Für drei Tage haben wir ein Auto gemietet. Am Donnerstag fahren wir mit dem Bus zum Autovermieter. Unser Bus ist gerade weggefahren, also stellen wir uns in die Schlage für den nächsten Bus. Die Schlange wird schnell länger. Obwohl dies der Startpunkt der Buslinie ist, wird er so voll, dass nicht alle Wartenden mitfahren können. Wir haben Glück, wir standen so weit vorn in der Schlange, dass wir sogar einen Sitzplatz bekommen haben. So voll haben wir die Busse noch nie erlebt. Dafür geht es beim Autovermieter diesmal schnell und wir sind fix unterwegs zum Teide-Nationalpark. Diesmal ist die Straße nicht gesperrt, unsere Gelegenheit. Wir durchqueren die Insel auf der schönen Straße in der Inselmitte, genießen die Aussicht auf den gewaltigen Vulkankegel und finden einen idyllischen Platz unter Pinien für unser Picknick.
Freitag führt uns unsere Reiseroute zunächst zum Baumarkt. Anschließend fahren wir nach Ifonche im Süden und laufen dort eine kleine Runde. Die Aussicht in die mehrere hundert Meter tiefe atemberaubende „Barranco del Infierno“, die Höllenschlucht ist, höllisch gut. Außerdem sehen wir weit unter uns am Meer die Touristen-Hochburgen mit ihren vielen großen Hotels. Die Bewölkung ist dichter geworden und es sieht aus, als wolle es regnen. Ein guter Grund über die Höhenstrasse oberhalb der Wolkengrenze zurück nach Norden zufahren. Wir nehmen also wieder den Weg, der durch die Inselmitte am Teide vorbeiführt. Wunderschön leuchten die unterschiedlichen Gesteinsfarben im Abendlicht. Mit der Sonne im Rücken ist diese Strecke noch ein bisschen schöner. Sehr schön ist auch der Regenbogen, der das Ende der idyllischen Bedingungen ankündigt. Den zweiten Teil der Strecke fahren wir mit waagerecht einfallenden Regen. Auf 2000 Meter Höhe ist der Wind deutlich stärker, die Straße führt auf einem Bergrücken entlang und wir fühlen uns im kleinen Fiat 500 etwas exponiert. Hinzukommt, dass durch den Regen an zahlreichen Stellen Steine auf die Straße fallen. Die vielen Steinschlag-Warnschilder stehen hier nicht zufällig. Wir verlassen die Höhenstraße und haben bald die Untergrenze der Wolken erreicht. Auf der Ostseite des Höhenzugs regnet es noch nicht. Als wir Santa Cruz wenig später erreichen, beginnt hier gerade der Regen.
Am nächsten Tag zieht es uns an die Nordküste. Meine „entspannte“ Route an die Küste entpuppt sich als schmaler Weg zwischen Bananenplantagen (wenig romantisch zwischen Mauern und Plastikplanen), denen unser kleines Auto eigentlich nicht gewachsen ist. Als wir endlich die Hauptstraße wieder erreichen, sind wir erleichtert. Wir sehen uns die starke Brandung an und laufen ein wenig an der Küste entlang. Dann fahren wir ein paar Kilometer weiter nach Bajamar, trinken einen Kaffee und machen auch hier einen Spaziergang. Es erscheint uns nicht der richtige Ort für unser Picknick zu sein und so entscheiden wir uns durchs Anaga-Gebirge zurück zum Boot zufahren. An dem Aussichtspunkt, an dem wir schließlich essen, ist es zwar sonnig aber mit 13 Grad doch ein bisschen frisch und außerdem recht windig. Einige Aussichtspunkte später ist es nur noch 11 Grad „warm“. Zurück in Santa Cruz wärmen wir uns bei einem Spaziergang in der Sonne wieder auf.
Sonntag geben wir das Auto wieder ab und machen einen Abstecher nach La Laguna. Obwohl praktisch alle Läden, außer den Cafés und Restaurants, geschlossen haben, ist es in der Altstadt voll. Man trifft Freunde, quatscht und genießt das schöne Wetter. Da machen wir mit. Wir besichtigen eine Kirche, laufen durch einen Stadtteil, den wir noch nicht kennen, sitzen vor einer Bar in der Sonne und trinken Mango-Saft und essen beim Inder hervorragend zu Mittag.
Nach diesen „Urlaubstagen“ sind wir wieder bereit für kleine Bootsaufgaben und dann bekommen wir Besuch. Es stehen also noch weitere Urlaubstage an.





















