iSimangaliso – wo die Nilpferde wohnen

Zum iSimangaliso Park sind es nur gute 80 km. iSimangaliso ist mit 13.000 km2 das zweitgrößte Schutzgebiet Südafrikas und beherbergt ganz unterschiedliche Landschaften und Ökosysteme. In den Feuchtgebieten leben die größten Nilpferd- und Krokodilbestände Südafrikas.
Wir stehen zeitig auf, fahren zum kleinen Ort St.Lucia und frühstücken an der Heckklappe unseres Mietwagens, bevor es um kurz nach acht zu unserer Bootstour geht. Auf einer Art Floß mit Außenbordmotor besuchen wir die Nilpferde. Von der Suche nach den Hippopotamus kann nicht die Rede sein. Man muss sie nicht suchen. Sie sind überall. Eine Mutter mit Baby, eine Gruppe aus fünf Halbstarken und zwei große Familien. Außerdem sehen wir Krokodile und viele Vögel wie ein Seeadler-Pärchen und den schönen „bee-eater“, der es heute nicht auf Bienen sondern die dicken Flusspferd-Fliegen abgesehen hat.
Nach zwei Stunden stehen wir gut gelaunt wieder auf dem Steg. Fürs Mittagsessen ist es noch zu früh, also fahren wir spontan in den Park. Am Eingang zum iSimangaliso-Park bezahlen wir pro Person und pro Auto, insgesamt etwa 17 Euro (überschaubar, wie wir finden). Informationen gibt es von den wortkargen Damen am Schalter nur auf Nachfrage, immerhin erfahren wir, dass wir die ersten beiden Abzweigungen mit unserem VW-Polo meiden sollten.
Wir hatten nicht damit gerechnet viele Tiere zu sehen, zum einen sind wir in der Mittagshitze unterwegs, zum anderen bleiben wir meistens auf dem Hauptweg. Nyalas, Impalas, Zebras und Warzenschweine überraschen uns und kommen dicht vorbei, von einem Aussichtspunkt sehen wir eine große Herde Gnus grasen, vom Strand sehen wir Schildkröten, einen Hai und Delfine. In den Feuchtgebieten gibt es unendlich viele Vögel: Reiher, Störche, Gänse, Enten. Auf dem Rückweg entdecken wir sogar ein großes Krokodil, dass gerade ein Warzenschwein frisst.
Am Ende der asphaltierten Straße machen wir eine Pause am Strand von Cape Vidal, beobachten wie Motorboote durch die hohe Brandung an den Strand fahren und kleine Mädchen unerschrocken baden. Es ist heiß. 37 Grad in Richards Bay, am Strand ein klein wenig kühler. Wir essen ein Eis und sehen uns das Spektakel aus dem Schatten an.
Wir haben nur einen winzigen Teil dieses riesigen Schutzgebietes gesehen. Gerne kommen wir noch einmal wieder um entweder die gleiche Strecke noch einmal zufahren oder um eine andere Ecke von einem anderen Eingangstor zu erkunden. Weite Teile des Parks sind für Touristen nicht zugänglich. Die scheuen Tiere freut es. Die weniger scheuen, wie die Flusspferde, gehen nachts in St.Lucia spazieren. Nicht immer zur Freude der Einwohner.