Oper, Weihnachtsdeko und kleine Boote

Auf dem Flug nach Teneriffa hatten wir schönes Wetter und oft gaben die lockeren Wolken den Blick frei. Auf den Bergen Nordspaniens liegt schon Schnee. Um Teneriffa sind wir einen Kringel geflogen und konnten so die Westküste, den Süden und den Pico de Teide bewundern.
In den ersten Tagen nach der Ankunft war das Wetter durchwachsen, unsere Nachbarn sind sich einig, dass wir den Regen aus Deutschland mitgebracht haben. Allerdings ist der Regen erheblich wärmer als der in Bremen. Jeden Tag wurde das Wetter ein bisschen besser und am letzten Wochenende war es wunderschön sonnig.
Gleich am Tag nach unserer Ankunft haben wir weihnachtlich geschmückt. Lichterkette, Kugeln, diverse Weihnachtsflamingos und Mini-Tannenbäume. Auch Santa Cruz hat sich geschmückt. Der Weihnachtsschmuck ist ganz nach meinem Geschmack, hier gilt „viel hilft viel“. An Lichtern wurde wirklich nicht gespart: große Weihnachtsbäume, eine riesige Christbaumkugel, Engel, Schleifen und Ornamente überall in der Innenstadt. Zusätzlich werden alle Beete, egal ob auf Verkehrsinseln oder in der Fußgängerzone großzügig mit Weihnachtssternen bepflanzt. Wir wollten uns gern einen Weihnachtsstern für den Salon kaufen, doch alle Exemplare, die wir bisher gesehen haben, sind schlicht zu groß.

Freitag waren wir endlich im Auditorio und haben Pablo Sorozábals Adiós a la Bohemia gesehen. Schon bei unseren letzten Teneriffa Besuchen wollten wir dort gerne ein Konzert hören und nun hat es endlich geklappt. Noch nie hat in der Oper jemand hinter mir mitgesungen, eine Erfahrung, die ich nicht dringend wiederholen möchte.
Die Aufführung hat uns aber sehr gefallen und wir freuen uns schon aufs nächste Konzert.
Sonntagnachmittag haben wir einen ausgiebigen Spaziergang durchs Palmetum unternommen, die Palmen im Palmengarten auf der ehemaligen Müllkippe sind in den letzten acht Jahren deutlich gewachsen und die Vogelpopulation hat weiter zugenommen.

Im Hafen ist einiges los. Viele Yachten legen hier einen Stopp ein, bevor sie über den Atlantik gehen. Segelboote aller Größen bereiten sich auf die Ozeanpassage vor, darunter echte Exoten wie die Segler der selbstgebauten 5,90 m langen Boote. Weniger als eine Tonne wiegen die kleinen Boote, das ist ganz schön wenig Boot für einen Ozean! Einige Tradis und Luxussegler mit bis zu 4 Masten sind ebenfalls zu sehen. Die Motoryachten der Luxusklasse liegen meistens nur wenige Nächte hier und sind dann auf dem Weg in die Karibik.
Im anderen Hafenbecken legen jeden Tag mehrere Kreuzfahrtschiffe an und wir raten beim Frühstück gerne die Nationalität der vorbei flanierenden Kreuzfahrer. Kleidungsstil und Lautstärke der Unterhaltung sind dabei wichtige Anhaltspunkte.

Die Tage vergehen mit Alltags-Getüdel und kleinen Bootsarbeiten. In Bremen habe ich neue Vorhänge genäht. Die alten waren doch sehr ausgeblichen und hatten nach der letzten Wäsche einige Löcher. Da es 18 Vorhangteile (bei einer Länge von 35 cm kann man nicht von Schals sprechen) sind, war es ein recht mühsames Projekt. Die neuen Vorhänge passen und sehen aus, wie wir es uns vorgestellt hatten.
Unser Windgenerator hatte uns nach Hause begleitet und Nobbi hat dort die Lager getauscht. Um die Lager zu entfernen, sollte der Generator im Backofen auf 80 °C erwärmt werden, das wollten wir lieber nicht in unserem Bord-Backofen ausprobieren. Um den Windgenerator anzubauen, durften wir wieder auf dem Vorschiff des Nachbarboots rumturnen und Michel hat uns auch gleich geholfen. Drei Paar Hände waren hier nicht zu viel. Nun produziert unser Superwind wieder flüsterleisen Strom.
Fürs nächste Wochenende haben wir wieder Konzertkarten und der Weihnachtsmarkt öffnet dann auch. Ein Dezember in Santa Cruz ist keine Strafe und wir genießen es hier zu sein!

Abflug von Hamburg
Ankunft auf Teneriffa.
Gleich nach unserer Ankunft wird unsere Marisol weihnachtlich dekoriert.
Santa Cruz schmückt sich mit unzähligen Lichtern.
Der beeindruckende Weihnachtsbaum auf der Plaza España.
Auch nachts macht das Auditorio eine gute Figur.
Nobbi beim Abendspaziergang.
Im Palmetum unternehmen wir einen Abstecher in den Pazifik.
Die Araukarien lassen uns an Neukaledonien denken.
Kleine Boote bereiten sich auf die Passage über den Atlantik vor.
Endlich geht’s los. 5,90 m Boot sind nicht viel auf einem Ozean!
Auch die Großen wollen über „den Teich“.
Und auch die super großen Boote machen sich auf den Weg in die Karibik.
Die alten und die neuen Vorhänge.
Nobbi baut den Windgenerator zusammen.
Weihnachtsbäckerei auf dem Markt.
Bunte Obst- und Gemüseauswahl.