USB-Steckdose – und wir fragen uns, was wir eigentlich den ganzen Tag machen.

Als wir nachmittags eine Runde ums südliche Hafenbecken drehen, stellen wir fest, dass dort ein Schiff der spanischen Marine liegt. Das wundert uns erstmal nicht besonders, doch uns fällt auf, dass die Pier schwer bewacht ist. Polizei und Guardia Civil, gepanzerte Fahrzeuge und bewaffnete Wachmänner. Wir interpretieren das so, dass unser neugieriger Besuch nicht geschätzt wird, und setzen unseren Spaziergang in die andere Richtung fort. Am nächsten Tag lesen wir in der Zeitung, dass eine Spezialeingreiftruppe vor den Kanaren einen Frachter mit Drogen an Bord aufgebracht hat. Sieben Tonnen (!) Kokain waren in der Salzladung versteckt. Es sieht aus, als läge das Schiff nun hier an der Pier. Kein Wunder, dass man keinen Wert auf Zuschauer bei der Umladeaktion legte. Vermutlich wurde die Crew hier an Land „untergebracht“ und der Marineversorger hat das Kokain irgendwo aufs Festland gebracht.

Es gibt auch erfreulicheren Besuch. Die “Juan Sebastián de Elcano“ ist ein imposanter Vier-Master, Ausbildungsschiff der spanischen Armada und auf seiner 98. Ausbildungsreise. Das 113 m lange Schiff wurde 1927 in Cadiz gebaut. Die Gelegenheit es zu besichtigen, lassen wir uns nicht entgehen. Die Taklinge auf den Leinen sind in den Farben der spanischen Flagge angemalt. Das schlägt sogar die Rattenbleche in französischen Farben, die wir bei der französischen Marine in Nouméa gesehen haben. Das Schiff ist in hervorragendem Zustand und die Kadetten haben fleißig Messing geputzt. Der Schiffsbesuch hat uns Spaß gemacht, auch weil die junge Crew so begeistert ihr Schiff vorgestellt hat.
Der Namensgeber Juan Sebastián de Elcano ist vergleichsweise unbekannt, gilt er doch als erster Weltumsegler. Er war mit Magellan unterwegs und hat die „Victoria“ nach Hause gebracht, nachdem Magellan 1521 auf den Philippinen ermordet wurde. Der Bordchronist hat ihn nicht einmal erwähnt, was vermutlich daran lag, dass Elcano an der Meuterei im südlichen Südamerika, dem heutigen Argentinien, beteiligt war und danach degradiert wurde. Er selbst hat kein Buch geschrieben.

Letzten Sonntag waren wir waren schon wieder im Konzert. Das BRSO, das Sinfonieorchester des Bayrischen Rundfunks, war zu Gast im Auditorio. Gespielt wurden Mozart und Bruckner. Das haben wir uns nicht entgehen lassen und ein sehr schönes Konzert gehört. Das Publikum war ausgesprochen fachkundig. Das merkt man daran wann, oder eher wann nicht, geklatscht wird und, dass keiner mitgesummt hat. Uns hat es sehr gefallen. Sehr schön ist es auch, wenn man aus dem Konzertsaal tritt und aufs dunkle Meer blickt.

Ein stolzes Schulschiff.
Die Taklinge wurden in spanischen Farben bemalt.
Die Schutzpatronin der Seefahrer: Virgen del Carmen.
Versammlung der Satellitenanlagen. Die Starlink ist im Vergleich zu den Kollegen sehr klein.
Nachts wird sie spanisch beleuchtet!

Ein kleiner Ausflug nach Valencia

Wir unternehmen einen Kurztrip nach Valencia. Als wir unsere Sachen zusammenpacken, konsultieren wir den Wetterbericht und stellen fest: dort ist es ganz schön kalt. Nachttemperaturen um 0 Grad und ein eisiger Wind. Eine Herausforderung ohne Wintermantel und Winterschuhe. Doch wir haben den Reisezeitpunkt nicht nach dem Wetter gewählt, sondern wollen zu einem kleinen Familientreffen. Und, wir haben Glück, nicht nur mit der Familie, auch mit dem Wetter. Wir werden mit strahlendem Sonnenschein verwöhnt. Es ist zwar windig, aber nicht mehr ganz so kalt.
Unser Ausflug ist rundum gelungen. Mit dem Bus zum Flughafen, ein unproblematischer Flug (ohne Bootsersatzteile, kein Übergepäck, sondern nur mit kleinem Rucksack) und in Valencia geht’s flott mit der Metro in die Innenstadt. Unser Hotelzimmer gefällt uns und liegt mitten in der City neben dem Rathaus. Und, das Wichtigste: wir verbrachten viel Zeit mit der Familie.
Valencia ist eine tolle, sehr alte Stadt, mit einer interessanten Bebauung und vielen Sehenswürdigkeiten. Das moderne „Ciutat les Artes i les Ciènces“, der Museums- und Veranstaltungskomplex, der genau wie das Auditorio in Santa Cruz von Santiago Calatrava entworfen wurde, steht im Kontrast zu den historischen Gebäuden der Altstadt. Mir haben es besonders die vielen Türmchen, Wetterfahren, Drachen und Fledermäuse angetan. Die Fledermaus ist Bestandteil des Stadtwappens und findet sich an vielen Fassaden. Einer Legende zufolge warnte eine Fledermaus Jaume I., König von Aragon, vor einem Angriff der Mauren, als dieser wiederum die Stadt zurückerobern wollten. Vielleicht handelte es sich auch um ein Drachensymbol, das als Fledermaus gedeutet wurde. Mir gefällt die Legende mit der Fledermaus, die Geschichte schreibt, allerdings besser. Andere (kleine) Tiere haben in Valencia ebenfalls die Geschichte bestimmt: die Seidenraupen. Davon zeugt noch heute die Seidenbörse aus dem 15. Jahrhundert.
Es gibt noch viel zu entdecken in Valencia und wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch!

Die Seidenbörse:

Ciutat les Artes i les Ciènces:

Unzählige Schmuckstücke verzieren die Gebäude der Altstadt:

Ein durchwachsener Start ins neue Jahr

Das Jahr beginnt durchwachsen. Am Silvesterabend ist es glücklicherweise trocken. In Santa Cruz gibt es eine Festveranstaltung auf der Plaza Candelaria und der Weihnachtsmarkt, gleich gegenüber auf der Plaza España, ist auch geöffnet. Bevor wir uns jedoch ins Getümmel stürzen, binden wir unser Boot richtig gut an und rüsten mit Ruckfendern auf. Wir erwarten stürmisches Wetter zu Jahresbeginn.
Der Jahreswechsel verläuft etwas chaotisch. Das spanische Fernsehen überträgt die Schläge des Glockenturms in Santa Cruz samt Moderation von einer Hotelterrasse. An der Bühne auf dem großen Platz endet aber kurz vor Mitternacht das Konzert einer Salsa-Band und alle warten etwas verloren, wie es weitergeht. Die Weihnachtsmarktbühne zeigt eigentlich das Fernsehprogramm, hat aber Technikprobleme. Irgendwie klappt es dann doch noch. Alle essen beim Countdown ihre zwölf Weintrauben, die zwölf Wünsche repräsentieren, und schon sind wir in 2026 angekommen. Der Brauch mit den zwölf Trauben gefällt mir. Es gibt sie, extra für Silvester im 12er-Pack, nicht nur in Plastik verpackt, sondern auch in kleinen Dosen. Das große Feuerwerk sehen wir uns von der Promenade an, die vielen kleineren privaten Feuerwerke können wir aus dem Cockpit beobachten.
Die ersten Tage des Jahres haben wir Besuch vom Sturm Francis. Das bedeutet Wind, Regen und ein bisschen Bewegung im Hafenbecken. Wind und Welle nehmen bald ab, leider bleibt uns der Regen einige Tage erhalten. Gefühlt werden die Regenpausen immer kürzer und dementsprechend auch die Spaziergänge.
Wir besuchen das Museo de Bellas Artes. Die Fotoausstellung im Erdgeschoss überzeugt uns nicht, doch der Weg in die oberen Stockwerke lohnt sich. Sonst verpasst man nicht nur das Altarbild aus dem 16. Jahrhundert, sondern auch das „Wimmelbild“ von der Plaza Weyler. Ein sehenswertes, kleines Museum!
Unser Nachtisch ist so lecker, dass wir überlegen, ob man Birnen in Rotwein einkochen kann. Die schmecken doch auch nach einem langen Segeltag. Selten war Nobbi so engagiert an einer Einkochaktion beteiligt. Das Ergebnis sind deutlich mehr Glühwein-Birnen als in unsere Gläser passen und so gibt es vier Tage „Glühbirnen“, wie sie nun heißen, hintereinander. Ausgesprochen lecker zu Griesbrei.
Nach dem TO-Stammtischtreffen entdecken wir auf dem Heimweg den Königsumzug. Der Umzug am Vorabend des sechsten Januars, des Dreikönigstags, ist eigentlich ein Highlight, auch wenn sich uns diese ganzen Disney (?)-Figuren nicht so ganz erschließen. Doch es regnet. Gemeinsam mit anderen Seglern stehen wir, samt Pappkrone, im strömenden Regen und treten bald den Rückzug an. Am nächsten Morgen liest Nobbi mir die Nachrichten vor: auf den Kanaren hatten wir den kältesten Dreikönigstag seit 40 Jahren. Ich wäre lieber Zeuge des schönsten Frühlings…

Vorm Jahreswechsel und dem schlechten Wetter nutzen wir einen sonnigen Tag, um unsere neuen Matratzen zuzuschneiden. Als wir ein Auto gemietet hatten, haben wir zwei neue Matratzen für unsere Koje gekauft. Mit einem Brotmesser wird der Schaumstoff in Form gebracht. Wir haben nur eine grobe Vorstellung, wie wir die Bezüge auf diese Form anpassen wollen. Doch dann passen die neuen Matratzen, obwohl 2cm dicker, tatsächlich in die 35 Jahre alten Bezüge. Das spart uns viel Arbeit. Nun schlafen wir wie auf Wolken, das hat sich wirklich gelohnt!
Mit dem Auto fahren wir auch zum Gaswerk im Süden der Insel. Wir haben eine amerikanische Kunststoff-Gasflasche aus Bonaire, leider sind die fünf Jahre Prüfintervall um und sie müsste getestet werden. Inzwischen müssen diese Flaschen erst nach zehn Jahren getestet werden, aber das steht nicht auf der Flasche. Wir gehen davon aus, dass wir sie in Europa nicht gefüllt bekommen. Der Test ist vermutlich teuer. Eines Morgens steht eine nagelneue dänische Kunststoff-Gasflasche auf dem Müllplatz. Einer unserer Gasregler passt. Das nehmen wir als Zeichen und danken für das Geschenk. Am Gaswerk warten wir zwanzig Minuten mit Aussicht auf den Teide, dann ist unsere neue Gasflasche gefüllt.

Die alte Matratze dient als Schablone für die neue.
Die neue Matratze passt in den alten Bezug.
Der Reißverschluss wird zugenäht.

Neben den kleinen Abstechern zum Gaswerk, zu Ikea, Decathlon und einem Aldi mit Tiefgarage, nutzen wir das Auto für Ausflüge. Leider war die Straße durch den Teide-Nationalpark gesperrt. Der Schnee auf dem höchsten Berg Spaniens brachte viele (Einheimische) auf die Idee den Schnee nicht nur anzugucken. Ein unvorstellbares Chaos. Menschen im Schneeanzug mit Surfbrett unterm Arm versuchen möglichst dicht an die Straßensperrung zukommen, um von dort zu laufen. Wir sehen uns das Treiben kurz an und suchen dann das Weite. Obwohl wir Teneriffa schon recht gut kennen, sind wir immer wieder beeindruckt von der tollen Landschaft. Wir fahren um die Insel herum, bestaunen tiefe Schluchten und hohe Wellen, frieren auf 2000 Metern und sonnen uns im Süden der Insel. Es stimmt, die Insel ist voll geworden, trotzdem haben wir immer ein schönes Plätzchen gefunden. Ungern geben wir unseren Mietwagen wieder ab. Mit dem Auto konnte man der Sonne immer leicht hinterherfahren. Wir haben viele interessante Spaziergänge unternommen und immer wieder schöne Picknickplätze gefunden.
Da wir das Auto nördlich von La Laguna zurückgeben und dort auf dem Rückweg mit dem Bus umsteigen müssen, schlendern wir durch die Fußgängerzone der historischen Altstadt. Es ist brechendvoll. Zu den üblichen Touristen kommen viele Einheimische, die die freien Tage für einen Einkaufsbummel oder ein Treffen mit Freunden nutzen. Die ausgelassene, fröhliche Stimmung steckt an. Ungeplant landen wir in einem Museum und ein Apfelstrudel in der Sonne runden den Ausflug ab.

Ein kleiner Jahresrückblick

In den letzten Stunden des Jahres liegt es nahe das vergangene Jahr Revue passieren zulassen. 2025 ist wahnsinnig schnell vergangen. Es scheint noch nicht lange her zu sein, dass wir das Jahr in Durban begonnen haben. Auch wenn wir seitdem sehr viel erlebt haben.

Ein Blick auf die Eckdaten:
8693 Meilen haben wir zurückgelegt. Fast alle Etappen sind wir in der ersten Jahreshälfte gesegelt. Die längste Etappe – von Ascencion nach Mindelo – war 2300 Meilen lang, die kürzeste 26 Meilen kurz von Horta nach Velas.
Wir waren in sechs Ländern: Südafrika, Namibia, Großbritannien (mit St. Helena und Ascension), Cabo Verde, Portugal und Spanien und sind 15 Häfen angelaufen, darin sind Jamestown und Georgetown inkludiert, auch wenn wir dort geankert haben. 12 Nächte haben wir geankert und 80 Nächte auf See verbracht.
Nur in 2019 sind wir mehr Meilen gesegelt, noch nie haben wir an so wenigen Orten angelegt und in keinem anderen Jahr haben wir so wenig geankert. So ist jedes Jahr (und jedes Revier!) anders.

Die entspannteste Segelstrecke waren die 700 Meilen zwischen St. Helena und Ascension. Stabiler Passat, wir rollen fröhlich vor dem Wind, schiften ab und zu das Großsegel und kommen nach sechs Tagen an. Dieses Jahr hatte auch viele anspruchsvolle Segeletappen zu bieten. Die knappen Wetterfenster an der südafrikanischen Küste, Nebel an der namibischen Küste und hunderte (tausende!) Meilen am Wind zwischen dem Äquator und den Azoren.
Die langen Am-Wind-Etappen waren anstrengend, aber besser als gedacht und viel besser als uns prophezeit wurde.
Der doppelte Getriebeschaden (in Kapstadt und Horta) hat uns Nerven, Geld und Zeit gekostet. In Kombination mit dem kaputten Wärmetauscher und dem verspäteten Paket waren wir viel länger in Horta als wir je geplant hatten, rückblickend aber eine schöne Zeit. Auch in Durban waren wir wetterbedingt viel länger als erhofft und haben mit vielen Spieleabenden das Beste aus der Zwangspause gemacht.
Das Jahr hatte viele Highlights wie Kapstadt oder die Postkarten-Ausblicke der Azoren. Mir kommen als ersten die tierischen Höhepunkte ins Gedächtnis: der Orca am Kap Agulhas, die Seebären in Namibia, Walhaie in St. Helena, Schildkröten auf Ascencion und die Wale und Delfine der Azoren. Orte wie St. Helena und Ascension sind so besonders, weil wir dort ohne Boot nie hingekommen wären und eine ganz spezielle Atmosphäre haben.
Am 29. April kreuzen wir unseren Kurs vom November 2017. Wir sind um die Welt gesegelt! Als wir darauf anstoßen sind wir müde und können kaum glauben, dass es dann doch irgendwie einfach war. Immer weitersegeln. Inzwischen ist die Müdigkeit leisem Stolz gewichen.
Nach so vielen Hochseemeilen und den entsprechenden Ankerplätzen (das Geschaukel vor St. Helena wird mir ewig in Erinnerung bleiben), freuen wir uns auf Tagesetappen entlang der Küste. Wer weiß, was 2026 bringt!

Wir wünschen euch einen guten Rutsch und ein schönes, gesundes, spannendes und interessantes neues Jahr 2026!

Weihnachten in Santa Cruz

Weihnachten auf Langfahrt ist immer anders. Anders als zuhause und anders als in den letzten Jahren.
Heiligabend waren wir in der Kirche. Die erste Herausforderung war es, herauszufinden wann der Gottesdienst stattfindet. Für ein wenig Verwirrung sorgte die Erkenntnis, dass die Misa de Gallo, die Mitternachtsmesse in der Heiligen Nacht, um 19 Uhr stattfindet. Nicht überall, aber in einer der nächstgelegenen Kirchen. Ein Gottesdient in einem fremden Land ist immer interessant und außerdem ist es (natürlich) eine katholische Gemeinde. Aufstehen, wieder setzen, aufstehen, knien, usw. Kirchenlieder kann man auch in einer fremden Sprache vom Blatt singen und wir sind erstaunt, dass wir doch das ein oder andere verstehen. Die Engel darstellenden Kinder sind sehr müde und der kleine Joseph weiß nicht, was er mit seinem Stock machen soll. Ein ganz normaler Weihnachtsgottesdient. Waren die Straßen auf dem Weg zum Gottesdienst noch voll, sind sie auf dem Rückweg wie leergefegt.
Dank eines ausgiebigen Weihnachtspicknicks am Nachmittag haben wir abends keinen Hunger und verschieben das Weihnachtsessen. „Love Actually“ und Marzipanstollen sorgen für Weihnachtsflair und dann ist der Heilige Abend auch schon vorbei.
Am ersten Weihnachtsfeiertag ist das 31. Weihnachtskonzert. Praktischerweise unmittelbar neben der Marina. Der Hafen „Puertos de Tenerife“ richtet das Konzert aus. Viele lokale Unternehmen sponsern es, die Eintrittskarten kosten nur fünf Euro und die Einnahmen werden gespendet. Das Symphonieorchester spielte mit einigen Solisten ein abwechslungsreiches Programm zum Thema „Tänze der Welt“. 8500 Zuschauer freuten sich, dass das Wetter mitspielte und es nicht regnete. Wir hatten sicherheitshalber die dünnen Regenhosen in der Jackentasche, typisch Segler. Nobbis Sitznachbarin hat übrigens wieder mitgesungen. Diesmal Carmen. Wieder schief! Es scheint ein spanisches Ding zu sein, dass man sich aktiv ins Konzert einbringt. Die anderen Stücke hat sie zum Glück „nur“ auf den Schenkeln mitgeklatscht. Die Zugabe ging direkt in ein Feuerwerk über! Ein schönes Konzert. Allerdings nicht das einzige des Abends. Kurz entschlossen machen wir einen kleinen Abstecher auf den Weihnachtsmarkt, dort bleiben wir beim Konzert einer fantastischen Soul-Band hängen. Weshalb sich zwei so tolle Konzerte nicht nur zeitlich, sondern auch akustisch überschneiden, müssen wir nicht verstehen.
Bevor wir zum Konzert gegangen sind, haben wir unser Weihnachtsessen, Rinderfilet und grünen Spargel mit Cherry-Tomaten, gegessen. Das war so lecker, dass wir gleich nochmal grünen Spargel gekauft haben und es die Spargel-Tomaten Mischung am nächsten Tag zu Nudeln gab.
Übrigens, wir haben bei der Weihnachtslotterie gewonnen! Nein, nicht „El Gordo“, den dicken Hauptgewinn, wir kaufen kein neues Schiff, doch nach Abzug des Einsatzes ist immerhin ein Restaurantbesuch drin.

Nobbi holt seinen Gewinn ab.

Weihnachtslotterie und neue Kleider

Zum Weihnachtsfest in Spanien gehört die Weihnachtslotterie. Sie ist wohl die größte Lotterie weltweit, dieses Jahr werden fast 2,8 Milliarden ausgeschüttet. Bereits seit 1812 findet sie statt. Ein ganzes Los kostet 200 Euro, in den staatlichen Verkaufsstellen werden „décimos“, Zehntellose, verkauft. Man gewinnt mit den Losnummern, muss also keine Zahlenkombination tippen. Es gibt besonders beliebte Losnummern, und Verkaufsstellen, die als glückbringend oder häufig gewinnend gelten. Wir sind einfach zur nächsten staatlichen Verkaufsstelle gegangen und haben zwei „decimos“ gekauft. Am 22. Dezember, also morgen, findet die Ziehung vormittags statt, dann wissen wir, ob die Reisekasse einen unerwarteten Zufluss erlebt.
Der kleine Weihnachtsmarkt auf der Plaza España hat inzwischen geöffnet. Als wir im Nieselregen zwischen den Essensständen frieren, kommen weihnachtliche Gefühle auf. Es ist viel wärmer als in Bremen, aber dort bin ich auch nicht in kurzen Hosen, sondern im Wintermantel unterwegs. Beim nächsten Weihnachtsmarktbesuch entscheide ich mich dann doch für lange Hosen. Auf einer Bühne gibt es häufig Konzerte und Vorführungen, es herrscht eher Party-Stimmung als Besinnlichkeit.

Bevor wir im Oktober nach Deutschland geflogen sind, haben wir ein neues Bimini und eine neue Sprayhood in Auftrag gegeben. Beide wurden sehr oft geflickt und alle Nähte hatten wir bereits nachgenäht, doch nun war der Stoff endgültig mürbe. Als wir zurück in Santa Cruz waren, haben wir vorsichtig angefragt, wann die Teile fertig sein werden. Aus der „nächsten Woche“ wurde dann doch die übernächste. Leider hatten wir dann gerade in der Zeit als der Sturm Emilia vorbeikam, keine Sprayhood. Sehr unangenehm, es hat ständig in den Niedergang reingeregnet. Als das Regenwetter dann endlich vorbei war wurde die neue Sprayhood angepasst und noch einmal nachgebessert und auch beim Bimini musste Samuel noch einmal nacharbeiten. Nun sind wir zufrieden mit dem Resultat. Endlich hat Mari ihre neuen Kleider und sieht wieder sehr hübsch aus.

Seit gestern haben wir ein Auto gemietet, einen sympathischen Fiat 500. Hier in Santa Cruz haben wir saisonbedingt kein Auto mehr bekommen, bzw. wir waren nicht bereit knapp tausend Euro für eine Woche zu bezahlen. Also sind wir gestern mit dem Bus zum Autovermieter in der Nähe des Flughafens Teneriffa Nord gefahren. Samstags gibt es nur wenige Busverbindungen, trotzdem hat es gut geklappt. Eigentlich wollten wir dann zurück nach Santa Cruz fahren, sind aber spontan im sechzig Kilometer entfernten Garachico im Süden gelandet und haben dort nach einem Spaziergang durchs Historische Centrum eine ausgesprochen gute Pizza gegessen. Heute haben wir eine gemütliche, sonnige Inselrundfahrt in den Süden unternommen. In den nächsten Tagen stehen einige kleinere Erledigungen und viel „Urlaub“ auf dem Programm.
Heute ist „Mittwinternacht“ ein guter Grund sich aufs Sofa zu kuscheln. Von nun an geht’s aufwärts, zumindest was die Tageslänge betrifft.

Unsere Lose hängen am Mast.
Vor den Lottoverkaufsstellen bilden sich Schlangen.
Maris neue Kleider

Emilia und ein Orgelkonzert

Emilia hieß der Sturm, der uns am dritten Adventswochenende besucht hat. Die Kanaren haben viel Wind und Regen abbekommen. Überschwemmte Keller, Straßensperrungen und Fahrplanänderungen der Kreuzfahrtschiffe waren die Folge. In den hohen Lagen hat es ordentlich geschneit.
Bei uns an Bord war es nur ungemütlich und sehr nass. Der Wind kam von achtern übers Steckschott. Das gab‘s seit den Zyklon Hale in Neukaledonien nicht mehr! In Santa Cruz wurde die Eröffnung des Weihnachtsmarkts verschoben und die Deko ist zum Teil weggeflogen. Die drei Könige am Hafen haben den Sturm nicht überstanden und der große Baum hat eine Macke bekommen.
Beim letzten Konzert im Auditorio stellte Nobbi fest, dass er die Orgel gerne einmal hören würde. Die bordeigene Veranstaltungsagentur entdeckt im Programm, dass die Orgel bald 20. Geburtstag feiert und es zu diesem Anlass natürlich ein Konzert gibt. Am dritten Advent sind wir also wieder im Auditorio und hören Orgelmusik. Das Konzert ist toll und sehr abwechslungsreich. Juan de la Rubia spielt ganz unterschiedliche Stücke von Händel und Bach bis zu Filmmusik und zeigt nicht nur wie hervorragend er spielen und improvisieren kann, sondern auch wie unterschiedlich die Orgel klingt. Das Publikum ist begeistert. Da die Orgelpfeifen um das Publikum im Konzertsaal gruppiert sind, ergibt sich ein einzigartiger Klang, der auch uns begeistert.
In Sachen Bootsgetüddel gibt es Fortschritte zu vermelden. Das aus Bremen mitgebrachte neue Getriebe konnte in zwei Tagen eingebaut werden. Nebenbei wurden alle Seewasserschläuche ausgetauscht. Erste Tests verliefen erfolgreich. Nobbi hat sich bei der unschönen Arbeit den Brustkorb eingedrückt und die Unterarme zerkratzt, ist aber bereits weitgehend wieder hergestellt. Das Loch unter der Bank, wo wir den Wassermacher ausgebaut haben, ist hinter einer lackierten Teakholzplatte verschwunden. Unser Segel war beim Segelmacher. Zwei Mastrutscher mussten neu angenäht werden und ein kleines Loch sollte geflickt werden. Die Reparatur wurde sehr schnell erledigt. Schon am nächsten Vormittag konnten wir das Segel wieder abholen. Da der Abhol- /Bringe-Service jeweils 40 Euro kosten sollte, haben wir den Transport selbst übernommen. Wozu haben wir eine Sackkarre? Und bei einem Zwischenstopp auf dem Markt konnten wir einen Teil des gesparten Geldes gleich wieder im Café investieren.

Die drei Könige haben den Sturm leider nicht überstanden.

Einige der 3800 Pfeifen.
Eine Orgel passend zum Design des Auditorio.
Nobbi auf dem Weg zum Segelmacher.
Weihnachten guckt schon mal vorsichtig durch den Türspalt.

Oper, Weihnachtsdeko und kleine Boote

Auf dem Flug nach Teneriffa hatten wir schönes Wetter und oft gaben die lockeren Wolken den Blick frei. Auf den Bergen Nordspaniens liegt schon Schnee. Um Teneriffa sind wir einen Kringel geflogen und konnten so die Westküste, den Süden und den Pico de Teide bewundern.
In den ersten Tagen nach der Ankunft war das Wetter durchwachsen, unsere Nachbarn sind sich einig, dass wir den Regen aus Deutschland mitgebracht haben. Allerdings ist der Regen erheblich wärmer als der in Bremen. Jeden Tag wurde das Wetter ein bisschen besser und am letzten Wochenende war es wunderschön sonnig.
Gleich am Tag nach unserer Ankunft haben wir weihnachtlich geschmückt. Lichterkette, Kugeln, diverse Weihnachtsflamingos und Mini-Tannenbäume. Auch Santa Cruz hat sich geschmückt. Der Weihnachtsschmuck ist ganz nach meinem Geschmack, hier gilt „viel hilft viel“. An Lichtern wurde wirklich nicht gespart: große Weihnachtsbäume, eine riesige Christbaumkugel, Engel, Schleifen und Ornamente überall in der Innenstadt. Zusätzlich werden alle Beete, egal ob auf Verkehrsinseln oder in der Fußgängerzone großzügig mit Weihnachtssternen bepflanzt. Wir wollten uns gern einen Weihnachtsstern für den Salon kaufen, doch alle Exemplare, die wir bisher gesehen haben, sind schlicht zu groß.

Freitag waren wir endlich im Auditorio und haben Pablo Sorozábals Adiós a la Bohemia gesehen. Schon bei unseren letzten Teneriffa Besuchen wollten wir dort gerne ein Konzert hören und nun hat es endlich geklappt. Noch nie hat in der Oper jemand hinter mir mitgesungen, eine Erfahrung, die ich nicht dringend wiederholen möchte.
Die Aufführung hat uns aber sehr gefallen und wir freuen uns schon aufs nächste Konzert.
Sonntagnachmittag haben wir einen ausgiebigen Spaziergang durchs Palmetum unternommen, die Palmen im Palmengarten auf der ehemaligen Müllkippe sind in den letzten acht Jahren deutlich gewachsen und die Vogelpopulation hat weiter zugenommen.

Im Hafen ist einiges los. Viele Yachten legen hier einen Stopp ein, bevor sie über den Atlantik gehen. Segelboote aller Größen bereiten sich auf die Ozeanpassage vor, darunter echte Exoten wie die Segler der selbstgebauten 5,90 m langen Boote. Weniger als eine Tonne wiegen die kleinen Boote, das ist ganz schön wenig Boot für einen Ozean! Einige Tradis und Luxussegler mit bis zu 4 Masten sind ebenfalls zu sehen. Die Motoryachten der Luxusklasse liegen meistens nur wenige Nächte hier und sind dann auf dem Weg in die Karibik.
Im anderen Hafenbecken legen jeden Tag mehrere Kreuzfahrtschiffe an und wir raten beim Frühstück gerne die Nationalität der vorbei flanierenden Kreuzfahrer. Kleidungsstil und Lautstärke der Unterhaltung sind dabei wichtige Anhaltspunkte.

Die Tage vergehen mit Alltags-Getüdel und kleinen Bootsarbeiten. In Bremen habe ich neue Vorhänge genäht. Die alten waren doch sehr ausgeblichen und hatten nach der letzten Wäsche einige Löcher. Da es 18 Vorhangteile (bei einer Länge von 35 cm kann man nicht von Schals sprechen) sind, war es ein recht mühsames Projekt. Die neuen Vorhänge passen und sehen aus, wie wir es uns vorgestellt hatten.
Unser Windgenerator hatte uns nach Hause begleitet und Nobbi hat dort die Lager getauscht. Um die Lager zu entfernen, sollte der Generator im Backofen auf 80 °C erwärmt werden, das wollten wir lieber nicht in unserem Bord-Backofen ausprobieren. Um den Windgenerator anzubauen, durften wir wieder auf dem Vorschiff des Nachbarboots rumturnen und Michel hat uns auch gleich geholfen. Drei Paar Hände waren hier nicht zu viel. Nun produziert unser Superwind wieder flüsterleisen Strom.
Fürs nächste Wochenende haben wir wieder Konzertkarten und der Weihnachtsmarkt öffnet dann auch. Ein Dezember in Santa Cruz ist keine Strafe und wir genießen es hier zu sein!

Abflug von Hamburg
Ankunft auf Teneriffa.
Gleich nach unserer Ankunft wird unsere Marisol weihnachtlich dekoriert.
Santa Cruz schmückt sich mit unzähligen Lichtern.
Der beeindruckende Weihnachtsbaum auf der Plaza España.
Auch nachts macht das Auditorio eine gute Figur.
Nobbi beim Abendspaziergang.
Im Palmetum unternehmen wir einen Abstecher in den Pazifik.
Die Araukarien lassen uns an Neukaledonien denken.
Kleine Boote bereiten sich auf die Passage über den Atlantik vor.
Endlich geht’s los. 5,90 m Boot sind nicht viel auf einem Ozean!
Auch die Großen wollen über „den Teich“.
Und auch die super großen Boote machen sich auf den Weg in die Karibik.
Die alten und die neuen Vorhänge.
Nobbi baut den Windgenerator zusammen.
Weihnachtsbäckerei auf dem Markt.
Bunte Obst- und Gemüseauswahl.

Kaffeekränzchen, Regen und ein Weltumsegler-Preis

Die Zeit ist während unseres Heimaturlaubs verflogen. Wie so oft. Wir haben versucht so viel Zeit wie möglich mit lieben Menschen zu verbringen. Kaffeekränzchen, im Nieselregen an den Stadtmusikanten, Abendessen beim Vietnamesen, Überraschungs-Grünkohl und Museumsbesuch. Es war wunderbar. Vielen Dank euch allen, dass ihr euch Zeit für uns genommen habt!
Nach langer Zeit waren wir mal wieder im Kino und wir haben bei den Deutschen Meisterschaften der Formationen Standard und Latein in Tanz-Erinnerungen geschwelgt.
Wir erlebten einige goldene Herbsttage und sehr viel Regen in allen Erscheinungsformen: Dauerregen, Schauer, Niesel… und es gab sogar Schnee. Einmal sind wir über den verschneiten Deich nach Hause gestapft. Am nächsten Morgen war er wieder verschwunden.

Beim TransOcean-Wochenende in Cuxhaven nahmen wir nicht nur an der Mitgliederversammlung und dem Festabend teil, wir bekamen auch den TO-Weltumsegler-Preis überreicht. Unser Freund Horst-Peter hatte uns für den Preis vorgeschlagen und die Gelegenheit diese Ehrung persönlich entgegenzunehmen haben wir uns nicht nehmen lassen.
Acht Crews haben einen Preis für ihre Weltumsegelung verliehen bekommen. Acht völlig unterschiedliche Reisen, auf verschiedenen Booten und Routen. Leider hatten wir nicht so viel Gelegenheit uns auszutauschen. Einige Crews hatten wir jedoch unterwegs getroffen und freuten uns über ein Wiedersehen.
Der Festabend hat uns sehr gefallen, was vor allem an den netten Menschen an unserem Tisch lag. Fast könnte man sagen, dass der offizielle Teil des Abends ein wenig gestört hat. Aber nur fast! Wir haben uns sehr gut unterhalten und hoffen auf ein Wiedersehen. Überhaupt ist das der schönste Teil der TO-Veranstaltungen. Das Treffen mit Freunden. Besonders haben wir uns gefreut Segler zu treffen, die wir zuletzt 2019 in Französisch-Polynesien gesehen hatten. Die Seglerwelt ist eben ein Dorf.
Wir haben nicht nur einen sehr schweren Preis bekommen, wir dürfen nun auch einen TO-Stander mit gelbem Rand und gelbem Stern führen. Natürlich haben wir diesen außergewöhnlichen TO-Stander nun an Bord und warten auf einen besonderen Moment, oder wenigstens leuchtend blauen Himmel, um ihn zu setzen. Und natürlich fragen wir uns, ob es für die zweite Weltumsegelung einen zweiten Stern gibt…

Als bekennende Weihnachtsfans freuen wir uns sehr, dass der Weihnachtsmarkt bereits geöffnet hatte. Bei trocknem Winterwetter und heißem Glühwein saugten wir die Weihnachtsatmosphäre auf, bevor wir am ersten Advent wieder zu unserer Marisol nach Teneriffa reisten.

Sonnenuntergang an der Lesum.
Das Bremer Weserufer im Nebel.
Herbststimmung an der Lesum.
Die Lesum im Nebel.
Die Stadtmusikanten im Nieselregen.
Vorübergehend ein Stillleben.
Die Nordsee zeigte sich beim TO-Wochenende im Cuxhaven in einheitlichem Grau.
Cuxhavener Klassiker: „Ich war nur beim Schiffsausrüster.“
Wir bekommen den TO-Weltumsegler-Preis überreicht. @Trans-Ocean/Fotoscheune OHZ
Der TO-Stander mit Stern. @Trans-Ocean/Fotoscheune OHZ
Alle (anwesenden) Preisträger. @Trans-Ocean/Fotoscheune OHZ